Honig Sieben

  • Hallo zusammen,


    ich habe vor ein paar Wochen die Sommertracht durch mein Spitzsieb laufen lassen.
    Folgendes Sieb wurde verwendet: Honigspitzsieb, Nylon, besonders fein 0,21mm
    Der Honig wurde zuvor er durch das Sieb gelaufen ist aufgetaut.
    Der Waldanteil liegt relativ hoch. Er ist Streichzart, man merkt ganz leicht die Kristalle auf der Zunge. Im Prinzip hat er die Konsistenz wie gerührter Honig. Herrlich diese Ernte!
    So zurück zum Thema, den Honig durch das Sieb zu lassen war nicht gerade die beste Idee. Werde ich definitiv nicht mehr mit der Sommertracht machen!
    Wie ist es eigentlich mit Waldhonig und generell eure Erfahrungen mit dem besonders feinen Sieb.
    Ich wollte das ganze mal Probieren, habe bis jetzt nur 5 Kilo Sommertracht durch das Sieb gelassen, aber mit dem Sieben werden ja auch andere wichtige Inhaltsstoffe entnommen (Pollen, Verdeckelungswachs etc...) Das hat noch nie geschadet davon Rückstände im Honig zu haben, im Gegenteil, ist doch gut wenn so etwas im Honig enthalten ist. Allerdings mögen manche Kunden nichts anderes im Glas, deshalb habe ich mir die Gedanken gemacht und den Versuch gestartet zu Sieben.


    Wie seht ihr das Sieben und habe ich evtl. etwas falsch gemacht? Empfehlung nur bestimmte Honigsorten zu sieben, Spitzsieb zu fein gewählt.....


    Vielen Dank und starke Völker fürs Frühjahr wünsch ich euch

    JEDER FÄNGT MAL AN..... SCHLIMM IST NUR, WENN DU MITTEN DRIN AUFHÖRST!!!

  • Moin Micha.


    Bei mir läuft der Honig direkt aus der Schleuder durch ein Doppelsieb (Bei zu Kristallisation neigender Frühtracht mehrere Siebe vorhalten!) und das war's bis zum Abschäumen. Doppelsieb-Sperenzien erspare ich mir.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • ...aber mit dem Sieben werden ja auch andere wichtige Inhaltsstoffe entnommen (Pollen, Verdeckelungswachs etc...)...


    Wachs sollte nicht im Honig sein, daher sieben.


    Pollen ist zu klein (0,01 - 0,1 mm) den bekommt man durch sieben nicht raus und der gehört auch meiner Meinung nach in den Honig.


    Grüße


    Dirk

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • ich mache unter der Schleuder nur noch Grobsieb (12kg Eimer) und dann gleich durchs Spitzsieb (allerdings nicht das GANZ feine - 25kg Eimer) fertig

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • Danke für die guten Beiträge!


    Vermutlich hat es nicht gut funktioniert da die Spitzsiebheizung fehlte wie es Ralf erwähnte.
    Werde das Spitzsieb nicht mehr in Einsatz bringen und so weiter machen wie zuvor und den Honig durch das Doppelsieb nach dem Schleudern laufen lassen. Hat ja immer gut funktioniert.
    -War halt mal ein Versuch-
    Dankeschön

    JEDER FÄNGT MAL AN..... SCHLIMM IST NUR, WENN DU MITTEN DRIN AUFHÖRST!!!


  • Folgendes Sieb wurde verwendet: Honigspitzsieb, Nylon, besonders fein 0,21mm


    .... Verwende nur noch das grobe Spitzsieb (0,3 mm). Das Feine ist für Frühtrachthonig nicht zu gebrauchen und ist schon seit vielen Jahren ausgemustert.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Hallo,


    ich finde das Thema selbst jetzt noch spannend und gestehe, für mich selbst immer noch keinen 100% befriedigenden Ablauf gefunden zu haben.


    Es gibt Leute, die schleudern und sieben sofort grob und fein.
    Andere sieben gar nicht oder nur grob und schäumen nur ab.
    Wieder andere klären den Honig in großen Fässern statt zu sieben.
    Ich selbst siebe den Honig nur grob an der Schleuder und erst später fein, nämlich in einem Arbeitsgang mit dem Auftauen per Melitherm.


    Wie macht ihr das genau zwischen Schleuder und Honigglas mit dem Sieben, ggf. Wiederauftauen und ggf. Rühren, bei


    -rapsbetonter Frühtracht
    -Waldhonig oder lange flüssig bleibenden Blütentrachten wie Akazie?



    Gruß
    hornet


  • Also ich finde der Ablauf klingt super! Selbst wurd ich es glaub auch nicht anders machen wenn ich ein Melitherm mal haben sollte.Früher oder später wird das auch der Fall sein und da denke ich das mein Ablauf genau gleich sein wird. Grob Sieben und der Rest mit m Melitherm.

    JEDER FÄNGT MAL AN..... SCHLIMM IST NUR, WENN DU MITTEN DRIN AUFHÖRST!!!

  • Ich denke, es kommt immer auf die Menge an.
    Für meine paar Völker habe ich es dieses Jahr so gemacht.


    Für die Frühtracht:
    Unter der Schleuder vom Doppelsieb nur das Grobe und dann durch ein Siebbehälter von Carl Fritz in den Lagereimer/Abfüllbehälter. Täglich gerührt und nach paar Tagen ab in´s Glas.


    Sommertracht:
    Unter der Schleuder vom Doppelsieb nur das Grobe und dann durch ein Spitzsieb 0,3mm in den Lagereimer/Abfüllbehälter. Bei beginnender Kristallisation alle paar Tage gerührt und dann feincremig ab ins Glas.


    Ich bin kein Freund vom Auftauen.


    Wer natürlich mehr Völker hat und mehr Honig als ich :-( pro Volk kommt sicherlich um´s Auftauen nicht drumherum.

  • Hallo Freunde,
    Doppelsieb unter die Schleuder und gut. Ist nur ein, genau genommen garkein Arbeitsgang, weil der Honig sowieso runter in den Eimer läuft.
    Wenn er nach einigen Tagen perlmuttig wird geht die Rührerei im Eimer los, dann abfüllen.
    Ich habe keine großen Honigmengen. Wenn ich viel Honig hätte, hätte ich wahrscheinlich einen dieser schönen Edelstahlfäßer mit eingebauter Heizung und Rührwerk.
    Aber wie ihr alle wisst, habe ich nur einen Astra Kombi für den halben Preis und mit der doppelten Geschwindigkeit auf der Autobahn.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der aus religiösen Gründen sich gerne jeden möglichen Arbeitsgang einspart und der nur zwei Mal versucht hat Honig zu überreden durch ein Spitzsieb zu diffundieren

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo!


    die wenige Fruehtracht, die ich dieses Jahr hatte, habe ich aus der Schleuder durchs Doppelsieb in Eimer gelassen, nach zwei Tagen abgeschaeumt, bei Truebung geruehrt bis der Honig gerade noch fliessfaehig war und abgefuellt.


    Die Sommertracht lief aus der Schleuder durch einen selbstgebauten Siebkuebel mit Nylongrobsieb und Nylonfeinsieb in 12,5kg-Eimer, die ich dann durch den Abfueller mit extrafeinem Spitzsieb in 25kg-Eimer geschuettet und nach zwei Tagen abgeschaeumt hab.


    Den ersten Eimer der Sommertracht habe ich vor Kurzem geimpft und geruehrt, war immer noch total fluessig. Wassergehalt bei Ernte lag bei ca. 17%. Da ist sicherlich Wald mit drin, schmeckt aber nicht danach.


    Ich ueberlege jetzt, was ich mit den restlichen Eimern Sommerhonig machen soll: weiterhin fluessig lagern und sobald ich ihn brauche impfen bzw. auftauen, falls er schon grob kandiert ist? Oder jetzt alles ruehren und bei Bedarf nur bis zur Fliessfaehigkeit erwaermen, kurz durchruehren und abfuellen?


    Laut Bruno Binder-Koellhofer ist kandierter Honig staerker gaergefaehrdet als fluessiger. Andererseits werde ich ihn eben auch sieben muessen, sobald er grobkandiert ist und ich ihn auftaue.


    Ich wuerde mich sehr ueber Tips hierzu freuen!


    Danke!