Erfahrung Luftentfeuchter TTK 170S

  • Hi,


    ich habe mir Anfang des Jahres den TROTEK TTK 72E angeschafft.


    Der Schleuderraum hat ca. 16m². Honig direkt nach der Ernte geschleudert


    hatte 17,5% Wasser, 30 Stunden später geschleudert lag er bei ca. 16,5%.


    Ich hätte nie damit gerechnet das er aus verdeckelten Waben noch 1%


    Wasser rausholt.


    Gruss Joachim

  • Ich hätte nie damit gerechnet das er aus verdeckelten Waben noch 1%

    Ich auch nicht. :P

    Es waren ja wohl nicht die gleichen Waben aus den gleichen Völkern.

    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • Mutige Annahme! Es haben noch nicht mal zwei verschiedene Stellen auf einer Wabe oder aus einer Zarge oder aus einer Beute den gleichen Wassergehalt.

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 an der Lahn.

  • Diese großen Bautrockner (~800 EUR und mehr) trocknen ganz sicher besser wie die Wohnungsgeräte (150-250 EUR). Doch sie sind lauter, brauchen sehr viel mehr Platz und Strom.

    Und wie sieht es eigentlich mit dem Dauerlärm aus?

    Und warum braucht ihr eigentlich derart leistungsfähiges Gerät? Sind eure Schleuderräume so groß?


    Ich verwende vom ersten Imkerjahr an nur so ein kleines Wohnungsgerät der <200 EUR -Klasse (Entfeuchtungsleistung irgendwas mit 20 Liter/24h). Das brummt relativ leise in einer Raumecke vor sich hin und macht zumindest, was ich mir davon versprochen habe: Es entfernt die von mir eingetragene Feuchtigkeit (Atemluft, Schwitzen) und hält den 25m2-Schleuderraum deutlich unter 50% trocken. Damit gibt jeder offene Honigtropfen ständig Feuchte ab - was will ich mehr? Offener Honig hat schon nach 10 Minuten eine sichtbare Haut.


    Was also versprecht ihr euch von diesen viel teuereren, lauteren, voluminöseren aber eben auch noch leistungsfähigeren Geräten? Honigschleuder schon nebenbei als Honigtrockner verwenden :wink:?

    Habt ihr die dauerhaft laufen? Oder nur Intervallartig?



  • Hab ich mir auch gedacht...

    Mein „besserers“ Wohnungsgerät hält die Luftfeuchte Beim Schleudern je nach verwendetem Messgerät bei ca. 30 bis 35 %.

    Beieindruckend was der an Wasser aus der Luft holt. Das schwitze ich sicher nicht annähernd!

  • Hab ich mir auch gedacht...

    Mein „besserers“ Wohnungsgerät hält die Luftfeuchte Beim Schleudern je nach verwendetem Messgerät bei ca. 30 bis 35 %.

    Beieindruckend was der an Wasser aus der Luft holt. Das schwitze ich sicher nicht annähernd!

    Wieg dich doch mal vor und nach dem Schleudern.

    Mein kleines TTK 75 schafft diese Werte nicht. Beim Schleudern nutze ich ein mobiles Klimagerät mit Entfeuchtungsfunktion. Wenn ich es rechtzeitig einschalte, liegt der Wert auch bei 30 bis 35 %. Das schafft es allerdings nur diesen Wert zu halten,wenn er vorher bereits erreicht wurde.

  • Die Entfeuchter heizen die Luft auf, das ist schlecht für den Honig. Bei mir stehen die Hobbocks und Gläser in einem Raum, der zum Wohnhaus gehört. Ich verbinde in dieser Zeit den Raum über 2 Öffnungen mit der Außenwelt. Dadurch stellt sich in dem Raum eine Temperatur ein, die zwischen der Temperatur in den anderen Räumen und der Außentemperatur liegt. Das führt zu einer Lagertemperatur zwischen 15°C und 18°C und an den meisten Tagen zu einer Luftfeuchte unter 50%. Für einen Honig mit ca. 16,5% Wassergehalt reicht eine Luftfeuchte von bis zu 55% aus.

    Zusätzlich lege ich bei der Einlagerung Frischhaltefolie direkt auf die Honigoberfläche und drücke sie an den Hobbockwänden an. Dadurch kann die Luft nicht an den Honig heran und im Prinzip könnten die Hobbock auch in einem feuchteren Raum gelagert werden.

    Im Sommer ist die Situation schwieriger. Um den Honig vor der Wärme zu schützen, kühle ich den Lagerraum mit einem 2-Schlauch-Klimagerät. Das verursacht aber trotz der beiden Schläuche einen leichten Unterdruck im Raum, sodass Luft nachströmt und die Luftfeuchte im Raum erhöht wird. Anfangs hatte ich dieser Erhöhung mit Lufttrocknern entgegen gewirkt. Im letzten Sommer hatte ich das gelassen und auf die Frischhaltefolie in den Hobbocks vertraut - das hat funktioniert, auch bei einer Luftfeuchte über 70%. Die Gläser mit dem abgefüllten Frühjahrshonig (Neutralglas mit Plasikdeckel) konnte ich in dieser Weise nicht schützen. Dennoch hat der Honig keinen Schaden genommen.

    Mein Fazit: Bei der Lagerung ist für die Haltbarkeit des Honig vor allen Dingen die Temperatur wichtig. Dazu braucht es im Sommer ein Klimagerät, im Winter eine Lüftung nach außen. Trockner braucht es im Lagerraum dagegen nicht.

    Gruß Ralph

  • Die Entfeuchter heizen die Luft auf, das ist schlecht für den Honig. Bei mir stehen die Hobbocks und Gläser in einem Raum, der zum Wohnhaus gehört. Ich verbinde in dieser Zeit den Raum über 2 Öffnungen mit der Außenwelt. Dadurch stellt sich in dem Raum eine Temperatur ein, die zwischen der Temperatur in den anderen Räumen und der Außentemperatur liegt. Das führt zu einer Lagertemperatur zwischen 15°C und 18°C und an den meisten Tagen zu einer Luftfeuchte unter 50%. Für einen Honig mit ca. 16,5% Wassergehalt reicht eine Luftfeuchte von bis zu 55% aus.

    Zusätzlich lege ich bei der Einlagerung Frischhaltefolie direkt auf die Honigoberfläche und drücke sie an den Hobbockwänden an. Dadurch kann die Luft nicht an den Honig heran und im Prinzip könnten die Hobbock auch in einem feuchteren Raum gelagert werden.

    Im Sommer ist die Situation schwieriger. Um den Honig vor der Wärme zu schützen, kühle ich den Lagerraum mit einem 2-Schlauch-Klimagerät. Das verursacht aber trotz der beiden Schläuche einen leichten Unterdruck im Raum, sodass Luft nachströmt und die Luftfeuchte im Raum erhöht wird. Anfangs hatte ich dieser Erhöhung mit Lufttrocknern entgegen gewirkt. Im letzten Sommer hatte ich das gelassen und auf die Frischhaltefolie in den Hobbocks vertraut - das hat funktioniert, auch bei einer Luftfeuchte über 70%. Die Gläser mit dem abgefüllten Frühjahrshonig (Neutralglas mit Plasikdeckel) konnte ich in dieser Weise nicht schützen. Dennoch hat der Honig keinen Schaden genommen.

    Mein Fazit: Bei der Lagerung ist für die Haltbarkeit des Honig vor allen Dingen die Temperatur wichtig. Dazu braucht es im Sommer ein Klimagerät, im Winter eine Lüftung nach außen. Trockner braucht es im Lagerraum dagegen nicht.

    Gruß Ralph

    Hallo Ralph,

    eine Folie auf der Honigoberfläche kann es nicht retten, wenn der Rest nicht passt. Eine Folie ist nie Dampfdicht. Ein guter Eimer mit aufgelegter und beschwerter Platte schon eher.

    Wenn im Eimer dicht machen, dann mit einer Alufolie, die ist wirklich dicht. Aber nicht in den Deckelfalz mit rein laufen lassen, sonst ist die Deckelabdichtung dahin.

    Schöne Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Hallo Ralph,

    eine Folie auf der Honigoberfläche kann es nicht retten, wenn der Rest nicht passt. Eine Folie ist nie Dampfdicht. Ein guter Eimer mit aufgelegter und beschwerter Platte schon eher.

    Wenn im Eimer dicht machen, dann mit einer Alufolie, die ist wirklich dicht. Aber nicht in den Deckelfalz mit rein laufen lassen, sonst ist die Deckelabdichtung dahin.

    Schöne Grüße

    Peter

    Scheint aber trotzdem ausreichend zu sein. Ich habe auch nach einer Lagerung von 1,5 Jahren keine Probleme mit zu feuchter Honigoberfläche. Ein guter Eimer ist in der Beziehung nicht besser, da er nicht vakuumdicht ist und es daher bei Temperaturschwankungen zum Gasaustausch kommt. Alufolie würde ich nicht auflegen, da das Aluminium mit der Säure im Honig reagiert.

    Gruß Ralph