Plastik Rähmchen zum Wachsbestreichen Erfahrungswerte gesucht.

  • Ich würde weder Kondensat von der Heizung noch aus dem Wäschetrockner nehmen. Auch wenn Regenwasser sicher auch Rückstände enthält, gehe ich davon aus, dass es wenige sind (wenn man nicht gleich die ersten Liter auffängt, sondern erst mal das Dach spülen lässt).


    Man sollte zwar nicht immer gleich bei allem zuerst mit den Bedenken kommen, aber ich sehe bisher keinen überzeugenden Vorteil der Plastikvariante. Als weiteres Risiko habe ich den Nachteil, dass die hydrophoben (also nicht wasserlöslichen) Weichmacher aus dem Kunststoff in Wachs löslich sein müssten. Wir diskutieren hier in anderen Beiträgen über Rückstände in Mittelwänden und holen uns so eventuell wachslösliche Chemikalien ins Volk. Das alles nur für den kleinen Vorteil, zunächst ein paar Gramm Wachs zu sparen, der durch Entfernen des Wachses mit möglichen Rückständen später wieder aufgezehrt wird. Dann bleibt noch Wachsschmelzen und Reinigen, das bei Holz und Kunststoff jeweils nötig ist und Bestreichen statt Einlöten. Meine Holzrähmchen machen mir bei der Entsorgung warm, die Kunststoffe nur die Müllverbrennung.
    Wo also liegt der große Vorteil, der es rechtfertigt wieder einmal Kunststoffabfall zu produzieren statt nachwachsende Rohstoffe und gut recylierbare Metalle für konventionelle Rähmchen zu verwenden? Hier meldet sich bisher keiner, der einen benennt und ausprobiert haben es ja scheinbar manche, aber alle hier nehmen wieder bzw. immer noch Holz mit Wachsmittelwand oder Naturbau.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

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  • Hast wahrscheinlich die Videos von Dirk nicht gesehen, macht nix.
    Das Wachs wird erst abgekratzt, dann erst das Rähmchen sauber gemacht. Was dann in dem Topf an Wachs bleibt, ist sogut wie nichts. Um das abgekratzte Wachs einzuschmelzen müsste ich erst viel sammeln.

  • Ich würde weder Kondensat von der Heizung noch aus dem Wäschetrockner nehmen. Auch wenn Regenwasser sicher auch Rückstände enthält, gehe ich davon aus, dass es wenige sind (wenn man nicht gleich die ersten Liter auffängt, sondern erst mal das Dach spülen lässt).


    Regenwasser von Stein- und Blechdächer und aktuelle Schindeldächer- ok,
    alte Papp- und Bitumendächern sind wegen Auswaschungen ungeeignet

  • ... Schindeldächer- ok,
    alte Papp- und Bitumendächern sind wegen Auswaschungen ungeeignet


    Hm, hier sind die Dachschindeln oft auch (nur) aus Dachpappe. Dafür werden von Papp- und Bitumendächern - wenn sie nicht gerade frisch gestrichen sind - allenfalls die aufgestreuten Kieselstückchen ausgewaschen. Die sinken in der Regentonne schnell zu Boden und bleiben da, bis man sie mühsam aufrührt. Steinfasern von Asbestdächern sind da schon leichter, sinken aber auch ab. Mückenlarven gedeihen in den Regenfässern sehr gut, auch wenn die Fässer von Papp-/Bitumendächern gespeist werden. Auch Bienen holen sich dort Wasser, selbst wenn sie andere Alternativen in der Nähe haben.

  • Ich würde weder Kondensat von der Heizung noch aus dem Wäschetrockner nehmen. Auch wenn Regenwasser sicher auch Rückstände enthält, gehe ich davon aus, dass es wenige sind (wenn man nicht gleich die ersten Liter auffängt, sondern erst mal das Dach spülen lässt).


    Man sollte zwar nicht immer gleich bei allem zuerst mit den Bedenken kommen, aber ich sehe bisher keinen überzeugenden Vorteil der Plastikvariante. Als weiteres Risiko habe ich den Nachteil, dass die hydrophoben (also nicht wasserlöslichen) Weichmacher aus dem Kunststoff in Wachs löslich sein müssten. Wir diskutieren hier in anderen Beiträgen über Rückstände in Mittelwänden und holen uns so eventuell wachslösliche Chemikalien ins Volk. Das alles nur für den kleinen Vorteil, zunächst ein paar Gramm Wachs zu sparen, der durch Entfernen des Wachses mit möglichen Rückständen später wieder aufgezehrt wird. Dann bleibt noch Wachsschmelzen und Reinigen, das bei Holz und Kunststoff jeweils nötig ist und Bestreichen statt Einlöten. Meine Holzrähmchen machen mir bei der Entsorgung warm, die Kunststoffe nur die Müllverbrennung.
    Wo also liegt der große Vorteil, der es rechtfertigt wieder einmal Kunststoffabfall zu produzieren statt nachwachsende Rohstoffe und gut recylierbare Metalle für konventionelle Rähmchen zu verwenden? Hier meldet sich bisher keiner, der einen benennt und ausprobiert haben es ja scheinbar manche, aber alle hier nehmen wieder bzw. immer noch Holz mit Wachsmittelwand oder Naturbau.


    Die Frage ist jedoch, wie viele Lagern ihren Honig in Plastikeimern und wie viele in Edelstahl behältern. Soweit ich das mitbekomme verwenden vielmehr Imker Plastikeimer. Dann müsstes du diese mehr verteufeln als die Rähmchen. Dort wird der Honig durch Wachs vom Plastik fern gehalten. Daher kann ich dein Argument verstehen und unterstütze es auch,aber letzt endlich scheint mir in gerade bei diesem Umstand mit zweierlei Mass gemessen zu werden.

  • ...Verseifung und passiert wenn Kalk im Wasser ist


    Genauer: "Durch Zusatz von Laugen (z.B. Natron-, Kalilauge, Salmiakgeist) wird Wachs (Esteranteil) in Säuren und Alkohole zersetzt (alkalische Reaktion)."
    zitiert aus: https://www.lwg.bayern.de/mam/…n/dateien/bienenwachs.pdf
    Sofern das Ausschmelzwasser nicht basisch genug war, um Verseifung auszulösen -> hielte ich die dunklen Anhaftungen am Boden der fotografierten Wachsplatten für Pollen u.a. organische Überreste, salopp gesagt: für kompostierbaren Schmodder. Je nach Ablauf des Ausschmelz- bzw. Abkühlungsvorgangs könnten ggf. noch kleinste Wachskügelchen in diesem Schmodder vorhanden sein. Diese zu gewinnen - ggf. mit neuem Ausschmelzen des Schmodders - scheint mir in keinem vernünftigen Verhältnis zum damit verbundenen Aufwand zu stehen. Bei riesigen Mengen von Schmodder und Nachnutzung von ohnehin vorhandenem heißem Wasser mag ein entsprechendes Experiment vertretbar sein.

  • lagern ihren Honig in Plastikeimern und wie viele in Edelstahlbehältern...mit zweierlei Mass gemessen zu werden.


    M.E. bilden Wabenwände eine viel größere Kontaktfläche zu Honig als ein Eimer. Auch die Lagerzeit in Eimern kann man als Imker kurz halten und so bald wie möglich in Gläser abfüllen (impfen -> rühren -> abfüllen). Außerdem sprach Amape von der Gefahr. daß gerade der Wachskontakt zur Plastikwabe wachsgängige Stoffe aus Plastik herauslösen könnte - ein weiterer Unterschied zum Honiglagereimer.


    Die Verwendung von Plastik(waben) im Bienenvolk selbst ist schon etwas anderes als die Honiglagerung außerhalb des Volkes. Plastikwaben haben rein mechanisch und elektrisch ganz andere Eigenschaften als Wachswaben. Da ein wesentlicher Teil der Kommunikationsprozesse im Bien auf den Waben stattfindet, muß man davon ausgehen, daß die Auswahl/Vorgabe der Waben Einfluß auf den Bien hat. Mit dieser Frage sollte sich ein verantwortungsvoller Imker eingehend beschäftigen, bevor er sich zum Kauf entscheidet. Ich habe mich für Wachswaben entschieden und finde diese Entscheidung bestätigt, je mehr ich bspw. über diese Kommunikationsprozesse im Bien erfahre.

  • Kunststoffe gibt es viele...
    mit den Kunststoffwaben störe ich den Bien! Er kann die Waben nicht mehr seinem Bedarf anpassen/umbauen und die zur Kommunikation notwendigen Schwingungen werden nicht übertragen. Was im HR noch tolerierbar ist, hat im Brutraum nix zu suchen.
    Mit allem was wir dann mit dem Honig machen, vergiften wir uns nur selbst, wobei bei Verwendung
    lebensmittelgeeigneter Eimer- das Bestecksiegel- kaum was in den Honig gelangt. Wir nehmen schließlich nicht die schwarzen Baueimer.
    Bei der Anzahl der notwendigen tragbaren Edelstahlbehälter wird es ganz schön teuer und schwerer bzw für größere fehlt Platz und Betriebstechnik. Das lässt sich nicht im Honigpreis abbilden, da die meisten eh virtuelle Euros mit jedem Glas verschenken, wenn man sich die Kostenrechnung ansieht.
    Gruß Fred