Technische Oxalsäure zur Bienenbehandlung anbieten?

  • Ich habe mal eine Frage ins Forum:
    Neulich habe ich eine Anzeige entdeckt wo ein privater Imker technische Oxalsäure zur Varroabehandlung zum Verkauf anbietet. Das Rezept zum Mischen mit Zucker für die Träufelmethode hat er gleich dazu geschrieben. Mal abgesehen davon, dass technische Oxalsäure für die Bienenbehandlung nicht zugelassen ist - dürfen solche Anzeigen veröffentlicht werden, was ja quasi ein Aufruf an andere Imker ist, mit nicht zugelassenen Mitteln zu behandeln?

  • Das ist ein klarer Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz.
    Gleich doppelt, weil ein nicht zugelassenes Arzneimittel vertrieben und gegen die Apothekenpflicht verstoßen wird.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Es geht ja auch nicht um OS als solche, sondern um Ihre Anwendung als Tierarzneimittel.
    Sie wurde ja wie oben gesagt ausdrücklich dafür angeboten.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ja aber:


    Es gibt techn., rein und die Qualitätsstufe reinst.
    Und dann gibt es die in Deutschland zugelassene ad.vet., ich könnte wetten, dass diese nicht den Reinheitsgrad reinst hat. Ist halt von der Herstellungsfirma aber als ad.vet. deklariert, weil sie ihr Produkt analysiert hat und somit die Haftung trägt, dass sie in Ordnung ist.
    Und genau das lässt sie die Herstellerfirma der ad.vet. bezahlen.


    Der Verkäufer darf halt nicht Varroa in den Mund nehmen und so anbieten.


    Ich würde jedenfalls jederzeit die Oxalsäure reinst absolut bedenkenlos anwenden, wenn ich dürfte.

  • mal davon abgesehen, bleibt immer noch die Frage ob die Art(en) der Anwendung überhaupt als Tierarzneimittel richtig betitelt ist. Wenn ich mir ein Entlausungsmittel in die Haare schmiere ist das Mittel dann auch ein Arzneimittel hmmm. :-(



    gr. Stefan

  • Das ist ein recht eindeutigter Fall. z.Z. ist nur die Träufelbehandlung mit Apothekenpflichtiger 3,5 % Ox in Zuckerwasser zugelassen.


    Wenn er kein Apotheker ist, darf er die Ox nicht als Arzneimittel verkaufen - ein Apotheker würde Technische Oxalsäure auch aus Haftungsgründen nicht als Arzneimittel verkaufen. Des Weiteren muss die Lösung gebrauchsfertig abgegeben werden.


    D.h. der Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz und das zusammen mit Anstiftung zu einer Straftat/Ordnungswiedrigkeit.