Völkerverlust trotz Ameisensäure

  • Es kann zu Weisel-Verlusten durch AS kommen,ich habe keine in den letzten 2 Jahren! Übrigens ist das auch schon mit Nassenheidern passiert, und die weisse Brut wird auch bei der Langzeitbehandlung ausgeräumt und eine Brutpause erzwungen.
    Ich nehme nur Schwammtuch 60% 2-3 im Wochenabstand- in den ersten 12 Stunden Temperaturen 15-max 25°C, meist spätnachmittags-abends aufgelegt.
    2015 25ml/Schwammtuch bei 11-13 DNM
    2016 Dosis etwas erhöht, aber immer nur max 30ml/Schwammtuch
    Einzargige Völker - gute Wirkung, max 20-30 Varroa im Dezember
    2zargige Überwinterung=2x - schlechte Wirkung,starkes Ausblasen, Dezember 3stelliger Varroafall


    Aktuelle Empfehlung von Dr. Radtke: es besteht die Vemutung das die bisher empfohlenen 2ml/Wabe zu niedrig sind.
    "3 ml/ Wabe DNM (tiefgekühlt); Häufigkeit und Intervall nach Bedarf (bei geringem Befall und/oder Fehlen verdeckelter Brut 1mal, sonst 1-2mal je Woche über einen Zeitraum von 2 Wochen)"


    Ableger und Kunstschwärme behandle ich im ersten Jahr nur mit Milchsäure(Dez-Oxals. bei Ablegern), schone also Königin und Bienen.
    Gruß Fred

  • Zitat


    Zweierlei Fragen an das Forum: Gibt es Erfahrungen, dass Völker mit jungen Königinnen resistenter gegen Varroa sind?


    Hallo,
    .... NEIN. ( Varroaresistenz ist leider nur der Wunschtraum einiger Geschäftstüchtiger Händler:wink:)
    Mit ziemlicher Sicherheit hat die Varroabehandlung im Sommer total versagt. Zumindest deutet deine Beschreibung des vorgefundenen Zustandes eindeutig darauf hin. Dies kann viele Ursachen haben. ( Zu kühl, zu feucht, zu geringe Dosierung, etc. ... )


    Gruß Finvara


    Ps : Geringer Varroaabfall bei Trachtvölkern in der Sommerbehandlung sollte IMMER ein Alarmzeichen sein die Wirkung der Behandlung zu überprüfen ! ( zB. durch Auswaschung ) Um diese Jahreszeit sind alle Trachtvölker stark mit Varroen befallen. ( Es sei denn ihnen wurde massiv Brut entnommen, aber dann sind es keine " Trachtvölker " mehr.)

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • junge Königinnen sind aber leistungsfähiger- Qualität der Eier lässt im 2. Jahr nach, deshalb ist es bei Berufsimkern nicht unüblich die Wirtschaftsvölker jährlich umzuweiseln.
    Wenn zusätzlich der Start über Kunstschwarm oder brutfrei behandelt praktisch varroafrei erfolgt, werden das die Renner im nächsten Frühjahr und zeigen auch weniger Schwarmneigung, es sei denn man vermehrt nur über Schwarmzellen/Schwärme.!

  • Um diese Jahreszeit sind alle Trachtvölker stark mit Varroen befallen.


    Neee, neee. So einfach ist das leider oder besser zum Glück nicht. Außerdem könnte man sich dann die Auswaschung und jegliche andere Nachkontrolle sparen, wenn dieser Satz immer zutrifft. Dann müsste man immer so lange behandeln, bis gefälligst viele Milben fallen. (auch wenn gar nicht viele drin sind, aber das kann ja dann nicht sein)

  • Dann müsste man immer so lange behandeln, bis gefälligst viele Milben fallen. (auch wenn gar nicht viele drin sind, aber das kann ja dann nicht sein)


    Ich würde behaupten, dass das einige sogar machen...da wird solange behandelt, bis auch die letzte Biene gefallen ist.
    Letztes Jahr wollte jemand von mir Völker abkaufen, der seine Völker an die Varroa verloren hat, obwohl er 14x mit dem Schwammtuch behandelt hat.

  • Ich hab hier letztens irgendwo etwas von einem Mann gelesen der einem Lehrt wie man aus einem Toten Volk lesen kann wieso es gestorben ist. Klingt so als solltest du diesen Kurs mal empfehlen. 14 mal sind ja mindestens 14 Wochen. Hat er versucht sie einzeln zu ersticken?^^
    Was hast du zu ihm gesagt? Da muss man ja schon den verkauf verweigern, wenn man das hört. Echt heftig ... 14 mal.

  • wenn er 14x behandelt hat, wird er sich auch nicht an empfohlene Intervalle halten.


    Totenschau - meinst bestimmt Guido Eich- aus eigener Erfahrung empfehlenswert, sehr lehrreich, wenn man seine Kurse zu Bienenkrankheiten oder BSV-Schulung besuchen kann


    http://www.imkerverein-greven.…s-habe-ich-falsch-gemacht


    wenn man noch keine Erfahrung und keine Reservevölker hat, sollte man erstmal nach den Empfehlungen und Arbeitsblättern von LWG/LLH arbeiten

  • Kö-Verlust durch AS geht ohne Probleme: Zu hohe Dosierung, zu hohe Temperaturen, für 2-Zarger nur 1 Schwammtuch anstelle von 2 Schwammtüchern genommen und Schwammtuch konnte keine Flüssigkeit mehr aufnehmen und hat getropft, AS zu punktuell auf Schwammtuch aufgetragen.....
    Gibt bestimmt noch ein paar mehr Faktoren wie PSM und Vitalität des Volkes/der Kö, die das auch beeinflussen, aber hohe Dosierung und zu hohe Temperatur (meinetwegen auch zu häufige Behandlung) sind die Faktoren, die einen Kö-Verlust am stärksten beeinflussen.
    Schwammtuch ist halt wie eine Handgranate, hohe Wirkung, aber nicht wirklich gezielt und durch die äußeren Einflüsse leider mit einer Hohen Streuung in der Effektivität behaftet.
    Ich werde nächstes Jahr einen Brutstop nach der Sommerernte durch eine TBE herbei führen, um durch die entstehende Brutfreiheit z.B. mit MS oder OX-Dampf eine hohe Effektivität in der Sommerbehandlung zu erzielen.
    So bleibt zumindest die Streuung durch die äußeren Einflüsse auf ein Minimum reduziert.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ich hab dieses Jahr mit dem Liebigdispenser gearbeitet, weil mir diese Schwammtuchsache zu unkontrolliert erscheint. Allerdings mag ich den Liebig in der Handhabung nicht.Hatte bei einem Volk leichten Auslauf obwohl nach einer 20 Wartezeit alle I.O. erschienen ist. Daher werde ich nächstes Jahr den Nasenheider versuchen.
    TBE finde ich auch interessant. Dazu hat ein anderer Imker seine Art vorgestellt. Er Killt die Königin Anfang Juli. So ist das Volk Ende Juli Brutfrei ist und er behandelt mit AS. Danach neu Einweiseln und er hat schon ne frische Königin für nächstes Jahr drin und Brutfrei behandeln können.


    Klingt theoretisch gut.

  • Dazu hat ein anderer Imker seine Art vorgestellt. Er Killt die Königin Anfang Juli. So ist das Volk Ende Juli Brutfrei ist und er behandelt mit AS. Danach neu Einweiseln und er hat schon ne frische Königin für nächstes Jahr drin und Brutfrei behandeln können.


    Das schlimmste sind so halb verstandene gute Ansätze. Der jetzt ist nichtmal gut. Der:


    Zitat

    Klingt theoretisch gut.


    Nee. Tut er nicht. Da fehlt die Hälfte, und damit meine ich nichtmal den fehlenden Respekt vor den Bienen. Da hab ich jetzt nichtmal mehr Bock zu die fehlenden Teile zu ergänzen (die leider wesentlich sind; Nachschaffung unter AS, danach 'neu einweiseln' etc. pp.). Das ist ein wirklich frustrierender Beitrag/Faden. Rubrik Bastelecke oder Anfänger beraten Anfänger.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Na ja ok er entnimmt nicht die Brut, er sorgt so gesehen nur dafür das keine mehr nach kommt. Und wenn alles geschlüpft ist, dann behandelt er. Nach der Behandlung gibt er eine neue Weisel zu. Die dann die Winterbienen macht.
    Die Völker müssen deswegen ja nicht schwach sein und leicht Ausräuberbar. Ob es jetzt Naturgemäss ist sei dahin gestellt. Aber Theoretisch müsste dieser Ansatz effektiv gegen die Varoa sein. Da sich keine Varoa mehr in Brut verstecken kann.
    Laut eigener Aussage dieses Imkers hatte er durch diese Bekämpfungsart keine Verluste von Völkern wegen der Varoa. Ob er aus anderen Gründen Völkerverluste hat ist mir nicht bekannt.


    Der Mann war sehr alt. Mehr weiss ich nicht über ihn.

  • Na ja ok er entnimmt nicht die Brut, er sorgt so gesehen nur dafür das keine mehr nach kommt. Und wenn alles geschlüpft ist, dann behandelt er. Nach der Behandlung gibt er eine neue Weisel zu. Die dann die Winterbienen macht.
    Die Völker müssen deswegen ja nicht schwach sein und leicht Ausräuberbar.


    Doch. Das ist richtig schlecht. Kein 'ja aber'. Schlecht. Macht man nicht. Da fehlt der Mittelteil.


    Zitat

    Der Mann war sehr alt.


    Dann frag schnell noch nach dem Rest, bevor er tot ist.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Der Mittelteil war, dass die fehlenden Bienen in dieser Zeit unerheblich sind für die Honig ernte. Da sie ohne hin nicht mehr ernten würden und man die Bienen mit einer 2 Wochen Behandlung weniger Stresst als wenn man 2 mal behandeln muss wegen Brut im Volk.


    Ich bin nicht in den Verein gegangen aus Persönlichen Gründen. Deswegen ist es mir nicht möglich heraus zu finden wer er ist/war.


    Also an sich wie er es erzählt hat klang es schlüssig. Ob es das letzt endlich auch Praktisch ist werde ich nicht beurteilen. Mir fehlt die Erfahrung dazu. Und als Anfänger versuche ich mich erst einmal an den allgemein erfolgreichen Methoden ^^
    Ob es bei ihm jetzt so klappt wie er es sagt, kann ich nicht beweisen. Aber ausschliessen kann ich es auch nicht. Ich hab es ja nicht Praktisch erlebt/getestet.