Varroa-Killer-Sound

  • Das Dampfbad hat aber nix mit der Methode zu tun, denn die Methode funktioniert, sehr gut sogar. Nur eben nicht für jeden Imker da zu aufwändig, die Methode.


    Wenn man damit während derTracht ein übermässig vermilbtes Volk auch nur etwas entlasten könnte - ohne Rückstände im Honig - dann wäre es schon hilfreich!
    Aber: schau ma moi, dann seng mas scho....

  • Hallo,


    was mich etwas stört ist dieser negative Mainstream. Bevor keine brauchbaren Ergebnisse aus halbwegs wissenschaftlich durchgeführten Feldversuchen vorliegen, habe ICH dazu gar keine Meinung. Bekanntlich waren es meistens die Spinner, die sich erst gegen die etablierten Methoden durchsetzen mussten, weil es - und das ist sicher hier auch der Fall - für herkömmliche Geschäfte nachteilig war. Leider stimmt es, dass die Institute auf externe Finanzierung angewiesen sind. Alleine durch die Experimente, die hier durchgeführt werden, oder eben nicht durchgeführt werden, lassen sich die breit angewandten Methoden, also das Kaufverhalten der Imker, beeinflussen. Ich möchte in diesem Zusammenhang auch an die Begasung mit OS erinnern, die zwar hochwirksam, aber immer noch nicht zulässig ist.
    Ich bin also der Meinung, dass es grundsätzlich richtig und wichtig ist, neue Methoden zu entwickeln und dass die Anwender gut beraten sind, sich offen und kritisch (aber ohne Vorurteile) damit auseinander zu setzen. Aber auch, dass derjenige, der eine neue Methode vermarkten möchte, die Wirksamkeit halbwegs wissenschaftlich dokumentiert und nachweist, was ich bisher nicht gesehen habe.


    viele Grüße
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Skorpi08 : Nicht jeder, der Gerhard heißt, trägt den Familiennamen Liebig. Der Promovierte imkert m.W. auch nicht in Trogbeuten. Zum Zitherspiel mangelt es jenem vermutlich auch an intuitiver Rücksichtnahme auf mitmusizierende bzw. zuhörende Mitmenschen, m.a.W.: Das Profil paßt einfach nicht.
    Gerd : An wissenschaftlichen Nachweisen zur OX-Bedampfung, deren Wirksamkeit, Bienenverträglichkeit, zur Rückstandssituation und zur Anwendersicherheit mangelt es nun wirklich nicht. In verschiedenen europäischen Staaten ist sie sehr wohl zulässig - entweder, weil ein Pharmahersteller das beantragt hat oder weil die Behörden OX (sublimiert) nicht einmal als Behandlung im Rechtssinne ansehen und deshalb jedem Imker seinem freien Ermessen überlassen (Dänemark).

  • Hallo,
    ribes , danke für Deine Antwort. Die Wirksamkeit von OS-Gas ist mir natürlich bekannt und an die anfänglich kontroversen Diskussionen zu dieser Methode kann ich mich noch gut erinnern.


    Ich würde mir halt wünschen, dass wir Imker neue Methoden anhand von Fakten beurteilen - sofern sie denn vorhanden sind - und nicht grundsätzlich erst mal ablehnen oder ins Lächerliche ziehen, ohne konkrete Informationen dazu zu haben.


    viele Grüße
    Gerhard nicht Liebig

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Leider stimmt es, dass die Institute auf externe Finanzierung angewiesen sind.


    DAS ist es, was an der ganzen Geschichte doch am ärgerlichsten ist aus Sicht der Imker, aber auch aller Steuerzahler, die diese Institute bezahlen.


    Wozu sind diese Institute denn eigentlich da, wenn sie meinen, nicht von sich aus eigene Untersuchungen machen zu können? Wenn nicht die Institute, wer denn bitte dann?
    Der Hersteller? Der weiß ja schon, ob es funktioniert oder nicht, nur glaubt ihm ja keiner. Finanziert er eine Studie, heißt es nur "eh klar, Lobbystudie".


    Das Argument "kein Geld" der Institute ist eine Frechheit. Allein dass sie da sind und Gehälter bezahlt werden sagt ja schon, dass Geld da sein muss.
    Und wenn sie es in 30 Jahren nicht geschafft haben, etwas wirklich gutes und nachhaltiges gegen die Varroa zu finden, dann sollten sie donnerwetternochmal jeden Strohhalm ergreifen, der ihnen von außen hingehalten wird, um vielleicht doch noch Erfolg zu haben. Es ist ja nun wirklich eines der HAUPT-Themen der Imkerei, seit Jahrzehnten, kein Nebenkriegsschauplatz!


    Niemand verlangt doch, dass sie auf puren Zuruf hin sofort Millionen in die Hand nehmen und die vielen Lösungen und Spinnereien gleich fundamental unter die Lupe nehmen.
    Aber Lösungsansätze, die offenbar schon weit gediehen sind wie hier, wo jemand schon selber einiges an Geld investiert hat, wo jemand ganz offensichtlich etwas zu verlieren hat, da könnte man doch mal erwarten, dass Institute von sich aus herbei laufen und wenigstens mal ein paar absolut grundlegende billig-Untersuchungen durchführen.


    Wo wäre das Problem, wo wären die unbezahlbaren Kosten, wenn ein paar Institute einfach mal ein paar wenige Geräte kaufen (sie bekämen sie aber sicherlich kostenlos zur Verfügung gestellt) und 1 oder 2 Jahre lang ein paar Völker damit behandeln?
    Ist das Ding wirklich gut, sollten schon so grundlegend einfache und billigste Versuche sofort ergeben, ob hier mehr Potenzial verborgen ist oder nicht, ob es sich doch lohnen könnte, von sich aus mehr Geld in die Hand zu nehmen oder nicht.


    Aber offenbar passiert noch nicht mal das.


    Dabei würde ja sogar ich als Privatmann sofort so ein Gerät ausprobieren, wenn mir einer eines zu Testzwecken überlassen würde. Ich denke, die meisten von uns hätten damit kein Problem, warum dann Institute?!?
    Leider war ich selber noch zu skeptisch und auch etwas überrumpelt, als ich neulich mit dem Mann an seinem Stand gesprochen habe, weshalb mir der Gedanke gar nicht kam, ihn nach einem Testgerät zu fragen.
    Wer ihn also kennt oder sieht, sollte ihn sofort danach fragen und sich als Tester anbieten.
    Geschickter wäre es natürlich, wenn es größere, bekanntere Imker tun würden. Beim Imker Hinz und Kunz wie mir wäre die Außenwirkung schließlich nur minimal.


    Gruß
    hornet

    Ja, spinn' i oder bien i?

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  • jo mei, so sind halt die verschiedenen Menschen, wären alle gleich, wär`s auch fad, oder?
    Wenn du das Diagramm in meinem Link betrachtest, fällt dir sicher auf, dass ich damit zur Mehrheit gehöre, so ist das eben mit normal verteilten biologischen Eigenschaften.


    Es gab schon 1993 Leute, die ein Handy mit sich rumtrugen, ich habe mein erstes erst weit nach der Jahrtausendwende gekauft und mein zweites, (erstes Smartphone) sogar erst letztes Jahr. Damit haben andere seither die zehnfache Anzahl an Handys bessessen wie ich bisher.


    Hätte man mir eines 1993 geschenkt, hätte ich es vielleicht auch benutzt, aber eben niemals nicht selbst gekauft.
    Man muss, kann oder will eben nicht immer bei den ersten sein.
    Aber es gibt nun mal die, die es müssen, können oder wollen.
    Und es gibt Leute, die sogar Geld damit verdienen, indem sie beruflich bei den ersten sind (oder sein sollten).
    Ich gehöre nicht dazu.


    Noch Fragen oder weiterer Spott?


    Gruß
    hornet