Bienenwachs allgemein und seine Echtheitsprüfung

  • Aus meiner Sicht geht es nur mit mineralhaltigem (Calcium, Magnesium) Wasser.

    Regenwasser und entsalztes oder destilliertes Wasser enthält per se keine Salze - sollte damit nicht funktionieren.

    Meine Versuche erfolgten mit dest. Wasser und Magnesium- sowie Calciumtabletten. Es erfolgte keinerlei Reaktion.

    Bei der Verwendung von Regenwasser erfolgt die Reaktion. Es muss noch irgend etwas anderes daran beteiligt sein...


    Die einzige Auffälligkeit war der Unterschied in der Reaktionszeit von Mittelwänden zu selbigen in eingeschmolzener Form und die Verwendung von Serdox. Bei der Zugabe von Serdox in dest. Wasser erfolgte ebenfalls keine Reaktion aber der gegen Test im Leitungswasser war einen Tick kräftiger wie ohne vorheriges Lösmittelbad. Klar hier wurde einfach die Oberflächenspannung gebrochen und das Wasser kam besser an alle Stellen des Wachses ran.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hallo Rainer,

    ist es egal, ob das Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure ist? Und sollte es eher viel oder eher weniger Salz enthalten? Du kannst mir auch gern eine PN schicken; ich möchte den Stearin Test machen. Danke dir für deine ausführlichen Erklärungen hierzu.

    Berna

  • Ich habe ohne Kohlensäure verwendet und es hat funktioniert.


    Ich habe auch neue Erkenntnisse zum Paraffintest, warum das bei mir nicht eindeutig war. Die Harnstofflösung ist nur wenige Tage wirksam und ich habe zu lange gewartet und den Hinweis auf der Flasche zu spät gelesen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Bei einem Wachsvortrag wurde gesagt, dass sich Verfälschungen anhand des Gewichts feststellen lassen können. Blöd nur, dass man gekaufte Mittelwände nur ungern in einen Wachsblock einschmelzt um die Echtheit zu überprüfen...;)


    Hier die Daten aus dem Wachsvortrag:



    Hinweis zu Paraffin/Stearin im Vergleich (Gewicht)


    --> Wachsblock mit 100 ml wiegt 95 Gramm

    --> Bei Abweichungen von mehr als 2 g sind Beimischungen wahrscheinlich

    --> Bienenwachs: 0,95 / Paraffin: 0,76 / Stearin: 0,72

  • Blöd nur, dass man gekaufte Mittelwände nur ungern in einen Wachsblock einschmelzt um die Echtheit zu überprüfen...;)

    Muß zur Messung des spezifischen Gewichtes von MW wirklich die MW zum Block eingeschmolzen werden? Theoretisch ließe sich das Volumen ja auch von der Menge des von ihr verdrängten Wassers ableiten. Oder beeinflussen ggf. anhaftende Luftbläschen das Meßergebnis zu sehr bzw. stören andere Faktoren?

  • Hallo ribes,

    das Wachs muß eingeschmolzen werden, sonst funktioniert das nicht.

    Hängt mit den Luftbläschen, wie von Dir beschrieben, zusammen.

    Hab mir extra von Kern dafür ne Präzisionswaage zugelegt.


    Gruß

    Butsche

    Es gibt viel zu tun; packen Wir`s an!

  • Streifen aus MW schneiden

    Streifen hochkant in Reagenzglas mit Wasser

    Wasser und Wachs ca. 20 Grad Celsius

    Der sollte zu 95% untergehen


    ???

  • Ja, oder noch einfacher und präziser:

    Stück Wachs in eine definierte Menge Wasser geben.

    Nach und nach eine leichtere Flüssigkeit, z.B. Alkohol zugeben.

    Schauen bei welchem Mischungsverhältnis, bzw. Welcher Dichte das Wachs sinkt.


    Bringt halt nix, wenn das Wachs vorher mit weiteren Zusätzen schwerer gemacht wurde...

  • Habe den o.g. Thie-Test mit ein paar Wachsproben durchgeführt:


    Das Wachs oben war zwei Saisons im Honigraum, das in der Mitte links im Brutraum.

    Mit dem unteren Wachs hatte ich Leitstreifen der Top bar hive bestrichen, ohne Auffälligkeiten im Brutnest.

    Der Hersteller/Verkäufer wurde im Test des Bienen Journals erwähnt.

    Zum Vergleich habe ich ein Stück einer Mittelwand von Geller (Charge Zadant 13.10.2017) geprüft.


    Werde wohl oder übel das Wachs der infrage kommenden Rähmchen getrennt schmelzen und entsorgen. Das Gros meines Wachses stammt aus Afrika, lediglich eine Packung aus anderer Quelle.