Wachs umarbeiten

  • Hallo Kollegen/innen,
    suche gerade einen vertrauenswürdigen Betrieb zur Umarbeitung von ca 60 kg Wachs zu Mittelwänden. Bei dem ganzen Schrott der momentan auf dem Markt ist, nicht so einfach. Bin nach Recherchen im Netz bei der Firma Wilfried Müller gelandet, die auf mich doch vertrauenswürdig wirkt. Hat jemand von euch Erfahrung damit? Lieber mal nachfragen, um sicher zu sein. Schweinerei waqs da alles so ans Tageslicht kommt!
    Für eure Hilfe vielen Dank.

  • Hallo AC,


    die Firma Winfried Müller arbeitet auch für die Süddeutsche Imkergenossenschaft das Wachs um. Ich und viele in meinem Verein benutzen diese Mittelwände und hatten noch nie Probleme damit. Ist somit für mich auch weiter die Wahl für den Kauf von Mittelwänden, bzw. die Umarbeitung von Wachs.


    Liebe Grüße Jürgen

    Nicht jeder, der mir Honig ums Maul schmiert, meint es auch wirklich gut mir mir. :wink:

  • Kann mich den Vorednern nur anschließen. Dort beziehe ich schon immer meine MW. Der IV Soltau läßt dort seit Jahren umarbeiten. Also empfehlenswert.


    Heidjer

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Zitat


    Kann man dort bei der Umarbeitung des eigenen Wachses zuschauen?

    Das wird schwierig sein, denn das Wachs wird schon am Vortage eingeschmolzen und du müsstest dann auch über Nacht Wache halten.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Das muss aber auch anders gehen, denn ich habe im letzten Jahr am frühen Morgen mein Wachs hingebracht
    und zum Feierabend meine Mittelwände in Empfang genommen.
    Allerdings habe ich nicht zugeschaut, hatte das aber auch nicht vor.


    mfg
    hartmut17

  • Und du bist dir ganz sicher auch DEIN Wachs wieder bekommen zu haben?


    Gruß
    Reiner


    Das muss aber auch anders gehen, denn ich habe im letzten Jahr am frühen Morgen mein Wachs hingebracht
    und zum Feierabend meine Mittelwände in Empfang genommen.
    Allerdings habe ich nicht zugeschaut, hatte das aber auch nicht vor.


    mfg
    hartmut17

  • ...Aber ob es genügend abkühlt in der kurzen Zeit?


    Warum nicht? Industrielle Umarbeiter werden schon aus Kostengründen die im Wachs gespeicherte Wärme soweit wie möglich zurückgewinnen wollen. So kühlt das schneller ab als bei den hobbymäßigen "Von-allein-Kühlungen".

  • Ich hatte mal mit der Müller KG telefoniert gehabt. Mir ging es um das Filterverfahren mit Aktivkohle von Bayer. Auf meine Frage hin, welches Wachs man denn bekommt, wenn man so um die 30 kg (also die Menge, bei denen viele erst den kleinen Kessel der Anlage anschmeissen) abgibt, teilte man mir mit, nicht das eigene Wachs. Dass würde sich nicht lohnen mit der Menge.


    Kann sich jeder selbst ausrechnen, was man nun bekommt. Muss ja nicht schlecht sein, aber das eigene Wachs bekommt man erst in weit grösseren Mengen zurück, denke ich.

  • Genau bei diesem Filterverfahren gehen bei mir alle Alarmleuchten an.
    Der Umarbeiter der wohl mitten im Zentrum der aktuellen Wachspanscherei zu stehen scheint hatte auch mit so nem tollen Verfahren geworben. Es solle gutes Wachs erschwinglich machen...
    Was dann für billiges Zeugs (Vermeide hier bewußt das als "Wachs" zu bezeichnen) verarbeitet wird, dass sich das Verfahren rechnet, obwohl die eigenen MW mit die billigsten am Markt sind, kann sich jeder denken...
    Was bei rausgekommen ist scheint sich auch langsam rauszukristallisieren...


    Wann ist für Euch ein Umarbeiter eigentlich "vertrauenswürdig"?
    Wenn Ihr Euch nett mit Ihm unterhalten habt? Es sogar nen Kaffee gab?
    Wenn er ne hübsche Website mit "Garantie" für 100% unverfälschtes Wachs hat?
    Wenn ihr von irgendwem in nem Forum lest (der es auch irgendwo gelesen hat) dass der Umarbeiter vertrauenswürdig ist?
    Wenn irgendein Verein dort umarbeiten läßt?
    Wenn Ihr Euer Wachs am Geruch wiedererkennt, wenn Ihr die MW zurückbekommt?:roll:


    Glaubt Ihr dass eine Analyse, auf was auch immer, Sicherheit gibt, dass dem Hersteller vom anderen Ende der Welt nicht irgendein Schrott untergejubelt wurde?
    Glaubt Ihr dass ein Hersteller weiß was er alles untergejubelt bekommt, wenn er von x Imkern (aus D) Wachs ankauft?


    Für mich kommt ein Umarbeiten nur noch in Frage, wenn ich die Sache überwachen kann. Also eher doch selber gießen...
    Zugekauftes Wachs kommt mir auch nur noch bis kommendes Jahr in die Völker. Danach sollte die angestrebte Völkerzahl erreicht sein. Dann nur noch Eigenwachs und Ausschleusung des fremden Wachses.


    Denke der Aufwand lohnt sich...
    ...auf jedenfall hab dabei ein viel besseres Gefühl.:wink:

  • Genau bei diesem Filterverfahren gehen bei mir alle Alarmleuchten an.
    Der Umarbeiter der wohl mitten im Zentrum der aktuellen Wachspanscherei zu stehen scheint hatte auch mit so nem tollen Verfahren geworben...Was dann für billiges Zeugs ... verarbeitet wird, dass sich das Verfahren rechnet


    Das Verfahren selbst ist zunächst nicht alarmierend. Die, die es einsetzen, auch nicht per se. Ob der Goldimker es wirklich selbst einsetzte oder nur (bspw. von Müller) mit dem Filterverfahren behandeltes Wachs zukaufte, um es mit eigens eingeführtem Billigschrott zu verschneiden bzw. sich nur mit dieser (fremden?) Feder schmückte, ist mir nicht klar. Das Verfahren selbst ist m.E. neutral. Es kann im positiven Sinne zur Entgiftung und Entseuchung genutzt, aber auch wegen dieses reinigenden Effektes mißbraucht werden, um mit entsprechender krimineller Energie die Panschquote zu erhöhen oder - noch verheerender und weniger arbeitsaufwändig - irreführend nur noch damit zu werben, in Wirklichkeit jedoch reine Erdölprodukte zu vertreiben.


    Buckfastimker : In meinem kürzlichen Telefonat mit Fa. Müller wurde von einer Mindestanliefermenge von 20kg gesprochen, bei der der Imker MW + Restwachsblock aus seinem eigenen Wachs zurückbekomme. Dieses Wachs werde - im Unterschied zu den anderen Wachslieferungen - weder beprobt (incl. Rückstellprobe), noch dem Aktivkohleverfahren unterworfen: Warum auch, schließlich bekomme der Imker ja (nur) sein eigenes Anlieferungswachs zurück, für dessen Qualität er selbst einzustehen habe.