Neues Varroabehandlungsmittel OXUVAR 5,7%

  • Der Milbenfall setzt am zweiten Tag richtig ein und nach fünf Tagen sind 70-80 Prozent runter. Der Rest dröppelt nach. Neuer gleichmäßiger Milbenfall nach 12-14 Tagen. Alles pi mal Daumen.

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Ich frage mich gerade, ob die Sprühbehandlung ohne strukturierende Waben oder Mittelwände unzureichend wirkt. Ich arbeite komplett mit Naturbau.


    Hintergrund:

    Gerade läuft bei mir die Sommerbehandlung nach Bernhard Heuvel mit Varromed (gestern zweite Runde) und Apilife Var (gestern erstmals aufgelegt).

    (Grundsatzdiskussionen zu Bernhards Behandlungskonzept bitte ggf. in einem eigenen Thema.)

    Ich habe aktuell noch 6 Völker: 4 Ableger (aus einem aufgeteilten Volk mit je einer Schwarmzelle pro Ableger), einen fremden Nachschwarm aus diesem Jahr, ein überwintertes eigenes „Restvolk“ (Brutling davon, inzwischen wegen hoher Varroa- und Viruslast + Schwarmtriebigkeit einer totalen Bauerneuerung und Umweiselung mit F1-Weiselzelle unterzogen). Das Volk mit der “TBE“ hatte nach 14 Tagen immer noch einen Milbenfall von 8/d, deshalb habe ich sie jetzt bei der zweiten Runde Varromed mitbehandelt, obwohl die eigentlich „fertig“ waren. Dieses Volk hat als gestern einziges kein ApilifeVar bekommen weil ich da nicht mehr viel erwartet habe und sie noch bauen müssen.

    Der Nachschwarm wurde an Pfingsten auf dem Einlaufbrett mit 40ml Oxalsäure besprüht, das andere Volk vor 14 Tagen bei der „TBE“ in der leeren Kiste, ebenfalls 40ml. Die anderen haben zuletzt im Dezember eine Behandlung (Oxalsäure Träufeln) erfahren.

    Nun reißen unter der Behandlung ausgerechnet die in den letzten Wochen brutfrei besprühten Völker mit dem Milbenfall aus.

    Die vier Ableger haben in den letzten 24h 7-20 Milben verloren. Das „TBE“-Volk 140, der Nachschwarm 130.


    Ich kann mir das nur damit erklären, dass die Bienen zu dicht für die Sprühbehandlung gesessen/gelaufen sind. Andere Ideen?

  • Ich kann mir das nur damit erklären, dass die Bienen zu dicht für die Sprühbehandlung gesessen/gelaufen sind. Andere Ideen?

    Sowohl für Milchsäure, als auch für Oxalsäure Sprühbehandlung wird davon ausgegangen, dass der Wirkstoff nicht oder nur minimal unter den Bienen weitergegeben wird. D.h. du musst selbst für eine gute Wirkstoffverteilung sorgen. Das funktioniert nur, wenn 1. möglichst viele Bienen im Stock sind. (Uhrzeit - früh Morgens, oder spät Abends) und wenn 2. die Bienen gut verteilt sitzen. Wenn die Bienen zu dicht sitzen schirmen sie sich gegenseitig ab. Passt also zu deiner Überlegung.


    Gruß
    Ludger


    p.s. obwohl die eigentlich „fertig“ waren - gibt es nicht.

  • Danke dir. Daraus ergeben sich für mich drei Konsequenzen:


    1) Als „Naturbauler“ darf man sich nach einer Totalen Brutentnahme/Bauerneuerung mit Oxalsäure nicht in Sicherheit wiegen.


    2) Ich muss die andere Anfängerin warnen, die kürzlich ein abgefegtes und besprühtes Volk von mir bekommen hat.


    3) Das „TBE“ Volk wird bei den nächsten drei Runden komplett mitbehandelt.



    - „fertig“ gibt es nicht. Ja das merke ich nun auch immer wieder.

  • Mit Naturbau hat das überhaupt nichts zu tun. Du musst alle oder zumindest möglichst viele Bienen erwischen, vollkommen egal, worauf sie sitzen.

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Mit Naturbau hat das überhaupt nichts zu tun. Du musst alle oder zumindest möglichst viele Bienen erwischen, vollkommen egal, worauf sie sitzen.

    Klar. Aber sie sitzen nach der „TBE“ auf nix, sondern bilden eine Traube oder abgestoßen einen Haufen in der leeren Kiste. Das meinte ich doch mit „ohne Waben oder strukturierende Mittelwände“.

  • 1) Als „Naturbauler“ darf man sich nach einer Totalen Brutentnahme/Bauerneuerung mit Oxalsäure nicht in Sicherheit wiegen.

    Das darf man glaub ich nie.

    2) Ich muss die andere Anfängerin warnen, die kürzlich ein abgefegtes und besprühtes Volk von mir bekommen hat.

    Wäre nett.

    Klar. Aber sie sitzen nach der „TBE“ auf nix, sondern bilden eine Traube oder abgestoßen einen Haufen in der leeren Kiste. Das meinte ich doch mit „ohne Waben oder strukturierende Mittelwände“.

    Oh. Du musst doch nur das brutfreie Fenster erwischen; solange sie keine Zellen haben, in die gestiftet werden können, hast Du doch Zeit. Ab dem ersten Ei dann ca. 7 Tage. Ich glaub, das war zu früh :)

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Mit Naturbau hat das überhaupt nichts zu tun. Du musst alle oder zumindest möglichst viele Bienen erwischen, vollkommen egal, worauf sie sitzen.

    Die sitzen halt nicht, sondern hängen in der (Bau)Traube. Zum Träufeln sitzen sie wiederum nicht dicht genug.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Dann hatte ich das falsch verstanden. Naturbau sind für mich bereits gebaute Waben (frei ohne vorgegebene Mittelwand) und nicht noch gar keine Waben. Das ist nur eine Bienentraube.

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Es dauert halt zu lange. Es gibt nicht genug neuen Naturbau innerhalb des Zeitfensters der noch nicht verdeckelten Brut. Die größere Menge an Brut kommt zwar auch später, weil man kein Kinderbett aufstellen kann, wenn das Zimmer noch nicht fertig ist, aber kleine Bereiche werden schon sehr schnell angelegt. Dadurch verlängert sich also das Zeitfenster nicht wesentlich.