Neues Varroabehandlungsmittel OXUVAR 5,7%

  • Wartezeit: 0 Tage für korrekt behandelte Völker -> die übrigen o.g. Anwendungsvorschriften sind also in jedem Falle einzuhalten. D.h. für Sommerbehandlung: Ausschluß besprühter Waben von der Honigproduktion des laufenden Jahres bzw. für die Winterbehandlung zusätzlich: "am brutfreien Volk im Herbst/ Winter als einmalige Behandlung bei Temperaturen zwischen 5°C und -15°C". Damit ist der unzutreffend immer wieder kolportierte Stichtag 31.12. auch vom Tisch.
    Allerdings muß meine Bemerkung in #45/51 ergänzt werden: Die Fachinformation bescheinigt der fertig angemischten (zuckerfreien) Sprühlösung nur eine Haltbarkeit von 1 Jahr, während der Hersteller 5 Jahre gibt. Aber welcher Imker schaut in die vom BVL gut versteckte Fachinformation, wenn er die Anwendungsanleitung des Herstellers zu Hand bekommt (Anwendersicherheit?)?

  • Nachdem hier soviele Ansichten kursierten, würde ich auch nicht mehr von Anwendersicherheit sprechen. Man sieht, es liest sich alles logisch und dann tauchen doch 2 oder mehr Meinungen darüber auf.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo zusammen,


    sehe ich das damit richtig, dass wenn ich nun 3 g Oxalsäuredihydrat auf einen Liter dest H2O kippe auch zur fertigen Lösung komme?

  • Bisher habe ich Oxalsäuredihydrat-Lösung von Bernburg 3,5% geträufelt, bei der 300g mitgelieferter Sacharosezucker zu den 300g Oxalsäuredihydrat-Lösung gekippt werden, um 500ml gebrauchsfertige Lösung für etwa 10 Völker zu erzeugen. Von diesem Produkt gibt es eine Doppelpackung mit insgesamt 600g Oxalsäuredihydrat-Lösung und 600g Zucker zum Preis von etwa 25€, die für etwa 20 Völker reichen müsste.


    Für das neue Oxuvar 5,7 finde ich für 1.000g Lösung im Internet einen Preis von etwa 24€. Die Kosten für die zuzusetzenden 1.000g Zucker dürften unter 1€ liegen. Nach meiner Rechnung komme ich damit für 1.000ml gebrauchsfertige Oxalsäuredihydrat-Lösung mit Zucker für etwa 20 Völker auf etwa 15€ und liege damit deutlich niedriger als bei dem ersten Produkt.


    Oder habe ich bei dieser Rechnung einen Denkfehler gemacht ?

    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

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  • Hallo Zusammen,


    hat sich seit dem ersten Post 2016 irgendetwas genaueres bezüglich der Wartezeit ergeben?


    Für das "alte" Oxuvar zum träufeln heißt es in der Beschreibung nachwievor "Honigernte erst wieder im darauffolgenden Jahr", während in der Beschreibung des neuen Oxuvar 5,7% eine Wartezeit von 0 Tagen angegeben wird.

    Was darf ich denn nun wirklich? Muss ich warten oder nicht.


    Grüße, Jimi

  • ***Kopie des Beipackzettels

    Spezifikationen

    Lieferfrist

    Anwendungsperiode November bis Januar Haltbarkeit 5 Jahre ab Produktionsdatum, Die zubereitete Zuckerlösung sofort aufbrauchen, Sie ist nicht lagerfähig.

    Lagerhinweise Frostfrei lagern, nicht über 30 °C lagern, vor Sonne schützen, von Kindern fernhalten. Wirkstoff(e) Oxalsäure

    Wartefrist/Absetzfrist Für Honig keine Wartezeiten. Zulassungsnummer 402355.00.00 Hinweis Apothekenpflichtiges Produkt

    Beste Grüsse

    Horst

    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die ich sehe, eine die du siehst, und eine die wir beide nicht sehen.....

  • Was darf ich denn nun wirklich? Muss ich warten oder nicht.

    Ist wahrscheinlich das gleich wie bei MAQS - Wartezeit 0 Tage, aber du darfst entsprechende Konzentrationen im Honig nicht überschreiten und zumindest bei MAQS zeigten die Untersuchungen ja, dass von einer Anwendung während der Tracht abzuraten sei, wenn du deinen Honig in Verkehr bringen willst.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Also mir bestätigte ein Vertreter von Andermatt die Angabe auf dem Apisticustag. Er sagte auch Ableger und Schwärme könnten so noch nach Behandlung für Spättrachten genutzt werden.

    Der Honigraum sollte aber natürlich zum Behandlungszeitpunkt nicht drauf sein und erst so 2 Wochen nach der Behandlung aufgesetzt werden.

  • Am 13.6.17 wurde vom SV-Ausschuß BfArM sogar die Entlassung aus der Apothekenpflicht empfohlen (und damit auch aus der Eintragungspflicht).

    https://www.bfarm.de/SharedDoc…_blob=publicationFile&v=1

    Befremdlich ist allerdings im Protokoll S. 3 oben die Bemerkung der "Sachverständigen", daß das Verdampfen von Oxalsäure in anderen europäischen Ländern zugelassen, in D aber aus "Gründen des Bienenschutzes" verboten sei...