Neues Varroabehandlungsmittel OXUVAR 5,7%

  • Hallo


    habe gerade eine E-mail von Seip gelesen, da kommt im neuen Jahr einen neues Varroabehandlungsmittel OXUVAR 5,7% auf den Markt und das kann auch zum Sprühen im Sommer für brutlose Völker und Schwärme verwendet werden.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo


    habe gerade eine E-mail von Seip gelesen, da kommt im neuen Jahr einen neues Varroabehandlungsmittel OXUVAR 5,7% auf den Markt und das kann auch zum Sprühen im Sommer für brutlose Völker und Schwärme verwendet werden.


    Also gehen wir langsam in Richtung Bienenwohl (ich bin dabei) :daumen::daumen:



    gr. Stefan

  • Hallo


    habe gerade eine E-mail von Seip gelesen, da kommt im neuen Jahr einen neues Varroabehandlungsmittel OXUVAR 5,7% auf den Markt und das kann auch zum Sprühen im Sommer für brutlose Völker und Schwärme verwendet werden.


    Ich dachte bisher immer, dass Sprühen von Oxalsäure gaaaanz gefährlich sei.:confused:


    Gruß Ralph

  • " Also gehen wir langsam in Richtung Bienenwohl ." das kann ja wohl nur ein schlechter Scherz sein .
    Die Wohltaten die mit " Bienenwohl " zustande gebracht wurden , dürften noch nicht vergessen sein.
    Bei dem Hinweis auf neue Behandlungsmittel heben sich bei mir automatisch die Nackenhaare ein klein wenig ab.


    Gruß hannes

  • das man mit Oxalsäure nicht nur träufeln kann, weiß inzwischen jeder. Das der Hersteller jetzt das gleiche Medikament für 2 Verfahren und zusätzlich in kleinerer Verpackung anbietet, wohl eher eine Verkaufsförderung, was Anwender mit wenig Völkern erfreuen wird und ein Hinweis, das es auch andere Verfahren gibt.
    Ob dadurch eine Zulassung vom Oxalsäuresprühen in D gegeben ist? Wenn es im nächsten Jahr rauskommt, werden hoffentlich die entsprechenden Listen für zugelassene Verfahren bzw Förderungen bei den TSK bzw Veterinärämtern aktualisiert sein.


    Unabhängig davon gehen die Versuche weiter, neue Apparate zu erfinden, um die Filzbinden der Bienen effektiv mit Ox zu blondieren.



    Gruß Fred

  • Es geht nicht darum "Sprühen" zuzulassen.


    Es geht darum ein Medikament zuzulassen, dass man gem. der in der Zulassung definierten Vorgehensweise anwenden darf. (In diesem Fall wohl auch Sprühen.)
    So wie das jetzt bei den zugelassenen Medikamenten auch schon der Fall ist.
    Nicht mehr und nicht weniger.
    Auf irgendwelche technischen Säuren, bzw. irgendwelche Verfahren damit hat das keinen Einfluß.
    Ob das in der Praxis interessiert steht sicher auf einem anderen Blatt...


    Auf irgendwelche technischen Säuren, bzw. irgendwelche Verfahren damit hat das keinen Einfluß.

  • Es geht nicht darum "Sprühen" zuzulassen.


    ich fürchte da liegst du falsch. Bei den Standardzulassungen z.B. auch für 60% Ameisensäure, wird die Dosierungsanleitung, sowie die Art und Dauer der Anwendung mit vorgeschrieben. Sogar der geeignete Applikator, sowie die Verdunstungscharakteristik dieses Applikators ist vorgeschrieben. Für die Verdunstung von 60%iger Ameisensäure ad. us. vet z.B. mittels Schwammtuch besteht deswegen streng genommen keine Zulassung.


    Gleiches gilt auch für die Zulassung der Oxalsäure, dort ist die Träufelbehandlung im Spätherbst die einzige zugelassene Darreichungsform. Du könntest auch Oxalsäure 3,5% ad. us. vet. (ohne Zuckerzusatz) zur Sprühbehandlung mit guter Wirksamkeit einsetzen. Die Fischermühle hat für die Sprühbehandlung seinerzeit - wenn ich mich richtig erinnere -sogar 3%ige Lösung (ohne Zucker) empfohlen. Aber eine Zulassung gibt es für Oxalsäure nur in Kombination mit der entsprechenden Anwendungsvorschrift.


    Gruß
    Ludger

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ludger Merkens () aus folgendem Grund: URLs zu den Standardzulassungen ergänzt

  • ich fürchte da liegst du falsch. Bei den Standardzulassungen z.B. auch für 60% Ameisensäure, wird die Dosierungsanleitung, sowie die Art und Dauer der Anwendung mit vorgeschrieben. Sogar der geeignete Applikator, sowie die Verdunstungscharakteristik dieses Applikators ist vorgeschrieben. Für die Verdunstung von 60%iger Ameisensäure ad. us. vet z.B. mittels Schwammtuch besteht deswegen streng genommen keine Zulassung.


    Genau da wollt ich drauf hinaus...
    ...wie ist es denn sonst rübergekommen?

  • Naja und wenn man sich dann noch die weiteren Forschungsergebnisse anguckt, ist der Trend eindeutig, nicht die Konzentration macht die Wirkung, sondern die Applikation. Für das Sprühen erzielt 0.5% Lösung bei Richtiger Anwendung (~25ml/qm) genau so gute Ausbeuten, oder höhere als wenn 3,5% zu spärlich angewendet wird.
    Beim Träufeln wurde man keinen Zucker verwenden, der ist sogar eher als negativ zu bewerten. Sinvoller wäre der Zusatz von Glycerin.
    Was sagt das für uns aus? Nur das, dass in Deutschland eigentlich geforderte Revisionsprinzip auf wissenschaftlicher Basis in diesem Gesetzesbereich keine Anwendung erfährt (und Deutschland interessanterweise in diesem Bereich eines der führenden Länder in der Forschung ist)

  • ...nicht die Konzentration macht die Wirkung, sondern die Applikation. Für das Sprühen erzielt 0.5% Lösung bei Richtiger Anwendung (~25ml/qm) genau so gute Ausbeuten, oder höhere als wenn 3,5% zu spärlich angewendet wird.


    Bei der Zulassung in D wird offenbar noch gewichtelt, ob man Oxuvar 5,7%ig apothekenpflichtig machen soll oder nicht. Deshalb findet man auf der offiziellen Seite des BVL noch keine Zulassungsinformation.


    http://www.bvl.bund.de/DE/05_T…D49FA4450FE747F2.2_cid332


    Der Hersteller hat die neue Konzentration von 5.7% so mit der Anwendungsanleitung kombiniert, daß sowohl für die Träufelbehandlung im Winter wie für die Sprühbehandlung im Sommer nach dem Anmischen eine Wirkstoffkonzentration von 3,5% herauskommt. Die Sprühdosis beträgt dann 3 ... 4 ml/Wabenseite (Vergleich MS: 8 ml/Wabenseite) bzw. 50/65/80 ml/Volk.
    http://www.vetpharm.uzh.ch/rel…/00065776.01?inhalt_c.htm


    robirot : Kannst Du eine wissenschaftliche Quelle verlinken, aus der die von Dir dargestellte gleiche Wirksamkeit von 0,5%iger OX beim Sprühen mit (grob umgerechnet) nur 2,5 ml/Wabenseite hervorgeht im Vergleich zum Sprühen mit 3,5%iger OX in rd. 1,5facher Dosierung (3 ... 4 ml/Wabenseite)? Man muß ja nicht mehr Wirkstoff einbringen, als unbedingt nötig, auch wenn OX in Nektar bzw. Honig natürlicherweise vorkommt.


    bienenfred : Der Hersteller bietet 2 Verkaufsabpackungen an: 275g für 5 ... 10 Völker und 1.000 g für 25 - 40 Völker. Da kann man sich die passende Menge zusammenstellen - besser jedenfalls als jetzt, wo unverbrauchtes Angemischtes zu oft entsorgt werden muß. Die neue Stückelung dürfte eher auf Anwenderbedürfnisse orientiert sein als die bisherige.

  • Sprühen mit unterschiedlichen Konzentrationen


    http://www.imkerei-fischermueh…hren_Juni1994_8Seiten.pdf


    http://www.neurobiologie.fu-berlin.de/menzel/Pub_AGmenzel/RademacherHarz_2006_ADIZ_Oxals%C3%A4ure.pdf


    http://www.beeculture.com/sublimation/
    The solutions of OA used in the trickling and spraying methods were the same, .8, 1.6, and 3.2%
    die g-Angaben entsprechen der eingebrachten Menge Ox
    0,8% ist nicht ausreichend wirksam- bei der Winterbehandlung