Wieviel Oxalsäure verdampft man richtig?

  • Mein Varrox Verdampfer ist heute angekommen. Ich habe bis jetzt Null Erfahrung damit, wie dosiert man die Oxalsäure. Ich hatte Tabletten á 1gr mit bestellt, kann aber auch noch lose Oxalsäure aus der Apotheke besorgen. Es handelt sich um 10er Dadantbeuten mit einem Honigraum darüber. Auf Grund des hohen Varroabefalls, 200 Milben in drei Tagen, hat die Volksstärke schon abgenommen.


    Also die Frage nochmal:
    - 1 gr Oxalsäure als Tablette für die Behandlung eines Volkes?
    - oder besser lose Oxalsäure?


    Grüße aus Berlin
    Berndt Wischnewski

  • Ähm wenn ichs jetzt mal ganz unverblümt zum Ausdruck bringen soll, dann ist es a) relativ egal ob lose oder gepresst und b) stell dich schon mal darauf ein, dass das Volk im Frühjahr nicht mehr da sein dürfte oder sehr schwach sein wird.
    Das ist etwa so zu sehen, wie wenn du für den Ausflug 3 Flaschen Wasser mit nimmst und die haben ein kleines Loch aus denen die ganze Zeit imemr ein wenig Wasser tropft. Normal hätten dir 3 Flaschen für die Wanderung bei 30 Grad in der Sonne gut gereicht aber nun merkst auf halber Strecke dein Wasser ist leer. Nun siehste wie es den Bienen geht die von dieser Masse an Varroen ausgesaugt werden. Entweder kommen sie noch mit Ach und Krach über den Winter und sind dann mehr als erschöpft oder sie bleiben bereits während der Winterzeit auf der Strecke.


    Mit etwas Glück ist vielleicht gerade nur die letzte Brut geschlüpft und du hast eine Brutpause wie bei mir gerade zu beobachten ist. Dadurch kann es auch vermehrten Varroenfall geben, aber bei 200 ist es dann schon eine Hausnummer!
    Wenn noch Brut da ist, dann empfehle ich dir eine komplette Brutentnahme!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Die Einschätzung vom Markus geht ja in die Richtung, das Volk gleich abzuschwefeln...


    Wenn Du retten willst, was noch zu retten ist, ist der Varrox eine gute Option.
    Für die erste Behandlung nehme ich hier 2 Gramm, für Folgebehandlungen 1 Gramm.
    So sind wenigstens erstmal die Varroen gekillt.
    Danach kann man dann sehen, ob das Volk noch stark genug ist. Vereinigen kann eine Option sein, aber nur nach erfolgreicher Behandlung und - falls vorhanden - Entnahme der Brut.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • die gehen jetzt aus der Brut, damit werden viele Milben frei ohne das sie wieder in neue Brut abtauchen können. Es sind nur noch alte Milben auf dem Schieber, der jetzt nur noch kurzzeitig drin sein sollte.
    Einige Völker sind schon Brutfrei. Ableger haben noch auslaufende Brut. Da setze ich den Schieber- vorne teilweise frei ein, um das Brutende mitzubekommen und dann zum 2. Mal behandeln. Alternativ kann man auch die restliche verdeckelte Brut anritzen (oder entfernen, wenn genug freie Flächen auf den anderen Waben) und 2 Tage später behandeln.
    Für die Behandlung+ 1h oder max 1 tag Schublade rein und 2g Ox. Dann wieder raus.
    Lose OxS ist besser- weniger Reste durch besseren Kontakt, aber erst Tabletten verbrauchen, die werden durch Lagerung nicht besser.
    Gruß fred

  • Moinsen,


    ich würde für die normale Kiste - vor allem mit HR - immer zwei Gramm nehmen. Lose verdampft besser. Hier hilft auch, mit dem mitgelieferten Löffel leicht anzudrücken. Was ich mich frage: Hast du die Anleitung nicht gelesen? Da steht doch was bzgl. der Dosierung?!?


    Gruß
    Frank

  • Block = Mehrfachbedampfung z. B. 5 Bedampfungen alle 3 Tage (Kurzform = 5 X 3 Tage)


    Damit deckst du einen kompletten Brutzyklus von 12 Tagen ab. Das ist eine Möglichkeit den einzigen wirklichen Nachteil von OX zu umgehen, da es nicht in der Brut wirkt. Besser ist es jedoch, im Sommer irgendwie einen Brutstop hin zu bekommen. Aktuell hilft bei verdeckelter Brut wirklich nur Blockweise bedampfen.

  • Abschwefeln würde ich noch abwarten, wenn es gut damit zurecht kommt, dann hätten wir ja eine Königin die wieder mit viel Varroen zurecht kommt.


    Eine folgebehandlung wird nicht reichen wenn noch Brut vorhanden sein sollte, also entweder Brut raus oder nen Block. Wobei ich zum Block tendieren würde, am besten im 3 tages rythmus


    Die schlüpfenden Bienen taugen sicher nichts als Winterbienen und führen eher noch zu mehr Abgang von vielleicht langlebigen Bienen.


    die gehen jetzt aus der Brut, damit werden viele Milben frei ohne das sie wieder in neue Brut abtauchen können. Es sind nur noch alte Milben auf dem Schieber, der jetzt nur noch kurzzeitig drin sein sollte.
    Einige Völker sind schon Brutfrei. Ableger haben noch auslaufende Brut. Da setze ich den Schieber- vorne teilweise frei ein, um das Brutende mitzubekommen und dann zum 2. Mal behandeln. Alternativ kann man auch die restliche verdeckelte Brut anritzen (oder entfernen, wenn genug freie Flächen auf den anderen Waben) und 2 Tage später behandeln.
    Für die Behandlung+ 1h oder max 1 tag Schublade rein und 2g Ox. Dann wieder raus.
    Lose OxS ist besser- weniger Reste durch besseren Kontakt, aber erst Tabletten verbrauchen, die werden durch Lagerung nicht besser.
    Gruß fred


    Angenomm es sind alles Altmilben, dann gibt es sicher noch genug Altmilben die noch nicht verstorben sind und zu jeder mind. noch 1 Tochtermilbe. Das hört sich bei mir, wenn ich mal von 10.000 Bienen ausgehe, nach einem Befall von 20% aufwärts an Man müsste zwingend eine Bienenprobe nehmen und schauen wieviele Varroen da offen vorhanden sind. Erst dann kann man sicher sagen wieviel % noch da sind.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Würde mir bei 200 Milben noch nicht so viele Gedanken machen, es kommt sehr auf die Volksstärke an. Bei einem starken Volk oft kein Problem, ein schwaches mag daran eingehen.


    Ich glaube nicht dass die Verdampfungsmenge eine große Rolle spielt, ich habe immer ca. 1 Gramm genommen. Ungefähr 1x1x1 cm als Volumen. Viel Erfolg!

  • Sorry ich bin Biologielaborant, habe Bienen erst seit einem Jahr, aber wie hier teilweise Ratschläge gegeben werden, da sträuben sich mir alle Haare.
    Quellen?
    Erfahrung?


    "Würde mir bei 200 Milben noch nicht so viele Gedanken machen".....


    Oder schreiben wir hier einfach etwas was rein zum Thema?


    O.K. Bin wieder ruhig, ist ja nicht mein Bien.

  • Nicht so viele Gedanken bzgl. ob es das Volk schafft oder nicht, aus eigener Erfahrung. Natürlich ist das kein Pappenstiel, aber abschwefeln ist hier nicht angebracht, sofern noch Bienenmasse da ist. Die Schädigung der Bienen hängt, wie ich bereits angedeutet habe, auch vom relativen Befall ab. Den kann man mit der Auszählung des natürlichen Milbenfalls selbstverständlich nicht ermitteln, es sei denn man beurteilt zugleich die Volksstärke (Liebefelder Schätzmethode). Oder nutzt gleich die Puderzuckermethode, CO2 Begasung, Auswaschung um einen relativen Befall ermitteln zu können. Dann kommt es auch noch darauf drauf an, wie anfällig ein Volk für Sekundärinfektionen wie bspw. dem DWV ist. Inwiefern kann uns deine Qualifikation als Biologielaborant hier helfen? Gibt es etwas gegen die Ox.-säureverdampfung zu sagen bzgl. der Bienengesundheit?