Varroatester mit CO2

  • Wer hat Erfahrung mit dem Varroatester mit CO². Hält er was er verspricht oder ist das ein Windei wie die Puderzuckerprobe? Bitte keine Stammtischbeiträge, sondern Anwendererfahrung. Dass er zu teuer ist, das weiß ich und dass die Königin nicht rein darf auch. Und, und, und. Ich suche einfach für einen Feldversuch eine aussagekräftige Methode.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Habe ihn seit einigen Wochen im Einsatz und bin mit der Handhabung zufrieden. Vorteile im Vergleich zur Puderzuckermethode sind für mich, dass kein Puderzucker klumpen kann (sei es durch Feuchtigkeit in der Beute oder mangelnde Feinkörnigkeit des verwendeten Zuckers), dass ich keinen Zucker abmessen muss, keine Gefäße vom Zucker reinigen muss und nach Anleitung nur die halbe Bienenmenge benötige.
    Die Genauigkeit/Reproduzierbarkeit ist sicherlich bei beiden Methoden beschränkt. Beim CO2-Becher bleiben, wie bereits hier im Forum berichtet, Milben nicht nur auf dem dafür vorgesehenen Deckel, sondern auch im Bereich des Siebs hängen; diese sollte man wohl mitzählen.
    Wenn Du ihn billiger produzieren kannst oder jemand kennst, der dazu in der Lage ist, mache doch einfach dem jetzigen Hersteller Konkurrenz; ob Patentschutz besteht, weiß ich nicht.
    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Hallo Remsi!


    Das Teil funktioniert sehr gut und es werden nach den Erfahrungen unserer VSH-Gruppe Buckfast Süd/Buckfast Bayern mehr Milben von den Bienen heruntergeholt als bei der Puderzuckermethode. Nervig ist der hohe Verbracuh an CO2-Patronen, so dass wir hier zu extra CO2-Flaschen mit z.B. 2 kg übergegangen sind.


    Ansonsten absolut empfehlenswert!
    Zu teuer?
    Ja, aber der Nutzen ist da!
    Daher dennoch: Günstig!
    Weil es was bringt!
    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Ich habe mir ein paar Schüttelbecher für die Puderzuckermethode gebaut. Gehen gut, solange die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist. Also zusammenpappender Puderzucker ist ärgerlich. Um den Puderzucker schon zu Hause für mehr Völker vorbereiten zu können habe ich billige Urinbecher gekauft. Die Methode dauert mir aber zu lange und mir hat es dauernd die dazu nötigen Metallsiebe verstopft. Gefällt mir aber besser wie die Windeln, vor allem während der Saison nutzen mir die nichts, da ich da auf dem Gitter ein Brett liegen habe.


    Also heuer einen Varroa-CO2-Tester gekauft und tja, bis auf den Preis und dass es mir den ersten gelieferten CO2 Spender zerrissen hat (der neue funktioniert), bin ich von dem Teil begeistert. Das einzig leicht nervige ist, dass einige Milben zwischen Gitter und Glas hängen bleiben. Aber ein wirkliches Problem ist das eigentlich auch nicht.


    Auffallend, es fallen mehr Milben als bei der Puderzuckermethode und mehr Milben als man bei den üblichen Umrechnungsfaktoren für die Windeln erwarten würde.

  • ich nehme den Varroatester mit CO² an den Ständen um mir einen groben Überblick zu verschaffen (Anwendung an einer der stärksten Völkern). dafür ist er auf jeden Fall gut geeignet!



    gr. Stefan

  • Das Teil funktioniert sehr gut und es werden nach den Erfahrungen unserer VSH-Gruppe Buckfast Süd/Buckfast Bayern mehr Milben von den Bienen heruntergeholt als bei der Puderzuckermethode.


    ...ich schicke Dir gerne mal ein Musterpaket mit .bienenhilfe@ zu, damit Ihr das in Eurer VSH-Gruppe austestet könnte ... falls Interesse daran besteht.
    Dann wirst Du sehen, dass
    a) mehr runterkommt als mit reinem Puderzucker
    b) die 'Meßergebnisse' keine Unterscheide zeigen
    c) die Kosten auf geringe Cent-Beträge pro Anwendung zurückgehen


    Reiner Puderzucker ist von seiner Eigenschaft dafür nicht gut geeignet.
    - zu grob als Masse betrachtet, obwohl der PZ xtrem fein gemahlen wird
    - zieht zu schnell Wasser
    - kann selbst in der Packung verklumpen
    - staubt zu wenig
    - sollte nicht bei hoher Luftfeuchtigkeit/Regen angewendet werden


    Ein Varroa-Behandlungsmittel, welches die Milben mechanisch durch Feinpartikel von den Bienen runter holt, muss STAUBEN.
    Das macht der reine Puderzucker befriedigend bis ausreichend, manchmal aber nur mangelhaft.


    Ich finde, es ist auch recht interessant zu beoabachten, dass teure Methoden/Geräte plus Zubehör mehr Zuspruch finden als eine Methode, die man ohne viel Brimborium anwenden kann.


    Jonas

    Hersteller von .bienenhilfe, .schwarmhilfe und Blauton@Matrizen

  • Jonas, du schreibst eh die gleichen Gründe hin wie ich und Karl (DerBergische) oben und wieso "mir" der Varroatester mit CO2 besser gefällt, als ein Varroaschüttelbecher mit "Puderzucker". Wie der Varroatester CO2 im Vergleich zu Schüttelbecher mit Bienenhilfe ist, darum ging es bisher gar nicht und kann ich auch gar nicht beantworten, ich hatte noch nie Bienenhilfe in Verwendung. Dass der Preis für den Varroatester CO2 zu hoch ist wurde auch vorher schon erwähnt. Im Gebrauch komme ich auf ca. 10cent für das CO2 pro Test.


    Interessant wäre bei Verfahren wie Varroatester CO2, Schüttelbecher Bienenhilfe, ... wie die Schadschwellen hier wirklich sind, denn meine gemessenen Werte weichen da von der Windel ab. Vielleicht gibt es da ja einen Unterschied zwischen Rähmchenmaß, Betriebsweise (angepasster Brutraum oder nicht), ... Bei mir Dadant mit angepasstem Brutraum und Entnahme der Bienen zum testen von einer der wenigen Brutwaben.


    Gibt es eigentlich eine Möglichkeit die CO2 425g Flaschen, die es heute für zu Hause für Sprudelgetränke gibt, zu nutzen? luffi : was benutzt ihr für ein Anschlussset für die 2kg Flaschen?