Zander 1-zargig, Zander 2-zargig, Zander 2/3, Zander 1,5 das ist die Frage ?!

  • Ich bin bei Euch! Gerade die Durchsichten empfinde ich - trotz vielleicht etwas höherer Bienendichte - als angenehmer. Und mit der zweitägigen Überwinterung werden Bienen, Nerven und Lager bzw. ausgebaute Waben geschont.
    Im Frühjahr sortiere ich die Rähmchen niemals durch, in Ausschmelzen, Brutraum und Honigraum und fülle mit Mittelwänden auf. Problemlose Annahme wenn nur eine ausgebaute Wabe dabei ist.
    Kein Wirbeln mit den Bruträumen oder Umhängen innerhalb von zwei Zargen. Wenn mich mal wieder der Hafer sticht, werde ich mal das Schieden ausprobieren...


  • Und mit der zweitägigen Überwinterung werden Bienen, Nerven und Lager bzw. ausgebaute Waben geschont.

    Ja, wir Berliner haben schon auf den Klimawandel reagiert, die Bienen sammeln dann auch Glühwein oder höseln Puderzucker, der vom Stollen fällt...
    „sortiere NIEMALS durch“ war auch so was - doofe Autoverhunzug!!!


    Tut mir leid, ich werde im Leben kein Apfel-Freund mehr. SamsSingt oder mein Pc können das umL Löngen besser. Texte am Tablett mit dem angebissenen und dann verschämten (!!!!!) Apfel ist eine Folter und Notlösung, weil ich gerade liegen muss.

  • ich fange mit der Imkerei gerade erst an und mich interessiert dieser Threads sehr, da ich noch meinen Weg suche. Nachdem ich bei meinem Imkerpaten beim Ableger-abholen den Honigraum abheben musst, war mir sofort mit dem Honigraum in der Hand klar: so werde ich niemals imkern.... Der volle HR war mir viel zu schwer... Mein Imkerpate, der wie ich auch Zander hat, überwintert einzargig und setzt im Frühjahr einen neuen BR auf. Ist das nicht die Methode nach Liebig? Mich wundert sehr, dass ich jetzt höre, dass zweizargig

    n überwintert wird. Vorteil bei einzargig überwintern müsste weniger Volumen und bessere Überwinterung sein. Mein Bienenpate hat kaum Verluste im Winter. Reicht eurer Meinung das Futter bei einzargig überwintern nicht? Die Durchsicht läuft über Kippkontrolle. Riesen Vorteil des Überwintern einzargig ist die Wabenhygiene. Die Bienen gehen nach oben im Sommer und die Altwaben kommen raus. So wurde mir das Prinzip erklärt. Im Verein gibt es einige, die das Zandermaß um 20% erhöht haben und nun mit 12er Zander Einzargig im BR arbeiten. Sie haben nach eigener Aussage das Traummaß gefunden, weil das Zansermaß damals für andere Bienen entwickelt wurde. Die Heutigen Bienen brauchen 20% mehr Platz. Ich schrecke etwas davor zurück mit Sondermaß zu starten, auch weil ich Standard Zander gekauft habe und den Vorteil der Verfügbarkeit sehe.

    Was ist Eure Meinung?

  • Du schreckst zu recht vor dem sondermaß zurück.

    Vom Futter her reicht eine Zarge zum überwintern, mit mehr Platz gibt es aber im Frühjahr trotzdem stärkere Völker. Ich weiß noch nicht warum, ich glaube das liegt daran dass weniger sterben wenn sie mehr Platz und zu viel Futter haben.


    Verlass dich nicht darauf dass die Bienen hoch gehen.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Das einzargige Überwintern erschwert es, genug Futter in die Kiste zu kriegen ohne den Brutbereich vor der Zeit zu stark einzuengen.

    Bei starken Völkern ist eine Zarge meiner Auffassung nach ohnehin zu wenig.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich schrecke etwas davor zurück mit Sondermaß zu starten, auch weil ich Standard Zander gekauft habe und den Vorteil der Verfügbarkeit sehe.

    Nichts kaufen, was du nicht in mindestens 3 Imkerläden bekommst.

    Wenn du mehr platz als Zander 1,0 haben willst, nimm Zander 1,5 und im Frühjahr ein Schied rein. Vorteil im Winter hast deutlich mehr Futter in der Bude

  • Ich schrecke etwas davor zurück mit Sondermaß zu starten, auch weil ich Standard Zander gekauft habe und den Vorteil der Verfügbarkeit sehe.

    Nichts kaufen, was du nicht in mindestens 3 Imkerläden bekommst.

    Wenn du mehr platz als Zander 1,0 haben willst, nimm Zander 1,5 und im Frühjahr ein Schied rein. Vorteil im Winter hast deutlich mehr Futter in der Bude

    Bevor ich Zander 1,5 nehme, würde ich mich vorher noch mit Zadant beschäftigen. Dieses Maß ist nach meiner Erfahrung gebräuchlicher.


    Grüße vom Apidät

  • Mein Imkerpate, der wie ich auch Zander hat, überwintert einzargig und setzt im Frühjahr einen neuen BR auf. Ist das nicht die Methode nach Liebig? Mich wundert sehr, dass ich jetzt höre, dass zweizargig

    n überwintert wird. Vorteil bei einzargig überwintern müsste weniger Volumen und bessere Überwinterung sein. Mein Bienenpate hat kaum Verluste im Winter.

    ...

    Was ist Eure Meinung?

    Je nach klimat. Verhältnissen geht einzargiges Überwintern schon. Sicherheit bez. ausreichend Futter erhält man aber durch zweizargige Überwinterung bzw. Großraumbeuten (Zadant, Dadant, DN1,5 usw.). Der goldene Mittelweg ist die zweizargige Überwinterung (Futterspeicher!) und im FJ untere Zarge mit Altwaben entnehmen, evtl. Brutwaben aus dem unteren BR umsortieren nach oben, ASG drauf und dann einzargig durch die Trachtsaison mit viel Platz im HR. Das sind "Honigproduktionsmaschinen"!

    Nach letzter Ernte wird ein geschleuderter HR ohne ASG aufgesetzt und aufgefüttert.


    Geht prima.

  • [...]Vorteil bei einzargig überwintern müsste weniger Volumen und bessere Überwinterung sein. Mein Bienenpate hat kaum Verluste im Winter. Reicht eurer Meinung das Futter bei einzargig überwintern nicht? Die Durchsicht läuft über Kippkontrolle. Riesen Vorteil des Überwintern einzargig ist die Wabenhygiene.

    [...]Im Verein gibt es einige, die das Zandermaß um 20% erhöht haben und nun mit 12er Zander Einzargig im BR arbeiten. Sie haben nach eigener Aussage das Traummaß gefunden,[...]

    Was ist Eure Meinung?

    Hallo Bienendoktor,


    auf Zander einzargig überwintern geht auch in Berlin - wo es früher im Winter auch mal drei Wochen lang minus 18 Grad hatte. Ist aber bei mir nur für kleine Völker gut, wie WFLP schrieb, ist das Auffüttern dann doof.

    Ich fühle mich nach mehreren Versuchen mit zweizargigen Brutraum im Sommer, Brut in den frischen UND alten Waben und "versacktem" Honig und endlosen Kontrollen von 20 Rähmchen und leeren Randwaben so wohl:

    Ich überwintere zweizargig auf reichlich Futter. Im Frühjahr und Sommer trennt das Absperrgitter den einen Brutraum von Honigraum. Bei unsicherer Tracht sind da anfangs noch eine oder zwie Futter- oder Honigwaben drin, die ich mit Klammern markiere.


    Vorteile für mich: Schnelle Durchsicht im Sommer, reichlich Futter im Winter, einfaches Einfüttern im Herbst, gute Honiglagerung nur im HR, einfache Wabenhygiene und kompaktes Brutnest.

  • Bienendoktor

    wegen der schweren HR würde ich über Flachzargen nachdenken, 10x Zander im Brutraum reichen genauso wie 10x LS über die Saison,mind. 2x HR drauf, einfüttern mit einer zusätzlichen untergesetzten Flachzarge, dann schnürt man das Brutnest nicht ein, die kann je nach Zustand im Frühjahr eingeschmolzen oder als 1.HR aufgesetzt (bleibt während der Saison über dem ASG- virtuelles Brutnest, Pollen und Futtervorrat). Geschleudert wird ab dem 2.HR.

    Wabenhygiene erfolgt über TBE zum Ende der Saison oder während der Schwarmzeit alle 2 Jahre.

  • ...das Traummaß...

    ja, von dem träum ich auch - für mich gut und für die Bienen günstigst, und für fette Völker schon zur immer früheren Frühtracht.


    Für die Bienen:

    - Im Winter nahe an der Kugelform, und möglichst klein, damit sie leichter wieder los legen können wenn sie aufwärmen, und wenig Zehrweg brauchen.

    - Im Sommer ausreichend Platz für Brut und noch etwas Futter in den äußersten Ecken, und Platz und Honig und trocknen in den HRen.

    - ...


    Für mich:

    - Gescheite Griffe, die einfaches Greifen und Tragen zu lassen, verdeckt sind um ohne zu haken, schrammen,... im Lager stapelbar zu sein, und konstruktiven Wetterschutz beinhalten...

    (das hab ich schon gesehen bei den Zander/Hohenheimer Griffen)

    - Laaange Ohren damit ich die Rähmchen gut greifen kann

    (das hab ich schon gesehen bei den Zander/Hohenheimer)

    - Quadratische Außenmaße, damit ich auch mit Kalt-/Warmbau, HR 90° gedreht spielen kann (gleichmäßigeres verdeckeln bei geschiedeten BR?), und bei komplett Naturbau auch Drohnen raus nehmen könnte (Warmbau, Unger Methode...), oder die Kerle vorher kurz in den HR zur besseren Annahme hängen kann (Teufel, was hab ich hier alles für schweinereien gelesen)

    - Groß genug, damit ich locker Einräumig (1,5 = doch etwas schlepperei) oder zweiräumig (2x 2/3 = Fliegengewicht) arbeiten kann bis ich raus hab was mir besser taugt.

    - Groß genug, damit zum Einfüttern noch eine doppelt breite Futtertasche rein passt, neben/anstelle Schied damit ich nicht für jedes Volk eine Futterzarge/Zarge zum Unterbringen der Futtereinrichtung in die Prärie schleppen muss.

    - Groß genug, damit ich zum durchschauen der Waben nicht immer einen Abstellplatz in der Prärie suchen muss für die eine Wabe die zum "nicht Bienen rollen" raus muss.

    - Kleine Honigräume (2/3) von denen man viele leicht bis zum Auto, etc. tagen kann, von denen man auch mal 2 anstelle des 1,5er BR nehmen kann, wenn mal ein Schwarm mehr gefangen werden muss, als man bei der Bestellung zu Jahresbeginn geplant hat.


    Das Zander einräumig für aktuelle Bienen etwas zu klein sein könnte ist mir auch schon mal in den Sinn gekommen. Aber +20% Höhe und 2 Waben mehr? Ist das dann nicht doch etwas viel. Der Kugelform praktisch am nächsten kommt es auch nicht. Ich weiß die Bienen halten das aus, aber könnte es ihnen nicht besser passend sein? Mir schwebt vor, die Wabenfläche von DNM könnte in 1,5 viel näher dem der Kugel am nächsten kommenden Würfel liegen. Die Hohenheimer Griffe mit 18mm Holz an beiden Stirnseiten würden 36mm geben, was genau 1 Wabenplatz wäre. Also 12er DNM (1,5) dann wäre es auch wieder quadratisch. Würden ja nicht alle 12 bestückt (Schied). Maximal 10 + Schied, würde Platz zum Rähmchen schieben/ziehen lassen, und für die doppelte Futtertasche (1,5 hätte auch genug Inhalt). Mit den 10 Rähmchen (1,5) auf gefüttert könnten sie durch den Winter, ohne dass ich im Frühjahr übriges Futter bis zu Ableger, etc... wieder irgendwie zwischen lagern müsste.


    Aber ja, DNM Rähmchen haben ja keine Ohren, nur 12mm ab Seitenteil, konnte man das nicht besser machen, als man das Format wohl aus den Hinterbehandlern übernommen hat, oder als man es für die Segerberger übernommen hat - die ja mehr Wandstärke hat. Die Griffe sind genauso schäbig zu benutzen wie bei Dadant (hatte mal Gelegenheit davon eine eingefütterte zu heben zu versuchen - nie wieder)


    ...es ist Winter(schlaf), und ich träum weiter, aber niemals von Styroporbeuten, und ich hab ehrlich nix geraucht...

    Schlossimker - ein Kaiserfranke.

    Anfänger (mit Welpenschutz) 2019, 2020 und 2021, 7 Völker.