Zander 1-zargig, Zander 2-zargig, Zander 2/3, Zander 1,5 das ist die Frage ?!

  • Hallo xerof,


    ja so habe ich das vor. Am Ende der Sommertracht (ca. Mitte Juli) entnehme ich ev, auch aus dem 1. HR die jeweils beiden äußersten Waben und schleudere sie mit.


    Das aber auch nur deshalb, weil ich direkt danach Futter gebe und damit kein Risiko besteht, dass die Bienen verhungern.


    Der Honig im 1. HR wird somit teilweise zum Winterfutter. Hier muss man aber beachten. dass auf den mittleren sechs Rähmchen auch das virtuelle Brutnest ist, also ein honigfreier Raum. In den wird dann das eigentliche Winterfutter eingelagert, für das ich auf dem Weg genug Platz habe.

    VG Axel

  • Guten Tag an alle,


    der letzte Beitrag ist zwar schon einige Zeit her, aber ich finde, das hier ist der richtige Platz für meine Beobachtungen und auch meine Fragen.


    Ich imkere seit zwei Jahren. Habe letztes Jahr 2 Völker bekommen, 2 Ableger gemacht. Ein Volk im Herbst verloren. Dieses Frühjahr waren es 2 starke und ein schwaches Volk. Nun habe ich 7 Völker.


    Dass ich auf Zander imkere war sehr schnell klar, weil das hier bei mir in der Region gängig ist.


    Zwei Ganzzargen als Brutraum wollte ich nicht, weil man zur Schwarmkontrolle immer eine Zarge abnehmen muss. Von der Kippkontrolle halte ich nichts. Die Königinnenzellen waren immer so verstreut, die hätte man niemals mit der Kippkontrolle gesehen.


    Also habe ich mich für Zander 1,5 entschieden.


    Nun meine erste Frage (unabhängig davon, dass die Zander-Zargen 10 Rähmchen fassen):


    Wie viele Rähmchen Zander 1,5 braucht ein Volk im Winter?


    Meine Überlegung:

    In der Regel nimmt man 2 EinfachZargen, ergibt 20 Rähmchen. Will ich meine 1,5er Rähmchen auf 20 normal-Rähmchen umrechnen komme ich auf 13,33333 -> 14

    Also 14 Zander 1,5 bietet gleich viel Platz (gleich viele Zellen) wie 20 Normalmaß Zander.


    Aus dieser Überlegung heraus habe ich mir 4 Beuten gebaut, Warmbau für 14 Rähmchen.


    Meine Beobachtung über das Jahr ist nun:


    Zum einem wollen die Bienen die Rähmchen nicht ausbauen. 6 oder 7 sind ausgebaut. Die Völker sind auch stark, kamen auch durch den Winter. Honig konnte ich aus dem siebten Rähmchen entnehmen, Brutfrei.


    Nun beim einfüttern (der Eimer von Südzucker, ApiInvert) haben die Bienen im Brutraum viel eingelagert, auch gleichzeitig Pollen eingetragen. Wieviel Brut aktuell im Volk ist weiß ich nicht. Das werde ich am nächsten schönen Sonnentag nachschauen, aktuell ist leider Regenwetter. Leider haben die Bienen auch rund um den Eimer Wildbau angelegt und dort das Futter eingelagert. Obwohl noch leere Mittelwände zur Verfügung stehen. Hier überlege ich eine Bauspere um die Eimer zu basteln.

    In anderen Völkern habe ich das selbe Futter in Tupperschüsseln bereitgestellt. Ein Holzbrett mit Löcher und dürres Gras für die Bienen zum drauf sitzen mit rein getan. 2 Völker haben das perfekt gemacht, keine toten Bienen im Futter und auch das Futter schnell abgenommen, 2 das genaue Gegenteil, kaum Futter abgenommen und viele tote Bienen im Futter.

    Woran liegt das? Ist das mit einer Futterzarge besser? Wie voll befüllt ihr die Behälter? Kann ich jetzt noch flüssig füttern? gerade diese zwei Völker stehen jetzt schlecht da.


    Es wäre toll, wenn ihr mir hier weiterhelfen könntet, vor allem wie ich es schaffe, dass die Rähmchen komplett ausgebaut werden und weniger Bienen beim füttern ertrinken und kein Wildbau beim einfüttern entsteht.


    Noch eine Frage, wer nutzt noch den Eimer ApiInvert zum einfüttern? Als ich ihn aufgesetzt habe ist erst mal ca 200ml durchgetropft und ich musste mit Wasser das Futter wegspühlen wegen den Wespen und Räuberei. Ich habe nur die hälfte der Löcher im Deckel geöffnet. Und es wurde auch wenig Futter abgenommen.


    Danke

    Timo Götz

  • Also bei dadant nimmt man 10 Waben zum überwintern, 9 reichen wohl auch und manche nehmen 12. das ist in etwa genauso groß oder?

  • Also habe ich mich für Zander 1,5 entschieden.

    OK... - Deine Entscheidung... - Deine Beweggründe sind nachvollziehbar und verständlich...

    Aus dieser Überlegung heraus habe ich mir 4 Beuten gebaut, Warmbau für 14 Rähmchen.

    Das ist gelinde gesagt "Murks" - bleibe bei Kaltbau und den gleichen Außenmaßen wie Deine vorhandenen Böden und Deckel...

    Nun meine erste Frage (unabhängig davon, dass die Zander-Zargen 10 Rähmchen fassen):

    ... und nimm bei den 1,5ern auch 10 Rähmchen so das die Zarge genauso groß ist wie Deine 10er Zanderzargen, bis auf die Höhe - natürlich ist die Höhe bei 1,5er Zanderzargen höher...

    Dann kannst Du die vorhandenen Böden und Deckel weiter verwenden und hast dann Zargen in 1,0er und 1,5er Höhe - das ist das einzige was hier in dieser Konstellation wirklich Sinn macht.


    Eine 1,5er Zanderzarge genügt im Winter, sofern im September/Oktober nicht zu viel Tracht ist...


    Im Sommer solltest Du Dich darauf einstellen mit Schied zu arbeiten - Details dazu kann man in diesem Forum in mehreren Fäden nachlesen...

  • Noch eine Frage, wer nutzt noch den Eimer ApiInvert zum einfüttern? Als ich ihn aufgesetzt habe ist erst mal ca 200ml durchgetropft und ich musste mit Wasser das Futter wegspühlen wegen den Wespen und Räuberei. Ich habe nur die hälfte der Löcher im Deckel geöffnet. Und es wurde auch wenig Futter abgenommen.

    Ich selber habe noch nie so gefüttert, ein paar Kollegen aus dem Verein machen das wohl relativ erfolgreich.

    Futter sollte jetzt aber auch so langsam genug in den Kisten drin sein, es wird langsam zu kalt zum füttern.

  • Das mit dem füttern hast du schon ganz gut gemacht. Bienen die massenhaft im Futter ersaufen haben irgendein anderes Problem. Futter nicht abnehmen ist auch ein Zeichen für Probleme. Ist die Königin da? Was ist mit Varroa und paralyse Virus?

    Warum die Waben nicht ausgebaut wurden ... das kann an den 14 Rähmchen Warmbau liegen. Das is schon ganz schön viel. Bienen bauen lieber nach oben statt nach hinten.


    Dass beim umdrehen erstmal was rausläuft bevor Vakuum gezogen wird ist normal. man kann das geschickter umdrehen, den Eimer nach oben beschleunigen damit das Futter Schwung nach oben kriegt und dann zackig auf die Seite. Das ist bei so schweren Eimern aber nicht ganz einfach und ganz weg kriegen wird man es auch nicht.

  • Im Okt. bauen sie nicht mehr so richtig. Lass' sie auf der Menge Waben sitzen, die sie ausgebaut haben. Sie "wissen" wieviel sie benötigen.


    Wenn das Zielgewicht noch nicht erreicht ist:

    Ich gehe davon aus, dass keine ausgebauten Brutwaben vorhanden sind. Alternativ tun es ausgebaute Honigraumwaben am Rand auch. Die werden im FJ ohnehin geleert und können dann wieder raus. Ob die auf 9 oder 10 Waben sitzen, ist egal.


    Und ja, Völker die kein Futter abnehmen, haben ein Problem - erfahrungsgemäß. Da muss man nochmal ran und kontrollieren.

  • Noch eine Frage, wer nutzt noch den Eimer ApiInvert zum einfüttern? Als ich ihn aufgesetzt habe ist erst mal ca 200ml durchgetropft und ich musste mit Wasser das Futter wegspühlen wegen den Wespen und Räuberei. Ich habe nur die hälfte der Löcher im Deckel geöffnet. Und es wurde auch wenig Futter abgenommen.

    Ich selber habe noch nie so gefüttert, ein paar Kollegen aus dem Verein machen das wohl relativ erfolgreich.

    Futter sollte jetzt aber auch so langsam genug in den Kisten drin sein, es wird langsam zu kalt zum füttern.

    Ich hatte mit dem umgestülpten Apiinver-Eimer jetzt zwei Jahre in Folge das Problem, dass mir mindestens ein Eimer ausgelaufen ist. Als ich dem Volk einen neuen Eimer gegeben habe, habe ich den Deckel ganz aufgemacht und den Eimer richtigrum hingestellt. Dann habe ich Korken als Schwimmhilfe und kleine Hölzer als Kletterhilfe in den Eimer gegeben. Das hat gut funktioniert und in drei Tagen war der Eimer leer.


    Für nächstes Jahr werde ich Futterzargen kaufen/bauen.

  • Dass ich auf Zander imkere war sehr schnell klar, weil das hier bei mir in der Region gängig ist. (....) Also habe ich mich für Zander 1,5 entschieden.(...) Aus dieser Überlegung heraus habe ich mir 4 Beuten gebaut, Warmbau für 14 Rähmchen.

    Moin, willkommen im Forum :)


    Meine fünf Cents: Du hast Dir ein Wabenmaß ausgesucht, weil andere das auch haben, das dann aber zuerst in der Höhe geändert, und dann noch die Kiste in der Breite :)


    Setz Dich über den Winter hin, überleg nochmal, und dann setz das Ding sauber neu auf. Such Dir ein Maß was gut funktioniert, egal ob Zander 1,5/Zadant/oder Dadant, und entscheide Dich dann für ein System, wo Du herstellerunabhängig einheitliches Material bekommen kannst. DAS hilft. Egal womit Deine Nachbarn jetzt arbeiten, oder was Du schon gebastelt hast.


    Dazu suchst Du Dir eine Betriebsweise, die zu dem Material paßt und eine vernünftige Biene.


    Und dann wird's was :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Im Sommer habe ich die Erfahrung gemacht, dass fünf Waben optimal sind, die sechste wird schon mit Honig voll getragen. Im Winter habe ich 9, das reicht völlig. Wichtig ist, wenn du im Brutraum auf fünf Waben nur Brut hast und du nimmst alle Honigräume weg dann hat dein Volk nichts mehr zu essen.

    Zur Schwarmkontrolle schaue ich immer nur drei Rähmchen an, meist sind die Schwarmzellen auf der mittleren Wabe. Beim einlöten unten am Rähmchen die Mittelwand nicht bündig anlegen sondern etwas Luft lassen, durch das Gewicht der großen Wabe wellt es sich sonst unten. Die Betriebsweise ist eher Dadant als Liebig, am besten du liest dir das über den Winter mal an.

  • Ah und bleib beim Standard-Zargen Maß von Zander, 52x42,(oder Dadant, je nachdem wie du dich entscheidest) sonst kannst du kein Zubehör kaufen und musst alles selber bauen. Hilfreich ist es auch oft erstmal eines zu kaufen und das nach zu bauen als aus dem blauen heraus irgendwas selber zu bauen.

  • Zur grundsätzlichen Wabenzahl im Winter (bei mir):

    Ich habe DNM 1,5 (das ist ja in etwa vergleichbar) und überwintere nur mit 9 Waben in der Zarge (in meine Segeberger Zargen passen 11 Waben). So bleibt mir im Herbst Platz für die breite Futtertasche zum Einfüttern und im Frühjahr Platz zum Durchblättern und Schied setzen. Das reicht den Bienen auch locker.

    Imker seit 2005. Ca. 10 Völker auf DNM 1,5 (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • SK-Honig

    Aber


    bei mir war dann teilweise doch noch Futter in den Waben. Außerdem kann es sein, wenn du die Zarge zu spät entnimmst, dass evtl. Brut angelegt wurde.


    Ich nehme die Flachzargen deshalb nicht mehr zum überwintern!

    wie überwinterst Du denn jetzt Susanna? Ich habe letztes Jahr nach Guido Aich mit zwei Zargen überwintert. Im Frühjahr die obere Zarge voll Futter wieder entnommen. Heuer habe ich nur die 1/2 Zargen als Winterfutter. Meine Frage oben lassen oder drunterstellen ? Sollte noch Futter drin sei kann man die ja im Frühjahr wieder über ASG aufsetzen zur Not mit wenig Brut die läuft schon noch aus. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit den Zander Einzargern. Heuer keine Schwärme, schnelle Durchsicht, viel Hönig usw. Zusätzlich mitte August TUB gemacht jetzt extrem wenig Varroa und zusätzlich drei neue Ableger. Macht zwar mehr Arbeit aber wie gesagt dafür nur Vorteile.