Zander 1-zargig, Zander 2-zargig, Zander 2/3, Zander 1,5 das ist die Frage ?!

  • Die Betriebsweise, die ich mir vorstelle mit diesem 1,5er Zanderbrutraum wäre überwindern einzargig mit dem unteren Brutraum dann im Frühling erweitern mit den Hälften. Vielleicht könnte man da auch flexibler erweitern, ein wenig wie Schieden auf Dadant. Man könnte einzargig starten und dann erweitern nach BEdarf- Ich bin gespannt, ob ich mit den 15 Rähmchen ein virtuelles Brutnest bekomme.

  • Die Betriebsweise, die ich mir vorstelle mit diesem 1,5er Zanderbrutraum wäre überwindern einzargig mit dem unteren Brutraum dann im Frühling erweitern mit den Hälften.

    Mich würde interessieren, was deine Intention für dein gewähltes Vorgehen ist. In den meisten Betriebsweisen, von Zander/DNM einzargig und 1,5, Zadant und auch Dadant geht man den genau umgekehrten Weg: Mit viel Platz (fürs Futter) überwintern, im Frühjahr dann den Platz fürs Brutnest begrenzen. Sei es durchs Einengen auf eine Zarge oder durch das Setzen des Schiedes. Das ist keine Kritik, ich bin neugierig auf das ungewohnte Modell und deine Gedanken dahinter. Und bin gespannt, was du im Herbst darüber berichten kannst.

  • Das Einzargige Überwintern habe ich von meinem Imkerpaten kennengelernt, der dies wiederum von seinem Paten übernommen hat. Ich war überrascht, dass es die Allgemeinheit / das Lehrbuch anders praktiziert, da beide Imker viele Völker so führen und dabei das Überwintern mit wirklich sehr geringen Verlusten erreichen. Wiegt da das geringere Volumen der Beute durch geringere Wärmeverluste die Nachteil weniger Futter wieder auf? Mein Imkerpate füttert allerdings nicht ein Mal, sondern auf zwei Mal ein. Ich finde am Einzargig Überwintern sehr gut, dass es sehr viel "Material-schonender" ist als wenn man auf zwei Zargen überwintert. Ich muss dazu sagen, dass in meiner Gegend hier in Mittelfranken fast alle (und auch ich) traditionell auf Holzbeuten imkern und nicht wie in Norddeutschland als Beutenmaterial Styropor verwendet wird, obwohl wir hier schon deutlich strengere Winter haben. Vielleicht liegt es daran, dass im Norden kein Wald wächst und wir hier nicht wissen wo hin mit all dem vielen Holz? ;-) Bei Einzargiger Überwinterung ist nur eine einzige Zarge der schlechtern Witterung ausgesetzt. Der Rest der Beute befindet sich geschützt im Trockenen. Wenn ich Halbzargen für den Brutraum verwende, besteht noch stärker die Gefahr, dass die Halbzargen sich verziehen. Auch für die Halbzargen wäre das einzargig Überwintern vermutlich für die Lebensdauer ein Vorteil. Über die "Ertragsverluste" durch Einzargiges Überwintern kann ich nichts sagen, da mein Imkerpate hier keinen Vergleich hat. Die Völker von ihm sind trotz des einzargig-überwinterns sehr stark. Die Frage ist, ob man mehr Honig ernten würde, wenn man zweizargig überwintert. Das müsste man experimentell heraus finden.

  • Mir fällt gerade ein: Wenn es ein Nachteil sein sollte, dass die Bienen im Honigraum nicht mehr von links nach rechts wechseln können, dann könnte ich den oberen Honigraum auch mit einer Ganzzarge ausstatten. Dann wären die Bienen wieder flexibler. Den Honigraum wollte ich aber gerne wegen des Gewichtes halbieren.

    Oder ein Absperrgitter im Holzrahmen dazwischen. Wäre mir glaube ich lieber, als den vollen HR von ganz oben runter und hoch zu heben.

    Aus welchem Material sind die verzugsarmen Platten? Und was hast du pro qm bezahlt, wenn ich fragen darf? Ich hab hier Betoplan und die nehmen 25€ pro qm, zugeschnitten.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Die Betriebsweise, die ich mir vorstelle mit diesem 1,5er Zanderbrutraum wäre überwindern einzargig mit dem unteren Brutraum dann im Frühling erweitern mit den Hälften.

    Wenn ich Halbzargen für den Brutraum verwende, besteht noch stärker die Gefahr, dass die Halbzargen sich verziehen. Auch für die Halbzargen wäre das einzargig Überwintern vermutlich für die Lebensdauer ein Vorteil.

    Kann es sein das Du noch nicht verstanden hast das 1,5er Zander ein Rähmchenmaß ist und daher bei 1,5er Zander auch auf einer BR-Zarge überwintert wird? (Betriebsweise dann wie bei jeder anderen Großraumbeute auch. - nicht wie bei traditionell-Zander..)

  • Kann es sein das Du noch nicht verstanden hast das 1,5er Zander ein Rähmchenmaß ist und daher bei 1,5er Zander auch auf einer BR-Zarge überwintert wird? (Betriebsweise dann wie bei jeder anderen Großraumbeute auch. - nicht wie bei traditionell-Zander..)

    Ich weiß, was 1,5er Zander ist. Meins ist auch 1,5er Zander, nur mit dem gleichen Rähmchenmaß für Honig und Brutraum. Das Volumen des Brutraumes ist identisch. Wenn ich unterschiedliche Rähmchenmaße für Brut- und Honigraum akzeptiere, kann ich doch auch gleich auf Dadant, d.h. zum Original gehen. 1,5er Zander oder Zadant ist aus meiner Sicht geradezu ein Verrat an den Idealen von Herrn Enoch Zander ;-)

  • Ich hatte zu Beginn meiner Imkerkarriere Einraumbeuten mit Dadant Rähmchen In Hochkant. Die Dinger waren vom Handling eine Katastrophe, wenn die mit Honig voll waren. Viel zu schwer und bruchanfällig.

    Ein Rähmchen Maß mag sicher viele Vorteile haben, aber die Nachteile, die 1,5er Klopper im Honigraum haben, gleichen die Vorteile meiner Meinung nach nicht aus.


    Aber Versuch macht klug. Ich prophezeie aber mal, dass du mit den Rähmchen im Honigraum nicht glücklich wirst.

  • Der Doktor multipliziert nicht das Rämchenmaß sondern das Volumen des Brutraums durch Ergänzung eines 1/1 Brutraums durch einen Vertikalen HR Raum als Brutraum und einen als HR Raum.

    Meine Befürchtung: Chaos....

    Und den 1,5er Raum braucht man eigentlich nur im Winter. Im Sommer wird geschiedet...

    Dann doch lieber gleich nur Flachzargen....

  • Oder ein Absperrgitter im Holzrahmen dazwischen. Wäre mir glaube ich lieber, als den vollen HR von ganz oben runter und hoch zu heben.

    Aus welchem Material sind die verzugsarmen Platten? Und was hast du pro qm bezahlt, wenn ich fragen darf? Ich hab hier Betoplan und die nehmen 25€ pro qm, zugeschnitten.


    Das Material ist 70% Zellulose und Melaminharz für die Wasserfestigkeit. Die Platten sind Wasserfest,

    Lebensmittelunbedenklich, Schmutzabweisend, Schlagfest, Stoßfest und Verzugsfest. Die Platten sind nicht 4mm, sondern nur 3mm stark - hatte mich oben verschrieben. Hier bin ich gespannt, ob das hält. Habe diese mit dem Holz verleimt. 6mm ist vielleicht besser, aber da hatte ich Angst, dass der Platz nicht reicht. Die Platte selbst kostet 17,30€ und wurde mir bei Bauhaus Prod.Nr. 25020250 kostenlos zugeschnitten und reicht für 5 Halbzargen, Quadratmeter liegt es auch bei 24€. Den Rest nehme ich für Herstellung von Rutschleisten.

  • Ich sehe als Nachteil momentan, dass die Bienen nicht mehr quer wechseln können. Das könnte ineffizient sein.

    Da könnte man auch mit einem 20er Forstnerbohrer mehre Löcher in die Seitenwände bohren und dann mit Absperrgitter verschließen ;)

    Ich weiß, was 1,5er Zander ist. Meins ist auch 1,5er Zander, nur mit dem gleichen Rähmchenmaß für Honig und Brutraum.

    Sich selber neue Namen ausdenken, die keiner kennt ist ja schon so eine Sache. Dann sich aber auch noch Namen ausdenken, die es schon gibt, sorgt für Verwirrung.

    Ich schlage vor Du sprichst bei Deinem System von "1.0er Zander Brutraum mit aufgesetztem, vertikal halbiertem 1.0er Brutraum" Klingt kompliziert, ist auch so. Oder Du nimmst einen Eigennamen, wie "Doc-Beute". Dann wissen zumindest alle, dass das was neues ist und man erstmal lernen muss, was damit gemeint ist.


    Das war übrigens auch gut gemeint. Genauso wie folgender Rat: Legt Dir pro vertikal geteilte Halbzarge schonmal zwei Ratschen-Spanngurte bereit. Wenn Du sie irgendwann brauchst, dann dringend und dann ist auch eine Übernachtlieferung von Samstag auf Montag doof ;) Panzertape hast Du ja wahrscheinlich sowieso schon in der Geraffelkiste.


    Berichte bitte mal, wie es läuft.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Ein Rähmchen Maß mag sicher viele Vorteile haben, aber die Nachteile, die 1,5er Klopper im Honigraum haben, gleichen die Vorteile meiner Meinung nach nicht aus.


    Aber Versuch macht klug. Ich prophezeie aber mal, dass du mit den Rähmchen im Honigraum nicht glücklich wirst.

    Nein, ich habe in beiden Räumen normalen Zander. Ich möchte nur eine vertikale Halbzarge als zusätzlichen Brutraum antesten.