Bienenparadies schaffen

  • N'Abend


    Von mir noch als Tip:
    - Esskastanie. Gibt sowohl grossfrüchtige Sorten (Baumschule), die du dann noch zu leckerem Marronipüree oder gerösteten Marroni verarbeiten kannst oder die Wildform, die halt kleinere Früchte bringt, aber einfach selbst aus Samen gezogen werden kann (einfach im Herbst einige in die Erde stecken, einige keimen dann im Frühjahr). Wird ein richtig grosser Baum, wenn du Ihn lässt, oder du sägst Ihn nach 15-20 Jahren wieder ab und wartest dann wieder auf den Stockausschlag.
    - Kornelkirsche - im Frühling sehr früher Blüher, gutes Pollenangebot, leckere Früchte im Herbst.
    - Salbei wächst bei mir Garten als Busch mit nem Meter Durchmesser, durch die verholzten Stengel hat auch die Winde keine Chance, Ihn niederzudrücken. Auch sehr gut beflogen. Ebenso Rosmarin
    - kan. Goldrute - ja, ich weiss, pöser NEophyt, aber da ca. 80% unserer Nahrungspflanzen nichteinheimisch sind, habe ich da nicht so ein wahnsinnig grosses schlechtes Gewissen. Dafür ein Wahnsinns Bienen- , Käfer- und SChmetterlingsmagnet. Ich hätte von den Goldrutenbeständen meiner Gartenvorbesitzerin dieses Jahr je Woche nen 2kg-Kunstschwarm machen können, wenn ich irgendwie die Bienen hätte einfangen können.


    GRüsse, Robert

  • Himbeeren kann man auch gut gegen Verbiss schützen durch diverse Zäune.


    Wenn man denn Zäune haben darf. Darf man bei uns als Nicht-Landwirt ganz rigoros nicht. Damit fällt alles weg, was ansatzweise verbissgefährdet ist. Es sei denn, man hüllt es in eine einzelne Drahthose, was aber bei Himbeeren nicht so wirklich Spass macht, oder man baut eine Verhau aus Ästen darum herum, womit man selber auch nur noch schlecht an die Himbeeren kommt.


    Bevor Du Dich also daran machst, voller Enthusiasmus irgendwelche Zäune zu ziehen, informiere Dich zumindest mal unauffällig, was Du wirklich darfst, was derzeit geduldet/nicht geahndet wird und was Dir wahrscheinlich sofort Ärger macht. Rehsicherer Zaun jenseits von Reihenhausgartengrößen geht auch ins Geld.

  • Hmmh, wenn da Wald drumherum steht, kann man mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, das auch dieses Stück bürokratisch als Wald gilt, auch wenn es keiner ist. Und damit sind auch Wildschutzzäune möglich. Zumindest steht in allen mir bekannten dt. LAndeswaldgesetzen nix gegenteiliges.


    Wir haben vor einigen Jahren bei uns im Wald ca. 5,-/lfm Wildschutzzaun bezahlt, haben allerdings eigene Pfähle gestellt (Robinienpfähle). Für die kannst du etwa 4-5,-/Stk ansetzen, bei einer Pfahlentfernung von 5m. Umfang deines Grundstückes solltest du selbst kennen



    Grüsse, Robert

  • Vielleicht hab ich mich ein bisschen schlecht ausgedrückt. Ich meine nicht das ganze Grundstück einzäunen. Sondern die jeweiligen Pflanzungen da reicht ja ne Rehhalslänge. Allerlei lustige Vorschriften gibt's bei uns:-?

    Schöne Grüße aus Niederbayern
    Kelle

  • Vielleicht hab ich mich ein bisschen schlecht ausgedrückt. Ich meine nicht das ganze Grundstück einzäunen. Sondern die jeweiligen Pflanzungen da reicht ja ne Rehhalslänge. Allerlei lustige Vorschriften gibt's bei uns:-?


    Wenn das Grudnstück nur 2000qm hat ist es sinnvoller (weniger Zaunlänge), da einen vernünftigen Wildzaun drum herum zu ziehen, statt mittendrin noch mehrere Zäune zu ziehen. Und normaler 1,50er oder 1,60er Wildzaun reicht auch, höher springt das Tierchen nicht. Eine 50m-Rolle kostet um die 70,-. Normal macht dir jede Forstbaumschule ein Angebot für die Leistung des Zaunbaus.

  • Guten morgen,


    das hatte ich vergessen zu schreiben, das Grundstück ist eingezäunt, da es schützenswerte Kulturen beinhaltet (Neuanpflanzungen). Darunter warden auch die nächsten anpflanzungen fallen. Somit sollte der Verbiss durch Rehe kein Problem darstellen. Die Jäger waren so freundlich und haben in etwas 100 meter entfernung ein Futterparadies für Wildschweine eingerichtet. Dadurch hoffe ich dass die meinen Zaun in Ruhe lassen :)


    Vielen Dank für eure Antworten. Ich werde mir einiges rauspicken :)