Kann eine Honigbiene unter den richtigen Bedingungen....

  • Guten Abend Imkergemeinde,
    Kann man eine Honigbiene (apis Melifera)unter den richtgen Klimatischen Bedingungen ,also 365 Tage im Jahr ,in Brut und Tracht haben?
    Ich denke da an Spezielle Gewächshäuser (ohne Sommersonnenwende)oder andere Klimazonen der Erde wo ständig Frühling ist.
    Diese Frage ist neugiriegerweise gestellt.Ich selbst denke das es funktioniert.
    gruss
    Johnny

  • Hallo Jonny,
    die Brut dürfte kein Problem sein wenn es warm genug ist brüten Bienen auch den Winter durch wie früher in den Binenhäusern mit den HBBs. Die Tracht übers ganze Jahr aufrechtzuerhalten in der richtigen Menge ist eher das Problem, da die Pflanzen ja im Gewächshaus oder im Canabiskeller nicht nur Blühen sondern auch wachsen. Und so viele Pflanzen die ständig blühen, na die Stromrechnung möchte ich nicht bezahlen.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der dich noch daraufhinweist, dass die Gewächshausprofis nicht ohne Grund Hummeln für den Job nehmen

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ganz versteh ich die Frage nicht. Aber alles was in der Nähe des Equators ist, hat ja 12 Monate Saison. Jedoch werden die für uns bekannten "Jahreszeiten" durch Trocken- und Regenzeiten ersetzt. Es gibt also nirgends ein lückenloses Trachtangebot bei dem mit einem Honigertrag zu rechnen ist, auch in diesen Gebieten gibt es da entsprechende Zeiten an denen was geht oder nicht geht.
    Die Bienen passen sich da auch schnell an und die Volksstärke richtet sich nach "Angebot und Nachfrage"

  • Ich denke auch das es auf unserer Welt überall Trachtpausen gibt, aber das sie das ganze Jahr Brut haben, ist auch bei uns schon teilweise möglich. Ich bin auch der Überzeugung das die Bienen unter bestimmten Bedingungen, auch selbst eine Brutpause einlegen, siehe einige meiner Wirtschaftsvölker auf 1,5 DNM, trotz Tracht.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Die Gegenfrage lautet m. E. "Was benötigt der Bien zur fortwährenden Existenz ?"


    Neben der permanenten Nachfolge von jungen Bienen, abhängig vom Abgang der Altbienen, dürfte das Nahrungsangebot der Umwelt eine große Rolle spielen.


    Ich stelle mir vor, dass es in südlichen Breiten - ähnlich unserem Winter - Perioden mit wenig Trachtangebot gibt, welche din Bienen mit Reduktion des Brutnests beantworten. Bei steigendem Nahrungsangebot wird dann wohl die entsprechende Reaktion erfolgen und daß BN wieder vergrößert.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Die Frage, ob sich der Aufwand für irgendetwas (außer der Beantwortung dieser Frage) lohnen würde, diese Bedingungen zu schaffen, bei denen das vielleicht möglich ist, lasse ich mal außen vor.


    Weder im Biologiestudium noch im sonstigen Leben ist mir bisher je ein höher entwickelter Organismus (also etwas, das viele verschiedene spezialisierte Zellen hat) untergekommen, der im Verlaufe eines längeren Zeitabschnittes immer den gleichen Aktivitätslevel zeigt. Die meisten Organismen koppeln sich dabei an einen offensichtlichen äußeren Faktor wie Jahreszeit, Temperatur...
    Doch selbst unter scheinbar konstanten äußeren Bedingungen scheint es regelmäßige Schwankungen zu geben, die auf inneren Rhythmen und Faktoren beruhen. Offensichtlichste Beispiele sind Tiere oder Pflanzen im Labor, die trotzdem Wach/Schlafrhythmus oder bestimmte Fortpflanzungsintervalle einhalten. Vermutlich ist das zur Regeneration oder zum Verhindern von übermäßigem Verschleiß nötig. Ich nehme damit an, dass es auch nicht möglich wäre, das Bienenvolk immer auf Maximalleistung laufen zu lassen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Wenn Tracht da ist und die Temperatur stimmt, sollte es klappen. Die gibt es z.B. in den USA wo Völker auch zwischen niedrigen Aktibität tut verschiedenen Klimazonen herumgefahren werden.


    Bei uns müsstest du schon über die Alpen. Aber eine Phase der niedrigen Aktivität tut den Völkern auch gut.


    Wenn es nur um das in Brut halten geht, A. m. ligustica.