Varroa ... jetzt auf dem Stand. Was tun?

  • Hallo Pete


    ja das sieht bei dir wirklich nicht gut aus, also das eine Volk auflösen und versuchen das andere zu retten. Wichtig ist die Behandlung und mit dem Varrox müßtest du eigentlich gute Ergebnisse erzielen. Ich kann nur sagen die Bedienungsanleitung nochmal genau durchlesen.
    Allgemein kann ich sagen das es dieses Jahr wieder viele Milben gibt, im Vergleich zum Vorjahr. Die Ursache liegt meiner Meinung nach an dem ununterbrochenem Trachtangebot bis 03.10.2016, zumindest bei uns war es so.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo und einen guten Aend liebe Forenten und Kollegen. :-(
    hier ein paar detailierte Angaben zum Varrox:
    1. wer will sich ein glühendes Stück Eisen in die ..... Beute schieben ohne eine Kontrolle über mögliche Folgen?
    2. wer hat bei einer Inversionswetterlage einen gewönlichen Ofen betrieben? (nicht die Wetterlage ist gemeint sondern: was passiert wenn llaue Luft auf warme Luft oben trifft? Aha .... )
    3. wer hat Lust auf Oxalsäuresublimate in der Lunge?
    4. wer kennt Windrichtung ... ooh die wechselt zuweilen auch?
    5. wer hat eine coole ich meine cool, Zwangsbeatmungsanlage um sich der Sublimate zu entziehen.
    6. wer hat eine Webcam gesteuerte Ausrüstung um das Ganze evtl. mit Fernbidienung zu observieren und ein Not Aus einzuleiten? wie sieht das denn aus? Brennt nur eine Beute oder auch gleich die Nachbarn? mUnd Dann?
    7. wer hat Vergleiche?
    8. abgesehen von weiteren technischen Details.



    Soweit ist das Teil abgehackt.
    Habe derzeit nicht anderes daher werde ich nsach Kontrolle die Behandlung fortsetzten.
    Wie?
    Anders als vorher ...... nur das ich auf keinen Fall die Anwendung Publik machen werde. Aus Rücksicht auf Mitbürger; Kollegen etc.


    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.


    @ ribes ... danke ja !!!! brünning.ch

  • Ich habe folgende Ox Verdampfer zur Verfügung oder hatte Sie in benutzt.
    - Oxamat
    - Varrox
    - VM Vaporizer
    - WM Butan Oxalsäureverdampfer
    - Lega Heißluftverdampfer
    - diverse noname Pfannenverdampfer.
    -Varromor
    - mittlerweile einen Eigenbau in Generation 3


    Zufrieden war ich mit dem Varrox, dem Oxamaten, und dem Varromor. Meine 3 Generation muss sich erst noch bewähren, sieht aber so aus als würde sie mich glücklich machen.


    Wenn du zuviel Dampf abbekommst machst du etwas Falsch, oder deine Beuten sind einfach nicht dicht.
    Schützen kann man sich mit einer Atemschutzmaske mit passenden Filtern.
    Wenn der Ofen genug aufgeheizt wurde zieht auch der Schornstein - Passiert auch beim Varrox.
    Glühendes stück Eisen - man soll den Varrox nach jeder Beute abkühlen, dann glüht da auch nichts. Wenn man ihn im Dauerbetrieb heizen lässt ist es klar, dass das Heizelement zu glühen anfängt.


    Für bis zu 50 Völker würde ich den Varrox oder den Oxamaten benutzen, der Oxamat ist nur zeitaufwändiger.
    Für mich hat sich der Farromor als zuverlässig erwiesen, da ich aber grundfaul bin ist mir das Anmischen der Lösung zu nervig weswegen ich eine eingenkreation entwickle, die nach 9 Monaten Bau- und Experimentierphase 2017 eingesetzt wird. (eine Mischung aus VM Vaporizer und Butan Rohrverdampfer)

  • Dem ist ja schon mal eigentlich nichts hinzuzufügen, Danke@Golem.


    Wobei man wie bereits schon teilweise oder gar mehrfach erfolgt, sich fragen muss, warum jemand, der hier im Forum zur Tür hereinfällt (der Bocholter hat ganz vergessen auf das Profilausfüllen hinzuweisen:cool:),
    Wiedereinsteiger ist,
    Nebenerwerbsimker war,
    ihn nach eigenem Schreiben die Not aber treibt, hier eine Anfrage zu starten,
    er dann schreibt, kein Behandlungskonzept zu haben aber mit AS behandelt hat (das ist doch eins!),
    er von "kalt erwischt" redet und dann von "ganzer Stand verseucht".


    Dann folgt die Angabe von 20 Wirtschaftsvölkern. Davon gab es vorher keine auffälligen Fallzahlen, so wie ich das verstanden habe,
    dann gab es die Aussage "zwei Völker auffällig" wohl nach der AS-Behandlung. Das verstehe ich so, dass die die höchsten Zahlen zeigten.
    Sollte aber doch mit der Behandlung und Nachbehandlung gegessen sein, wenn vorschriftsmäßig gelaufen.


    Was heißt denn eigentlich dieses "Nach der Lindentracht in die Flußauen dort AS Behandlung" zeitlich gesehen?
    Wann ist die erste AS-Behandlung eigentlich gestartet und wie? Wie waren die Fallzahlen vor allem vorher?
    Ganz wichtig: Wie waren denn diese übernommenen Völker vorbehandlet im letzten Jahr? Was sind das für Völker? Jung erstellte von 2015? Weiter geführte Wirtschaftsvölker? (Das ist bzgl Befall nicht unwichtig!)
    Waren die Völker nach der ersten und zweiten Behandlung weiselrichtigund bienenstark?
    Wie lange war jetzt der Abstand zur letzten Durchsicht?


    Mir ist das ehrlich gesagt ein bisschen zu wirr und zu unkonkret und zu vorgefertigt mit den Vermutungen im Eingangsthread.
    Warum soll nun der ganze Stand verseucht sein, wenn bei 20 Völkern 2 hohe Fallzahlen haben und eins ggf. schon kahlgeflogen ist.


    Wenn ich in Österreich wirken dürfte, hätte ich mit dem Varrox keinerlei Probleme.
    Wer generell mit der OX-Verdampfung so angstbesetzt auf Kriegsfuß steht, (es wurde hier bereits zigmal auf ausführliche Threads dazu hingewiesen. Nachlesen, dass diese Panikmache zum Oxalsäureverdampfen unsinnig ist und Angst ebenso kann man HIER )
    der soll`s halt lassen und abwarten.
    Alternative: Milchsäure, s.o.


    Bei Übernahme der Bienen im Juni hätte man als ehemaliger Nebenerwerbsimker alle Möglichkeiten gehabt, eine Situation wie "ganzer Stand verseucht" zu verhindern oder?


    Egal, weil ich sehe dem ist doch ohnehin gar nicht so oder hab was überlesen. Ich seh nur Panik und Konfuzius :wink:


    Wo ist denn jetzt eigentlich das Problem? Konkret bei den 17 anderen, also dem "ganzen Stand"?
    6,6% der Völker haben ein Varroaproblem, bzw ist eins nicht mehr wirklich da. Viele Anfänger und Erfahrene trifft es schlimmer. Spättrachtvölker erst recht (!)


    => sterbendens Volk nach Behandlung auflösen.
    => sich vielleicht noch einmal zum Verdampfen aufraffen. Sonst MS. Die beiden weiteren je nach Stärke auch auflösen oder besser diese alle drei miteinander vereinigen und nicht zu den anderen.
    => Rest in Ruhe lassen, Winterbehandlung


    => Alles wird gut :-D:daumen:


    Grüße


    Marion


    P.S: Man kann Völker auch bei 10-12° oder auch zur Not darunter vereinigen oder auflösen, öffnen und vorsichtig nachsehen.


    P.P.S.: Ich habe vor 3 Tagen bei 12° Völker aufgelöst/vereinigt indem ich einfach Waben mit allem was drauf und dran war umgehängt habe nach Entnahme der Königin. Beute abräumen, Reste zum aufnehmenden Volk klopfen und alles war gut. Vorher Rauch zu allen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Hm, ich beobachtete schon mehrere Sublimationen mit unterschiedlichen Geräten und teile Golems Einschätzung. Der Varrox war das mit Abstand am meisten verbreitete Gerät bei den von mir beobachteten Kollegen, weil sich damit relativ schnell, effektiv, sicher und wetterunabhängig mit sicherem Erfolg arbeiten ließ. Glühende Eisen kamen bei ca. 3 min. Heizzeit/Beute nie vor, der Varrox wurde auch nie in die Beute geschoben, sondern unter den (Gitter-)boden auf einer feuerfesten, dichtschließenden Unterlage. Flugloch etc. wurden mit Schaumstoffstreifen abgedichtet, so daß nie nennenswert OX aus der Beute austrat - auch bei ausgesprochenen Inversionswetterlagen oder dichtem (Natur-)Nebel. Allerdings hielten alle Personen mindestens 2 m Abstand zu den Beuten. Selbst wenn kein Atemschutz verwendet wurde, beobachtete ich nie einen Hustenanfall, der auf OX-sublimate in den Atemwegen oder gar in der Lunge hingewiesen hätte. Besonders vorsichtige Anwender hatten allerdings vorsorglich den rauchenden Smoker im Blick, um auf etwaig wechselnde Windrichtungen rechtzeitig reagieren zu können.
    Das Abhacken eines Varrox beobachtete ich bisher nie. Vielleicht waren die von mir beobachteten Kollegen aber auch nur zu geizig, um mit dem Beil auf den Varrox loszugehen. Einen Grund dafür hatten sie aus meiner Sicht jedenfalls nie.

  • Noch ein kurzer Nachtrag den ich gestern vergessen habe.
    Ich rate grundsätzlich von den Rohrverdampfern ab die ohne Lüfter oder mit einem Ventilator als Gebläse arbeiten!
    Bei diesen Verdampfern ist es in der Tat so, dass die Oxalsäure sich nicht ausreichend in der Beute verteilt.
    Dieser Punkt ist aber der große Vorteil des Oxamaten, da dieser zwar auch mit einem Lüfter arbeitet, aber nur die Stockluft umschichtet.

  • Hallo und vielen Dank für eure Antworten liebe Forenten.
    Ja, ein wenig vorstellen tu ich noch gerne. Vielleicht später, wenns recht ist?
    Und ... ja ich gebe offen zu das ich ein Problem habe mit der Varroabekämpfung.
    Vielleicht bin ich einfach nur dumm?
    Zunächst treibt mich das Thema Varrox um.
    Hier meine ergänzenden Eindrücke:
    - Hartschaum 10 Waben Zanderbeuten sollten dicht genug sein
    - leider Zargen mit unterschiedlichen Holzböden, Flugöchern (nicht überall passt der Varrox rein); Bodengitter (Metall, Plastik)
    - so wurden auch Völker von außen/unten mit Plastikgitter behandelt in der Hoffnung .... aber Plastik schmilzt
    - Rauch ist zwischen erster und zweiter Zarge sowie Flugloch ausgetreten
    - Bienen haben den Rauch zeitgleich wie ein Ein- und Ausatmen ventiliert mit einem kräftigem pulsartigem Sausen.
    - Dabei wurde Rauch ausgestossen und auch wieder in die Beute eingeaugt. Ein Spektakel wer es geshen hat.
    - wir haben zuvor eine Durchsicht sämtlicher Völker mit Fotos der Brutwaben gemacht. Die will hier sicher keiner detailiert sehen so wie es aussieht.
    - 6 Völker behandelt. Morgen schau ich nach und wenns 'gut' gegangen ist .....



    Lieber Ribes - 2,5 Minuten wurden empfohlen + 1/2 Minute, bei mirr hat es 5 Minuten gedauert.
    Alle reden von OS in Pulverform - ähem .. ich habe hier original Tabletten von damals vielleicht dauert das länger?
    Die nächsten werden dann evtl. pulverisiert.
    Aber bitte wie bekommst Du das dicht wenn von unten außerhalb der Beute begast?
    Da spielt es keine Rolle mehr wie dicht die Beute sondern eher der Unterbau. Bei Gitter mit kleinen Löchern und viel Plastik kommt da nicht viel von unten durch.
    Zum Glück sind meine 'stands' soweit gut das relativ mühelos von unten begast ... aber mit erheblichem Schwund, plus es will nicht gleich in die Beute rein. Zuvor eine Zeitungspapier anzünden?
    Das Handling ... ständig muss man näher an die Beute ran zum hantieren und kommt dem Sublimat näher.
    Nun gut, mein Kollege und besonders ich fanden OS in der Lunge wirklich nicht prickelnd.
    Abhaken, im Sinne von abgehakt oder mit einem Haken versehen, war gemeint.
    Ich bitte nachdrücklich mein orthographisches Versehen zu entschuldigen.


    Lieber Golem vielen dank für Deinen Hinweis aus der Praxis.
    Rein theoretisch/praktisch leuchtet mir auf jeden Fall der Oxamat als die endliche Lösung ein um das Sublimat zu applizieren.
    Ja, die Pfanne kam gleich nach der Anwendung in den Eimer.


    Bitte Leute fühlt euch nicht kritisiert. Versuche nur dahinter zu kommen und meine Fehler zu minimieren.


    Heuer ist Donaueschingen zwecks Fortbildung mein Ziel und es bleibt noch viel zu tun bis dahin.


    Salute


    pete

  • Na da haben wir doch des Rätsels Lösung!
    Die 20 Jahre alten Tabletten brauchen einfach bedeutend länger um zu verdampfen als als Schüttgut. Geringere Oberfläche, größere Dichte, schlechtere Wärmeleitfähigkeit.
    Oxalsäure in kristalliner Form bekommst du beispielsweise auf Ebay oder im Fachhandel.
    2,5 Kg kosten um die 14 Euro, es gibt aber auch kleinere Mengen.
    Die Situation an deinen Beuten klingt nicht sonderlich prickelnd. Versuche baldmöglichst an den Oxamaten zu kommen, damit wird einiges leichter für dich.

  • Hallo Beepete,
    ich benutze auch einen Oxalsäureverdampfer ähnlich dem Varrox, nur Eigenbau. Als OS nehme ich oxalsäuredihydrat in pulverform. Dihydrat bedeutet das noch H2O dazukommt, da Wasser beim verdampfen sich 1:1000 ausdehnt verteilt sich der Dampf besser als bei Oxalsäuretabletten.
    Ich glaube nicht, dass du zu dumm bist, es ist am Anfang wirklich nicht ganz einfach bis man mal den dreh raus hat.
    Am besten mal in Youtube ein paar Viedeos anschauen, zb. https://www.youtube.com/watch?v=67IG4StgcvE, nur die Stromversorgung ist glaube ich nicht weiter zu empfehlen, ich benutze die alte Batterie unseres Auto's.


    Bezüglich der Dichtheit der Zargen, ich verschliese immer alles (außer Flugloch^^) mit einem alten feuchten Handtuch, außer am Flugloch kommt bei mir nie wirklich viel Dampf raus. Die Bienen scheint dass auch nicht wirklich zu interessieren, ein ventilieren während des bedampfen ist mir noch nie aufgefallen.


    Ein bedampfen von außerhalb der Zarge kann ich mir nicht vorstellen, vielleicht kannst du ja von hinten bedampfen, indem du die unterste Zarge etwas anhebst, zwei Stückchen Holz dazwischen klemmst, den Verdampfer einführst und den Schlitz mit einem Stück Stoff verschließt? Bezüglich der hitze lege ich immer ein Stück Holz drunter, damit ich keine Brandflecken bekomme.


    Bezüglich der Anwendungsdauer, was für einen Verdampfer hast du den? Bei meinem hatte die Glühkerze mal einen knacks, da hats fast sieben Min gedauert, hab die getauscht, seit dem wieder drei Minuten.


    Ich hatte übrigens noch nie Probleme mit Oxalsäuresublimat in der Lunge, habe sogar mal gelesen, das unter Verwendung einer gewöhnlichen Atemmaske die Gefährdung geringer ist als beim Milchsäure versprühen, finde nur grad den Bericht nicht mehr.


    Grüße aus Schwaben
    Flo


  • Aber bitte wie bekommst Du das dicht wenn von unten außerhalb der Beute begast?


    Die Beutenböden, die ich beobachtete, waren in etwa baugleich mit denen von Bienenweber, z.B. solche:
    http://www.imkereibedarf-biene…ereibedarf/Products/04500
    Sie haben unter dem Edelstahlgitter in den Fußleisten rechts und links auf der Innenseite eine Längsnut, in die üblicherweise die Windel (von hinten, quasi unter die Beute) eingeschoben wird. Statt der Windel schoben die Kollegen eine Blechtafel gleicher Größe ein und legten darauf den Varrox ab. Den Luftspalt nach hinten verschlossen sie mit einem Schaumstoffstreifen. Die Fluglöcher verschlossen sie ebenso. Trotzdem verteilte sich das Sublimat gleichmäßig in der Beute ganz gleich, welchen Formates. Das konnte ich durch die oben aufgelegte Folie beobachten (Deckel wurde zur Beobachtung abgenommen, ansonsten blieb er bei der Sublimation auf der Beute).
    Die OX, die bei Euch in AT zur Sublimation zugelassen ist, weist lt. Fachinformation lediglich eine Reinheit von 86,4% auf. Technische Oxalsäure dagegen 99,6%. In D ist ja nur die Träufelung mit OX zugelassen, allerdings mit OX ad us. vet. in der Reinheit von 99,8%.

  • Der Rest sind Carbonate, auch unschädlich für Biene und Mensch.


    Ist das sicher? Kann jemand dafür eine zitierbare Quelle nennen? a) für die "Zusatz-/Reststoffe" bzw. b) für deren Unschädlichkeit - die in allen Ländern, die bspw. Apioxal zulassen - seit Jahren in der Praxis empirisch belegt ist.

    Einmal editiert, zuletzt von ribes () aus folgendem Grund: Ergänzung a) b)