Mit offenem Gitterboden überwintern. Bodenschieber rein/raus

  • Hallo,


    wahrscheinlich wurde das Thema schon diskutiert, aber anscheinend ist die SuFu nicht mein Freund. Oder anders herum.


    Dies wird mein erster Winter mit offenen Gitterböden sein. Ich frage mich, ob ich den Bodenschieber über den Winter drin, oder draußen lassen soll.


    Ich imkere mit hohem Gitterboden, Zander. Teils einzargig, teils zweizargig gehen die Völker in den Winter. Meine Gedanken bisher waren:


    Bodenschieber drin: Schutz vor Wind/ Zugluft in Bodennähe. Absolute Dunkelheit, was vielleicht (!) dem Bien entgegenkommt.
    Bodenschieber draußen: Bessere Luftzirkulation um Schimmel und Feuchtigkeit im Stock zu vermeiden. Wärmedämmung kann mit dem dünnen Plastikschieber eh nicht gewährleistet werden.



    Was meint ihr? Danke für eure Anworten.


    Tom

    Der Bien lehrt mich auf wunderbarer Weise eine schwere Disziplin: Geduld mit Ruhe. Ich bin dankbar an ihm Teil haben zu dürfen.


  • ...Was meint ihr? ...


    Hallo,


    jaaa, meinen kann man da fifty/fifty. Die einen für, die anderen wider, gelle? :wink:


    Meine sind ganzjährig drin. Nur beim ersten hübschen Bodenfrost kommen sie kurz raus, damit ich weiß, dass ich drei Wochen später brutfrei behandeln kann.



    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • ...Meine sind ganzjährig drin. ...


    Mache ich auch so. Im Frühjahr tausche ich sie aber gegen ein Sperrholzbrettchen ('Wärmebrett') über dem Gitter aus um Motten zu vermeiden.


    Ich habe aber auch relativ "luftige" Eigenbauzargen und -böden. Da ist eine Belüftung auch bei geschlossenem Schieber gewährleistet. Ich habe schon gekaufte Böden mit mit Plastikschiebern gesehen, die permanent voll Schwitzwasser standen...


    Gruß Jörg

  • Hallo Sonnenblume!


    Meine sind ganzjährig offen. Nur für die Diagnose und während der AS-Behandlung werden sie eingeschoben.


    Vor etwa 15 Jahren wie ich von geschlossen auf offenen Boden umgestellt habe, habe ich die Hälfte der Völker anders geführt. Ich konnte bezüglich Entwicklung und Futterverbrauch überhaupt keinen Unterschied feststellen. Bei den Völkern mit offenem Boden waren jedoch die Randwaben wesentlich schöner und weitestgehend schimmelfrei.


    Wenn man sich die neueren Forschungsergebnisse ansieht, z.B. von Tautz, dann ist diese Erkenntnis auch vollkommen klar. Die Bienen dichten die Wabengassen so gut es geht ab und heizen nur den Wintersitz und nicht die Beute.


    Varroatechnisch ist ein frühes Brutende und ein später Brutanfang von Vorteil. Das würde wieder für einen offenen Boden sprechen, aber ob da wirklich ein Unterschied eintritt ist nicht sicher.


    Den Wärmehaushalt des Bienenvolkes darf man sich nicht all zu menschlich vorstellen. Menschliche Vorstellungskraft führt da schnell in die Irre, man denke nur daran, dass es im Bienenvolk total dunkel ist, keine Organisation erkennbar und massenweise Bienen auf engsten Raum vorhanden sind und trotzdem funktioniert das System.



    MfG


    Honigmaul