Ableger auf Zanderrähmchen einwintern

  • Meine 6 Ableger auf Rähmchen in Zanderzargen belegen z. Zt. 4 bis 5 Wabengassen. Futter ist genug vorhanden. Reicht das aus, um sie sicher über den Winter zu bringen? Oder soll ich einfach vereinigen und jeweils 2 Ableger übereinander setzen – ohne Absperrrahmen? Dabei würde dann allerdings jeweils eine von 2 Königinnen verloren gehen.
    Für den Winter würde ich dann noch Futterzargen mit jeweils 15 kg Sirup je Beute aufsetzen.
    Oder – was soll ich machen?
    Danke für jeden Tipp.
    El Chato

  • Um zu ermitteln, ob die eine Chance haben, würde ich den Liebig zu rate ziehen. 5000Bienen+x sind nötig. http://www.immelieb.de/?page_id=849
    4-5 Wabengassen kann vieles sein. Wenn die auf 4-5 Waben durchhängen, dann würde ich mir keine Sorgen machen. 4-5 locker besetzte Waben und ein Brutnest auf 1-2 Waben, dann schon eher.


    Mir würden sich aber 2 Fragen stellen:
    1.) Nach dem Ziel einer solchen Überwinterung. SOllen nur Reserveköniginnen überwintert werden, oder sollen die Völker im Frühjahr Honig bringen? Wenn die auf 2-3 Waben aus dem Winter kommen, dann ist es eher mau mit der Frühtracht.
    2.) Warum sind die jetzt, Anfang Oktober, so schwach auf der Brust? Zu spät/zu schwach gebildet? Futtermangel in der Entwicklung? Varroa? Königin "schwach"?


    Von 2.) würde ich auch abhängig machen, wie es weiter geht.


    Grüße in die nacht


  • Oder – was soll ich machen?


    Einen Paten suchen, ganz ganz dringend!



    Für den Winter würde ich dann noch Futterzargen mit jeweils 15 kg Sirup je Beute aufsetzen.


    Wann willst du denn noch einfüttern? Bei den aktuellen Temperaturen nehmen die dir aus einer Futterzarge nichts mehr ab. Da kannst noch mit Futtertaschen arbeiten und die direkt an die Bienen platzieren. Ansonsten versteh ich nicht warum man 15kg Sirup auf den Kopf packen will wenn doch genug Futter da ist.


    Ps.: lass die Kisten einfach so wie sie sind in Ruhe, wenn der Winter nicht zu heftig wird, dann packen die das. Bis Ende Oktober schlüpft sicher noch etwas Brut.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • ... lass die Kisten einfach so wie sie sind in Ruhe, wenn der Winter nicht zu heftig wird, dann packen die das.


    Ja, das kann klappen, aber nicht nur, wenn der Winter keiner wird, sondern auch ansonsten alles prima war und ist.
    Eben nix von dem, was ChrisAusEssen schreibt:

    Zitat

    - zu schwach gebildet?
    - Futtermangel in der Entwicklung?
    - Varroa?
    - Königin "schwach"?


    Mein Fazit: ich würde die vereinigen, da an den oben genannten Faktoren jetzt nur noch schwerlich was zu ändern ist, und ich keine Lust hätte, bis März mit Fragezeichen im Kopf um die rumzulaufen (um dann vielleicht vor zwei leeren Kisten zu stehen ...).


    Gruß, Jörg


    P.S.: ... und übrigens würde ich vor der Vereinigung eine der Königinnen rausnehmen, damit Du am Ende nicht wirklich noch mit einem weisellosen Volk dastehst.

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • 2 je nebeneinander in eine Beute mit dünnem Trennschied und gut einpacken von oben/seitlich zusmmenschieben oder wenn in zu grosser Beute- Trennschied-Rest mit Zeitungspapier ausfüllen, Die müssen JETZT kuschelig eng sitzen. Mäusegitter nicht vergessen!
    Bzgl Futter ist es vorteilhaft wenn im Zwischendeckel ein Loch zum Füttern ist (Mittig oder im vorderen Drittel mit Lochkreissäge schnell erledigt)- da kann man jederzeit mit Glas mit gelochtem Deckel kopfüber problemlos nachfüttern oder auch ein Paket 2,5lApiinvert oder Futterteig drauflegen ohne den Deckel zu lüften. Loch wird mit Plastikkarte abgedeckt. ( Im Frühjahr kann man die Flucht draufschrauben zur Vorbereitung der Honigernte). Futterzarge ist schon weit und kalt, aber direkt über Kopf tragen sie Apiinvert noch um, wenn Platz ist.
    Wenn nicht gefüttert wird, dicke Iso-Platte für Kopfwärme.


    "Übereinandersetzen" zum Vereinigen oder erst im Frühjahr für ca 4-6 Wochen zum Verstärken eines schwachen Volkes- da müssen sie aber erst hinkommen und ein stärkeres Volk da sein!
    Ab Oktober sollte man sich nur noch auf Weiselkontrolle, Varroa- und Gewichtskontrolle beschränken und nicht mehr in den Beuten rühren ...
    ZUm Glück haben wir keine blühenden Senffelder.


    Gruß Fred

  • Vielen Dank für die – auch manchmal seltsamen - Stellungnahmen.
    Hier zum vielleicht besseren Verständnis der Werdegang meiner Ableger:
    Gebildet wurden die Ableger ab Mitte Mai jeweils mit mind. 3 Brutwaben, 1 Futterwabe und 1 Leerwabe und jeweils einer Königin – so von verschiedenen Profi-Imkern übernommen. Nach der Milchsäurebehandlung bei der Umsetzung in Zargen erfolgte die Auffüllung der Zarge durch Hinzufügen von Mittelwänden.
    Obwohl in den Waben Futter vorhanden war, habe ich bis heute ca. 5 l Sirup und 2,5 kg Trockenfutter je Zarge zugefüttert. Habe auch nicht geschleudert, sondern Anfang August alle Zargen mit Ameisensäure nach Liebig-Dispenserart behandelt. Es waren immer vorhanden: verdeckeltes Futter, verdeckelte Brut, Maden und Stifte.
    Varroamilben habe ich bisher nicht gefunden – dafür tragen aber die Bienen immer noch reichlich Pollen ein.
    Was mich stört ist die Tatsache, dass die eingehängten Mittelwände nur sehr zögernd ausgebaut werden. Ferner, dass die Menge der Bienen für meine Begriffe zu gering ist.
    Daher kam meine Idee, jeweils 2 Zargen übereinander zu setzen – allerdings ohne Absperrgitter – um mehr Bienenvolk für eine Traubenbildung zu schaffen.
    Gruß El Chato

  • ...Ableger:
    Gebildet wurden die Ableger ab Mitte Mai jeweils mit mind. 3 Brutwaben, 1 Futterwabe und 1 Leerwabe und jeweils einer Königin – so von verschiedenen Profi-Imkern übernommen. ...


    Wenn du sie so gebildet hast, dann müssten sie jetzt locker eine Zarge vollmachen! Wenn nicht, dann wird das auch jetzt oder im nächsten Jahr nichts mehr...


    Gruß Jörg