Versuche mit Paraffin Mittelwänden

  • Wie Bernhard schin schreibt, scheint Parrafin den Bienen recht egal zu sein.


    Wobei ich auf eine Erklärung zu dieser Aussage noch vergeblich warte. Oder einen erklärenden Link, oder so. Da ist die Stellungnahme von Mc Fly schon aussagekräftiger, auch ohne abschließendes, einheitliches Ergebnis. Zur Zeit fällt es mir schwer zu glauben, dass die Bienen eine Wachsverfälschung mit Paraffin einfach so unbeeindruckt schlucken. Schon die physikalischen Eigenschaften dieses Gemisches dürften anders sein, als die des Originalwachses. Bei der bisherigen Aussage: "Paraffin ist nicht das Problem" wären selbst reine Paraffinmittelwände dem Bienenwachs gleichzusetzen. Natürlich kann man es auch so deuten, dass bei den aktuellen Problemen das Paraffin keine Rolle spielt. Das steht da aber so nicht. Und dass nicht auch mehrere bis viele Gründe für das schadhafte Brutbild möglich sind, unter anderem vielleicht Paraffin, ist auch nicht auszuschließen. Bisher. Oder?

    Wenn jemand etwas vorgekaut serviert haben möchte, muss auch immer jemand da sein, der es ausspuckt oder -k...

  • Habe auf der Suche nach einfachen Testmethoden auf Parrafinverfälschungen irgendwo mal gelesen, dass man mit Parrafin gestrecktes Wachs nichtmal am Ausbauverhalten der Bienen erkennen kann, weil die sogar reine Parrafinmittelwände ausbauen würden...


  • Würde man sich um ein synthetisches Wachs bemühen, dass dafür entwickelt wurde, bei genau definierter und überprüfbarer Zusammensetzung sowie niedrigen Kosten, problemlos für die Bienen und die Honigqualität zu sein, ...


    Ernsthaft?
    Vieles ist machbar, man sollte aber nach den Kosten und der Sinnhaftigkeit fragen!
    Die Wachsdrüsen der Bienen sind da, um eben jenes Wachs, welches für das Wabenwerk der Bienen gebraucht wird, zu synthetisieren. Kosten: Einige kg Honig. Wie hoch wären die Kosten für die chemische Fabrik, um eben jenes Wachs nachzubilden bzw. "zu verbessern"?
    Um uns aus dem Dilemma der Wachsverfälschung zu befreien, hilft nur: Weg vom gekauften Wachs bzw. Mittelwänden und eigenen Wachskreislauf (-strecke) aufbauen. Die Wachsumarbeiter müssen es an ihren Umsätzen merken, es muß ihnen richtig weh tun!

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Ernsthaft?
    Vieles ist machbar, man sollte aber nach den Kosten und der Sinnhaftigkeit fragen!
    Die Wachsdrüsen der Bienen sind da, um eben jenes Wachs, welches für das Wabenwerk der Bienen gebraucht wird, zu synthetisieren. Kosten: Einige kg Honig. Wie hoch wären die Kosten für die chemische Fabrik, um eben jenes Wachs nachzubilden bzw. "zu verbessern"?
    Um uns aus dem Dilemma der Wachsverfälschung zu befreien, hilft nur: Weg vom gekauften Wachs bzw. Mittelwänden und eigenen Wachskreislauf (-strecke) aufbauen. Die Wachsumarbeiter müssen es an ihren Umsätzen merken, es muß ihnen richtig weh tun!


    Oh wie wahr! Zumindest denen die betrogen haben muss es richtig weh tun !

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Würde man sich um ein synthetisches Wachs bemühen, dass dafür entwickelt wurde, bei genau definierter und überprüfbarer Zusammensetzung sowie niedrigen Kosten, problemlos für die Bienen und die Honigqualität zu sein, wäre man sicher schon einen guter Schritt vorangekommen. Irgendwelche angereicherten Rückstände (die ja selbst im "Bio-Wachs" zu finden sind, wenn das erstmal einen oder gar mehrere Durchläufe hinter sich hat, was ich daher eher als "Abfallprodukt aus Bio" bezeichnen würde) wären dann auch kein Thema mehr.


    Aber genau das macht doch den großen Unterschied von Bienenwachs zu irgendwelchen künstlichen Stoffen sichtbar. Bienenwachs nimmt Giftstoffe auf und die meisten werden dabei auch noch sehr stark festgehalten weshalb sie den Honig zum einen reinigen können und zum anderen auch die Schadstoffe speichern. Klar gibt es Gifte die auch sehr flüchtig wieder austreten und in den Honig zurück gehen, aber kann das künstliche Wachs da dann mithalten und hat es auch diese Eigenschaften?

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Die Wachsumarbeiter müssen es an ihren Umsätzen merken, es muß ihnen richtig weh tun!


    Hi,


    so nachvollziehbar dieser Gedanke auch ist, im Endeffekt kommt der Ball wieder zu uns zurück.
    Den Preis zahlen am Ende wieder die Imker. Der Handel wird die Kosten, plus Gewinnspanne, aufschlagen.
    Stell dir mal vor Du musst bei jedem Wachs was abgegeben wird eine Analyse mitliefern. Wie sollen die ganz kleinen Imker das machen?
    Wachs selber umarbeiten ist nicht mehr erlaubt da entsprechende Zertifizierungen fehlen. Was passiert dann?
    Am Ende hat immer der Imker die Kosten und die Folgen zu tragen, egal was entschieden wird.
    In meinen Augen wäre es erheblich besser wenn man in nachgewiesenen Fällen öffentlich Roß und Reiter nennt und nicht jedesmal versucht sowas unter den Teppich zu kehren. Dann merkt genau der Händler die Folgen seines Schaffens. Denn er wird nicht nur weniger Wachs verkaufen, sondern auch die anderen Produkte werden nicht mehr so gefragt. Anders herum sollte man auch mal seine Händler nennen dürfen mit denen man zufrieden ist und lange Geschäfte acht, das kann vielen Jungimkern helfen.


    Gruss Joachim

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  • Hallo Reiner,

    Zitat

    Na, das ist ja mal ziemlich um die Ecke gedacht und schafft mehr Probleme als damit gelöst werden sollen. Das kann ich ich mir nicht vorstellen.


    Sorry, aber genau so zeigt sich momentan unsere EU, bei denen kann ich mir leider noch viel schlimmere Dinge vorstellen.
    Aber wollen hoffen, daß es nicht so weit kommt.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hi,


    das wäre ja ein mögliches Szenario. Man kann nie wissen was beschlossen wird um die Kunden vor sowas zu "schützen".


    Stell dir mal vor das Wachs nur noch mit Zertifikat gehandelt und genutzt werden darf. Da Lebensmittel im Spiel sind, wäre das


    durchaus im Rahmen des möglichen und unseren Bürokraten zuzutrauen.


    Gruss Joachim

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Wilhelmshaven () aus folgendem Grund: vergessen

  • Hallo Reiner,


    Sorry, aber genau so zeigt sich momentan unsere EU, bei denen kann ich mir leider noch viel schlimmere Dinge vorstellen.
    Aber wollen hoffen, daß es nicht so weit kommt.


    Ja, man bekommt schon eine milde Paranoia von dem ganzen Wirrwarr. Hier wäre es aber wirklich die Umkehr der Last. Die Imker werden durch Wachsverfälschung beschxxxen und dazu verurteilt ihr Wachs (als Ur-Erzeuger!) nur noch verarbeiten zu dürfen wenn sie sich zertifizieren lassen. Wäre ein besonders seltsames Rechtsverständnis. Hoffentlich funktionieren dann die Imkerverbände!


    Gruß
    Reiner

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Wenn, wenn ... dann sinken halt die Kosten für die dann viel öfter durchgeführten Tests, die Preise für CAM (echtes Bienenwachs) steigen auf normales Niveau [reines 'echtes' Bienenwachs im Großhandel zB. für die Pharmaindustrie kostet mehr als was Imker für Mittelwände hinlegen, warum nur ...] und der Honigpreis steigt.


    Imker sind sobald sie Honig nicht selbst konsumieren sondern regelmäßig verkaufen Unternehmer. Ja, auch kleine Hobbyimker. Und wer ein Lebensmittel produziert für den Markt und nicht nur für sich selbst, für den gelten Spielregeln und klar die müssen Sinn ergeben und auch in einem gewissen Verhältnis stehen ... Wer mal ehrlich nachrechnet was jemandem mit ein paar Völkern die Produktion eines Kilo Honigs kostet (nebenbei kommt der dann drauf dass die meisten den Honig unter den Entstehungskosten verkaufen ...) der kommt dann drauf, dass so eine vielleicht alle paar Jahre (Sammelprobe sobald genügend Wachs zum umarbeiten angefallen ist) anfallende Probe von den Kosten her nicht wirklich einen großen Kostenfaktor darstellen würde. Wieso Wachs, dass von einem selbst stammt und im eigenen Betrieb benutzt wird zertifiziert sein soll, erschließt sich mir aber nicht ... Verkauf ist etwas anderes. Wer weiß vielleicht kommen wir ja mal so weit dass die Lebensmittelkontrolleure nicht mehr nur Honig untersuchen, sondern dass die auch zu den Völkern gehen und Wachsproben ziehen werden.


    Und Wachs ohne gute Untersuchung wäre halt Kerzenwachs. Die "jetzige" Situation empfinde ich als deutlich schlimmer und finanziell kostspieliger als ein System das auf kostenpflichtigen Untersuchungen aufbaut. Und das sage ich obwohl ich absolut kein Freund von mehr Staat bin, im Gegenteil ... ich wäre ja dafür dass zuerst einmal die Bieneninstitute und die Vereine hier tätig werden und Mystery Shopping Europaweit betreiben. Einkaufen, untersuchen lassen und Ergebnis veröffentlichen. Ala Stiftung Warentest ... Testen, Veröffentlichen und dann die Imker mit den Füßen abstimmen lassen. Papa Staat kommt dann irgendwann mal an die Reihe, wenn wir versagt haben ... derzeit schaut es leider danach aus, aber das kann man ja ändern. Markus hat nicht unrecht mit seiner Forderung, dass gesetzlich klipp und klar definiert wird, dass Bienenwachs ausschließlich von Bienen geschwitztes Wachs ist. Das ist aber halt etwas anderes wie alles muss zertifiziert sein.


    Ich kann nur für mich sprechen, aber "ich" werde sicher kein Wachs mehr kaufen, bei dem nicht eine volle Untersuchung vorliegt. Also ein Wachs bei dem nur die Rückstandsanalyse und der Gesamtkohlenwasserstoffgehalt vorliegt, wird sicher nicht mehr gekauft. Und zwar egal ob da etwas gesetzlich geregelt, vorgeschrieben oder sonst etwas wird oder nicht wird.

  • Wieso Wachs, dass von einem selbst stammt und im eigenen Betrieb benutzt wird zertifiziert sein soll, erschließt sich mir aber nicht ... Verkauf ist etwas anderes. Wer weiß vielleicht kommen wir ja mal so weit dass die Lebensmittelkontrolleure nicht mehr nur Honig untersuchen, sondern dass die auch zu den Völkern gehen und Wachsproben ziehen werden.


    Hi,


    wenn das Inverkehrbringen nur mit Zertifikat erlaubt ist, muss auch das selbst erzeugte Wachs zertifiziert werden.


    Und Wachs ohne gute Untersuchung wäre halt Kerzenwachs. ... ich wäre ja dafür dass zuerst einmal die Bieneninstitute und die Vereine hier tätig werden und Mystery Shopping Europaweit betreiben. Einkaufen, untersuchen lassen und Ergebnis veröffentlichen. Ala Stiftung Warentest ... Testen, Veröffentlichen und dann die Imker mit den Füßen abstimmen lassen. Papa Staat kommt dann irgendwann mal an die Reihe, wenn wir versagt haben ... derzeit schaut es leider danach aus, aber das kann man ja ändern. Markus hat nicht unrecht mit seiner Forderung, dass gesetzlich klipp und klar definiert wird, dass Bienenwachs ausschließlich von Bienen geschwitztes Wachs ist. Das ist aber halt etwas anderes wie alles muss zertifiziert sein.


    Ich kann nur für mich sprechen, aber "ich" werde sicher kein Wachs mehr kaufen, bei dem nicht eine volle Untersuchung vorliegt. Also ein Wachs bei dem nur die Rückstandsanalyse und der Gesamtkohlenwasserstoffgehalt vorliegt, wird sicher nicht mehr gekauft. Und zwar egal ob da etwas gesetzlich geregelt, vorgeschrieben oder sonst etwas wird oder nicht wird.


    Da bin ich absolut bei Dir. Es muss ganz klar öffentlich gemacht werden, dann können die Imker entscheiden wo sie einkaufen und der Händler muss sich überlegen ob sich das Panschen lohnt.


    Leider werden vermutlich die Institute und auch der DIB wieder mal untätig bleiben und irgendwann wird sich Papa Staat einmischen. Und da kommt dann sehr selten die Vernunft zum tragen.


    Gruss Joachim



  • Darum ging es mir nicht, sondern um den Eigengebrauch. Also Hobbyimker hebt über Jahre sein Wachs auf bis genügend für die Umarbeitung da ist, lässt umarbeiten und benutzt dann die Mittelwände die aus seinem eigenen Wachs hergestellt wurden, in seinem eigenen Betrieb. Da gibt es keine Veräußerung.