Versuche mit Paraffin Mittelwänden

  • *Ironieknopf*


    Bei Aldi-Süd undAldi-Nord gibts gerade "Mittelwände" mit 25% Bienenwachsanteil.


    Das kommt doch dann fast an die genannten osteuropäische/russische Ware ran. ;)


    Oder will da jemand "Wachs" loswerden, das unter den Imkern keiner mehr kauft? :P

    Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel.

  • *Ironieknopf*


    Bei Aldi-Süd undAldi-Nord gibts gerade "Mittelwände" mit 25% Bienenwachsanteil.


    Sooo ironisch find ich das garnicht...
    ...will nicht wissen wieviel davon über die Wachsrückgabe in den Kreislauf kommt...:confused:


    Wie will irgendein Umarbeiter kontrollieren, was er so von den ganzen Imkern, die Wachs zu Ihm bringen untergejubelt bekommt...?!?

  • Hallo,


    was ist eigentlich in den "Bienenwachs Pastillen" die es überall gibt ?


    Beim Imkereibedarf gibt es für "Altwachs+3€",
    diese schönen, sauberen, gelben, duftenden "Bienenwachs"-Pastillen ....


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.


  • diese schönen, sauberen, gelben, duftenden "Bienenwachs"-Pastillen ....


    GdBK


    tja, sowohl als auch oder was ganz anderes. Bei seinen Sammelzügen hatte der Drohn meines Wissens das teuerste und zugleich beste Wachs in dieser Form angeboten bekommen. Zugleich gibt´s aber auch gerade für Kerzenwachs gerne einen extra Schuss an Streckmittel.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Der nächste Vereinskollege ist betroffen. :evil:


    Waben sacken zusammen.



    Die Zellen ziehen sich oval nach unten.



    Tote Brut mit ausgestrecktem Rüssel.



    Tote Bienen mit ausgestrecktem Rüssel.



    Das ehemals sehr starke Bienenvolk schrumpft und schrumpft, die Bienenmasse nimmt gerade sehr stark ab. Die erste untere Brutzarge war wohl noch in Ordnung. Erst als die zweite Zarge mit den mutmaßlich gepanschten Mittelwänden aufgesetzt und eingefüttert wurde, begann das Spiel. Anscheinend konnten die Bienen zuvor gegen den Bienenschwund anbrüten (sie hatten sehr viel Brut). Jetzt, wo die Winterbienen gefragt sind, sind keine da. Der Verlust überwiegt die Nachkommen.

    Dem Bien folgen, heißt, den richtigen Weg wählen.

  • Hallo Bienenfreunde
    Es ist ja erschreckend wen man das alles liest. Ich habe mir extra Kunststoffwaben gekauft, auf die ich ja Bienenwachs auftragen muß.
    Bei den ersten habe ich ja noch eigenes Bienenwachs aufgetragen, aber für die nächsten habe ich Wachspillen aus dem Internet gekauft, da noch kein eigenes da war.
    Das kann ich da wohl nun vergessen, schade.
    Also weiter Holzrahmen und Anfangsstreifen, was für ein Honigverlust, aber nicht zu ändern.
    Dann also auf ein Neues - Altes.
    Gruß Siegfried

  • Hallo Bienenfreunde
    Es ist ja erschreckend wen man das alles liest. Ich habe mir extra Kunststoffwaben gekauft, auf die ich ja Bienenwachs auftragen muß.


    Also weiter Holzrahmen und Anfangsstreifen, was für ein Honigverlust, aber nicht zu ändern.
    Dann also auf ein Neues - Altes.
    Gruß Siegfried


    Hallo Bienensiggi, statt Kunststofwaben und|oder Natuurbau an
    Anfangsstreifen könnst du auch bauen lassen auf gebrauchte
    Mittelwänden ! Wieso !
    Ich entferne dreijährige Waben bis auf die Mittelwänden
    mit Hilfe von eine elekrisch Brotmesser von 'Mouli' aus 1976.
    Nächstes Frühjahr, also in Mai, sollen die Bienen drauf bauen.
    Es ist ein Experiment. Machtst du mit ?
    Ich üb jetzt in 'rasieren' von Waben ohne Beschädigung zu verursachen von das 'Grundplan' von das Cellenraster zwischen die 4 Seiten von jeder Bienenrähmchen. Bijziend:u_idea_bulb02:


    P.S. Wisst du vielleicht ein besseres Gerät um die Wabe bis auf
    Mittelwand zurück zu schneiden oder zu sägen ?.

  • Hallo Bijziend,
    Gerdes und auch andere gehen ähnlich vor. Allerdings nur mit Waben aus dem Honigraum!
    Einige nutzen einen gebogenen Metallstreifen, auf dem das Rähmchenholz aufliegt, ohne das die Mittelwand beschädigt wird.
    Leider finde ich gerade kein passendes Bild - kann ja jemand ergänzen.
    Die Vorteile sollen sauberes Wachs sein, da die Zellen ja aus ausgezogenem Mittelwandwachs, aber auch aus ausgeschwitztem Wachs bestehen.
    Abgehobelte Waben im Honigraum sollen/können sich auch wohl positiv auf den Wassergehalt auswirken - zumindest im Vergleich zu ausgebauten Waben.


    Bei Brutwaben würde ich es aber lassen. Den Zellboden bekommst du eh nicht sauber. Drei Jahre sammelten sich Umweltgifte im Wachs an. Ich glaube da gibt es bessere und effektivere Möglichkeiten.

  • Ich möchte daran erinnern, das meine Frage expliziet auf Parraffin abgegolten hat.
    Wie Bernhard schin schreibt, scheint Parrafin den Bienen recht egal zu sein. Im Imkerfreund sind von Bioziden die Rede, da wäre es recht wichtig zu wissen, wie diese in das Wachs kommen.

  • Paraffin ist nicht gleich Paraffin. Es gibt Fälle mit 100% und die Brut schlüpft ohne Probleme, im Gegenzug gibt es aber auch Fälle die liegen bei +-18% und die Brut zeigt Schäden.
    Selbst wenn hier Versuche gemacht würden, müsste man diese für sämtliche Paraffinvarianten durchführen um dann sagen zu können wie z.B. Weich- oder Hartparaffin reagieren. Aber dabei gibt es dann noch unzählige qualitative unterschiede und es muss nur 1 mal das falsche Zeug geliefert oder von den Fälschern aufgrund dem günstigeren Preis eingesetzt werden werden und schon knallt es.
    Die Wissenschaftler sind hier noch etwas ratlos und versuchten dem Problem schon vor Jahren auf den Grund zu kommen -leider ohne Ergebnis.
    Ich kenne eine Studie die besagt, dass rückstandbelastetes Wachs, welches mit Paraffin gestreckt wurde, eine bessere Schlupfrate aufwies wie das ungestreckte. Da könnte man sogar meinen durch Paraffin werden die Völker besser ^^


    Daher, ist es unmöglich einen Versuch aufzubauen und davon dann auf sämtliche Paraffinbeimischungen abzuleiten. Zumal es selbst hier noch Tricks geben soll, dass man die Paraffinmenge durch Fettsäurenbeigabe wieder auf eine ansehnliches Level bekommt und es schwer wird dies nachzuweisen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Eben! Das Problem ist doch momentan, dass man nicht weiß womit genau das Bienenwachs gestreckt wird.
    Dabei geht der "Fälscher" ja auch in erster Linie so vor, dass es dem Käufer möglichst wenig auffällt, nicht so dass die Bienen am besten mit klar kommen.
    Würde man sich um ein synthetisches Wachs bemühen, dass dafür entwickelt wurde, bei genau definierter und überprüfbarer Zusammensetzung sowie niedrigen Kosten, problemlos für die Bienen und die Honigqualität zu sein, wäre man sicher schon einen guter Schritt vorangekommen. Irgendwelche angereicherten Rückstände (die ja selbst im "Bio-Wachs" zu finden sind, wenn das erstmal einen oder gar mehrere Durchläufe hinter sich hat, was ich daher eher als "Abfallprodukt aus Bio" bezeichnen würde) wären dann auch kein Thema mehr. Man hätte also ein "genormtes Produkt" in prüfbarer Qualität mit dem man sicher arbeiten könnte. Ob sich das bei "für sachliche Argumente oft weniger zugänglichen, ideologisch geprägten Bienenhaltern" durchsetzen kann steht sicher wieder auf einem anderen Blatt...
    Wo soll sonst nachvollziehbar das ganze benötigte "echte" Bienenwachs herkommen? Da bleibt doch sonst nur der Naturbau/eigene Wachsstrecke, was vielen zu aufwendig sein wird. Alles andere halte ich für recht naiv.