Jetzt noch Honig :-(

  • Vielleicht ja doch: Ich hab ja das gleiche Problem wie Heike und Frank, und wenn die Völker jetzt keinen Platz haben um Winterbienen zu erbrüten, wann denn dann? Die ungetrübte Freude ('Glückspilze!') über ein paar gesparte Kilo (Bio)-Zucker teile ich jedenfalls ...eher nicht. Wenn ich Pech hab, verliere ich deswegen einen ganzen Stand Jungvölker. Leerwaben stecken hab ich oben geschrieben. Platz schaffen. Brutnest entlasten. Was wär denn in Deinen Augen ein gelungener Beitrag? Ironiefrei, aseptisch und mit kindergeburtstagstauglichem Humor? Kann ich nicht, will ich nicht, mach ich nicht. Ich meine es nie böse, und wer als drei meiner Posts gelesen hat weiß das auch. Nie. Hat sich bislang auch noch nie einer bei mir beschwert, weder öffentlich, noch als PN. Also keiner außer Dir. Das ist Dein Haus hier, Du machst die Regeln. Ich werd mich ganz sicher dran halten! Aber wenn es keinen Spaß mehr macht zu schreiben, weil ich mir vorher schon alle möglichen Befindlichkeiten und Interpretationsweisen überlegen soll, ....dann kann ich das vielleicht nüscht.


    Also Stefan, schaff Deinen Mädels Platz, sonst gibt es keine Winterbienen und Du hast im nächsten Jahr leer Kisten und guckst ganz traurig. Aber Du hast dann wenigstens viel mehr Zeit.


    Beste Grüße & nix für ungut,
    Ralf



    Hallo Ralf, kein Thema ich hab das schon gut verstanden. Wenn ich der Sparfuchs wäre hätte ich mich nie zu Bio entschieden. Gefreut hatte ich mich nicht über den Zuckerüberschuss. Werd morgen eine Völker öffnen und "gerecht" verteilen. (Danke für den Hinweis)


    Gr. Stefan

  • Ich spiele im Moment Wabentetris. Ich habe pro Volk nur ca 6 Kg eingefüttert als Anfang august nichts reinkam. Im Moment habe ich Stände die den ersten HR voll haben könnten und welche die leer wären.
    So wird der eingetragene Honig von einigen Ständen zur einfütterung von anderen Ständen verwendet. Klappt bis jetzt ganz gut. im Schnitt sind wir bist jetzt bei 13 Kg Futter pro Volk

  • Immer diese Extreme!!!
    Bei uns hier im NO Brandenburgs ist alles trocken wie in der Wüste und das schon seit Wochen die meisten kleinen Seen und Tümpel sind ausgetrocknet und so ging es auch den Bienen.
    Wir und auch die meisten Kollegen mussten noch mal ordentlich Futter nachbestellen. Das, was oben reingekippt wurde haben sie unten gleich wieder verbraten:evil:
    3 bis 4 Wochen nach der ersten Futtergabe von 15 kg hatten viele Kästen wieder 20 -22 kg Gesamtgewicht (Endgewicht bei uns 36-38 kg)
    Das war echt nicht lustig so viel Futter haben wir noch nie gebraucht. Aber jetzt sehen sie alle gut aus und Regen gab es noch immer nicht bei uns:cry:

  • Hallo


    auch hier bei uns gibt es zur Zeit volle Tracht, im Angebot ist ein Feld mit Senf was voll blüht und ein 2. Feld was anfängt zu blühen. Zusätzlich gibt es noch ein Buchweizenfeld was auch in Blüte steht und von irgendwoher bringen sie auch Phaceliapollen und es sind auch noch weitere Felder mit ähnlichen Mischungen ausgesät worden. Der Futterstand bei den meisten Völker ist ohne mein Zutun zu hoch.


    Mir stellt sich jetzt auch die Frage, ob man tatsächlich nochmal bei den stärksten Völkern einen halben HR draufsetzten sollte, was aber völlig gegen die Norm wäre. Die Völker brauchen tatsächlich Platz für Brut und ob sie dann auch den Honig umtragen, ist dann auch noch die Frage. Wann ändert sich das Wetter ? Also ich weis auch nicht richtig was ich machen soll, hier ist tatsächlich guter Rat teuer.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • ...halben HR draufsetzten sollte, was aber völlig gegen die Norm wäre. Die Völker brauchen tatsächlich Platz für Brut und ob sie dann auch den Honig umtragen, ist dann auch noch die Frage. Wann ändert sich das Wetter ? Also ich weis auch nicht richtig was ich machen soll


    Bei uns im IV herrscht die Meinung: Was bis September nicht erbrütet wurde, können die Völker im September oder - gar jetzt hier: im Oktober! - nicht mehr aufholen. Das gilt i.ü. auch in Bezug auf den Varroa-Schädigungsgrad des betroffenen Bien.
    Mag sein, daß in diesem Jahr durch die überdurchschnittlich hohen (v.a. Nacht-) Temperaturen dieses Zeitfenster für das Erbrüten des entscheidenden Grundstockes an Winterbienenbestand größer war als sonst. Aber jetzt noch nennenswerte Winterbienenzahlen erbrüten zu lassen, ist m.E. eine völkergefährdende Illusion. Dann besser Brutfreiheit zur Restentmilbung nutzen und Völker zusammenlegen zur notwendigen Populationsgröße.

  • Krass was bei euch so abgeht. Bei uns is alles Ruhig und vor allem staubtrocken. Verblüffend wie groß die Unterschiede sind. Viele schreiben hier vom Springkraut, das ist bei uns seit 3 Wo durch. Da stehen nur noch paar abgehalfterte Halme in der Botanik rum. Dad einzige was hier noch bissl beflogen wird ist Jap. Staudenknöterich, welcher heuer aber nicht sonderlich stark Honigt. Bissl Phaceliapollen hab ich an einem Stand auch, allerdings kann ich im Umkreis von 2-3km nirgends Phacelia finden???:confused:


    Da kann ich echt froh sein das an meinen Ständen nicht mit Senf und dergleichen rumgeeiert wird.

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Verhonigte Brutnester sind doch harmlos. Die Winterbienen sind schon größtenteils geschlüpft. Und bis nächstes Frühjahr machen die Bienen schon wieder Platz für die Brut.


    Ich bin auch nicht sicher, ob die Landwirtschaft hier als Verursacher taugt. Verhonigte Brutnester um diese Zeit gibt es auch in Landschaften ohne Felder.


    Und warum sollten die Bienen mit dem späten Trachtangebot nicht klar kommen? (Sehr) späte Tracht im September gibt es in Waldgebieten schon immer. Und die Bienen sind über lange Zeit damit klar gekommen (Biene = Waldtier). Könnte es nicht so sein dass die modernen auf maximalen Honigertrag gezüchteten Bienen ohne Sinn und Verstand Honig eintragen?

  • Hallo Flanitz,


    über die wild lebenden Bienenvölker wissen wir nicht viel. Und wenn die im Frühjahr nicht mehr am Leben sind merken wir es noch nicht einmal. Das Sterben gehört in der Natur dazu, und deshalb gibt es auch mehr als einen Schwarm.


    Gruß
    Ulrich

  • Verhonigte Brutnester sind doch harmlos...


    Ich finde auch, dass ihr das vielleicht zu negativ seht! Ich hatte auch schon Senffelder direkt vor dem Stand und deswegen keine schlechteren Überwinterungen.


    Kritisch wird es erst, wenn es im November sofort frostig wird und die Bienen auf den vollen Waben sitzen bleiben. Dagegen wird in einem milden Winter ohne wirkliche Brutpause das Futter einfach wieder verbraucht... Und wer weiß schon wieviele Völker aus Unwissenheit immer überfüttert werden.


    Gruß Jörg

  • Moinsen Jörg,


    hier gibt es Senffelder schon seit Jahren. Bisher war es immer so, dass man entweder weniger einfüttern musste oder halt spät den Rest des Winterfutters gegeben hat. Nicht umsonst schreibt ja Werner Gerdes in seinem Buch (der nur rund 30 km von mir weg wohnt), dass er bis Ende September den Winterfuttervorrat bei rund 10 Kilo hält und erst dann den letzten Rest gibt. Das hat bisher auch immer gut funktioniert. Letztes Jahr z. B. musste ich trotz der gleichen Menge an Senffeldern 25 Kilo / Volk füttern um auf die gewünschten 20 zu kommen. Aber dieses Jahr ist es extrem anders. Auch meine Imkerkollegen haben so etwas noch nicht erlebt. Ich finde, es ist auch etwas anderes, wenn man späte Läppertrachten / Waldtrachten von vor 100 oder 200 Jahren mit diesen Massenfrühjahrstrachten vergleicht. Wir haben hier mehr Senf als Raps. Dieses Jahr passt halt das Wetter da noch zu.


    Woher die Pflanzen allerdings die Feuchtigkeit beziehen ist mir schleierhaft. Gestern kam auch noch Wind dazu und auf den Feldern sah es aus wie in der Wüste. Überall Sandstürme. Alles trocken und wir haben hier nur Sandböden (daher auch kein Raps). Letzte Nacht dann der erste nennenswerte Regen seit fast zwei Monaten. Ab Dienstag sollen es dann wieder 18-20 Grad werden. Ich bin gespannt.


    Gruß
    Frank

  • Naja, was soll denn jetzt paasieren?


    - die Völker werden zu stärkerem Brutansatz gereizt, können aber aus Platzgründen nicht, schwärmen würde ich ausschließen -> werden dieses jahr noch einmal etwas stärker in Brut gehen.
    - Brutnester verhonigen maximal -> Winterbienen sind bereits da, arbeiten sich an der Tracht stärker ab
    - bei plötzlichem anhaltenden Frost werden sie ungünstig auf vollen Futtterwaben, anstatt auf Leerwaben im Zentrum sitzen


    Unter dem Strich bleibt m.E. ein gewisses Risiko für die Überwinterung, Durchfall, stärkerer Bienenabgang. Also nichts Ungewöhnliches.


    Gruß Jörg, locker zurückgelehnt

  • Hallo Ribes


    das sehe ich auch so wie du, das die Völker jetzt kaum noch Winterbienen erzeugen und mit dem Platz schaffen meinte ich eher für die Überwinterung. Alle Völker sind sehr stark. Aber wie Jörg schreibt müssen sich die Bienen kümmern, bzw zurecht kommen. Also ich werde keinen HR mehr draufsetzen und das Volk mit dem Gewicht von 7 kg plus werde ich besonders beobachten. Es fängt bei uns gerade an leicht zu regnen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moinsen,


    also meine Völker hatten 10 Kilo plus, als sie den HR bekommen hatten. Eine Woche später dann 20 Kilo plus. Wenn das alles im Brutraum gewesen wäre, hätten die nichts mehr an Platz gehabt. Bleibt halt die Frage, ob die bei nicht freien Waben überhaupt 10 weitere Kilos geholt hätten?!? Sprich, ob der neue Platz zum sammeln anregt.


    Gruß
    Frank

  • Hallo Frank


    der leere HR war ganz bestimmt ein Anreiz für die Bienen, die Waben zu füllen. Da ich aus dem Jahr 2014 diese Trachtflüge auch kenne, die aber auch einen sehr großen Flugbienenverlust bedeuten, wenn er bis in den Oktober anhält, bin ich eigendlich froh, das ich den Gedanken mit dem HR wieder verworfen habe.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)