Holz, Holzverarbeitung und Haltbarkeit

  • Moin Zusammen,



    auf meiner Entdeckungsreise was Beutensysteme angeht, komm ich nun an den Punkt wo es um die Qualitaet
    und Langlebigkeit von Holzbeuten geht.


    Ich habe bisher nichts direktes gefunden im Forum, daher denke ich ist ein dedizierter Strang hierzu ganz Sinnvoll


    Neben den verschiedenen Beutenhoelzern, allen voran Weymouthskiefer, werden ja grade für Böden und Bruträume auch gerne andere Gehölze verwendet.
    Weiter gibt es ja auch etliche Wege eben diese Bäume in Zargen zu verwandeln.



    Die Bretter gibts als Leim- oder Vollholz.
    Die Zargen werden gespundet, geklebt, geschraubt oder gezinkt.


    All dies hat offensichtlich Vor- und Nachteile in der Haltbarkeit und genau hierzu würden mich eure Erfahrungen interessieren.


    Erzählt doch einfach mal ein wenig über euer Holz und dessen Haltbarkeit. und ergaenzend vielleicht noch die Oberflaechenbehandlung.


    Dankeschön!

  • Hallo Alleine,


    was willst du denn genau wissen? Dir umfängliches Wissen über Holz hier in einem Forum rüber zu bringen... das haben manche als Beruf gelernt oder studiert und Bücher drüber geschrieben. Das sprengt den Rahmen, auch ist im Forum schon viel darüber geschrieben worden.


    Bei konstruktiven Holzschutz kannst du eigentlich nichts falsch machen, außer eben den konstruktuiven Holzschutz (Dach, von unten trocken...)
    Bei Freiaufstellung kommt es auf deine Ansprüche (optisch, Dauerhaftigkeit) an und auf den konstruktiven Holzschutz (Dach mit ordentlich Überstand, Unterbau, raus aus der Spritzwasserzone...)
    Für den Boden, wenn er längerer Feuchtigkeit ausgesetzt wird, entsprechende dauerhafte Hölzer, für die Zargen ist es Religion.
    Leim, Holzverbindungen sind ein ebenso weites Feld und es kommt drauf an, wie lange deine Beuten halten sollen, ich denke, nach 20-30 Jahren gehören sie langsam mal ausgetauscht.


    Schau dir mal Beuten bei Imkern an, die jahrelang in Gebrauch sind und was derzeit bei den Händlern rum steht (vielleicht nicht gerade die "Sibirische Linde") das hat sich bewährt.


    Ich würde auch gern die absolut geniale Beute entwickeln, Patent drauf anmelden und davon leben... aber ich hab schon die Finger davon gelassen, als ich die ersten Zahlen der Kalkulation hatte, was nutzt eine Beute, die ewig hält, aussieht wie ein Palast, aus besten FSC zertifizierten Holz mit Bio-Leim und V4A-Schrauben ist, in denen sich die Bienen noch wohler fühlen als in allen anderen Systemen, die sich bei anklopfen elektromechanisch (natürlich mit Solarstrom) öffnet und die Königin sich per App stündlich mit Gesundheitsdaten und Legeleistung beim Imker meldet, wenn die so teuer ist, das die keiner kauft und die nicht mal die Chinesen kopieren wollen? (Imker haben Stacheldraht in der Hosentasche)


    Du mußt da sowieso Kompromisse machen, die Eierlegendewollmilchsau gibt es auch bei Beuten nicht, oder du läßt dir diese beim Tischler/Schreiner deines Vertrauens bauen und ärgerst dich dann, das es doch nur ein Kompromiss war, weil du ja nicht alles im Forum erfahren hast.


    Ich hab mir meine ersten Beuten auch beim Händler gekauft, alle anderen dann selbst gebaut, nachdem ich etwas Erfahrung hatte und finde die immer noch gut, obwohl es bestimmt noch besser ginge.


    Bei konkreten Fragen mal im Forum suchen oder konkret fragen!

  • http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=13637&p=147210#post147210


    Hallo Silicium!


    Dieses Thema hatte wir schon ein paar mal.


    Ich bin seit 1991 Imker und habe bisher keine einzige Zarge wegen Fäulnis wegwerfen müssen. Meine Zargen sind aus Fichtenholz, mit D3 Leim geleimt und geschraubt. Die äußere Oberfläche ist mit pestizidfreiem Holzschutzmittel gestrichen, aber wie im Link angeführt hat das überhaupt nichts mit der Haltbarkeit zu tun.


    Irgendwo im Netz habe ich einmal ein Foto gesehen, da ist durch eine weggeworfene Zarge ein riesen Baum durchgewachsen, soviel zur Lebensdauer und diese Zarge war sicher nicht vor Nässe und gegen Bodenbakterien geschützt.


    Eine konstruktiv geschützte Zarge überlebt den Imker um Jahre.


    MfG
    Honigmaul

  • hmm, ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, das Leimholz was der witterung ausgesetzt wird, laenger als 5 Jahre haelt.
    Es geht ja au gar nicht ums Faulen sondern eher darum dass das Holz reisst und sich extrem verzieht.


    In dem Thread von dir wird das leider auch nicht wirklich behandelt.


    Ich halte das jetzt auch nicht fuer zu detailliert wenn man mal die Verarbeitung seiner Beuten aufzaehlt und mit der Lebensdauert vergleicht.
    Grade im Vergleich zwischen Voll und Leimholz muss sich doch ein gewaltiger Unterschied bemerkbar machen wenn die Beute draussen steht.

  • hmm, ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, (...) In dem Thread von dir wird das leider auch nicht wirklich behandelt. (...) Grade im Vergleich zwischen Voll und Leimholz muss sich doch ein gewaltiger Unterschied bemerkbar machen wenn die Beute draussen steht.


    Du weißt garnicht, wovon Du sprichst, das macht sinnvolles Antworten unmöglich. Was ist denn für Dich 'Vollholz'? - Eine vom Biber aus einem einzigen Stamm herausgenagte Zarge? Wird spätestens bei 12er Dadant Bruträumen schwierig. Oder ist verleimtes Holz generell schon 'Leimholz'? Oder erst Dreischichtplatten? Oder Sperrholz? Span- und MDF?


    Das gleiche Faß könnte ich bei den Eckvebindungen aufmachen.


    Konkretisier doch mal Deine Frage, tipp die sich dann herauskristallisierenden Schlagwörter in die Suche oben und wenn Du nach Weihnachten mit dem lesen durch bist und noch Fragen bleiben, dann bitte, frag.


    Nix für ungut,
    beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Leimholzbretter sind Bretter welche aus mehreren Einzelteilen zusammengeklebt werden, das ist billiger als grosse dicke Baeume zu verarbeiten um groessere Bretter zu erhalten.
    Vollholz ist ein Brett was aus nur einem Stueck Holz besteht.


    Diese teile werden dann ueber verschiedene (Eck)-Verbindungen zu einer Zarge zusammengebaut.


    Mit interessiert wie gesagt die Haltbarkeit von Gehoelz, Bretterart (voll/leim) und Verbindung der ecken zur Zarge.

  • Leimholzbretter sind so gut wie sie verleimt sind: Einmal entscheidet die Qualitat des Leims (D3,4...) und dann wie und ob die Verleimregeln eingehalten sind (Kern an Kern, Splint an Splint...) und wenn das alles stimmt, isses besser als Dein 'Vollholz', weil die Spannungen weg sind. Wenn es nicht so gut gemacht ist, ist es immerhin noch billiger als ein Brett in 30+cm Breite, und wenn es nich grade durchlaufende Lamellen sind ist es auch potentiell unendlich lang, bzw. beliebig und ohne Verschnitt stückelbar.


    Die Eckverbindungen.... weites Feld. Kommt sehr auf die Möglichkeiten an, handwerklich und und von der maschinellen Ausstattung. Nut+Feder geschraubt und verleimt sind mein Favorit. Geht blitzschnell, hält ewig und der winklige Zusamenbau ist ohne Zwingen und andere Hilfsmittel ein Kinderspiel.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Dooooch, das Baumarkt-Holz hält der Witterung recht gut stand, aber man sollte dann Edelstahlschrauben nehmen - die normalen reißen nach ein paar Jahren ab.
    Wir haben auch alle Rähmchen verschraubt - das bringt gewaltig was im Vergleich zu früher mit der Hebelei, wo man dann gern mal mit dem OT in der Hand stand....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen