Umwohnen von DNM auf DNM 1,5 - wie am sinnigsten?

  • Moinsen,


    die Kippkontrolle hat bei mir NIE geklappt, da meine Damen meinten da die Weiselzellen zu bauen wo man nicht mit rechnet. Bei der ersten Kontrolle die Kippkontrolle gemacht, Imkerpate stand daneben und schaute genau zu. Nix zu sehen. Da der Baurahmen damals auch mit gezogen werden mußte und die neugierde auch mitspielte, ins Brutnest reingeschaut...... Mit dem Resultat, dass 3 Weiselzellen schön am Rand in der Mitte der Rähmchen gebaut waren. Hätte ich nur auf die Kippkontrolle wert gelegt, wäre die Damen jede Wette abgehauen. Auch in der Folgezeit waren die Weiselzellen überall nur nicht unten am Rand..... Und ob man nur 11 Waben ziehen muss oder 22 rechnet sich ja schon Zeitmässig ( zumal man ja bei der Schiedmethode auch nicht unbedingt 11 ziehen muss, sondern mal nur 4 oder 5 ).


    Gruß


    Northlight


    PS Noch einmal DANKE an alle :)

  • Bei uns sind die Weiselzellen auch oft an den unmöglichsten Stellen und auch der Baurahmen zeigt nicht immer das richtige Bild was im Volk wirklich los ist.
    Darum ziehen wir auch die Waben im Brutraum zur Schwarmkontrolle. Aber wir ziehen nur alle Waben wenn das Volk in Schwarmstimmung ist.
    Man sieht nach dem ziehen der ersten 3-4 Brutwaben meist schon was so los ist im Volk und wenn alles ok. ist machen wir den Deckel wieder zu.
    Sind damit immer gut gefahren.
    Das Schieden praktizieren wir gar nicht auch nicht im Frühjahr. Wenn die Völker kräftig genug sind wird der Honigraum schnell gefüllt und das komplett bis unten.
    Wir sind der Meinung man braucht keine Großraumbeute wenn man die Bienen dann doch durch das Schied einengt. Aber jeder kann seine eigenen Erfahrungen machen und muss für sich entscheiden welche Bertriebsweise er bevorzugt.

  • Wir sind der Meinung man braucht keine Großraumbeute wenn man die Bienen dann doch durch das Schied einengt.


    Basiert diese Meinung auch auf irgendwelchen Erfahrungen oder ist das einfach eine leer im Raum stehende Meinung?


    Frage ich mal so, rein aus Interesse. Ich sehe da bei mir gewaltige Unterschiede und ich gehe sogar soweit zu behaupten, daß eine 10er Dadant keine "Dadant" ist. Ich habe genug Beweise photographisch festgehalten, um das sicher behaupten zu können. Und eine 1,5 DNM ist in den Möglichkeiten und der Handhabung nur geringfügig besser als das gute alte DNM. Der ganze Umstieg ist nur geringfügig lohnenswert, da weder Handhabung leichter werden, noch sonderlich bessere/schönere/... Völker damit erzeugt werden können. Wo soll dann da der echte Vorteil sein? Einräumig kann man auch ohne Probleme auch normal große DNM führen! Dafür muss man nicht umsteigen.


    PS: Mittlerweile müsste es sich doch herumgesprochen haben, daß der Begriff Großraumbeuten irreführend ist, und es heißen muss: Großwabenbeuten. Denn vom Raum her haben die meisten anderen Beuten mehr Volumen als die als "Großraumbeuten" bezeichneten Typen. Wieviel Volumen haben zwei Segeberger DNM Bruträume? Wie viel eine Segeberger in 1,5 DNM? Eben...

  • Wir imkern seit über 30 Jahren und haben in dieser Zeit viel gelernt und ausprobiert und wie gesagt muss jeder für sich entscheiden wie er seine Völker führen will.
    Ein Kollege von uns schiedet seine Völker im 12er Dadant - wir stehen oft nebeneinander auf den selben Ständen, helfen uns natürlich auch gegenseitig. Aber bessere Erträge oder schönere Völker konnte ich nicht feststellen. Jeder ist der Meinung "Seines ist das Beste" Darum kann man nur hinweise geben und jeder muss es für sich selbst entscheiden.
    Wir haben unseres gefunden und sind damit sehr zufrieden.

  • ...seit über 30 Jahren ....sind ... zufrieden.


    Oh ja. Diese Worte kenne ich nur zu gut. "Seit 30 Jahren" und "ich bin zufrieden". Fehlt nur noch: "funktioniert".


    Na dann will ich euch nicht weiter belästigen; nur hört bitte damit auf, Fehlinformationen in die Welt zu pusten. Das fängt mit "Großraumbeute" an und geht mit "12er mit Schied ist das Gleiche wie eine 1,5 DNM oder wie eine 8-Waben Beute" oder Ähnlichem. Das ist sachlich und fachlich einfach falsch und führt diejenigen, die noch 30 Jahre vor sich haben, auf die falsche Fährte.

  • Guten Morgen Bernhard,


    darf ich dich bitten das folgende etwas genauer auszuführen?


    ... Ich sehe da bei mir gewaltige Unterschiede und ich gehe sogar soweit zu behaupten, daß eine 10er Dadant keine "Dadant" ist. Ich habe genug Beweise photographisch festgehalten, um das sicher behaupten zu können. ...


    Vielen Dank und Grüße!!!!

  • Und eine 1,5 DNM ist in den Möglichkeiten und der Handhabung nur geringfügig besser als das gute alte DNM. Der ganze Umstieg ist nur geringfügig lohnenswert, da weder Handhabung leichter werden, noch sonderlich bessere/schönere/... Völker damit erzeugt werden können. Wo soll dann da der echte Vorteil sein? Einräumig kann man auch ohne Probleme auch normal große DNM führen! Dafür muss man nicht umsteigen.


    PS: Mittlerweile müsste es sich doch herumgesprochen haben, daß der Begriff Großraumbeuten irreführend ist, und es heißen muss: Großwabenbeuten. Denn vom Raum her haben die meisten anderen Beuten mehr Volumen als die als "Großraumbeuten" bezeichneten Typen. Wieviel Volumen haben zwei Segeberger DNM Bruträume? Wie viel eine Segeberger in 1,5 DNM? Eben...


    Dass das effektive Beutenvolumen von der Zahl der Zargen abhängt, war uns schon irgendwie klar. Dass man auch in DNM Völker in einem Brutraum führen kann, auch (mache ich auch so). Dass zwischen DNM und 1,5-DNM kaum ein Unterschied sein soll, ist mir wirklich neu und ich kann es aus der Praxis nicht bestätigen.
    Macht es keinen Unterschied, auf wieviel Zargen man überwintert? Wieviel Waben die Völker bebrüten? Ob man schiedet oder die Völker einfach nur auf einen Brutraum einengt?


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo Imkerfreunde


    ich muß immer wieder staunen wie unterschiedlich die Meinungen zu einem Thema sind. Für mich ist immer der Ertrag wichtig.
    Da möchte ich noch ein paar Gedanken zu Bruträumen DNM, 2 DNM und 1,5 DNM erleutern.
    Führt man ein Volk auf einer Normalzarge, kann man fast den gleichen Ertrag erzielen wie mit den anderen Varianten. Das Problem ist das es unten keine Futterreserven gibt, weil alles voll Brut ist. Wird sehr viel Pollen eingetragen kann sich der Ertrag veringern und bei Schlechtwetterperioden muß immer Honig im HR bleiben.
    Bei 2 Normalzargen als Brutraum wird sehr viel Honig seitlich in beiden Zargen abgelagert, sind die Völker zu schwach, wird sehr viel Honig in der 2. Zarge gelagert. Schlechtwetterperioden überstehen diese Völker unbeschadet und der Ertrag liegt nicht unbedingt höher als bei dem Volk auf einer Brutzarge.
    Bei Völkern auf einer Brutzarge 1,5 DNM, sind die vermeindlichen Nachteile aufgehoben, wenn man darauf achtet, das auf den Brutwaben ein Honigkranz bleibt. Ist das nicht der Fall, dann errichten die Völker ein visuelles Brutnest im HR, was auch bei der Normalzarge der Fall sein kann. Außerdem schwärmen sie schneller. Diese Völker haben bei mir immer eine volle Futterwabe hinter dem Baurahmen und werden in der Trachtzeit auf insgesamt 10 Waben geführt und den Abschluß bildet ein Rähmchen mit einer Spanplatte als Schied, den ich aber nicht zur Begrenzung des Brutnestes auf 4 oder 5 Waben einsetze. Das Schied begrenzt maximal das Brutnest hinter dem Baurahmen und dann die Futterwaben, das ist bei schwächeren Völkern nötig. Bei diesem System erziele ich den größten Ertrag, wenn die Volksentwicklung optimal ist. Ich habe dieses Jahr Rekorderträge erzielt, das lag aber auch am Trachtangebot und am Wetter.


    Deshalb sage ich, man kann in jeder Beute gute Erträge erzielen, aber man muß die Betriebsweise beherrschen und das lernt man nicht von heute auf morgen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Für mich steht weniger der Honigertrag im Vordergrund als eine effiziente und schonende Bearbeitung der Völker.
    Da kommt mir eine einräumige Führung der Völker persönlich mehr entgegen.
    Sowohl die geschiedenen Zadant-Völker, als auch die Zander-Völker hab ich zügiger bearbeitet als die Zweizarger.
    Zügiger heißt auch weniger Stress für den Bien.
    Alleine die Reaktion der Völker auf das auseinanderreißen des Brutnestes bei der Kippkontrolle ist, wenn auch vielleicht eingebildet, eine andere als auf des Verschieben von zwei drei Brutwaben. Bei der langen Trachtlücke im Juni musste ich jedoch den einzargern Futterwaben aus den Zweizargern zuhängen.
    Für mich stellt eine einzigartige Völkerführung eine echte Arbeitserleichterung dar, ob Großwabe oder nicht.


    [quote='BernhardHeuvel','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=522755#post522755']Ich sehe da bei mir gewaltige Unterschiede und ich gehe sogar soweit zu behaupten, daß eine 10er Dadant keine "Dadant" ist. Ich habe genug Beweise photographisch festgehalten, um das sicher behaupten zu können. Und eine 1,5 DNM ist in den Möglichkeiten und der Handhabung nur geringfügig besser als das gute alte DNM. /QUOTE]


    Das würde mich aber dennoch interessieren.

  • Hallo Imkerfreunde
    ...Bei Völkern auf einer Brutzarge 1,5 DNM, sind die vermeindlichen Nachteile aufgehoben, wenn man darauf achtet, das auf den Brutwaben ein Honigkranz bleibt. Ist das nicht der Fall, dann errichten die Völker ein virtuelles Brutnest im HR, was auch bei der Normalzarge der Fall sein kann. Außerdem schwärmen sie schneller...


    Der Honigkranz dürfte aber eher Schwarmfördernd sein,
    das virtuelle Brutnest dagegen Schwarmmindernd.


    Da ich dieses Jahr alle Völker auf 1x DN 1.0 Brutraum + 2. Zarge virtuelles Brutnest + ab 3. Zarge Honigräume, und keine Schwärme hatte kann ich das bis jetzt auch nur so bestätigen.


    Ich dachte immer bei DN 1,5 wird genau wie bei Dadant so weit geschiedet, das möglichst kein Futterkranz entsteht?
    Wo jetzt der krasse Unterschied zwischen beiden Systemen liegen soll versteh ich aber auch immer noch nicht so richtig, zumal beide Brutflächen fast die gleiche Größe haben, also auch beides "Großwaben" sind... :confused:

  • Ich sehen bei den 1,5DMN Unterschiede zu Dadant. Die Dadant haben ein eher flachgedrücktes Brutnest, das von den 1,5DNM gefällt mir eigentlich besser. Und die DD bekommen zuerst Futterecken und erst später eine geschlossene Futterkappe. Bei den 1,5DNM sehe ich öfter einen schmalen Futterkranz.
    Was sich in der Praxis besser macht hängt sicher von der Arbeitsweise ab. Das würde ich nicht allgemeingültig vorhersagen wollen. Wichtig ist nur ein offener Futterkranz in der Brutnestmitte, virtuelles Brutnest auch, aber nicht um jeden Preis. Futterreserven und eine gewisse Harmonie spielen aber sicher auch eine große Rolle.


    Auf jeden Fall werde ich im nächsten Jahr versuchsweise ein paar Völker auf 1,5DNM umstellen.


    Gruß Jörg

  • Hallo Kruppi


    ich kann dir auch nicht sagen wo der krasse Unterschied ist. Dadant wird im Kaltbau geführt und wer es richtig beherrscht wohl auch mit Schied. Da ich im Warmbau imkere, hat sich das bei mir nicht bewährt, als ich mit Schied versucht habe, wurde mir zuviel Wildbau errichtet.. Wie das bei Kaltbau in der Segeberger 1,5 DNM aussieht weis ich nicht.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • darf ich dich bitten das folgende etwas genauer auszuführen?


    Klar. Einiges davon werde ich in Donaueschingen ausführen, denn die Beobachtungen von mir zum Thema vervollständigten sich erst mit der Zweiköniginnenbetriebsweise.


    Dass zwischen DNM und 1,5-DNM kaum ein Unterschied sein soll, ist mir wirklich neu und ich kann es aus der Praxis nicht bestätigen.
    Macht es keinen Unterschied, auf wieviel Zargen man überwintert? Wieviel Waben die Völker bebrüten? Ob man schiedet oder die Völker einfach nur auf einen Brutraum einengt?


    Erzähl uns doch die wesentlichen Unterschiede für den Bien? Du hast die Beuten doch nebeneinander stehen. Was macht die Beute DNM und was macht die Beute DNM 1,5 mit dem Bien? Worin unterscheidet sich das? (Nicht? Eben...)


    Das Problem ist das es unten keine Futterreserven gibt, weil alles voll Brut ist.


    Eine einzargige DNM (Segeberger) wirst Du nicht so voll mit Brut kriegen, wenn alle 11 Waben gegeben werden, daß nur noch Brut und weder Pollen noch Honig drin ist.


    Deshalb sage ich, man kann in jeder Beute gute Erträge erzielen, aber man muß die Betriebsweise beherrschen und das lernt man nicht von heute auf morgen.


    Nicht die Beute sondern die Biene bringt den Honig!


    Aber: die Beute hat Einfluß auf die Biene.


    Ich dachte immer bei DN 1,5 wird genau wie bei Dadant so weit geschiedet, das möglichst kein Futterkranz entsteht?


    Der Futterkranz ist komplett irreführend, was Honigertrag und Schwarmtriebigkeit betrifft. Und nur eine Randerscheinung. Ich bin über die Zweiköniginnenvölker darauf gestoßen, die null komma null virtuelles Brutnest hatten, alles vollgestopft mit Nektar und Pollen....und trotzdem nicht schwärmen wollten. Was war los mit denen?


    Es geht um die Biene und die Verfassung der Bienen entscheidet, ob die in Schwarmstimmung kommt oder nicht. Es gibt ja die kurzlebigen Bienen und die Winterbienen. Die Winterbienen sollten besser 'Dauerbienen' heißen, denn sie gibt es nicht nur im Winter.


    Der Artikel hier ist augen-öffnend: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=49030&p=523027#post523027 oder direkt:
    https://www.agroscope.admin.ch…/a2F0aW9uSWQ9MzM4MDA=.pdf


    Schwärme gibt es, wenn besonders viele Jungbienen aufeinander hocken, die kurzlebig sind. Die Dauerbienen entstehen, wenn die Jungbienen keine schlüpfende Brut mehr sehen. Ich habe das bei den Zweiköniginnenvölkern festgestellt. Dort hatte ich nach Peschetz in regelmäßigen Abständen die verdeckelte, kurz vor dem Schlupf stehende Brutwabe (= zukünftige schlüpfende Brut) von unten nach oben über das Absperrgitter gehangen. Anscheinend hat die räumliche Distanzierung von schlüpfender Brut und dem Brutnest schon gereicht, um Dauerbienen zu erzeugen. Die Völker wuchsen wie Hefeteig und kochten über vor Bienen. Während in normalen Kisten und Betriebsweisen täglich 1.000 Bienen sterben und täglich 1.000 Bienen neu geboren werden, das Wachstum also eher langsam vor sich geht, sterben bei dieser Betriebsweise auch die Langlebigkeit der Bienen vielleicht nur 500 Bienen pro Tag und es werden täglich 1.000 neue Bienen geboren. [Alle Zahlen exemplarisch.] Die höhere Langlebigkeit führt zu einem exponentiellen Wachstum.


    Wie viele Bienen dabei entstehen, kann man sich überhaupt nicht vorstellen. Das ist wie mit den Reiskörnern auf dem Reisbrett.


    Wenn ich im Folgenden von der Dadantbeute schreibe, dann schreibe ich von der 12er-Dadantbeute. Die 10er Dadantbeute ist für mich keine Dadant. Das ist keine bloße Meinung sondern der Beobachtung geschuldet, daß man mit der 12er-Dadantbeute plus Schied plus 90°-versetzten Honigraum Dauerbienen erzeugen kann. Wenn man die Bude mit Waben vollknallt, dann nicht (8-12 Waben). Dann kann man auch ruhig eine 10er nehmen, wenn da kein Wert drauf gelegt wird. Oder eine 1,5 DNM. Oder eine beliebige Quetschkiste der eigenen Wahl.


    Das eng gesetzte Schied, die Honigräume in ausreichendem Maße gegeben, die Honigwaben 90° versetzt gegeben, damit lassen sich die Jungbienen in den Honigraum und damit in Distanz zum Brutnest bringen. Diese Maßnahme alleine erzeugt Dauerbienen und die sagenhaften Effekte der 12er-Dadant mit Schied.


    Natürlich kann man mit Biegen und Brechen versuchen, diesen Effekt in der Kiste XYZ nachzustellen, doch das kann nur mit Handstand und Umstand nur ungefähr erreicht werden. Und wird nie so gut wie in einer 12er Dadant gelingen. Die quadratische Grundform, die Großwaben, das Schied und die 90° versetzten Honigwaben sind die kennzeichnenden Elemente der 12er Dadant. Damit läßt sich ein kompaktes und damit warmes Brutnest erzeugen, das nur wenige Arbeiterinnen zur Brutpflege braucht. Alle jungen Bienen gehen in die Honigräume, wo sie das tun: Honig stapeln und neue Waben bauen. Und zwar sehr lange.


    Die neue Arbeit der Schweizer passt dazu wie Faust aufs Auge: http://journals.plos.org/ploso…1371/journal.pone.0161059 Da geht darum, wie Nektar abgelagert und getrocknet wird. Wenn man das dort Geschilderte immer und immer wieder auf der Zunge oder besser im Hirn zergehen läßt, wird der Groschen bald fallen, was so eine Honigautobahn (Leerraum hinter dem Schied plus 90° Grad versetzte Honigräume mit reichlich Honigräumen) für eine Wirkung auf den Gesamthonigertrag und die Trockenheit des fertigen Honigs haben.


    Leider wird das Potential der Dadantbeute (es gibt keine 2, nur die 12er :D) überhaupt nicht erkannt. So wird munter hier und da mal eine Wabe reingestopft und die Kiste mit allen Waben beschickt. Klar werden das "schöne Bienenvölker", doch das volle Potential, vor allem beim Honigertrag, wird damit nicht ausgeschöpft.


    Das hat auch nix mit Pressen zu tun sondern mit dem Verständnis der Bienenbiologie und deren praktischen Anwendung. Kompaktes und warmes Brutnest, das bedeutet kerngesunde Bienenvölker. Viele Bienen bedeuten bessere Hygiene. Viele Bienen bedeuten auch ein größeres Verhaltensspektrum. Usw. usf.


    Viele Grüße


    Bernhard