Volk flüchtet aus der Beute


  • [*]Die Bienen schließen sich dem Räuber an und verstärken diesen


    Deckt sich alles nicht mit meinen Erfahrungen. Ich kenne aus eigener Anschauung leere Beuten mit ein paar Bienen und einer Königin, wenig verdeckelte, keine offene Brut und meistens noch reichlich Futter. Räuberei erst danach. Zusammenbruch durch kahlfliegen innerhalb eines Tages.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Remstalimker


    Hast du den Schwarm gesehen, oder ist dir nur der Bienenverlust aufgefallen? Bei letzterem kann ich meine Erfahrung mitteilen. Völker die das ganze Jahr ohne Pause durchgebrütet haben sind potenzielle Kandidaten für diese Erscheinung, durch hohe Milbenbelastung. Beim letzten Brutgang schlüpfen so viele Milben das man sie auf den Bienen sehen kann und es werden auch keine gesunden Jungbienen mehr nachkommen. In dieser Situation verschwindet oft auch die Königin, warum auch immer, auch wenn die Königin noch da ist, kann keine gesunde Jungbiene mehr erzeugt werden, durch die Überzahl an Milben. Das ist der Zeitpunkt wo sich das Volk auflöst, mit Milben besetzte gesunde Bienen fliegen ab und kommen nicht wieder, ein anderer Teil schafft die flugunfähigen Bienennoch aus der Beute, die findet man dann im Gras. Ich kann mir gut vorstellen das dann der Rest an gesunden Bienen sich die Honigblase vollsaugt und sich dann bei einem anderen Volk einbettelt und dann beginnt die Räuberei. Ich bin überzeugt das dieser Prozess aber schleichend, wenigstens eine Woche früher beginnt. So mal meine Gedanken.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ich hatte keine Zeit richtig nachzusehen. Auf die schnelle hatte ich keine Kö gefunden.


    Einfach MS gesprüht und in ein weiselloses Volk geschüttet...


    Ich gucke bei Gelegenheit mal nach und werde dann berichten.


    Gruß Jörg

  • Kommt aus einem Begattungskästchen. :daumen:


    Hallo


    zu diesem Thema hätte ich auch noch einen Gedanken. Zum Beispiel, wer kleine Begattungseinheiten auflöst, durch Entnahme der Königin, kann das leicht verhindern das solche Minischwärme unterwegs sind. Einfach eine Königin in einem Käfig in der Nähe aufhängen und dann die kleinen Eiheiten auflösen, die sammeln sich dann bei der Königin und man hat dann einen mehr oder weniger großen Schwarm. Gerstung machte das wohl so.


    Zur Anfangsfrage vom Remstalimker, ob ein Varroaschwarm schlagartig auszieht oder langsam, konnte ich in meinem Imkerkreis keine Antwort finden und einen solchen Auszug hat noch keiner beobachtet.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo


    zu diesem Thema hätte ich auch noch einen Gedanken. Zum Beispiel, wer kleine Begattungseinheiten auflöst, durch Entnahme der Königin, kann das leicht verhindern das solche Minischwärme unterwegs sind.


    Ich arbeite mit zusammensteckbaren Miniplus Rähmchen, die in einen Zander 2/3 passen.
    Wenn ich die Kö rausfischen muss, stecke ich die Rähmchen zusammen und hänge sie in einen HR. (überwintert wird bei mir mit 2/3 Zander unten und ganz Zarge oben drüber).
    Oder wenn man umweiselt oder ein Weiselloses hat steckt man Mehrzargige Minis einfach zusammen und vereinigt über Zeitungspapier.
    Ich hab das vom Luffi übernommen und finde die Einfachheit immer noch mehr als überzeugend.


    Nur als Anregugn was noch so geht.


    Viele Grüße,


    Max

  • Das Schadbild der Wabe zeigt deutlich Varroaschaden.


    Seit Eröffnung dieses Themas frage ich mich, wie das genau aussieht. Hast Du vielleicht einen Link zu solch einer Beurteilung?
    Es kann durchaus sein, dass ich dies schon mal gelesen habe, tue mich aber immer noch schwer, eine solche Einschätzung so überzeugend zu treffen.
    Bitte keine Liebigquelle. Der hat schon wieder im Bienenjournal son Knüller gebracht. Auch annähernd zu dem Thema.

  • Schwarm eingesammelt. Sehr seltsam.


    IMG-20160919-WA0001.jpg


    So ein Häuflein entdeckte ich nachmittags beim Obstpflücken an einem Ästchen und vermutete zunächst eine Jungkö. auf verspätetem Hochzeitsflug mit Begleitcrew -> Kö. gezeichnet + in Begattungskästchen eingeschlagen + ca. 800g Jungbienen + Futter dazugegeben -> 10 Tage später verdeckelte + offene Brut, aber keine Kö. mehr, viel weniger Bienen, keine Stifte, aber: Nachschaffungszelle. Heute NZ verdeckelt, ich werde weiter beobachten, was da schlüpft, aber nach dem Schlupf wegen Aussichtslosigkeit auflösen. War meine These von der Jungkö. mit Begleitcrew abwegig?

  • Ja.


    Warum abwegig? Was stimmt an der These vom späten Hochzeitsflugtrupp nicht? Zuviel Begleitpersonal? Die relativ schnelle Eilage? Nach meinen ausdrücklichen Nachfragen existieren in meinem Flugkreis zwar Bienenstände (Imker sind mir alle bekannt), aber - jedenfalls z.Zt. - keine Begattungseinheiten oder Kleinableger o.ä. Allerdings sind mir noch 3 unbetreute unzugänglich wildlebende Bienenvölker im Umkreis von rd. 800m bekannt, deren Flugaktivität ich noch nicht überprüft habe. Die von mir gezeichnete Kö. dieses Minitrupps war sehr schlank, fix und mit relativ kurzem Hinterleib - eben so, wie ich mir eine Jungkö. vorstelle.

  • Gehen Deine Königinnen mit Schwarm auf Hochzeitsflug? Meine Nachschwärme nisten sich erst ein, und die Prinzessin startet dann ein paar Tage später, alleine. Nach dem Schlupf dauert es nicht lang bis zum Schwarm, aber es dauert 8-9 Tage, bis die Dame brünftig wird und vom Schlupf an gerechnet ca. 10-14 Tage bis zum Beginn der Eilage. Bei Dir gab es nach 10 Tagen verdeckelte Brut. Das paßt also alles nicht.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife