Anwenderfehler Nassenheider Professional

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    Wie ich schon schrieb, ich kontrolliere mehrmals täglich die Verdunstungsmenge, kann bei Bedarf mehr zuführen durch Kontakt von Docht und Vlies oder durch Aufstellen des Verdampfer für kürzere Zeit die verdunstende Menge minimieren, denn jedes Volk und die damit einhergehende Verdunstermenge ist nicht gleich.

    Ich habe das voll im Griff, es ist eben arbeitsintensiv und habe nach zwölf Tagen normalerweise bei allen, ob ein oder zwei Zargen auch der Dochtgrösse geschuldet die gewünschte Verdunstungsmenge.

    Falls die Ameisensäure die Bienen im Juli schädigt, beziehungsweise auch die Brut so ist es doch die wesentlich bessere Möglichkeit als der den Tod des Volkes in Kauf zu nehmen.

    Ich glaube es gibt fast nichts was ich in der Varroa Behandlung nicht schon ausprobiert habe, aber so funktioniert es bei mir am bestens. Es kann aber bei einem anderen Imker der andere Trachtverhältnisse oder andere Beuten hat auch auf eine andere Art und Weise besser funktionieren.

  • AS ist was für Spezialisten! (hier gibts zum Glück ja nur solche), aber total ungeeignet für Rookies.

    Ich erlebe das immer wieder, du ja auch FX, im Frühjahr werden , zu deiner Freude?, Völker gerne gesucht.... und das, meist aber nicht immer, von Anfängern die sich vor den Karren den sie nicht ziehen können, spannen laßen!

    Gibt es widrige Umstände, steigt auch die Anzahl derer die öfters mal Glück mit As hatten.

    Zudem, was wegen unzureichender Behandlung doch den Winter überlebt ist dann oft keinen Pfifferling wert.


    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Der NH hat ja den Anspruch, die Anwendung der AS sicher zu machen. M.E. wird er dem aber nicht vollumfaenglich gerecht, und zwar deshalb nicht, weil sich der Hersteller zu wenig drum kuemmert und zu wenig testet. Das ist mein Kritikpunkt.


    Es kann doch nicht sein, dass ich als Anwender erst noch mit irgendwelchen Dochten herumexperimentieren muss, deren Saeurefestigkeit fraglich ist. Kaufe ich ein Auto, will ich doch auch nicht erst mit irgendwelchen EInspritzduesen herumexperimentieren, ehe der Motor richtig laeuft?


    Keine Sorge um meine Bienen. Ich bin ein Mensch, der nach dem Motto lebt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Die Bilder der aufgeweichten Dochte sind nicht in meinen Voelkern entstanden sondern auf meiner Gartenterrasse. Die klimatischen Bedingungen waren hier im August so, dass 60%ige AS nicht ging und nur 85er in Frage kam. Aber bevor ich meine Maedels quaele, teste ich doch. Logisch. Ergebnis: Ungeeignet.

  • Ich bin auch vom Nassenheider wieder weg. Nachdem ich auch viele Tote Bienen usw. hatte, interessierte ich mich für die Verdunstungsmengen. Interessant war für mich das bei 4 Nassenheider prof. in einer kontrollierten Umgebung die Verdunstungsmengen extrem unterschiedlich waren.


    Hatte mal letztes Jahr für einige Wochen 4 "Test-Beuten" hingestellt und die Nassenheider prof. (Version 2015) rein. Alle standen geschützt im Carport, also gleiche Temp, keine Sonne/Wind usw. die Verdunstungsmengen waren in diesem Versuch sehr sehr unterschiedlich. Hab mit verschiedenen Dochten getestet. Die im Imkereihandel wunderten sich schon was ich mit den zig Dochten will. Hab jeden Tag Striche an die Behälter gemacht. Das warn teilweise in der Spitze zu 50% Mengenunterschiede zwischen den einzelnen Nassenheidern. (Nur ein Beispiel, wo ich eben noch die Zahlen gefunden habe: einer hatte ~90 ml der andere ~125 ml in 77 Stunden verdunstet bei gleicher Dochtgröße, Befüllmenge usw.). Interessanterweise lag das nicht an den Nassenheidern-Plastikteilen. Also man konnte nicht sagen einer verdunstete immer mehr bzw. weniger. Nach meinem Gefühl lag es an den Dochten oder anderen unbekannten Sachen. Mir war das dann nur zu merkwürdig und ich hab das nicht weiter verfolgt und verwende sie nicht mehr.


  • Ich wundere mich wie oft dass die AS-Verdunstungsmenge kontrolliert wird. Als Nichtanwender frage ich mich : Wird bei diesen "Kontrollen" nicht die AS-Konzentration in der Beute verändert oder muss in gewissen Abständen "Frischluft" in die Völker gebracht werden ?

    Die Wirkung der AS beruht doch auf einer gewissen Dampfkonzentration um in den Zellen zu wirken.

    Die "Juli - Behandler" belassen es bei dieser einen Behandlung bis zur OS- Behandlung ? Was ist mit Reinvasion ?

  • Ich wundere mich wie oft dass die AS-Verdunstungsmenge kontrolliert wird. Als Nichtanwender frage ich mich : Wird bei diesen "Kontrollen" nicht die AS-Konzentration in der Beute verändert oder muss in gewissen Abständen "Frischluft" in die Völker gebracht werden ?

    Die Wirkung der AS beruht doch auf einer gewissen Dampfkonzentration um in den Zellen zu wirken.

    Die "Juli - Behandler" belassen es bei dieser einen Behandlung bis zur OS- Behandlung ? Was ist mit Reinvasion ?

    Die Julibehandler behandeln i.d.R. noch mal im September.

    Das Öffnen der Beute mag zwar kurzfristig die Konzentration senken, jedoch wird eine Kontrolle der Verdunstungsmenge vom Hersteller ausdrücklich empfohlen und scheint somit unkritisch zu sein.

  • Wird bei diesen "Kontrollen" nicht die AS-Konzentration in der Beute verändert ...?

    Die Wirkung der AS beruht doch auf einer gewissen Dampfkonzentration um in den Zellen zu wirken.

    Die Konzentration muss ja nicht 24h/14 Tage lang ausreichend hoch sein - es reicht, wenn sie pro Tag einige Stunden lang ausreichend hoch ist. Wichtiger ist, dass dies auch tatsächlich möglichst jeden Tag passiert.


    I.d.R. ist sie bei den späteren Behandlungen im Jahr wegen der tieferen Temperaturen z.B. ganz von selbst nur vorübergehend einige Stunden am Tag ausreichend hoch und das reicht auch.

    Ein kurzes Öffnen der Beuten, erst recht jetzt, wo es sowieso so warm ist, ist daher völlig unkritisch.


    Komfortabler ist es allerdings, wenn man wie ich einen Deckel mit Loch hat, durch das man nach Entfernen einer kleinen Abdeckung durchschauen kann. Dann kann man so oft reinschauen wie man will, ohne die Bienen oder den Verdunster zu stören... ;-)


    Ich kann die Kontrolle jedenfalls auch nur wärmstens empfehlen, weil das Gerät doch etwas klapprig ist, da kann es schon mal sein, dass es schief steht oder der Docht doch abgerutscht ist oder man schlichtweg selbst nicht richtig zugedreht hat, was bei vielen Völkern einfach leichter mal passieren könnte und dann kann man wenigstens noch eingreifen, ehe ernsthafte Schäden entstehen.

    Man sollte aber wissen, dass die fehlende Menge gerade an den ersten beiden Tagen oft etwas höher ist als sie im Schnitt sein sollte, das steht sogar in der Anleitung.

  • Im Moment habe ich bei 4 Dadant-Völkern Nassenheider professional mit großem Docht am laufen. Die tägliche Verdunstungsmenge liegt bei allen im Sollbereich 20 bis 25 ml/d. Allerdings kann ich mich erinnern, in früheren Jahren auch mal größere Abweichungen beobachtet zu haben, damals möglicherweise bei kleinem oder mittleren Docht.

    Heute gegen 8:30 habe ich bei etwa 8°C nach ca. 6°C Tiefsttemperatur bei zwei Völkern kontrolliert. Den nach diversen Forumsbeiträgen nach kalten Nächten befürchteten "AS-See" konnte ich nicht feststellen. Möglicherweise wurde die AS auf den Brutraum-Oberträgern nicht "kalt genug", da die Beuten gut mit Bienen besetzt sind. Totenfall auf den Anflugbrettern konnte ich nicht beobchten.

    In früheren Jahren hatte ich allerdings 1- oder 2-mal einen Kö-Verlust während der AS-Behandlung mit Nassenheider professional.

    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Mal 'ne kleine Denkanregung zum Thema Docht für Anwender und/oder Hersteller:


    Ich könnte mir noch einen weiteren Grund vorstellen, warum die Geräte bei manchen Leuten so unterschiedlich schnell die Säure verdunsten.


    Macht dazu mal ein kleines Experiment: Nehmt ein Blatt Zeitungspapier und versucht einmal, einen möglichst geraden Riss von oben nach unten zu machen. Versucht dann das selbe nochmal, in dem ihr das selbe Blatt um 90° dreht, so dass der Riss dann im 90°-Winkel zum ersten verläuft.


    Ich wette, ihr werdet feststellen, dass im einen Fall tatsächlich ohne Mühe ein ziemlich gerader Riss möglich ist, währen es beim anderen überhaupt nicht klappt, weil der Riss dabei ständig seitlich ausreissen wird.


    Der Grund für dieses Phänomen ist die Faserausrichtung des Papierbogens, aus dem in der Druckerei die Zeitungsblätter geschnitten werden.


    Ich glaube, dass das bei unseren Dochten ganz ähnlich ist.


    Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Wasser/die Säure in der einen Faserrichtung besser läuft als in der anderen.


    Da die Dochte auf einem ungefähr DINA4-großen Blatt vorgestanzt sind und dort, um den Platz möglichst gut auszunutzen, auch in verschiedenen Richtungen liegen, dürfte es auf einem Blatt also Dochte geben, bei denen die Faserrichtung um 90° gedreht ist gegenüber benachbarten Dochten auf dem selben Blatt.


    Vielleicht kann und will das ja jemand mal überprüfen, ob dabei die einem Dochte systematisch schneller sagen als die anderen, dann wäre diese Vermutung schon mal bestätigt.


    Dabei aber bedenken, dass die DINA4-Dochtblätter ihrerseits aus den großen Papierbahnen herausgeschnitten werden und daher innerhalb der ursprünglichen Papierbahn ebenfalls unterschiedliche Faserausrichtungen besitzen können.


    Findet man also tatsächlich bei einem Bogen heraus, dass die Dochte entlang der Längskante z.B. stärker saugen, so kann das beim nächsten Bogen deswegen genau umgekehrt sein - ein Vergleich ist also nur innerhalb der Dochte eines DINA4-Blattes sicher.


    Gruß

    hornet

    der auch immer mal wieder recht große Unterschiede sieht, die er bisher aber auf Volksgröße, - zustand, schiefe Beuten, Wetter etc. geschoben hat, aber seit längerer Zeit grundsätzlich keine sehr bedenkliche Auswirkungen deswegen mehr beobachtet hat.

  • Es wäre auch schon viel geholfen wenn die Füllstriche so auf der Flasche wären, dass man die Flasche nicht senkrecht drehen muss um die Verdunstungsmenge zu kontrollieren.

    Bei mir ist der Docht beim Abstellen verrutscht und lag am Kunstoff an. Da ist dann mal die doppelte Menge in 24h durchgerauscht. Jedes Anheben ist ein Risiko.


    Das mit den Fasern kann schon sein, deshalb soll man doch nur originale Dochte verwenden, hab ich gehört oder gelesen.


    Eigentlich könnte man den Durchsatz des Dochtes vor Anwendung mit Wasser testen, oder?

  • An hornet: Die Idee/Überlegung von dir ist nicht schlecht.

    Ich hatte 3 Nassenheider prof.am laufen,am gleichen Tag ,am gleichen Stand ,mit gleicher Befüllung. 180ml

    Ergebnis: Alle drei waren zu unterschiedlichen Zeiten leer.Bei einem hatte ich sogar bedenken um das Volk.

    Ich habe dann eine Testreihe mit 2 Nassenheider gemacht.Bei einem habe ich den kleinen original Docht verwendet ,bei Raumtemperatur von 24°ohne Abdeckgitter.

    Den anderen ,mit gleicher Füllmenge,nur mit unterschiedlichen Papiersorten (80 gr-140gr)und unterschiedlicher Lagen.

    Was mir beim Originaldocht aufgefallen ist, im vollgesaugen Zustand bricht dieser an der Verjüngung nach vorne einfach ein.Die Nase berührt dann den Boden der Käfigs und fängt an das Wasser auf das Vlies auszubreiten.Habt ihr mal ,nach Ende der Behandlung, die Dochte kontrolliert.Die habe bei mir alle eine Wulst an der Verjüngung,d.h. dort bricht der Docht unter "Wasserlast" ein.Zum besseren Verständnis hänge ich noch 2 Bilder dran.

    Ich hoffe ich komm heute mal ohne meinen Stahlhelm aus!?!?!?

    Gruß H.

  • Das Einbrechen des Dochtes konnte ich bei mir zum Glück noch nie beobachten.


    Wohl aber kann ich die Bemerkung von KaRe nur voll unterstreichen:


    JEDES Verändern (also auch erneutes Hochheben und wieder Hinstellen bei einer Kontrolle!) ist ein Risiko, weil dabei der Docht im Käfig verrutschen kann. Das ist mir in den ersten beiden Jahren auch hie und da passiert. Kontrolle war ok, zurückgestellt und danach festgestellt, dass plötzlich gar nix mehr in Ordnung war, weil der Docht Kontakt zum Vlies bekommen hatte. Dann nämlich sorgt der Kapillareffekt dafür, dass die Flasche maximal schnell leer gesaugt wird.


    Und damals waren die Dochte auch noch gerade abgeschnitten, die neueren Versionen haben unten angeschrägte Kanten, was dieses Risiko etwas mindert.


    Dass man den Kontakt daher unbedingt kontrollieren und vermeiden soll, steht so allerdings auch in der Anleitung. Nur leider nicht, dass der Docht schon sehr wackelig im Käfig ist und daher jedes Mal erneut sehr aufmerksam dort hingeschaut werden muss.

    Blöd halt, dass man nur von der Seite gut sehen kann, ob der Docht Kontakt mit dem Vlies hat oder nicht. Wer sich also nicht hinkniet oder tief beugt, um das zu tun, kann das leicht übersehen.

    Und wer es macht, während er das Gerät komfortabel in der Luft hält, hat halt das hohe Risiko, dass der Docht beim Hinstellen doch wieder abrutscht...


    Diese Wackeligkeit und Unzuverlässigkeit der Dochtkonstruktion und des Dochtkäfigs ist meiner Meinung nach der einzige echte Minuspunkt bei diesem Gerät.


    Dass die Füllmenge nur senkrecht abgelesen werden kann, liegt daran, dass das "Massenflaschen" sind, die zu ganz anderen Zwecken in großer Zahl billig hergestellt werden und halt vom Verdunsterhersteller so gekauft werden müssen, wie sie nun mal auf dem Weltmarkt sind.


    Wollte man die Flaschan anders haben, wäre das unbezahlbar, weil für die ganzen Verdunster insgesamt gesehen nur so wenige Flaschen hergestellt werden müssten. So oder so ähnlich hat er es mir mal in Donaueschingen erklärt, als ich die selbe Frage hatte.


    Wirklich gut ablesen könnte man die Füllmenge im waagrechten Zustand aber auch dann nicht, da die Auflösung der Striche wegen der dann viel niedrigeren Füllhöhe in seitlicher Lage nur sehr niedrig wäre.

  • Mir fiel immer wieder auf, dass die Dochte mit auffällig hoher Menge ziemlich "lapprig" werden. Fast wie ein Schwammtuch. Man kann die Unterschiede in der Papierstruktur mit bloßem Auge sehen.


    In der Beute der Sache auf die Spur zu kommen, ist schwierig - zu viele Variablen. Ich habe daher die Verdunster in einer geschlossenen Kunststoffbox mit destilliertem Wasser geprüft. Und siehe da, die Streuungen waren beachtlich...


    Alles Original-Dochte, direkt vom Hersteller!


    Trotzdem halte ich den Nassenheider für das beste Prinzip. Gerade beim aktuellen Wetterverlauf gibt's nix zuverlässigeres. Nur nicht mit Wanne. Eine volle Wanne kann bei schnellem Wetterwechsel von kühl nach heiß zu Katastrophe werden.

  • Noch eine Frage :Warum hat dieser Docht vorne einen Haken,der nach unten läuft?

    Man könnte doch die Verdunstungsfläche auch nach oben hin vergrößern.Somit kann keine Flüssigkeit mehr austreten!

    Verstehe den Sinn dieser Hakennase nicht.