Muss Met während des Gärens geschwenkt/gerührt werden

  • Hallo zusammen,


    ich habe am Sonntag 20 l Met angesetzt mit 8 gr. Trockenhefe. Gärt super. 2 Blasen pro sec.
    Meine Frage wie schon geschrieben muss ich während des gärens das Met rühren? Schwenken geht bei mir nicht zu schwer und Behälter zu voll. Habe es gestern mal durchgerührt mit einem Kochlöffel. Das Ergebniss..20 sec gerührt 5 min Boden gewischt. Muss man überhaupt das Met rühren? Ich habe in mein Met 2 geriebene Äpfel beigefügt und die Maische schwimmt noch oben auf. Reicht das rühren nicht wenn sich alles setzt bzw das gären nachlässt? Manche achreiben schwenken in ihre Rezepte, andere nicht.Fällt dies unter das Kapitel 2 Imker 5 Meinungen?


    Gruss Markus

  • Nein, das tut nicht Not. Die aufsteigenden Gärgasse sorgen schon für eine Durchmischung.
    Viel wichtiger ist, das sich nachher die Schwebstoffe absetzen. Da ist Rühren und Schwenken nicht förderlich.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo Wolfgang. Danke für deine Antwort. Deswegen habe ich zwei Äpfel aufgerieben und beigefügt weil ich gelesen habe, dass so die Schwebstoffe besser gebunden werden und mit zu Boden sinken. Mal sehen ob dies so klappt :-D

  • Hallo zusammen,
    ich muss euch nochmals um Rat fragen. Nachdem ich mein Met 2 mal abgezogen habe und mit KSP behandelt habe( gärung nun beendet) wollte ich gestern nachsüssen. Also die Öchslewaage rein ins 20 Liter Fass und die Spindel geht unter also keine 10 Oe dann mal 1,5kg Honig rein und ich bin bei 20%. Also habe ich insgesamt 5 kg Honig rein und bin jetzt bei 75 Oe. Habe ich einen Denkfehler oder mache ich einen Messfehler weil ich ja dann bestimmt noch gut 4 kg dazu gebe müsste um auf 110 Oe zu komme?
    Alkoholgehalt liegt bei 15 %.


    Gruss Markus

  • Hallo Markus,


    wenn ich dich richtig verstehe hast du nach beendeter Gärung wieder auf 75 grad Öchsle nachgesüsst, das ist mit Abstand zu viel. Bei 15 Vol% alc. musst du den Met abschmecken. D. h. erst mal 1 Pfd. hinein, dann abschmecken, ggfs. nachsüssen und wieder abschmecken bis dein Gaumen und deine Zunge ja sagen. Bevor ich nachsüsse, kläre ich den fertig gegorenen Met mit Kieselsol und Gelatine, dann ist der Hefegeschmack auch größtenteils weg.


    Salve, Peter

  • Hallo Peter,


    danke für deine Antwort. Also ich habe dazwischen immer probiert und ich finde dass er jetzt eigentlich ganz gut schmeckt deshalb habe ich ja nicht weiter gesüsst sondern lieber nachgefragt. Jetzt noch einlesen wie ich mit Kieselol und Gelantine kläre.
    Gibt es eine Richtlinie wie lange der/das Met haltbar ist bei 15% Alkohol?


    Gruss Markus

  • Hallo zusammen!


    Ich klinke mich hier mal rein. Ich habe aktuell auch Met angesetzt und frage mich nun, ob ich die Gärung mir irgendwelchen Stoffen stoppen muss oder ob es reicht, den einfach abzuziehen? Hier sagt ja auch jeder Imker / Brauer oder wie immer man die Kollegen nennt, etwas anderes.


    Gruß
    Frank

  • Hallo Frank,


    also ich kann Dir nur sagen wie ich es gemacht habe:
    Nach 4 Wochen als die Gärung weniger wirde habe ich nochmal nachgesüsst dann würde die Gärung wieder stärker und nach 2 Wochen war diese wieder fast vorbei da habe ich den Alkoholgehalt gemessen und dann die Gärung gestoppt in dem ich auf 20 Liter 2 gr. Kaliumxxxxxx hinzu gegeben habe, gut durchgerührt und Garspind wieder drauf zur Kontrolle und die Gärung hat dann aufgehört und ich habe das Met abgezogen.

  • Kommt doch voll darauf an, nach welchem System Du den Ansatz fährst. Wenn Du mit wenig Honig startest und solange nachfütterst, bis sich die Hefen selber mit Alkohol vergiften, dann isses doch passiert und die Gärung gestoppt? Dann vom Trüb abziehen, nachsüßen nach persönlicher oder Kundenvorliebe und fertig. Zwischen nachsüßen und endgültigem Abfüllen würde ich aber noch ein bißchen warten, ...mit Gärverschluß drauf ;)


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Also ich möchte keinen Met mit 15% und nachsüßen haben. Lieber waren mir 12%. Das geht dann bestimmt nur mit Kalium oder so denke ich?!?


    Nachtrag: Also um beim normalen Wein zu bleiben. Ich will keinen schweren Rotwein bzw. trockenen Weiswein sondern etwas zwischen Lieblich und halbtrocken.


    Gruß
    Frank

    12er Dadant, Buckfast

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Hobbit () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Ich kenne dies : Arauner Kitzinger Aurausan Schwefelpulver, 10x1g...kostest bei Ama....on 6.90€ und würde theoretisch für 100 liter reichen. Theoretisch deshalb weil normalerweise 1 gr. Pro 10 Liter aber ich habe auch neulich gelesen habe dass man auch nur 0,5 gr pro 10 liter nehmen kann.
    Ich persönlich habe aber 1 gr genommen.

  • Hallo Frank,


    also meines Wissens (graue Vorzeit, Weinherstellung Praxis im Chemie-Kurs), kannst Du den Alkoholhehalt über die Wahl der Hefe steuern. So zeichnen sich z.B. Portwein- oder Sherryhefen durch hohe Alkoholtolleranz aus, während andere Hefen schon bei einem niedrigen Alkoholgehalt absterben. Diese Seite hier http://met-und-fruchtwein.de/zutaten.html gibt z.B. für Bordeauxhefe einen mittleren Alkoholgehalt an.


    Grüße von Herrn Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!