Der Winter steht vor der Tür ! Es ist Tierquälerei den Bienen Sommer vorzutäuschen

  • :confused:


    Hallo Zusammen .
    Ich habe diese Jahr mit der Imkerei angefangen und habe aus ein Volk Zwei Ableger gemacht .
    Über den Sommer war ich wo anderes Arbeiten und hatt nicht so viel Zeit für die Bienen , mein Freund hat sich in dieser Zeit um die Bienen gekümmert .
    Zurück in Hamburg habe ich dann die Völker untersucht .
    Das Ausgangs Volk war recht groß und Gesund. Es Stand auf drei Kästen .
    Die zwei Ableger die ich in Mai und Juni gemacht habe waren/ sind sehr Schwach .
    Es hatte sich kaum etwas verändert bei den Völker, ob wohl 6 Wochen dazwischen lagen.
    Eine Erklärung ist das Wetter der letzten Monate wir hatte sehr viele Regen Tage und die Bauer haben auch wieder schön Ihre Felder mit Pestizide behandelt . So glück hatten wir nun die letzten zwei Wochen noch ein recht guten spät Sommer .
    Ich habe dann vor circa Einer Woche den Starken Volk den dritten Kasten weck genommen und den Honig in die schwachen Völker gehangen. Gleichzeitig habe ich Brut aus den Volk in die Ableger getan , jeweils eine Wabe.
    Das Große Volk habe ich dann noch mit Ameisensäure behandelt , da die Varroamilbe hier in Hamburg sehr oft vorkommt.
    Mein bester Freund hat diese Jahr deswegen fünf Völker verloren


    Die Ableger habe ich auf die Gefahr das sie von Varroa befallen sind nicht behandelt .


    Nun steht der erste Winter vor der Tür und ich müsste meine Bienen Winterfest machen .
    Ich weis das es Sinnvoll ist die Völker auf ein Kasten zu reduzieren und Mause gitter anzubringen .
    Und eine Fütterung mit Zuckerwasser auch nicht falsch ist . Es wäre trotzdem nett wenn einer von euch mir noch weitere Tipps geben könnte bezüglich der Winterverbreitung .


    Da wie gesagt die Ableger sehr schwach sind ca auf 5 Waben verteilt , gib es noch eine weitere Möglichkeit den Vermehrung zu beschleunigen?


    Ich hatte schon überlegt den großen Volk mehr brut Weck zunehmen , aber ich habe Angst das es dann zu Schwach wird und ich kein Volk durch den Winter bekomme .


    Ich habe mich in der letzten Zeit schon ein wenig damit geschäftig wie Man Bienen überwinter kann und bin dann auf Folge Versuch gestoßen https://www.youtube.com/watch?v=EeE-sccgWfU.



    Was dort an Ende gezeigt wird fand ich sehr Interessant , die Bienen wurden in Gewächshaus überwinter . Sprich es wurde ihnen der Sommer vorgetauscht .
    Daraus entstand bei mir die Idee das gleich zu machen für meine Ableger .
    Es wäre nun toll zu Erfahren ob jemand von Euch damit Erfahrung hat und auf was Man dabei bedachten muss.
    Da meine Ableger recht klein sind denke ich auch das ich nicht so viel platz brauche .
    Weis einer von euch wie viel Platz man in den Gewächshaus braucht , damit die Bienen sich wohl fühlen und es keine Tierquälerei ist .
    Ab pro pro Tierquälerei ist die ganze Idee eine Tierquälerei ?
    Aus meiner Sicht ist es keine da ich ja nur meine Völker durch den Winter bringen möchte



    Ich hoffe Man kann alles gut genug Lesen und die Groß und klein Schreibung ist auch ok , als Entschuldigung Sag ich nur das ich Legastheniker bin Artzlich beständig


    Ich freue mich schon auf eure Antworten Nicolai

  • Hallo Nicolai


    durch das verstärken der Ableger Mit Brutwaben hast du höchstwarscheinlich noch Milben aus dem Stammvolk umgesetzt. Deshalb ist auch bei den Ablegern eine Milbenbehandlung notwendig. Wie du die Sache beschreibst, würde ich beide Ableger vereinigen, auch wenn das einem Anfänger schwer fällt, aber so sind die Chancen größer das dann das Volk überlebt.
    Den schwächsten Ableger entweiseln und dann 2 Stunden stehen lassen und dann die besetzten Waben des schwachen Ablegers hinter den anderen Ableger hängen. Von Vorteil ist eine aufgerissene Futterwabe dazwischen. Als Nächstes dann die Varroabehandlung. Was du auch immer tust, viel Glück und willkommen im Forum.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Bienen in einem Gewächshaus zu überwintern, dürfte keine gute Idee sein. Da werden die Temperaturen z.T. zu hoch sein und zu stark schwanken. Man kann Bienenvölker in einem kühlen Keller überwintern, aber das ist etwas anderes.


    Im übrigen kann ein Volk in unseren Breiten auch so jeden Winter gut überstehen, wenn es ausreichend stark und hinreichend eingefüttert ist. Hamburg liegt ja nicht am Polarkreis.


    Wenn die Ableger zu schwach sind, würde ich sie vereinigen.


    Um mit Zuckerwasser noch die Volksentwicklung zu fördern, ist es reichlich spät. Jetzt geht es darum, Futter reinzukriegen, solange die Völker es noch abnehmen.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Ableger sollten nicht zu schwach gebildet werden- wenn keine Tracht ist, müssen sie gefüttert werden.


    Wenn sie jetzt verstärkt werden sollen, dann mit Bienen aus behandelten Brutscheunen oder Bienen vom anderen Stand. Bei Bienen vom gleichen Stand kann man Stille Räuberei fördern. Mit Brutwaben aus unbehandelten Völkern holt man sich in die behandelten Ableger geschädigte Bienen und massiv Milben.
    http://www.euse.de/wp/blog/2011/08/rauberei/


    Am besten jetzt - Apiinvert oder Ambrosia=invertiertes Flüssigfutter-- können die Bienen am schnellstens einlagern - alternativ 3:2-Zucker/Wasser füttern-ABENDS!.


    wie oben genannt vereinigen, mit SChwammtuch 1 Tag behandeln- 1-2 xgroße Portion Futter - nach 7 Tagen weiteres Schwammtuch (bzw 5 oder 10 tage dazwischen)- weiterfüttern- 2. Schwammtuch. weiterfüttern, Gewicht kontrollieren- bei hohem Milbenfall auch 3.Schwammtuch- ich kann nuram Wochenende bei den entfernten Ständen arbeiten...deshalb 7 Tage.

  • Hallo Nicilai,


    für LRS habe ich größtes Verständnis, kein Ding, kenne ich...


    Zu den Bienen: ich hoffe mit dem Lesen klappt es bei Dir trotzdem ausreichend gut, denn das solltest Du und immer weiter, gerade als Anfänger.


    Vergiss die Überwinterung im Gewächshaus, was Du jetzt versuchst ist zu spät und vertane Liebesmüh. Du bist leider zu spät und hast Möglichkeiten verpasst, zu gesunden und ausreichend starken Völkern/ Ablegern für den Winter zu kommen.
    Eine absolute Untergrenze wird immer wieder mit 5000 Bienen genannt, das ist dann unterschiedlich an Wabenzahl, je nach MAß, das Du verwendest. Jedoch muss man sich bewusst machen, dass dies allein es nicht ausmacht.
    Ohne gescheite Varroabehandlung musst Du davon ausgehen, dass auch die Ableger damit ein Problem haben, sie können Dir durchaus daran noch eingehen. Einzig eine Varroabehandlung zur Beginn der Bildung in brutfreiem Zustand würde die Situation anders aussehen lassen. Jetzt noch hochpäppeln wird kaum mehr möglich sein, Ende Augst und durch den September ggf. noch möglich gewesen durch stetige Flüssigfütterung mit Bedacht und Blick auf evtl. Ausbau und Vergrößerung.
    Also: mit der klimatisch anscheinend schonenderen Unterbringung rettest Du jetzt absolut nichts mehr! Lass die Bienen draußen, das können sie ohne weiteres.


    Guck nach dem Varroabefall der Ableger. Behandel ggf noch. Die beiden schwachen Ableger würde ich vereinigen. Eine Königin musst Du dafür abdrücken. zum Thema Vereinigen klickst Du bitte hier und liest nach, wie das geht.
    Man kann die beiden Einheiten auch bis Oktober laufen lassen, dabei stetig in kleinen Portionen flüssig weiter füttern, denn zwei Königinnen produzieren bis dahin noch mehr Brut als eine. Im Oktober kann man je nach Beutensystem auch so vorgehen, dass man die Königin des schwächeren abdrückt, die Bienen von den Waben vor das Flugloch des anderen Volkes fegt und einlaufen lässt (vorher Rauchgabe zum Volltanken mit Futter), die Brutwaben in das aufnehmende Volk umhängt ans Brutnest und die Futterwaben an den Rand bzw nach oben dazuhängt.


    Zum Thema Einfüttern für den Winter gibt es hier jede Menge Infos.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper