Erneute Behandlung im September?

  • Das Varroaproblem ist für mich mittlerweile gläsern geworden, vielleicht muss man lange und viel genug beobachten und Erfahrungen machen. Ich hoffe es klingt nicht zu überheblich, aber ich kann die Völkerverluste von Imkerkollegen oftmals nachvollziehen.


    Für meine Imkerei ist der Schlüssel eine wirksame, d.h. eine, mit AS gemachte Behandlung, die über 12 Tage lang gemacht werden muss. Diese Behandlung muss bei mir meist nach der Abschleuderung des Wald (Fichtenhonigs) ab ca. M. Juli erfolgen, später ist es schon zu spät, denn dann wird die Brut zurück gefahren und das Verhältnis Brut / Bienen / Varroa spielt der Varroa täglich mehr in die Karten und da zählt wirklich jede Woche, die man früher beginnen kann. Heuer habe ich durch schlimme Probleme keine AS Behandlung, die ich bisher mit Nassenheider gemacht habe durchführen können, da ich dies ohne mehrmalige täglichen Verdunsterkontrollen nicht mache.
    Habe so M. Juli Tymovar 4 Wochen gemacht und alle Völker jetzt noch am Leben.
    Das alles entscheidende ist sobald als möglich und eine andauernde, nicht kurzzeitige Sommerbehandlung, pro Volk ein Ableger, den ersten Drohnenbaurahmen schneiden, außer bei einem Klassevolk und dann ist es gut.
    Hätte ich späten Honig zu erwarten, z. B. als Tannenhonig oder Heidehonigimker, dann müsste ich eine andere Betriebsweise z.B mit Kunstschwärmen oder Ablegern fahren und so erst Erfahrungen machen.


    Natürlich ist eine Winterbehandlung unabdingbar. Fürs Frühjahr habe ich schon wieder Vorbestellungen von Völkern.
    Ich muss aber auch anmerken, dass ich anscheinend keine Vergiftungsprobleme seitens Obstbauspritzmitteln oder ähnlichen habe.
    Ich hoffe das klang nicht überheblich, aber so komme ich hervorragend zurecht und hoffe, dass einige dies so auch in ihre Betriebsweise integrieren.