Erneute Behandlung im September?

  • Im letzten Absatz steht da aber auch, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen und alternative Präparate mehr Nachteile hätten...
    In jedem Fall danke fürs verlinken. Denn richtige Untersuchungen sind immer interessanter als die vielen unbewiesenen Behauptungen und Mutmaßungen, die man sonst so oft lesen muss.


    Ich bin mir aber im Moment auch unsicher, ob ich nochmal behandeln soll, wo bei der letzten Behandlung Anfang September doch noch einige Milben runtergefallen sind, aber viel weniger als im Vergleich zur zweiten Runde letztes Jahr.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Ich bin gerade sehr verunsichert - einzelne Völker mit 10 Milben am Tag (Einzelwert, noch nicht gemittelt), aber bei der Behandlung fielen nur wenige Milben. Ich werde jetzt die Völker nochmal mit Puderzucker beproben, frage mich aber auch, ob und wie ich dann jetzt noch behandeln sollte/könnte. Eventuell kann ich in einigen Tagen mit Milchsäure rangehen, weil fast alle Völker zwar große verdeckelte/schlüpfende Brutflächen, aber wenig offene Brut haben.


    Grüße
    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Korrekt aber da ist es m.E. noch schlimmer denn dann verteilt man OS systematisch in der ganzen Beute. Mich hat die lange Beständigkeit erschreckt und wie nahe man an der für Bienen lethalen Dosis arbeitet.
    Die Autorin zeigt, dass es dadurch einfach auch noch nach Wochen zu Überdosierungen kommen kann; wenn dann noch munter "nachgeladen" wird, erhöht man dieses Risiko noch....


    Zitat

    Da die gefundenen Effekte auch bei der Kombination mit Glycerin auftreten, ist nicht davon auszugehen, dass sie über eine Ingestion durch Auflecken der Säure durch die Biene verursacht werden, da Bienen Glycerin nicht freiwillig aufnehmen. Somit unterstützen die Ergebnisse die Vermutungen von Nozal, dass die Säure durch die Kutikula dringt. Dies würde auch die erhöhte Mortalität der Jungbienen (p≤0,033, z≥2,131, z-Test), die durch ihre nach weichere Kutikula empfindlicher reagiert haben könnten, erklären.


    Laut dieser Aussage dringt die Säure durch die Kutikula in die Biene ein und schädigt sie so. Ich möchte jetzt mal postulieren, daß in Wasser gelöste Oxalsäure leichter durch die Haut geht, als die Säure in kristaliner Form. Das wiederum spricht für das Verdampfen von OS als die schonendere Variante. Dies entspricht auch der Empfehlung nur einmal zu träufeln, während mehrmaliges Verdampfen den Bienen scheinbar nicht viel ausmacht.


    Zitat

    Während sich Oxalsäure in Glycerin schnell und gleichmäßig auf dem Körper der Bienen verteilt und nicht auftrocknet, bildet die Oxalsäure in Zuckerwasser beim Auftrocknen Kristalle und ein Grund dafür sein können, dass das Putzen der Bienen der OAS Gruppe länger anhielt


    Insofern könnte sich die lange Beständigkeit der Säure sogar positiv auswirken. Die Biene kommt über lange Zeit (5 Wochen) immer wieder mit der OS in Kontakt und der Putztrieb wird angeregt. Viel Putztrieb würde dann erhöhter Varroafall heißen.



    Beste Grüße


    Herr Rübengrün

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Insofern könnte sich die lange Beständigkeit der Säure sogar positiv auswirken. Die Biene kommt über lange Zeit (5 Wochen) immer wieder mit der OS in Kontakt und der Putztrieb wird angeregt. Viel Putztrieb würde dann erhöhter Varroafall heißen.


    Also diese Ausage würde ich auch unterstreichen und da dieses Jahr in vielen Völkern sehr viele Milben jetzt schlüpfen, ist die Bedampfung die beste Lösung.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Eine nochmalige Behandlung im September mit dem Nassenheider Verdunster ist sehr gut. Die Völker gehen danach nochmal schön in Brut und sind sauber.
    Wenn im Umkreis meiner Bienenstände alle Leute gleichzeitig mitziehen bei der Behandlung, klappt alles wunderbar. Wenn du aber Leute hast, die erst im September das erste mal behandeln.... und mir erzählen, die Völker wären schon so schwach gewesen... Woran das wohl liegt...

  • Ich habe die Erfahrung gemacht, daß je stärker die Völker sind, desto schlechter ist die Wirkung der Ameisensäure. Als ob starke Völker in der Lage wären die AS-Dämpfe weg zu fächeln.


    Aktuelles Beispiel: 1. Behandlung im August mit NH 100 ml 3 Tage bei bestem Verdunstungswetter - bei den beiden stärksten Völkern keine Wirkung. 2. Behandlung mit September mit MAQS bei ebenfalls passablen Wetter. Danach habe ich dann bis Anfang November nicht mehr nach den Völkern geschaut.


    Anfang November habe ich nochmal die Windel eingeschoben und bei einem Volk einen täglichen Fall von über 40 Milben festgestellt. Aus diesem Volk sind OS sei Dank, seit dem über 3000 Milben gefallen. Bei dem anderen hat MAQS gewirkt.


    Beste Grüße von Herrn Rübengrün

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Hallo Herr Rübengrün,


    Hast du den Nassenheider proffessional verwendet? 100ml und 3 Tage sind etwas zu kurz für eine Nassenheider Behandlung. Es soll ja eine Langzeit- Behandlung damit erfolgen, diese sollte sich schon ca 10-14 Tage hinziehen. Zu warme Temperaturen sind nicht günstig für eine Behandlung.


    Viele Grüße

  • ... gaaanz altes Thema: "Die Milben kommen immer vom Nachbarimker."


    Ich bin sehr vorsichtig geworden gegenüber solchen Aussagen. Aus gutem Grund sollte man im Sept. nochmals behandeln; denn die brutständigen Milben erwischt man kaum alle auf einmal und nur ein Teil bei längerer Behandlung. Und eine "getaktete" Behandlung aller im Umkreis als effektives Verfahren bleibt Theorie; einmal aus höchst menschlichen Gründen, aber auch aus sachlich/technischen Gründen:


    Zu letzteren zählt auch die Tatsache, dass Maßnahmen an biologischen Organismen niemals 100%ig ablaufen, sondern einen Wirkungsgrad haben. Dieser kann bei optimalen Bedingungen 90 % betragen, wird aber in der Realität darunter liegen. Und das reicht aus für "Überraschungen", an denen der Nachbar gar nicht beteiligt sein muss.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Hast du den Nassenheider proffessional verwendet?


    Ja


    100ml und 3 Tage sind etwas zu kurz für eine Nassenheider Behandlung.


    Nein, sind es nicht, zumindest bei den 6 anderen Völkern, die nicht sooo stark waren wie die beiden anderen, denn da hat es gewirkt. Bei denen hat auch eine einmalige Behandlung gereicht.:cool:
    Man muß nicht immer alles glauben, was so geschrieben steht....


    Zu warme Temperaturen sind nicht günstig für eine Behandlung.


    Zu warme Temperaturen sind deshalb nicht günstig, weil die Bienen zu viel Schaden nehmen, für die Milbenbekämpfung sind sie gut.


    Beste Grüße von Herrn Rübengrün

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Mit Sicherheit reicht eine Behandlung mit dem Nassenheider Verdunster über 3 Tage nicht aus oder kann es sein, das der Verdecklungszyklus deiner Bienen anders als bei meinen ist? :)
    Das Teil ist nicht umsonst ein Langzeitverdunster. Ich habe jahrelang mit dem Schwammtuch gearbeitet... und seitdem ich die Verdunster im Einsatz habe, nehme ich nichts anderes mehr. Der sollte schon länger im Volk bleiben, umso besser ist das Ergebnis am Ende. Die Ablegerstände habe ich ende September sogar nochmal behandelt (für ca 10 Tage bei ausreichendem Wetter).

  • Moin Hamburger Imker ,


    wenn ich mir Deinen , und die darauffogenden Beiträge so ansehe , bin ich nur verwundert .
    Erneute Behandlung im September ?
    Habe mich gerade noch mal mit befreundeten Imker zu diesem Thema unterhalten .( Einer davon ist übrigens auch ein Hamburger .)
    Was hier zur Milbe angestellt wird ist ein absolutes Unding .
    Meine Vorstellungen/Erfahrungen in dieser Sache möchte ich nicht wiederholen , sie wurden schon oft genug erörtert . Nur welche Rechenoperationen und Betrachtungen hierzu , nach wie vor angestellt werden , ist doch ein wenig verwunderlich .
    Ich erspare mir ganz bewußt auf meine Prizipien in dieser Sache einzugehen . Doch eins möchte ich trotzdem sagen : man muß nicht auf biegen und brechen ein Problem konstruieren , wo kein`s ist .
    Wer seine Bienen sachgemäß führt , d.h. auch heute , die Behandlungen gegen die Milbe sachgerecht macht , der soll nach der AS-Behandlung nach dem Auffüttern , und nach Oxuvar - Träufeln im Dez. ,nichts mehr an den Bienen machen .
    Mir scheint dieser Aspekt , der notwendigen Ruhe für die Bienen , vollkommen aus dem Bewußtsein gekommen zu sein .Denken wir mal an die natürlichen Bedingungen , nach denen wir unsere Arbeit an den Bienen ausrichten sollten .Dazu erspare ich mir ebenfalls die Bemerkungen - sie sollten jedem geläufig sein.
    Doch wenn man die Aktivitäten beurteilt , die sich scheinbar so an den Beuten abspielen , dann ist das ganze Jahr über voll Ballett am Bienenstock . ( Reimt sich fast. )
    Das wird einer der Gründe sein , warum es allgemein Probleme gibt .
    Wir hier , haben keine .


    Gruß hannes

  • Moin Hamburger Imker ,
    ....
    man muß nicht auf biegen und brechen ein Problem konstruieren , wo kein`s ist ...
    Das wird einer der Gründe sein , warum es allgemein Probleme gibt .
    Wir hier , haben keine .


    Gruß hannes


    Dann ist ja alles gut bei Euch.


    Glückwunsch!


    Rainer

  • bei einigen Berlinern war nach 2x Nassenheider Langzeitbehandlung noch Bedarf&Empfehlung auf Grund der hohen Fallraten 2 Wochen nach der Behandlung nach einer weitere- 3.Behandlung- ich wäre als Weisel wahrscheinlich schon blind.
    Ich nutze 2-3x Schwammtuch jeweils am Wochenende, nur bei 15-25°C, idR im August abends in die Beuten. Nach 24h sind die Tücher trocken. Probleme nur mit 2 zargigen Bruträumen- die blasen die AS durchs Flugloch raus! Bei der Winterbehandlung 2015/16 hatten die mehr als 10x höhere Varroa-Fallraten.
    Als Wochenendimker vermeide ich eine Langzeitbehandlung mit AS, da ich keine Hitzetage vorhersehen kann und ich verschiedene Beuten und damit verschiedene NH/zuviele Teile hätte.
    Dies Jahr die 2zargigen nach der AS noch 2x mit Ox bedampft, auch im Wochenrythmus.
    Mal sehen was die Behandlung zu Nikolaus- 3 Wochen nach Frost- bringt. Die Einzarger werden geträufelt, die 2 zarger wegen einer evt notwendigen Wiederholung bedampft.

  • Mit Sicherheit reicht eine Behandlung mit dem Nassenheider Verdunster über 3 Tage nicht aus oder kann es sein, das der Verdecklungszyklus deiner Bienen anders als bei meinen ist? :)
    Das Teil ist nicht umsonst ein Langzeitverdunster. Ich habe jahrelang mit dem Schwammtuch gearbeitet... und seitdem ich die Verdunster im Einsatz habe, nehme ich nichts anderes mehr. Der sollte schon länger im Volk bleiben, umso besser ist das Ergebnis am Ende. Die Ablegerstände habe ich ende September sogar nochmal behandelt (für ca 10 Tage bei ausreichendem Wetter).


    Du solltest Dir diesen Post https://www.imkerforum.de/showthread.php?t=53192&p=521746#post521746 von Melanie nochmal zu Gemüte führen, dann verstehst Du auch warum der Verdeckelungszyklus nicht entscheidend ist für den Behandlungserfolg.


    Beste Grüße


    Herr Rübengrün

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.