Varroabehandlung in Italien

  • Buongiorno tutti


    es geht um die Varroabehandlung in Italien (ligurien)
    Dort ist die vorherrschende Meinung dass Varroa nicht bekämpfbar ist und es wird eher halbherzig mit Milchssäure oder Oxalsäure(warum auch immer?!) behandelt.
    In Ligurien herrscht nie Frost somit "leider" keine Brutpause.



    Was meint ihr wie man die Bienen im Jahresverlauf behandeln sollte?


    Meine Idee wäre ähnlich wie in Deutschland mit Ameisensäure im Spätsommer und Milchssäure im Winter.
    Die Behandlung mit einem evapatore(Verdunster [emoji6] ) und Acido Formico (Ameisensäure)ist in Ligurien unbekannt [emoji54]


    Bin für jeden Vorschlag dankbar


    Gruß Valentino


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  • Ich kenne nur einen italienischen Imker, aber der macht (meistens immer Sommer - je nach Tracht) eine TBE.


    Dabei ist bei ihm die TBE wirklich eine totale (!) Brutentnahme bzgl. der Brutspender und wird in dieser brutfreien Zeit dann mit MS-Behandlung (2 x im Abstand von 5 Tagen) kombiniert.
    Die Brutsammler bringt er einen gesonderten Standort, lässt sie eine neue Kö ziehen und wenn alle alte Brut geschlüpft ist, entnimmt er die neue und behandelt dann, ebenfalls brutfrei erneut mit MS.


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • 1. Teilen und Behandeln mit Milchsäure
    Oder
    2. Ameisensäurebehandlung wie in D
    und
    3. Wenn im Winter keine Brutpause eintritt würde ich eine herstellen (zum Beispiel mit dem Käfigen der Königin)
    Oxalsäure geträufelt oder gespüht wirkt nur im brutfreien Zustand zuverlässig.
    Bedampfen wäre vielleicht auch noch eine Idee. Aber dazu müßtest du dich schlau machen, ob das zugelassen ist.

  • Danke für die Antworten!
    TBE und damit Ablegerbildung ist eine gute Idee!
    Dies werde ich nächstes Frühjahr (in Ligurien März) durchführen. Ich hoffe die Königin geht auch ohne Frost in eine Brutpause. :-[
    für die Spätsommerpflege werde ich glaube ich trotz Verbot meinen Nasseheider Verdunster verwenden..


    Das ist ja schon lustig welche Behandlung in welchem Land erlaubt ist..
    In Ligurien wird fröhlich Oxalsäure verdampft und Ameisensäure ist verboten O:-)
    Weiß jemand was die Gründe dafür sind?




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  • Na vielleicht denken die Italiener, dass die Handhabung mit flüssiger Säure viel gefährlicher ist als mit einer verdampften Oxalsäure. Vielleicht schüttelt man hier auch nur den Kopf über die Nordeuropäer, die mit 85%tiger Säure direkt am Imkerstand hantieren - geschützt mit einem Einweghandschuh und kurzer Hose (Video bei einem Bienenpapst).


    Andere Länder andere Zulassungen.

  • Hallo Valentino


    das Verdampfen von OS sehe ich als gute Lösung an und habe selbst damit gute Erfahrungen gemacht.
    Wenn du AS verdunstet hast du dann sicher eine Brutpause und möglicherweise auch einen Königinnenverlust.


    Mein Tipp: Behandle nicht alle Völker mit dem gleichen Mittel, damit du vergleichen kannst.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hmm ok dann werd ich mal mit dem OS verdampfen auseinandersetzen dass habe ich bisher noch nie gemacht da ich meine bayerischen "Heimatbienen" ganz traditionell mit AS und OS behandle.
    Ich werd diesen Spätsommer mal beides ausprobieren AS Nasseheider und OS verdampfen (wenn ich mich damit anfreunden kann.. ;) )


    Danke für die Ratschläge
    Gruß Valentino




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  • Hallo Spessartimker!


    Du bist dir sicher mit Api LifeVar. Nicht das er mit Apivar behandelt?
    http://www.veto-pharma.com/products/varroa-control/apivar/


    Ist in Italien erlaubt.


    Ansonsten kenne ich einige Imker dort, die mit Scalvini-Käfig arbeiten. Also Königin käfigen und dann Oxalsäure träufeln oder auch verdampfen.


    Logar hat da für größere Imkereien was richtig schnelles...


    http://www.logar-trade.de/verd…eissluft.html?invtid=7816


    So was ähnliches gibt es aber auch in Italien..


    Suche mal auf youtube.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • zum Teil legen die im Sommer wegen der Hitze eine Brutpause ein- ich würde eher bei einem lokalen Berufsimker nachfragen als Experimente mit AS bei der Hitze machen- brutfreien Zustand über TBE dann mit ApiLiveVar(Thymol) oder Oxalsäure verdampfen.
    http://www.legaitaly.com/de/ka…nenhaus/lotta-alla-varroa


    Scalvini-Käfig oder auch Bannwabe scheitern bei mir am "schnellen" Finden der Weiseln, die gewinnen beim Versteckspiel auf Zeit. Komplett abfegen geht schneller, dann kann man sie am ASG absammeln und bei Bedarf tauschen.

  • ...
    3. Wenn im Winter keine Brutpause eintritt würde ich eine herstellen (zum Beispiel mit dem Käfigen der Königin)
    Oxalsäure geträufelt oder gespüht wirkt nur im brutfreien Zustand zuverlässig....


    War heute den ganzen Tag bei einem Berufsimker und wir haben genau das kontrolliert. Er käfigt die Kö auf einer ganzen Wabe (also jetzt schon im Sommer nach der Ernte) und träufelt dann im brutfreien Zustand Ox. Und nach eigenen Angaben hat er die Methode aus Italien übernommen.


    Grüsse, Robert

  • Was spricht gegen Oxalsäure verdampfen?
    Temperaturen spielen keine Rolle und damit genügend Milben erfaßt werden, wird im Block, 2-4x im Abstand von 4-6 Tagen.
    Zusätzlich kann man im Winter eine Brutpause durch Käfigen herbeiführen, wodurch die Oxalsäure noch besser wirkt, aber halt nicht geträufelt sondern verdampft.


    AS würde ich alleine schon wegen der Temperaturen wahrscheinlich nicht nehmen.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool: