Mittelwandgießform Kaufentscheidung Tipps benötigt

  • Wie viel Prozent Spiritus bzw. Alkohol müsste die Mischung denn haben? Eventuell opfere ich halt mal ne Flasche reinen Alkohol (brauche ich für meinen Bärenfang) um damit eine Flasche herzustellen. Oder ist das echt Pur gemeint? Dafür ist das dann doch etwas zu teuer.


    Gruß
    Frank

  • Brennspiritus wäre mir auch nicht so angenehm. Reiner Alkohol wie für Bärenfang (Weingeist) natürlich wegen der Steuer sehr teuer, wobei dürfte da ja nicht so viel benötigt werden.



    gr. Stefan

  • Warum wollt Ihr doch gleich mal die Mittelwände selber gießen? Richtig, Ihr wollt saubere Mittelwände.
    Wenn der Alkohol das Trennmittel ist, dann macht ein, zwei Flaschen Likör weniger und nehmt das Zeug als Trennmittel.


    Beste Grüße
    Hartmut


    genau Hartmut, dann machen wir den Bärenfang etwas teuer und dann läuft alles wieder rund :daumen:


    Vielen dank für die Hinweise, ich denke, ich nehme die Gießform Alfranseder.



    viele grüße stefan

  • Unnötig! Hatten ja schon verschiedene Leute aus ihrer eigenen Erfahrung geschrieben... Scheint wohl schwer zu verstehen zu sein. Weiß nicht warum?


    Ja, aber nur bei guten Matritzen. Offensichtlich sparen da viele Hersteller an der falschen Stelle.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Was spricht denn nun gegen Spülmittel? Honiggläser und Arbeitsgeräte werden normalerweise auch mit Spülmittel gereinigt. Es wird doch nur tropfenweise in einer großen Wassermenge gelöst und dann mit Zerstäuber versprüht. Eigentlich sollte sogar klares Wasser ausreichen, um die Ablösung zu erleichtern, nur dass klares Wasser aus der Leitung wegen der Eigenspannung keinen Film bilden aber die gleichmäßige Wachsaushärtung stören kann. Wie isses mit Gall- oder Kernseife, um die Inhaltsstoffe möglichst gering zu halten und trotzdem einen Film zu erzeugen?


    Ich hatte mir diese Gedanken auch schon gemacht und bin gedanklich bei öligen Trennmitteln angelangt. Kein Glycerin, weil Erdölprodukt, sondern bsp. Rizinusöl. Wie siehts es damit oder einem anderen Öl (in geeigneter Verdünnung) aus? Oder sind Öle ausnahmslos untauglich, weil sie im Wachs gelöst werden können?


    Gruß Andreas

  • Hallo Andreas,


    also ich spüle meine Honiggläser nach dem Spülen mit Spülmittel mit klarem Wasser aus. Das passiert aber bei den Mittelwänden nicht. Dort trocknet das Spülmittel einfach ein. Ob das schlimm ist oder nicht, entzieht sich aber meiner Kenntnis. Ebenso, ob man ein Trennmittel braucht oder nicht. Aber der Jörg meinte ja schon, dass es nicht benötigt wird.


    Gruß
    Frank

  • Jeder rechnet und sieht solche Dinge anders und man kann sowohl mit einen Lada wie auch einem Porsche von A nach B gelangen.
    Aber es wurde ja nach Tipps gefragt, hier mal meine:


    Zu den aufwändigen Klapp-Gießformen aus Metall/Beton etc, kann ich nicht viel sagen.


    Aber meine einfache Silikon-Form braucht KEIN Trennmittel. Es handelt sich um eine einfache Silikonmatte, die wie ein Buch aufgeklappt wird und nur aus Silikon besteht.


    Ich habe es mal gestoppt: 12 MW schaffe ich damit pro Stunde ohne Stress. Die lange Zeitdauer resultiert NUR daraus, dass ich keine aktive Kühlung dabei habe. Denn die MW selbst ist nach dem Gießen und Zuklappen nach 20 (am Anfang) bis 40 Sekunden (später, wenn die Form wärmer ist) wieder herauslösbar.
    Dazu muss nichts geblasen, gespatelt oder sonstwie herumgefrickelt werden - einfach aufklappen, mit den Fingern abziehen, fertig.


    Dann lasse ich das Teil ein paar Minuten aufgeklappt auskühlen (man könnte jetzt auch Wasser draufsprühen, um es zu beschleunigen), ehe ich die nächste gieße. In dieser Zeit schneide ich die MW zu, gebe das Restwachs in den Topf zurück, schaue fern oder mache sonstwas.
    Man könnte z.B. auch gleich einlöten, was sich sehr anbietet, da warme MW dafür wesentlich günstiger sind. Also wirklich verloren ist die Wartezeit nur, wenn man keinen Wert darauf legt. Man darf also eigentlich nicht die gesamte Zeit von etwa 5 Minuten pro MW dafür rechnen, sondern vielleicht nur 1-2 Minuten.


    Wer Stress braucht, kauft (oder bastelt sich selbst) zwei oder drei solcher Formen und arbeitet parallel, kommt dann zwar auf deutlich höheren Umsatz, kann aber die Zwischenzeit nicht anderweitig nutzen. Liegt aber auch dann immer noch erst bei einem Drittel bis zur Hälfte des Preises eines der Geräte aus der nächsten Liga.
    Platz brauchen die Dinger ebenfalls nicht nennenswert - für mich durchaus auch ein Punkt.


    Wie viele MW braucht ihr denn so pro Jahr? Wer braucht womöglich sogar nur Anfangsstreifen und daher nur ganz wenige MW?


    Selbst wer ganze MW braucht, sobald die HR-MW ausgebaut sind, wird hier doch nur ein kleiner Teil jährlich erneuert.
    Tauscht man pro Jahr etwa 1/3 der BR-Waben aus, braucht man z.B. für Dadant bei sagen wir mal 30 Völkern gerade mal etwa 100 MW pro Jahr.
    Und wie man oben sieht, schmilzt der Zeitvorteil doch beträchtlich dahin, wenn man die Zeit für Zuschneiden und Einlöten dazu nimmt und dann erst vergleicht.
    Und wieviele haben schon 30 Völker?


    Es sei zum Schluss aber nicht verschwiegen, dass diese Formen vermutlich nicht ewig halten - sie können mit der Zeit einreißen. Wie lange das hält, keine Ahnung, ich kann noch nichts dergleichen bei meiner Form erkennen und ich habe sie schon 4 Jahre.


    Ich halte diese Technik für Leute mit weniger als sagen wir mal 30 Völkern für die beste Lösung und bin selbst momentan sehr zufrieden damit. Verschweige aber nicht, dass ich mir danach irgendwann wohl dennoch ein Gerät der nächsten Liga zulegen werde, einfach deshalb, weil ich mir gerade bei einem Hobby auch durchaus gerne ein wenig Luxus gönne.


    Gruß
    hornet

  • Hallo Hornet,


    ich frage mich bei deiner Lösung immer frage ist:


    Du klappst ja beide Negative wie ein Buch zu. Hierbei ist es ja extrem wichtig, dass die beiden Seiten genau übereinander liegen - es muss also das bekannte Y entstehen. Ist das bei deiner Variante auch gewährleistet? Verrutschen die Negative nicht auch mal leicht? Ist das der Fall, bauen die Bienen hier erst umständlich die Vorlage um, damit das Y wieder entsteht.


    Gruß
    Frank

  • Hobbit:


    Ich mache aus der MW-Herstellung keine Raketenwissenschaft :wink:


    Es ist GANZ sicher so, dass die geometrische Zellenform bei so einer Silikonmatte nicht so super exakt sein kann, wie die der Hersteller, die digital gefräste Metallrohlinge verwenden.
    Ich bezweifle aber ernsthaft, dass das in der Praxis wirklich eine Rolle spielt. Insbesondere die 6-eckige Form und das Y entstehen ja "von selbst" und werden von den Bienen gar nicht absichtlich erzeugt!


    Die MW soll der Biene ja erst mal nur kundtun "hier haben schon welche angefangen, macht hier weiter und zwar in der Richtung die nun schon mal da ist". Und zweitens soll sie Wachs liefern, damit es schneller geht und sie nicht so viel selber ausschwitzen müssen. Beides kann sie zu 100% erfüllen.


    Es ist ja auch nur ein dünner Anfang, da müssen die Bienen nicht so viel umarbeiten, falls überhaupt. Soweit ich gelesen habe, machen die Bienen von sich aus auch gar keine eckigen, sondern runde Zellen! Die spätere 6-eckige Form (und das Y am Zellboden) entstehen erst im späteren Verlauf durch die chemisch-physikalische Eigenschaft des Wachses, dass die Grenzflächen sich bei Wärme in diese Form anordnen. Diese Wärme allerdings erzeugen die Bienen absichtlich und gezielt im Baubereich neuer Waben (siehe Seeley).


    Die Grenzflächenformung kann aber erst stattfinden, wenn die Bienen die Zellen auch tatsächlich ausziehen. Daher dürfte die exakte Form noch weniger eine Rolle spielen, zumindest glaube ich das und die Ergebnisse in der Praxis zeigen mir, dass die ausgebauten und bebrüteten Waben nicht anders aussehen wie die, die ich mal gekauft habe - und nur das ist es, was für mich zählt.


    Es gibt bei meiner Variante übrigens noch einen Vorteil gegenüber gekauften MW: Sie sind dünner, man bekommt also mehr MW pro kg Wachs heraus. Gekaufte wiegen etwa 100g, meine eigenen kommen auf etwa 70g. Dünner bedeutet übrigens auch, dass sie beim Ausziehen besser durchwärmt werden und sich so im Zweifel noch besser, sprich exakter ausformen können (Y-Boden) als bei gekauften, dickeren MW, für den Fall, dass die Prägung nicht exakt genug gewesen sein sollte.
    Die dünnen MW bekommt man mit den Metallformen aber vielleicht auch hin, das weiß ich nicht.


    Das kann bei fehlender Übung auch ein Nachteil werden, denn wenn man zu dünn wird, entstehen im Volk in solchen MW durchaus Löcher, die vor allem ab Spätsommer von den Bienen nicht mehr richtig ausgebaut werden und bleiben bzw. im nächsten Jahr mit Drohnenzellen zugemacht werden können.
    Solche MW kann man aber auch schon bei der Herstellulng aussortieren und mit etwas Übung passiert das kaum noch.


    Kollegen von mir verwenden diese Formen sogar nur so, dass sie eine Kelle Wachs reinschütten, zuklappen nd dann eine von vorneherein löchrige, oft nur halbe MW herausnehmen und die Bienen den Rest machen lassen. Sozusagen "schlampige, übergroße Anfangsstreifen". Geht auch, einziger Nachteil halt, dass überall Drohnenbau drin ist. Also den Bienen ist es ganz sicher EGAL, wie exakt die MW sind.


    Und sofern man ein Mindestmaß an Sorgfalt anwendet, bekommt man auch mit meiner bisherigen MW-Gießform mit wenig Aufwand exakte und schöne MW und später perfekt ausgebaute und bebrütete Waben/volle und schön verdeckelte Honigwaben hin!


    Was willst du anderes?


    Gruß
    hornet

    Ja, spinn' i oder bien i?

    Einmal editiert, zuletzt von hornet () aus folgendem Grund: ergänzt

  • Ich denke auch, dass die Ansprüche der Imker viel höher sind, als die ihrer Bienen.


    Ich für mein Teil würde im nächsten (oder übernächsten) Jahr so einen Eigenbau ausprobieren.


    Ich werde diesen Winter auch eine ganz einfache und hoffentlich preiswerte Form basteln.

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    Diese Anleitung gefällt mir gut. Ich will einstellbare Scharniere verwenden, um die Dicke der Mittelwand einstellen zu können.


    Grüße
    Mati