Volk einengen?

  • Hallo zusammen,


    wir hatten ein starkes Ablegervolk, das nahezu eineinhalb Zander-Zargen gut besetzte. Nun mussten wir letzte Woche neu beweiseln, da die Königin und folglich auch Brut fehlte. Die erste Zarge ist wenig mit Futter besetzt. Die Königin stiftet seit heute auf einer Wabe. Sie haben ihr gesamtes Futter in der 2. Zarge eingelagert. (8Rähmchen) Insgesamt ist die Bienenmasse meines Erachtens zu gering für 2 Zargen.


    Meine eigentliche Frage: Soll ich das Volk auf eine Zarge einengen und 6 Futterwaben nach unten hängen (3 jeweils nach außen) So wäre Futter unten und die KÖ hätte noch 4 Rähmchen Platz für neue Brut.


    Was meint ihr? Vielen lieben Dank.

  • Ja, ich überwintere die meisten meiner Völker auf nur einer Zarge (12 DNM). Das vermeidet Schimmel und die Völker starten im Frühjahr besser.
    Wenn das Volk wie beschrieben relativ klein ist, reicht der Brutraum und auch der Futtervorrat in einer Zarge aus.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo


    Ich würde das Hauptbrutnest unberührt lassen und nur maximal 4 Futterwaben runterhängen, also dort wo die Bienen weniger sitzen. Dann würde ich Zuckerwasser 1:1 in kleineren Gabenjeden 2.Tag einfüttern um der Königin einen Nektarstrom vorzugaukeln, damit sie noch gut in Brut geht. Die kleineren Futtergaben deshalb, damit die Bienen nicht alle Zellen gleich mit Futter füllen. Die Bienen können dann langsam das Brutnest auf einer Zarge einrichten und bei größerem Futterbedarf auf die 4 FW zurück greifen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moin,


    ich würde gar kein Futter runterhängen, denn Futter ist natürlicherweise über Kopf im Bien. Auf eine Zarge einengen würde ich im Herbst aber auch nicht gerne, da hat man bei Zander immer das Problem, dass es entweder mit dem Futter oder mit dem Platz zum Brüten etwas knapp wird.


    Ich würde wohl alle Waben lassen wie sie sind, das Flugloch gut einengen und ansonsten dünnflüssig füttern wie von Dr. Obi empfohlen.

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher


  • Ich würde auch die vollen Futterwaben in der zweiten Zarge belassen. Das Volk wandert dann im Winter nach oben und du kannst im Frühjahr die untere Zarge rausnehmen. Und warum nur 6 Futterwaben geben wenn schon 8 vorhanden sind? Die sollten eigentlich schon fast für den gesamten Winter reichen, da brauchst du nicht mehr so viel füttern.


    Falls du aber doch auf eine Zarge einengen möchtest würde ich die Futterwaben als ein Block reinhängen und nicht drei links + drei rechts, da wäre der Futterabriss ja schon vorprogrammiert.

  • Guten Morgen,


    warte doch ersteinmal den September ab. Vielleicht entwickelt sich die Kö noch zur Legebombe und knallt noch hübsch ein paar Waben voll, die sie sich selber aussucht. Wenn Du noch etwas Tracht hast, haben die Sammlerinnen auch noch ein klein wenig zu tun und können das einlagern. Ich persönlich würde die jetzt mal schön in Ruhe lassen und ausser Flugloch einengen und Varroa überwachen gar nix tun. Ende September dann kannst Du schauen, wie sich die Volksstärke entwickelt hat und wie die unteren Waben besetzt sind.
    Wenn sich dann herausstellt, dass mehrere Waben unbenutzt bleiben, diese wegnehmen und an den Seiten mit Styroporplatten in Wabengrösse auffüllen. Das ist quasi wie einengen. Dann hast Du keine Schimmelbildung auf unbesetzten Waben. Die Bienen ziehen dann im späteren Winter um nach oben, wie oben bereits beschrieben.
    Grüsse
    LP