Volk auflösen - hälfte hängt unter anderer Beute

  • Hallo Imkerkollegen,
    ich habe gestern mein erstes Volk aufgelöst, da es Weisellos war. Dazu habe ich es gut eingeraucht, und dann in der nähe von einem anderen Stand abgestossen. Damit auch keine Drohnenmütterchen oder unbegattete Königinnen mit einziehen, habe ich sie Völkter nicht "normal" vereinigt. Das hat auch soweit funktioniert. Allerdings haben sich zuerst alle Bienen an einer Beute versammelt, sind auch über einen aufstieg hochgekrochen und die hälfte hat sich eingebettelt.


    Allerdings hängt heute noch die hälfte als Traube unter der Beute. Ist das normal?


    mfg
    Thomas Pfaffinger.


  • Was ist bei Bienen schon normal :wink:? Hatte ich beim Auflösen auch schon mal, nimm den Bart ab und versuch sie noch mal einlaufen zu lassen.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna


  • Hallo Thomas. Warum stellst du die Beute so das sich unten Bienen aufhängen können, statt einzulaufen ?


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Thomas. Warum stellst du die Beute so das sich unten Bienen aufhängen können, statt einzulaufen ?


    Hallo der bocholter,


    diese Frage verstehe ich nicht, die wird der TO als Anfänger wohl erst recht nicht verstehen können.
    Wer seine Beuten nicht direkt auf dem Boden stehen hat oder wer KEIN Flugbrett verwendet, das bis zum Boden reicht, hat doch seine Beuten fast immer so stehen, dass sich unterhalb Bienen aufketten können? Ich wage zu behaupten, dass das bei 90% der Imker der Fall ist, es sich also sogar weitgehend um den Normalfall handelt?! :confused:


    Er hat die Bienen doch auch nicht "einlaufen" lassen, sondern in der Nähe des Standes "abgestoßen", d.h. die Bienen sind zur Beute zurück geflogen, das ist m.E. beim Auflösen von Völkern ebenfalls so usus.


    Gruß
    hornet

    Ja, spinn' i oder bien i?

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  • Hallo hornet. Sieh dir einfach die Aufstellung der Beuten auf den Bildern noch nal genau an und denke darüber nach ! Dann wirst du es auch verstehen. Beuten können auch so abgestellt werden das sie bündig mit dem Trägerbalken abschließen. Dann kann es auch nicht zu solchen aufhängungen kommen. Dabei ist es egal ob die Bienen entfernt von den Waben abgestoßen werden oder über ein Brett einlaufen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo derbocholter,


    ich vermute, du meinst, dass die Flugfront bis unten geschlossen sein sollte. d.h. zwischen Beute und Balken sollte keine Lücke sein. Das sehe ich in der Tat genau so wie du.
    Allerdings stellen SEHR viele Imker ihre Beuten auf zwei Querbalken "in der Luft" und da ist es naturgemäß so, dass die Balken weiter hinten sind, vorne also der Gitterboden "in der Luft hängt".


    Im 1. Bild des TOs sieht man aber, dass die Traube VOR dem Balken unter der Beute hängt, das wäre nicht der Fall, wenn man die Flugfront geschlossen hält. Da gebe ich dir also absolut recht, eine geschlossene Vorderfront kann viele solcher Trauben vermeiden, aber eben nicht alle.



    Und im 2. Bild des TOs sieht man die Beute z.B. von der Seite und sieht, dass die Traube hier HINTER dem Balken zu hängen scheint. D.h., selbst wenn man die Flugfront geschlossen hätte, hätten sie sich halt von hinten oder von der Seite her reingemogelt und so trotzdem unten aufgehängt.


    Meiner Erfahrung nach tun sie das auch wirklich ab und zu auch dann, wenn "vorne dicht ist", erst recht, wenn eine Kg, eine Prinzessin oder Afterweiseln mit dabei sind.


    Gruß
    hornet

  • dass die Traube VOR dem Balken unter der Beute hängt, das wäre nicht der Fall, wenn man die Flugfront geschlossen hält. Da gebe ich dir also absolut recht, eine geschlossene Vorderfront kann viele solcher Trauben vermeiden, aber eben nicht alle.


    Josef hat schon Recht, und außerdem gehört neben einer Einlaufhilfe (wenn es keine vernünftigen Flugbrettchen gibt) für die Dauer solcher Aktionen ein Schieber in den Gitterboden. Oder eben nicht wundern.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Josef, hornet und Ralf,
    alles verständlich, aber Thomas wollte doch eigentlich wissen, was er nun (!) tun kann, wo die Bienen doch schon mal unter der Beute hängen.
    Klappt das wirklich, was Zonia vorschlägt: vorsichtig in Richtung Flugloch abkehren und dann "einlaufen" lassen (also z.B. mit angestelltem Brett die Richtung zum Flugloch weisen)?


    Sorry, der Thread ist schon ein paar Tage alt, und vielleicht existiert das Problem schon gar nicht mehr - hätte mich aber auch interessiert, da ich eine ähnliche Situation auch letztes Jahr hatte.


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • alles verständlich, aber Thomas wollte doch eigentlich wissen, was er nun (!) tun kann, wo die Bienen doch schon mal unter der Beute hängen.


    Mit Wasser ansprühen, irgendwie vors Flugloch bugsieren und einlaufen lassen. Einlaufhilfe (Stück Pappe) und fertig. Imkern ist nicht immer Raketenwissenschaft.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife


  • Klappt das wirklich, was Zonia vorschlägt: vorsichtig in Richtung Flugloch abkehren und dann "einlaufen" lassen (also z.B. mit angestelltem Brett die Richtung zum Flugloch weisen)?


    Das klappt. Mit Vorbehalt :wink:... Wenn sie schon lange hängen und der Tank entsprechend leer ist, könnte es auch Stechereien geben, muß aber nicht.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • ...vors Flugloch bugsieren und einlaufen lassen. Einlaufhilfe (Stück Pappe) und fertig.


    Das verstehe ich nicht:
    Ungewollte Kö. oder gar Afterweiseln sollten mit dem Abkehren in gehöriger Entfernung doch gerade am Eindringen in den Stock gehindert werden. Wieso denen jetzt noch beim Entern helfen? Statt dessen: eingesprühte Traube abnehmen, ggf. auf FuW setzen lassen und am nächsten Tag (diesmal mit abgeschirmten Beutenböden) erneut nach Rauchgabe/allgemeinem Auftanken in etwas größerer Entfernung als vorher abkehren?