Varoa trotzdem behandeln, danke für eure Meinung

  • Zur oben zitierten Eingangsfrage: kommt wie auch hier und anderswo drauf an, wer dieser Meinung ist und auf welcher Basis: meist nämlich keiner wesentlichen. Sprich: die kennen TBE nicht, mit Fangwabenverfahren auch schon gar nicht, und deshalb: besser druff! Besser nochmal so wie immer. Das machen wir immer so und deswegen muss es sein.


    Meine Antwort: nein Warum? -Wenn die TBE vorschriftsmäßig gemacht wurde und die Brutscheune behandelt wurde, dann ist gut. Nur noch Winterbehandlung, Ende.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Zum ewig wieder hergebeteten Monster der OS: Ja, ist eine Säure, Säuren generell haben ihre Gefahren. Das Verdampfen an sich ist kein Hexenwerk und mit entsprechenden Vorkehrungen, die man entsprechend beimTräufeln oder Nassenheider oder oder oder ja auch beachten muss, ist alles gut. Für die Bienen allemal, ander Säuren greifen die Außenhülle genauso an. Und immer wieder wird fälschlich die geträufelte, also gelöste OS mit der verdampften verglichen, das ist aber ein deutlicher Unterschied.
    Nur weil es sein Sublimieren ist, ist es nichts turbogefährliches. Und diese ewig zitierten Risiken und möglichen Folgen, die gibt es auch für AS, man könnte ja Beipackzettel kreieren, alles aufgeführt, liest sich schön gruselig, egal wo...
    GErde der Calciumstoffwechsel etc., meine Güte, beim Verdampfen bekommtman das nicht hin, never, da geht es um Oxalsäure-Aufnahmen, oral. Und dass sie über die Haut aufgenommen werden kann: ja, schafft aber auch kaum einer.Behndelt ihr alle ohne Handschuhe oder was?
    Wer die OTs eingießt und das trocknet an über Winter, und latscht dann dort hinein in die Kristalle, jo, ist denkbar. Jedoch passiert gerade so was ganz bestimmt nicht bei der Verdampfung. Untersuchungen zu Resten in der Beute und bzgl Honig gibt es. Also hört doch mal auf mit Gespensterzaubern.
    OS ist kein Babypuder aber auch nicht der Teufel und die Verdunstung der AS dann ein Spaziergang


    Hatten wir alles schon mal hier


    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • ... Monster der OS: Ja, ist eine Säure, Säuren generell haben ihre Gefahren... diese ewig zitierten Risiken und möglichen Folgen, die gibt es auch für AS...[/URL]


    Eben nicht, Säure ist nicht gleich Säure, siehe vorangegangene Diskussion!


    Es gibt Säuren die komplett verdunsten und das Monster verschwindet wie bei der AS und eben Säuren da bleibt was übrig und das Monster verschwindet nicht oder nur langsam wie bei der OS!


    Manche Leute wollen oder können das nicht verstehen ... ich gebs auf ... :cry:

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

  • Bisschen weit aus dem Fenster mit den Formulierungen oben?! Können auf jeden Fall, und bereits erfolgt. Danke! Von daher bin ich jetzt denn eben mal akademisch blond: kapier ich nicht: häh?!?


    Wozu haben eigentlich zig Leute mit entsprechendem Hintergrund dazu Studien durchgeführt und diese Veröffentlicht. Auch Rückstanduntersuchungen. Ich versteh nicht, warum diese alten Bärte immer noch hängen.
    Verharmlosen will ich doch gar nicht. Nur bei den Tatsachen bleiben.


    Beleg doch Deine Behauptungen bitte mal mit Fakten. Wie wurde das gemessen, nachgewiesen und wo und wann dokumentiert, auf welchen Füßen wissenschaftlichen Arbeitens steht das und wer hat das geprüft und zugelassen?
    Ich würde das gern nachlesen.


    Die Hintergründe zur Verdampfung, die Untersuchungen dazu und Messungen incl. Methoden sind hier bereits einige male zitiert und verlinkt worden. Findet man. Kein Problem.


    Es soll auch gern einjeder weiter so behandeln, wie er am besten kann und möchte und gut klar gekommen ist. Es soll niemand bekehrt werden. Nur ist es langsam müßig, immer wieder diese Unkenrufe bzgl der Verdampfung zu hören und zu lesen.


    Wohlweisslich geht es hier nicht um die Träufelbehandlung und OS immer in einen Topf. Es geht um die Verdampfungsmethode.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Das Problem ist das leider oft das eine echte Recherche leider nicht stattfindet.
    Sonst würde sich die Behauptung oben direkt umdrehen, AS ist schon mal n ganz guter Brummer aus toxikologischer Sicht, mit einigen Nebenwirkungen und vergleichsweise geringen Konzentrationen (Warum wirkt das Gas wohl so gut?).


    Aber wenn man schon die Formulierung "Monster", um ein etwas schlecht zu machen, in einer Sachdiskussion hört, ist Hopfen und Malz verloren.


  • Hallo zusammen,


    für den Fall, dass ihr gar nicht gelesen habt was ich geschrieben hab, hab ich oben mich selbst teilweise nochmal zitiert.
    Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich angezweifelt oder behauptet haben soll was ich m.E. nicht in meinen anderen Beiträgen
    weiter oben schon versucht hab zu erläutern.
    Ich hab weder Studien noch deren Ergebnisse angezweifelt und ich hab auch nicht behauptet, dass eine Säure gefährlicher oder besser sei als die Andere!
    Es ging mir lediglich um die Abschätzung des Risikos beim Umgang mit den genannten Säuren!


    Aber vermutlich reden wir hier einfach nur aneinander vorbei!?


    Die Ameisensäure wie sie von uns angewendet wird ist ohne Zweifel, wegen ihrer stark ätzenden Wirkung in flüssigem und gasförmigem Zustand sehr gefährlich.
    Da sie aber rückstandsfrei verdunstet geht, nachdem sie sich verflüchtigt hat, keine Gefahr mehr von ihr aus.
    Deshalb sollte m.E. wenn der Docht eines Verdunsters komplett getrocknet ist und kein starker AS Geruch mehr wahrnehmbar ist auch keine Gefahr mehr davon ausgehen. Wenn ich also alle Schutzmaßnahmen einhalte ist das Risiko gering und die Gefährdung mit Abschluss der Behandlung verschwunden.
    Das Risiko ist während und nach der Behandlung, sehr genau abschätzbar.


    Bei Oxalsäure, egal wie sie angewendet wird, ist das Risiko, wenn ich alle Schutzmaßnahmen einhalte ebenfalls gering.
    Aber die potentielle Gefährdung ist mit Abschluß der Behandlung nicht verschwunden, die OS bleibt erst mal in der Beute und "verschwindet" erst langsam wieder.
    Ich kann deshalb das Risiko während der Behandlung sehr gut abschätzen, aber eben nicht danach!


    Und ja, es gibt hierzu Untersuchungen und Studien, aber ich hab noch keine gefunden, die mir genau sagt wie stark ich mich kontaminiere,
    wenn ich z.B. ein paar Wochen nach einer Träufelbehandlung einen Winterausfall abräume.


    Gruß Ulrich

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

  • Es ist beinahe zum Totlachen, Atemschutz, Schutzbrille und geeignete Handschuhe, mehr geht nicht mehr!!!!
    Aber das ganze ist harmlos, warum dann das ganze Zeug?
    Da kann ich nur den Kopf schütteln.
    Ich mache einen Vorschlag, jene welche für die OS sind sollen die verwenden, wie sie es gewohnt sind, die anderen dürfen die AS anwenden wie sie es möchten und wir
    müssen hier nicht um des Kaisers Bart streiten.
    Gruß Einstein

  • man sollte viele Methoden kennen und anwenden können- bei mir vertragen sich MS, AS und Oxs im Lager.
    Und werden bei Bedarf in Kombination mit biotechnischen Maßnahmen verwendet.
    Am wirksamsten sind die Mittel im brutfreien Zustand, den herzustellen ist mir wichtiger als die Art der Säure.


    PS: die Schutzbekleidung im Lebensmittelbereich ist ähnlich, sie muß nur nicht säurefest sein. Im Winter bzw bei der ersten Fühjahrdurchsicht mal Handschuhe anzuziehen, ist mir lieber als ohne Handschuhe tote Völker abräumen zu müssen.
    Gruß Fred

  • Hallo Leute,


    bitte das Thema des Threads beachten, es geht nicht um ein Für und Wider von gewissen Medis sondern ob und überhaupt. Also bitte beim Thema bleiben. Danke!


    Gruß
    Reiner

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • Die Gefährdung bleibt m.E. auch über mehrere Wochen vorhanden. Das mußte ich leider aus eigener Erfahrung schon lernen!
    Fleisig im Winter im Vorjahr mit OS behandelt und dann die Völker im Frühjahr teilweise durchgeschaut.
    Komisches Gefühl an den Fingern beim ziehen der Rähmchen, natürlich ohne Handschuhe, die Oberfläche fühlt sich teilweise etwas mehlig an.
    Nichts dabei gedacht, aber nach Tagen löste sich teilweise an Zeigefingern, Mittelfingern und Daumen die Haut.


    Mal abgesehen davon, dass wir hier bereits reichtlich OT sind, sollten wir mal die Kirch im Dorf lassen.


    Was genau heisst denn "fleissig im Winter im Vorjahr"? Hast Du geträufelt? Bedampft? Wie oft hieß fleißig? Ich wage mal zu behaupten, dass eine geträufelte Winterbehandlung zunächst konzentriertere Rückstände auf den Rähmchen hinterlässt, aber auch die sind monatelang Feuchtigkeit, Temperaturen usw. unterworfen.


    Und was, meinst Du, ist von einer sagen wir mal 1 g Bedampfung um Weihnachten herum Ende März noch vorhanden, v.a. spürbar (und so früh im Jahr sollste eh nicht in den Völkern rumwuseln).


    Gut, ich hab auch oft das Gefühl, mein Magen fühlt sich komisch an, wenn grad vorher jemand von seinem Magen-Darm-Alarm am Wochenende erzählte. Hat aber dennoch fast nie Folgen...
    Das Bedampfen hat ein Anwenderrisiko, etwa wenn Du zwar mit Feinstaubmaske auf der Nase aber freien Augen den Bedampferdeckel in Gesichtshöhe aufmachst, um reinzugucken, während der Lüfter noch läuft. Aber ich schüttel ja auch keine AS-Flasche mit nur aufgelegtem Deckel, um zu sehen, ob noch was drin ist.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hallo zusammen,


    sicher sind wir OT, und ganz ganz sicher solle einjeder so behandeln, dass es ihm nicht mulmig dabei wird.
    Aber informiert sollte er sein. Sachlich sollte auch geblieben werden.
    Und die Behauptungen, die hier zum Teil wieder einmal aufgestellt werden, sind persönliche MEinungen und längst widerlegt. Die Untersuchungen sind bereits zitiert, nur werden sie ignoriert und deren objektiv nachvollziehbar gewonnenen Ergebnisse auch.


    Die Rückstände der OS sind z.B. von der Fischermühle untersucht worden. Dabei wurden neue, nie mit OS in Kontakt getretene Rähmchen als Vergleichsgruppe genutzt gegen Rähmchen, die bereits seit 10 Jahren dort in Gebrauch sind und die regelmäßig OS abbekommen hatten; jedes Jahr mindestens 1 x Sprühbehandlung oder Dampf. Dann wurden die Versuchsvölker mit 3 g OS in Verdampfung behandelt und es wurden einige davon vorher sogar noch einer Sprühbehandlung vorher unterzogen, hattn also eine zusätzliche Belastung und die Rähmchen ebenso durch die Lebensdauer und Vorbehandlungen. Effizienz des Auslöseverfahrens aus den Holzproben betrug mindestens 80 %.
    Die Rückstände waren zwar höher als in der VErgleichsgruppe aber nur knapp über der Nachweisgrenze von einigen Mikrogramm und auf jeden fall deutlich unter dem MAK.
    Es wird auch nochmal deutlich gemacht, dass lt Auskunft des Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheitswesen die zulässigen Höchstkonzentrationen von OS in Haarkosmetik z.B. bis 5% erlaubt sind.
    Und der Gehalt in frischem Obst und Gemüse um teils mehr als das Tausendfache erhöht ist gegenüber der NAchweismenge im getesteten Rähmchenholz. Somit ist die Tätigkeit in der Küche beim Schneiden dementsprechend nun ebenso potentieller gefährlich als die Rähmchen mit bloßen Fingern anzufassen.
    Nachfolgend Zitat von S. 10 der Untersuchungen der Fischermühle

    Zitat

    ....Zudem ist davon auszugehen, dass der Finger des Imkers nicht mit der in den Proben festgestellten Menge Oxalsäure belastet wird. Die Oxalsäure ist nicht frei verfügbar an der Oberfläche des Holzes. Die oben angegebenen Rückstandswerte beziehen sich auf die gesamte Oxalsäure, die im Verlauf von 24 Stunden im Labor aus dem Rähmchenholz herausgelöst wurde....


    Also bitte hier auf die Fakten schauen, die Studien auch mal lesen und keine Einzelfälle mit persönlichen Überzeugungen als angebliche Gefährdungsbeweise berichten.


    Verharmlosend soll das nicht wirken, jedoch relativierend.
    Der Umgang mit den Varroabehandlungsmitteln ist und bleibt nicht harmlos und da sollte man bitte aufpassen. Wer mich kennt, weiß, dass ich das schon zugmal thematisiert habe und hier nicht den Weichspüler einlegen möchte.
    Wo ich was dagegen habe ist, dass immer noch und immer weiter die falschen Behauptungen zur Verdampfung als Behandlungsmethode herumposaunt werden, und zwar ohne Hintergrund.
    Und Langzeitwirkungen durch eingebildete Reste von OS, die dann angeblich zu Nierenschäden führen sollen -:roll: Leute!


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Dieses ganze Tohuwabohu um die Säuren sollte jedoch dazu führen, dass wir wie gewünscht zum Ausgangsthema zurückkommen:


    TBE mit Fangwabe wie sich das gehört gemacht.
    Imkerverein plärrt: "AS nochmal, AS nochmal, muss!"


    Die TBE ist doch eine sehr schöne und effektive Alternative, wo man mit nix die Fingerchen voll hat, keine Schutzmaske, nur einen Tag Arbeit und später nochmal. Brutscheune einschmelzen oder Thymol drauf.
    Keine AS, keine OS.
    Super
    Fertig! :-D


    Antwort hatte ich schon oben gegeben: Varroa trotzdem behandeln? Neeeiiiiin

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo zusammen,


    ich seh das folgendermaßen wenns um die Varrose geht.
    Immer die Behandlungsmethode rechtzeitig vorher auswählen und nie später starten als erforderlich.
    Gerade als Anfänger sollte man nur Methoden wählen, die ausreichend dokumentiert, erläutert auch erprobt sind.
    Sich nie auf das auszählen von Milben verlassen. Die Krankheit ist die Varrose, die Milbe ist u.A. nur der Auslöser.
    Entsprechend nie eine Behandlungsmethode abbrechen, ändern oder auf eine andere Methode umsteigen, es sei denn die Behandlungsmethode sieht dies vor.


    Gruß Ulrich


    beetic
    NICHTS von dem was du mir weiter oben vorwirfst hab ich behauptet oder getan!
    Das entspringt alles nur deiner Fantasie!
    Lies bitte die Beiträge von Anderen erstmal durch und spar dir die Polemik!

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

  • Gegen unsachliche Argumentation wäre hier durchaus Polemik angebracht. Vor allem mit dem Hintergrund, daß Du immer und immer wieder die Oxalsäure so runtermachst.


    Bei der Sublimation von Oxalsäure verbrennen 1 g vielleicht 0,5 g direkt zu CO2. Es landet also nur die Hälfte der Oxalsäure im Bienenstock. Des Weiteren hat die Oxalsäure eine Halbwertszeit von zwei Wochen im Bienenstock. Nach vier Wochen nach dem letzten Verdampfen sind nur noch Mikrospuren davon vorhanden, wenn überhaupt.


    Kann man auch hier nachlesen:
    http://www.ema.europa.eu/docs/…t/2009/11/WC500015217.pdf


    54 % der Oxalsäure bleiben erhalten nach dem Verdampfen (Sublimieren...) und der Rest wird sofort zu CO2 (45 %) und Ameisensäure (1 %) zerlegt. Was dann noch übrig bleibt, wird wie Studien zeigen, zerfällt innerhalb von Wochen.


    Das Abpellen von Haut an den Fingerkuppen, wie von Dir beschrieben, das kenne ich nur von zu viel Kontakt mit Propolis, wenn jemand empfindlich gegenüber Propolis ist.


    Ich habe wortwörtlich schon tausende Male bedampft und werde alleine dieses Jahr circa 5.000 Bedampfungen machen. Danach lasse ich mich mal untersuchen und dann werde ich Dir berichten.


    Was ich von Dir hier zur Oxalsäure gelesen habe, kann ich von der Praxis her überhaupt nicht bestätigen. Im Gegenteil reizen mich deine unsachlichen Einwürfe dazu, polemisch zu werden.