Blechabdeckungen rosten bei Ameisensäurebehandlung

  • Hallo,


    ich habe letztes Jahr mit dem Imkern gestartet und neue Ausrüstung, inkl. Beuten und Blechabdeckungen (elektroverzinkt, von Bienen Ruck) gekauft und heuer wegen Erweiterung auch nachgekauft.


    Die Blechabdeckungen sind nach einmaliger Ameisensäurebehandlung im Nassenheider Verdunster großflächig gerostet, Bild anbei.


    Auf Reklamation hat mich Ruck grade angerufen und gemeint, dass die Abdeckungen nicht für Ameisensäurebehandlung geeignet sind und vorher abgenommen werden müssen.


    Beim Wettbewerber Holtermann steht ein entsprechender Hinweis auf der Webseite.


    War mir nicht klar. Ist das so, gibts da Meinungen?


    Viele Grüße,
    Thomas


  • Hallo Thomas,
    das ist leider so, alle Eisen/Stahlteile in bzw an der Beute werden von Säuren angegriffen. Wenn Stahl dann Edelstahl.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Habe die gleiche leidvolle Erfahrung gemacht, ohne dass der Beuten-Verkäufer van den Bongard gewarnt hätte. Hoffe dieses Jahr nach TBE und MS-Behandlung der Ableger weitgehend ohne AS auszukommen. Abnehmen der Außendeckel kann bei unserem Klima bei Langzeitbehandlung auch problematisch sein.
    Karl

    Etwa 10 Völker auf Dadant an etwa 3 Standorten. "Bienenrasse":roll:: was sich bei Nachbarimkern so bewährt hat.

  • Hallo Leute,


    verzinkte Bleche und Säuren vertragen sich halt mal nicht. Das sollte nicht überraschen und nicht dem Verkäufer angelastet werden. Ich hatte in meinen AS-Zeiten mal das Problem als ich die Bienenflucht als Innendeckel drin belies. Durch das Loch stiegen die Dämpfe nach oben und hinterließen im Deckel einen Rostfleck in exakter Größe der Aussparung. Auf dem Bild sieht ds für mich seltsam aus. Wo kämen da die AS-Dämpfe so konzentirert her um genau an den Ecken Rost zu erzeugen? Wurde da evtl. AS verschüttet o.ä. ?
    Wie Sabine schon sagt, Innendeckel sollte sein, gut abschließend natürlich auch, sonst stimmt die Dampfkonzentration ja auch wieder nicht.


    Gruß
    Reiner


    PS: Der Rostfleck blieb übrigens seit dem (>10 Jahre) praktisch unverändert.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • robirot


    Ich vermute das ist die Erklärung. Die Holzdeckel innen waren natürlich drauf, allerdings keine Folie drunter, weil die (zu kleinen) Folien immer sofort durchhängen, wenn keine Rähmchen von unten halten.


    Vermutlich sind die Beuten nach einem Jahr nicht mehr ganz exakt, und der kleine Spalt reicht.


    Mein Imkerpate hat mich auf selbstgebaute Abdeckungen aus Alublech hingewiesen, die das wohl problemlos überstehen. Habs selber noch nicht ausprobiert, allerdings habe ich einen gewissen Leidensdruck, weil eine Abdeckung, die ich teilweise abnehmen muss, aus meiner Sicht keine Abdeckung ist.


    Einen Hinweis beim Verkäufer hielte ich da schon für angemessen, auch wenn ich hier nicht nachkarteln werde. Hatte das seltsamerweise auch aus dem Einführungskurs so nicht in Erinnerung.

  • Die meisten von Euch haben doch bestimmt irgendwo Leinöl rumstehen, den Deckel damit Streichen und dann rostet auch nichts mehr.
    Muss in der Sonne trocknen , dünn auftragen- dauert ein wenig mit dem trocknen- dann ist der Anstrich Säurebeständig.


    Grüße Enrico

  • Kauf dir im Baumarkt 2 mm Plexi in der Größe deiner Beute. An einer Seite 3 cm abschneiden (bei Adamfütterer ein Loch unter dem Aufstieg und den Ausschnitt auf eine 0.5 mm Platte Kleben). Ist besser als jede Dünne Folie. Der Auschnitt bzw. der Abschnitt komm wieder mit rauf, ausser zum Füttern.

  • robirot


    Das löst jetzt zwar das Problem durchhängender und zu kleiner Folien, besten Dank für den Hinweis, wobei ich dies bei mir so lösen werde, dass ich mir selber Folien zuschneide, die einfach 2 cm überstehen, das ist extrem praktisch.


    Die Ameisensäureproblematik löst es aber wohl nicht, weil hier wie beim Deckel an der Seite undichte stellen auftreten können, wenn die Beute nicht mehr ganz neu ist oder eine Biene draufklebt.


    Im Moment wäre meine Lösung bei trockenem Wetter keine Abdeckung, bei Regen wohl oder übel irgendeine Plastikfolie, die sich aber wahrscheinlich auch auflöst.


    Mir ist noch nicht ganz klar geworden, warum hier keiner mein Problem hat oder wie es in der Regel gelöst wird. Was mache ich anders als Ihr? :confused:

  • ... Mir ist noch nicht ganz klar geworden, warum hier keiner mein Problem hat oder wie es in der Regel gelöst wird...


    Hallo Thomas,


    bei mir rostet es auch, aber darin sehe ich kein Problem!
    Solange die Deckel als Wetterschutz ihre Funktion erfüllen ist der Rost nur ein Schönheitsaspekt.
    Da die Deckel bei normalem Gebrauch eh verschmutzen ist es mir schlicht egal. :wink:


    Die einfach verzinkten Bleche lassen manchmal bei der Qualität zu wünschen übrig,
    aber sobald sich eine Patina gebildet hat rostet es in der Regel nicht weiter.
    Manche verzinkten Deckel haben nach Jahren noch kein bisschen Rost angesetzt, andere bereits nach zwei Monaten.
    Es ist aber auch nicht immer nur die Ameisensäure schuld, die Gerbsäure in manchen Hölzern ist oft genauso aggressiv!


    Gruß Ulrich

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

  • Hallo robirot,


    ich hatte bei einem Volk auch das Problem, dass mein Deckel an 2 Stellen nach der AS-Behandlung Roststellen oder halt Angriffe der AS-Säure hatte. Ich hab mir im Baumarkt so Schleifschwämme geholt, da ich die eh für die Beuten brauch (hab gebrauchte ältere, die ich restauriere) .... mit Mundschutz ging das prima zum wegmachen! Bei mir war auch die Folie zu schmal, hab das jetzt so gelöst, dass ich im Baumarkt stärkere Folie gekauft hab, die ich zugeschnitten hab!


    Gruß Andrea