Synthetisches "Bienenwachs"

  • Für MacFly: ich hab2003/4 von addi Kieweg 50 kg MWs gekauft - wäre das ein Referenz-Wert für eine Analyse?
    Das meiste davon ist noch da, weil wir ja kurz danach auf Naturbau umgestiegen sind.
    Ich glaub nicht, daß irgendwer sonst noch so alte MWs liegen hat.
    Damit könnte man eingrenzen, wann das los ging
    Ich will helfen, und niemanden anschei*****, aber das kann so nicht stehenbleiben.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Servus Sabine,


    ich denke, daß wir Paraffin überall finden, wenn auch sehr, sehr verdünnt, wenn man 10 oder 20 Jahre nichts gekauft hat oder Umarbeiten ließ.


    Stearin wird wohl erst seit es die Palmölindustrie gibt, hinzugekommen sein.


    Griass Simmerl

  • Auf Wunsch vom Drohn, nachfolgend noch das Diagramm aus dem Untersuchungsbericht...
    Bericht 20160816.pdf


    Beste Grüße
    Hartmut


    In dem Bericht hat sich wohl ein (Kopier-)Fehler eingeschlichen:

    Zitat

    Bei der verdächtigen Probe sind sowohl hohe Konzentrationen an Palmitinsäure (11,39) als auch hohe
    Konzentrationen Stearinsäure (12,67), aber sonst keine signifikanten Fettsäuren erkennbar, lediglich
    Spuren von höheren Fettsäuren sind nachweisbar.


    Lt. dem Diagramm müsste da doch für Palmitinsäure der Wert 11,41 stehen, oder? Ist jetzt nicht wirklich relevant, nur der Vollständigkeit halber.



    Gibt es eigentlich Indizien, dass auch Bio-Mittelwände davon betroffen sind?

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Zitat

    sabi(e)ne
    AW: Synthetisches "Bienenwachs"


    Für MacFly: ich hab2003/4 von addi Kieweg 50 kg MWs gekauft - wäre das ein Referenz-Wert für eine Analyse?
    Das meiste davon ist noch da, weil wir ja kurz danach auf Naturbau umgestiegen sind.
    Ich glaub nicht, daß irgendwer sonst noch so alte MWs liegen hat.


    Servus Sabine,
    ich denke, daß wir Paraffin überall finden, wenn auch sehr, sehr verdünnt, wenn man 10 oder 20 Jahre nichts gekauft hat oder Umarbeiten ließ.
    Stearin wird wohl erst seit es die Palmölindustrie gibt, hinzugekommen sein.
    Griass Simmerl


    In 2009 fand ich im alten Bienenhaus meines Vaters hinter verstaubten Gurkenfässern einen grösseren Posten MW, mit handgeschriebenem Datum "1969". Analyse von 2010 (Fingerprint) ergab einen Kohlenwasserstoffanteil von nicht ganz 20% (reines Bienenwachs 14,5%, siehe alle eingestellten Analysen/Gutachten von oben). Dies bestätigt die Aussage (vielleicht auch nur Ansicht) vieler Altvorderer, daß Bienenwachs schon immer mit Paraffin gestreckt wurde, vielleicht sogar seit es MW überhaupt gibt. Es scheint, als ob das Wissen darüber, wieviel zugesetztes Paraffin die Biene/die Brut gerade noch verträgt, verloren gegangen wäre. Sie haben's einfach übertrieben ... Leider habe ich keine Probe mehr davon, weil wütend entsorgt.


    Dieses Wachs wurde in einem Bieneninstitut auf Nebenbestandteile untersucht. Dabei fanden sich riesige Konzentrationen (hab' leider das Protokoll nicht mehr) an Paradichlorbenzol. Wer schon lange dabei ist, mag sich erinnern, dass die Wabenschränke vieler Imker in jener Zeit intensiv nach Pissoir rochen, vom "Imkerglobol". Steinchen in öffentlichen Pissoirs sind grün oder rot, Imkerglobol war weiss, aber im Prinzip dasselbe. In neueren publizierten Berichten von allerlei Bieneninstituten kann man lesen, dass Paradichlorbenzol seit mehr als 10 Jahren (mit ganz wenigen Ausnahmen) in deutschem Bienenwachs nicht mehr nachgewiesen kann. Das zeigt doch, trotz herber Rückschläge, eine gewisse Lernfähigkeit der Imkercommunity. Dazu trägt, scheint mir, dieses IF wesentlich bei. Danke dafür.


    Baudus

    Und wieder ist Frühling / auf alte Torheiten / folgen neue Torheiten (Issa)

  • Muss man nun zukünftig die Mittelwände selbst herstellen? Woher soll sauberes Bienenwachs herkommen, um den Bedarf im Frühjahr zu decken?
    Das Vertrauen in die Mittelwandhersteller scheint mir langfristig gestört.


    Gruß
    Mati

  • Liebe Foren-Nutzer,


    mit großem Interesse habe ich die Diskussion um verfälschtes und „synthetisches“ Bienenwachs verfolgt. Ich selbst bin kein Imker, sondern betreibe mit einem Kollegen zusammen das chemische Analysenlabor CERALYSE. Unser Labor ist seit über 25 Jahren „im Geschäft“ und gern würde ich Sie hier ein wenig bei ihren Problemen mit verunreinigten Bienenwachs unterstützen, soweit mir das möglich ist.


    Es wurde ja bereits eine Vielzahl von Aussagen zur Reinheit von Bienenwachs und Normen, Vorschriften etc. gemacht. Viele sind davon richtig, einige etwas missverständlich und die ein oder andere weitere Information könnte für sie sicherlich nützlich sein. Sollten sich Fehler eingeschlichen haben, liegt das evtl. daran, dass ich versucht habe das komplexe Thema möglichst kurz und verständlich zu behandeln. Schicken sie mir bei Fehlern bitte eine PM.


    Ganz zu Beginn: eine einheitliche Definition, wie Bienenwachs auszusehen hat und welche „Kennzahlen“ es zu erfüllen hat, gibt es leider nicht. Übersichtshalber stelle ich kurz die wichtigsten Regulierungen vor.
    RAL: RAL hat sicherlich von Ihnen schon jeder gehört. Die RAL-GZ041 regelt, was als Bienenwachskerze bezeichnet werden darf. Hier wird als Anforderung ein Gesamt-Kohlenwasserstoffgehalt von maximal 18% genannt. Wichtig: es handelt sich um den GESAMT-KW-Gehalt. Das Wachs einer „Europäischen Biene“ hat selbst bereits max. 14,5 % KWs. Mischt man diesem Wachs max. 4 % Paraffin bei, bleibt der Gesamt-KW-Gehalt unter 18%!
    Ph. Eur. (Pharmacopea Europea): Das Europäische Arzneibuch gibt Anforderungen und Höchstwerte von Pestizidrückständen für Bienenwachs vor. Die Anforderungen beinhaltet die Säure-/Ester-/Verseifungszahl, den Schmelzpunkt, einen Test auf Glycerol und andere Polyole sowie den Test auf Ceresin und Paraffin (auch als „Verseifungs-Trübungs-Test“ bekannt). Neben der Ph.Eur. gibt es selbstverständlich ähnliche Vorgaben für andere Länder, z.B. USP für die USA, JP für Japan etc.
    E901: Die E901 gibt die Anforderungen an Bienenwachs als Lebensmittelzusatz an. Diese stimmen in großen Teilen mit der Ph. Eur. überein, beinhalten aber zusätzlich die Peroxidzahl, Löslichkeit, Dichte und die Höchstwerte für die Schwermetalle Arsen, Blei und Quecksilber.


    Die Ph. Eur. und E901 machen keine Angaben zum Gesamt-Kohlenwasserstoff-Gehalt. Je nach zugesetzten KWs (Paraffin, Intermediate oder Mikrowachse) lassen sich die Kennzahlen weitestgehend einhalten, obwohl einige Prozent an KWs dem Bienenwachs beigemischt wurden.
    Was ebenfalls nicht in den oben genannten Regulierungen genannt wird, ist der natürliche Gehalt an Kohlenwasserstoffen in Bienenwachs. Hier gibt es einige wissenschaftliche Veröffentlichungen und natürlich die eigene langjährige Erfahrung. Wie bereits oben und völlig richtig hier im Forum angemerkt liegt der Gesamt-Kohlenwasserstoffgehalt vom Wachs einer europäischen Biene bei maximal 14,5 %, bei afrikanischen Bienen bei unter 13,5 %.


    Hier fangen schon die Probleme an: angenommen ein gutes Bienenwachs aus Afrika hat 12.0% Gesamt-KWs. Dann könnte ich 2,5 % Paraffin zumischen, ohne dass ich über meine 14,5% für eine europäische Biene komme. Evtl. habe ich sogar Glück und die Tests nach Ph. Eur. sind positiv, da ich ja nur relativ wenig zugemischt habe.


    Häufige Fragen an unser Labor:
    F: Was muss ich analysieren lassen, um sicher zu sein, dass meinem Wachs kein Paraffin oder andere Kohlenwasserstoffe, Fette, Stearin-/Palmitinsäure oder Erster beigemischt sind?
    A: Ein Gas-Chromatogramm (GC-Fingerprint) des Wachses zeigt, ob und wenn ja mit welchen Substanzen (z.B. Stearin-/Palmitinsäure, Paraffin, Ester, Fette, andere Wachse) das Wachs versetzt ist. Da die Aussage nur qualitativ für jede Komponente ist (also: ja oder nein), benötigen Sie weiterhin den Gesamt-KW-Gehalt des Wachses.


    F: Wozu benötige ich einen GC-Fingerprint, wenn ich doch nur wissen will, wieviel Kohlenwasserstoffe in meinem Wachs sind?
    A: Der Gesamt-KW-Gehalt kann nur bestimmt werden, wenn ausschließlich Kohlenwasserstoffe zugesetzt sind. Sollte meine Probe neben Paraffin auch noch z.B. Fett beinhalten, hat das natürlich einen direkten Einfluss auf den prozentualen Gehalt an KWs (jedes Prozent Fett würde ein weiteres Prozent an KWs „erlauben“)


    F: Wie bekomme ich das zugesetzte Paraffin wieder aus meinem Bienenwachs heraus?
    A: Leider gar nicht. Es gibt keine sinnvolle Methode, mit der man Paraffin vom Bienenwachs abtrennen kann. Wenn sie das Paraffin aus ihrem Kreislauf heraushaben möchten, müssen sie das alte Bienenwachs komplett gegen neues austauschen.


    F: Welche Auswirkungen können Zusätze im Bienenwachs haben?
    A: Es kann zu vielfältigen Problemen führen. An häufigsten hören wir davon, dass Mittelwände nur schlecht oder gar nicht angenommen werden, dass die Waben zu weichsind und beim oder nach dem Ausbau zusammenbrechen und dass die Waben sind zu hart sind, so dass die Brut in den Waben verendet.


    F: Ich habe Waben gekauft, die verunreinigt sind. Kann ich den Händler/Hersteller jetzt verklagen?
    A: Ich bin kein Jurist, aber eines müssen Sie auf jeden Fall beachten: was haben Sie wirklich gekauft? Steht auf der Rechnung: „Wabe“ oder „Mittelwand“ bedeutet das nicht, das diese tatsächlich aus reinem Bienenwachs sein müssen!


    F: Wie kann ich sicher sein, dass ich Mittelwände aus reinem Bienenwachs kaufe?
    A: Lassen Sie sich doch einfach die Analyse des Wachses vom Hersteller geben. Alle seriösen Händler und Hersteller werden ihr Wachs analysiert haben um sicher zu gehen, dass sie auch eine einwandfreie Qualität liefern. Das wird dokumentiert sein. Außerdem sollten sie vorsichtig bei „Billigangeboten“ sein. Bienenwachs ist ein hochqualitatives und sehr gefragtes Produkt und hat seinen Preis.


    F: Was kostet eine Analyse?
    A: Das hier ist ein Imkerei-Forum und keine Werbeplattform. Wenden Sie sich daher bitte direkt ein Labor ihres Vertrauens.


    F: Was ist „synthetisches Bienenwachs“?
    A: Es gibt schon lange den Versuch, Bienenwachs nachzuahmen. Dabei geht es nicht darum ein Bienenwachs im Labor 1:1 zu kopieren, sondern vielmehr ein Wachs zu produzieren, was den gängigen Kennzahlen für Bienenwachs entspricht. Meinen Wissensstand nach soll das Wachs auch nicht in der Imkerei eingesetzt werden, sondern in anderen Bereichen, wo heute Bienenwachs eingesetzt wird (z.B. Lebensmittelzusatzstoffe).

  • Für MacFly: ich hab2003/4 von addi Kieweg 50 kg MWs gekauft - wäre das ein Referenz-Wert für eine Analyse?


    Falls es rückstandfreies Wachs war, könnte es sogar "gutes" Wachs sein. Da kam damals noch aus Tasmanien. Keine Rückstände, normale Farbe, guter Geruch.

  • Für MacFly: ich hab2003/4 von addi Kieweg 50 kg MWs gekauft - wäre das ein Referenz-Wert für eine Analyse?
    Das meiste davon ist noch da, weil wir ja kurz danach auf Naturbau umgestiegen sind.
    Ich glaub nicht, daß irgendwer sonst noch so alte MWs liegen hat.
    Damit könnte man eingrenzen, wann das los ging
    Ich will helfen, und niemanden anschei*****, aber das kann so nicht stehenbleiben.


    Hab erst dieses Jahr wieder 1Kg 20 Jahre alte MW von meiner Schwester bekommen. Hatte sie damals zum Kerzenmachen von mir bekommen. Leider sind die nun auch alle verarbeitet -ohne sichtbares Schadbild.


    Aber deine 50Kg könnte ich fürs Frühjahr gut gebrauchen ^^ könnten wir direkt mal eine Analyse machen und dann besprechen ob du dich davon trennen willst ;)

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ph. Eur. (Pharmacopea Europea): Das Europäische Arzneibuch gibt Anforderungen und Höchstwerte von Pestizidrückständen für Bienenwachs vor. Die Anforderungen beinhaltet die Säure-/Ester-/Verseifungszahl, den Schmelzpunkt, einen Test auf Glycerol und andere Polyole sowie den Test auf Ceresin und Paraffin (auch als „Verseifungs-Trübungs-Test“ bekannt). Neben der Ph.Eur. gibt es selbstverständlich ähnliche Vorgaben für andere Länder, z.B. USP für die USA, JP für Japan etc.
    E901: Die E901 gibt die Anforderungen an Bienenwachs als Lebensmittelzusatz an. Diese stimmen in großen Teilen mit der Ph. Eur. überein, beinhalten aber zusätzlich die Peroxidzahl, Löslichkeit, Dichte und die Höchstwerte für die Schwermetalle Arsen, Blei und Quecksilber.


    Die Ph. Eur. und E901 machen keine Angaben zum Gesamt-Kohlenwasserstoff-Gehalt. Je nach zugesetzten KWs (Paraffin, Intermediate oder Mikrowachse) lassen sich die Kennzahlen weitestgehend einhalten, obwohl einige Prozent an KWs dem Bienenwachs beigemischt wurden.
    Was ebenfalls nicht in den oben genannten Regulierungen genannt wird, ist der natürliche Gehalt an Kohlenwasserstoffen in Bienenwachs. Hier gibt es einige wissenschaftliche Veröffentlichungen und natürlich die eigene langjährige Erfahrung. Wie bereits oben und völlig richtig hier im Forum angemerkt liegt der Gesamt-Kohlenwasserstoffgehalt vom Wachs einer europäischen Biene bei maximal 14,5 %, bei afrikanischen Bienen bei unter 13,5 %.


    Danke für eure Rückmeldung, da scheint ja ein gewaltiger Stein ins Rollen gekommen zu sein wenn ihr schon im Forum aufklärt um vermutlich unzählige Anfragen etwas zu bremsen.


    Aktuell kann ich freudig sagen, auf meinen Rechnungen steht von Bienen etc. also es wird garantiert, das es sich um 100% reines Bienenwachs von Bienen handeln soll.


    Ich denke bevor wir hier alle Verordnungen durchgehen, könnte man zwar zwischen brut- und Honigraum differenzieren, jedoch arbeiten wir mit Lebensmitteln. Nektar kommt in den Stock und wird teils im Brutraum zwischengelagert und dann wieder umgetragen. Wenn man die Honigraumrähmchen schleudert wird man immer minimalste Wachsrückstände im Honig haben, somit ist es ein Lebensmittelzusatz und es greift E901. Im Umkehrschluss ob nun ein Apfel gewachst wird um ihn zu lagern oder die Zelle um den Honig herum ist, der Zweck ist irgendwo der Selbe.
    Wenn ich mein Essen würzen möchte, dann kauf ich auch Salz und erwarte ein Lebensmittel und kein Streusalz was im Winter auf den Strassen verteilt wird.
    Bienenwachs ist von Bienen ausgeschwitztes Wachs nix anderes.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Lt. dem Diagramm müsste da doch für Palmitinsäure der Wert 11,41 stehen, oder? Ist jetzt nicht wirklich relevant, nur der Vollständigkeit halber.


    Nur eine kleine Randbemerkung: Ob die RT (Rückhaltezeit) 11 Minuten 39 Sekunden ist oder 11 Minuten und 41 Sekunden ist nicht relevant. Als wesentlicher Bestandteil ist Palmitinsäure ja drin und nichts anderes. Die Chromatogramme können in der RT um einige Sekunden variieren - das hat nichts zu bedeuten.


    Ich bin fassungslos, nachdem ich das Ganze gelesen habe....


    Das absolut Erschreckende an dieser Sauerei ist die fehlende Möglichkeit, die Zusätze aus dem Kreislauf zu entfernen, weil es dafür offensichtlich keine praktikable und bezahlbare Methode gibt. Am Ende kann man seinen ganzen gekauften Kram nur entsorgen und auf einen eigenen Kreislauf umstellen bzw. Umarbeiter finden, die das gewährleisten. Der Hinweis von Ceralyse, dass man sich beim MW-Kauf die Analysenergebnisse zeigen lassen soll, hat Konsequenzen: Da müsste der Umarbeiter in jedes Paket eine Analysezertifikat einlegen, das nicht gefälscht ist und die jeweilige Spezifikation mit Grenzwerten enthält !. Um dies sicherzustellen, muss man sog. Audits durch unabhängige Stellen durchführen, die dann vor Ort die Dokumente und den Ablauf prüfen. Da sind wir dicht am GMP-Bereich der Pharmahersteller und das wird einiges kosten.


    Rainer

  • Der Hinweis von Ceralyse, dass man sich beim MW-Kauf die Analysenergebnisse zeigen lassen soll, hat Konsequenzen: Da müsste der Umarbeiter in jedes Paket eine Analysezertifikat einlegen, das nicht gefälscht ist und die jeweilige Spezifikation mit Grenzwerten enthält !


    Normales Wachs für normale Imker hat nichtmal Herstellerangaben, geschweige denn eine Chargennummer. Diese kopierten Zertifikate sind doch ein Blancoscheck. 'Oh ein Zertifikat wünschen sie? Moment bitte *Kopierergeräusche* Welches Datum ist heute? Was wollen sie? Ah, Pestizidfrei? Bittesehr!'


    Nee.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife