Obere Bruträume total verhonigt - schleudern oder überwintern ?

  • Hallo Ihr Wissenden,


    Euer Rat wird benötigt.


    Ich habe am 2. August geschleudert und dann am nächsten Tag die ausgeschleuderten Honigräume über Leerzarge zum Ausschlecken zurück gegeben.
    Das hat auch prima geklappt, nur an meinem Standort im Wald (3 Völker) mußte ich feststellen, daß die Waben nicht geleert sondern befüllt wurden.
    Teilweise wurde auch schon verdeckelt, wobei viele der verdeckelten Zellen leer sind. :eek: Hat da einer eine Erklärung???


    Wo holen die Bienen denn jetzt noch den Honig her? Bis auf Wasserdost und Kreuzkraut blüht da nichts mehr, Läuse sollten auch keine (mehr) da sein.
    Auf des Rätsels Lösung kam ich, als ich in die oberen Bruträume geschaut habe. Die waren bis auf zusammengerechnet ca. 2 Waben mit Brut pro Volk, voller Honig.
    Die haben also gar keinen Platz den jetzt eingetragenen Nektar dort unterzubringen. In die Bruträume habe ich das letzte Mal zur letzten Schwarmkontrolle Anfang Juli 'reingeschaut, da ist mir dergleichen nicht aufgefallen.


    Aber was mache ich jetzt mit den Bruträumen voller Honig? Setze ich die Honigzarge auf die erste Brutraumzarge und die 2. Brutzarge über Absperrgitter darüber und schleudere diese, nachdem die Brut dort ausgelaufen ist?
    Oder gebe ich die angetragenen Honigzargen den Völkern an den anderen Standorten zum leeren und überwintere die Waldvölker so wie sie jetzt sind?
    Da die Läuse auch bei mir in der Voreifel ertrunken sein sollten, sollte das eigentlich funktionieren.
    Das hätte auch den Vorteil, daß ich diese Völker nicht mehr einfüttern müßte, würde dann aber auf den Honig -aus allerdings bebrüteten Waben- verzichten. Allerdings hatte ich von diesen Völkern ca. 4 Waben mit Melizitose bei der letzten Schleuderung...


    Oder sieht von Euch noch jemand eine andere Vorgehensweise?


    Beste Grüße


    Herr Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

  • Hallo Herr Rübengrün


    Zu den leeren verdeckelten Zellen kann ich sagen, das dieses bei mir manchmal auch vorkommt. Es hat die Ursache, das beim Entdeckeln, die Zelldeckel nicht völlig abgehoben werden und ein Teil noch am Zellenrand festhängen. Diese klappen die Bienen dann zu und verschließen sie. Hat also nur mit dem Entdeckeln zu tun.


    Den verhonigten Brutraum würde ich so bald als möglich schleudern, da stark anzunehmen ist das es sich um Wald,bzw Blatthonig handelt. Die bebrüteten Waben haben auf den Honig keine negativen Auswirkungen. Bei Melizitoseverdacht, wäre das Austauschen der Waben, meiner Meinung nach ratsam, für die Frühjahrsreizung wären solche Waben ideeal. Ich habe übrigens beobachtet, das die Völker beim putzen der Honigzargen, mit Vorliebe den Resthonig in den einmal bebrüteten Waben einlagern, die Jungfernwaben sind meist Trocken bzw total sauber. Außerdem sollte die Königin jetzt noch die Möglichkeit haben, in der 2. Brutraumzarge noch ein schönes Brutnest anzulegen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Oder gebe ich die angetragenen Honigzargen den Völkern an den anderen Standorten zum leeren und überwintere die Waldvölker so wie sie jetzt sind?
    Da die Läuse auch bei mir in der Voreifel ertrunken sein sollten, sollte das eigentlich funktionieren.


    Lieber Herr Rübengrün,


    das hört sich doch schon mal nach Arbeitsersparnis an.... ich würde die Situation so belassen, den aufgesetzten HR wieder abnehmen, die Völker wiegen und mich freuen, dass die schon mal selbst für Futter gesorgt haben. Ggf. im September nachfüttern, falls das Gewicht merklich abnimmt. Ob Melizitose drin ist, kannst Du ja stichprobenartig prüfen - das sollte erkennbar sein.


    Was würde denn einem Schwarm passieren, wenn der sich in einer Baumhöhle eingenistet und sein Lager vollgetragen hätte ?


    Beste Grüße


    Rainer