Plötzlich mehrfach bestiftete Zellen?

  • Deine Worte Ralf.


    Ja klar meine Worte! Weil ich das als Möglichkeit um diese Jahreszeit und mit diesem Witterungsverlauf durchaus für realistisch halte, wenn die alte nix mehr taugt. Hältst Du das für ausgeschlossen, daß das so ist? Bei mir kommt das regelmäßig vor, das eine Neue am Üben ist, während die Alte noch etwas weitermacht. Irgendwann ist die Alte weg oder aber die Neue ist wieder weg und es gibt eine neue Zelle.


    Hab doch geschrieben 'ist möglich', nicht 'das ist so'. Wenn Du dann die Alte kurz und schmerzlos raus und 'ne Neue reintust, dann stechen die die Dir ggf. ab.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Alles ok Ralf,
    aber nun noch mal dazu

    Zitat

    . Wenn Du dann die Alte kurz und schmerzlos raus und 'ne Neue reintust, dann stechen die die Dir ggf. ab.


    mach es einfach mal genau so wie ich es schon beschrieben habe, 95 % aller Kö. sind drin.
    Es ist nicht auf meinem Mist gewachsen , in den 1975 ger Jahren wurde es in unserer Imkerzeitung dargelegt, gelesen, und in großer Stückzahl nachgemacht, manchmal bis zu 20 -24 Stück an einem Tag, allerdings damals in der Normbeute / B 52
    Schau : da war Jürgen.


    Gruß Gürgen

  • Um es gleich mal vorwegzunehmen: Ralf hatte mit seiner stillen Umweiselung recht...


    Allerdings kam doch alles anders als gedacht:
    Mit neuer Königin ging es zum Stand. Der betroffene Ableger wirde zuerst geöffnet, aber es fand sich keine Königin. Dafür eine sauber bestifteze Wabe. Nachdem die Waben sorgfältig einmal hin und zurück durchgeschaut waren, habe ich die Beute vorerst verschlossen und die restlichen Völker bearbeitet.
    Halbe Stunde später der zweite Versuch, welcher nur die gezeichnete Königin zum Vorschein brachte. Also doch nur zu wenig Platz gehabt?


    Für die Neue habe ich dann einen Ableger gebaut, zum Parken, aber auch geeignet, um über den Winter zu kommen.


    Am Ende habe ich dann noch das Gewusel vor dem Flugloch des Ablegers mit den ehemals mehrfach bestifteten Zellen beobachtet. Auf einmal fiel mir eine Biene im Gras auf, beim in die Hand nehmen stellte sie sich als kleine Königin heraus. Habe sie nach ein paar Bedenkminuten abgedrückt.
    Anfang nächster Woche werde ich den neuen und den wohl doch still umgeweiselten Ableger vereinen und die gezeichnete alte Königin entnehmen. Wollte den Bienen heute nicht noch mehr zutrauen, zudem hatten die anderen Völker schon gefüllte Fütterer drauf.


    Bin immer noch ein bisschen durcheinander durch den plötzliche Fund.

  • ...
    Anfang nächster Woche werde ich den neuen und den wohl doch still umgeweiselten Ableger vereinen und die gezeichnete alte Königin entnehmen....


    Das wäre ein bisschen zu früh, wie ich persönlich meine.
    Lass der neuen ein bisschen mehr Zeit, sie sollte gut in Eilage sein. Dann geht es besser. Vorher natürlich unbedingt noch einmal im Volk nach Umweiselungszellen suchen und diese brechen, dazu die Bienen abstoßen von den Waben, denn sonst ist das Übersehen fast vorprogrammiert.
    Auch nach dem Zusetzen später nochmal nach Umweiselungszellen gucken. Fremd zugesetzte laufen eh Gefahr, umgeweiselt werden zu wollen und manche Völker laufen diesen bisherigen Modus auch weiter.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo zusammen,


    habe genau die identische Ausgangslage.
    Gekaufte Kö aus KW 19. Anfangs unauffälliges Brutnest.
    Heute sehe ich, wie auch Eduaz, dass die Zellen mehrfach bestiftet worden sind. Teilweise 5 Stifte in der Mitte wie ein Stern angeordnet.
    Ich dachte auch sofort an eine stille Umweiselung - habe die gezeichnete Kö aber kurz darauf gefunden.


    Prinzipiell habe ich mich entschieden den Bien einfach machen zu lassen. Nun bin ich auf diesen Thread gestoßen. Vielleicht schau ich mal ob ich eine zweite Kö finde.



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  • Gestern am späten Nachmittag, also fünf Tage nach der letzten Aktion, war ich bei den Völkern.


    Den betroffenen Ableger geöffnet und bestimmt 20 zum Großteil verdeckelte Nachschaffungszellen, keine Stifte oder Königin gefunden. Alte gezeichnete Königin wahrscheinlich von den Bienen entsorgt?
    Im neu erstellten Ableger mit der neuen Königin war alles in Ordnung, MW gut ausgebaut, neue Stifte vorhanden. Also vereinigen!


    Allerdings war der neue Ableger in einer Styropor-Ablegerbeute mit festem Boden. Übereinander stellen mit Zeitungspapier war folglich nicht. Einfach die Waben zusammenhängen wollte ich aufgrund vielleicht noch vorhandener Junkönigin in dem nachschaffenden Ableger nicht.


    Habe mich zu einer Art "Flugling" entschieden:
    Nachschaffender Ableger gut eingeräuchert.
    Da die beiden Ableger nebeneinander standen, beide Ableger beiseite und leere Beute auf die Position. Brutwaben des Styroporablegers mit Königin in neue Beute, Flugloch auf 4 cm verengt.
    In 20m entfernt und verstreut Brutwaben des Nachschaffungsablegers abgestoßen/-gefegt. Nachschaffungszellen gebrochen und Brutwaben dazu gehängt. Die Flugbienen beider Ableger kamen nach und nach zum Flugloch und bildeten einen immer größer werdenden Bienenbart, welcher sich dann nach und nach in die Beute begab. Fütterer drauf und kleine Futtergabe.


    Ich hoffe es ist verständlich beschrieben. Es soll nicht als Anleitung verstanden werden, dafür bin ich zu frisch dabei. Allerdings waren es häufig die Erfahrungsberichte anderer Forumsmitglieder, die meinen imkerlichen Horizont deutlich erweitert haben.


    Freitag Abend reinschauen ist wahrscheinlich noch zu früh?


    Ich werde weiter berichten. Kommentare/Kritik sind bis dahin ausdrücklich erwünscht!


    Gabs bei dir was Neues 87joha ?


    Gruß
    Jan

  • Update:


    Gestern das betroffene Volk durchgesehen und ein starkes Volk mit Brut in allen Stadien vorgefunden. Königin ist die von dem Ableger. Habe mich gefreut und mit einer Mittelwand erweitert.