Gelöste Oxalsäure Verdampfen?

  • ist das selbe Prinzip was verwendet wird, nur der Dosierer ist anders konstruiert- Amitraz/Klartan-Applikator


    Zur Applikation von 96% Alkohol hat man wohl aus Sicherheitsgründen das Rohr verlängert, wenn man nicht Reinstalkohol zur Analyse oder Trinkalkohol verwendet, kommt bei Brennspiritus das unbekannte Vergällungsmittel dazu.
    verstehe nur nicht Bemerkung zu jungen Königinnen und nach 45 Tagen Honig ernten und die wirren Temperaturangaben.
    Gibt es Untersuchungen zur Kombination von Oxalsäure und Thymol?
    Der Alkohol verdampft bereits bei 76C, damit wird jedoch nicht die Sublimationstemperatur von Oxalsäure erreicht und thymol schmilz erst bei ca 50C- es werden also nur Kristalle beider Stoffe oder Thymoltropfen? in die Beute befördert.

  • Der Haupteffekt bei dieser Applikation sollte ein rasches Verdampfen des Lösungsmitteln sein (Das bißchen LöMi ist schnell weg), gefolgt von der Verdampfung des Wirkstoffes. Eine Aerosolbildung wird zwar stattfinden, aber der Nachrangig effektiv sein. Es sei denn Lösungsmitteln ist stark verdünnt. Vorteil ist auf jeden Fall die schnelle Dosierung.

  • Hallo,


    Thymol bei den Temperaturen, bleibt dort noch was sinnvolles übrig? Ich verdampfe mit Oxamat Jumbo natürlich aktuell bei 13 Völker noch zu Händeln. Bei mehr... hmm wird's natürlich ne Beschäftigung. Auf der anderen Seite kenne ich ein bekannten Berufsimker mit Shop der nur auf Thymol + Oxal (träufeln) setzt und gut damit bei 300 Völker klarkommt.


    persönlich sauge ich gern alle Infos zur OX-Verdampfung auf, da es meiner Ansicht nach, richtig angewendet die effektivste und verträglichste Anwendung ist. Also wenn es dort weitergeht auch mit dem oben beschrieben Gerät ist natürlich der Schritt in die richtige Richtung.


    freu mich auf Testberichte!


    viele grüße Stefan

  • So, ich hoffe meine Freundin liest das nicht... Mal schnell knappe 600 Euro ausgegeben.
    Heisluftverdampfer und Varomor sind bestellt. Ich werde die Lösung mal testen und Analysieren lassen.
    Vor allem interessiert mich auch die Rückstandsfrage im Wachs bei den verschiedenen Methoden.


    Hat jemand eine Ahnung in wie weit ich die Wachsanalyse verfälsche wenn ich eine leere Kiste - bestückt mit diesjährigen Naturbauwaben bedampfe?

  • Die Anwendung ist für mich widersinnig:


    Oxalsäure sublimiert, Thymol verdunstet langsam. Die Lösung ist
    1. weniger konzentriert, als die Feststoffe selbst und
    2. verdampft zuerst der Alkohol so lange, bis nix mehr davon da ist.


    Durch die Verdampfung von Ethanol wird die Sublimationstemperatur von Oxalsäure (ca. 157 Grad Celsius) nicht erreicht; denn Ethanol verdampft bei ca. 76 Grad. Somit geht so gut wie keine Oxalsäure in die Gasphase über. Reines Thymol siedet bei ca. 230 Grad - das wird wohl als "Beigabe" gedacht sein und teilweise mit dem Alkohol verdunsten.


    Wenn Alkohol plus Vergällungsmittel (früher Methyl-ethylketon) verdampft sind, geht es mit der Oxalsäuresublimation los - erst dann wird das schnell wirksame Mittel verabreicht.


    Die Menge an Oxalsäure in Lösung dürfte reduziert gg. einer reinen Pulversublimation sein, zudem kennt man die Wirkung von Alkohol ja gut am Menschen....


    Na denn Prost !


    Rainer


  • Warum sollte die Menge bei Verwendung dieses Gerätes geringer sein als bei einem anderen. Das würde keinen Sinn machen. (Reine Oxalsäure ist auch nicht angegeben, sondern nur Thymol + Oxalsäure).
    Die benötigten Mengen sind z.B. in den Studien der Fischermühle untersucht worden, leider fehlen aber kleinere Mengen als 1,4 g. Insgesamt zeigte sich dort aber keine wesentliche Steigerung von den 1,4 g und 2,8 g. Dies lässt vor allem vermuten das die Wirksamkeit schon bei viel geringeren Mengen einsetzt und hoch ist. sinnvoll wäre eine Untersuchung mit Dosen ab 0,1 g - 1,4 g in 0,1 g Schritten um eine klare Kurve zu Zeichen. Die für die Pfannenverdampfer oft genannten 2 g sind eher im höheren benötigten Bereich und als "hat schon immer Funktioniert" einzustufen (aber nicht falsch). 1 g beim Oxamaten sind auch nicht auf die Umwälztechnik des Oxamaten zurückzuführen, sondern anhand der Studie lässt sich Vermuten das die Menge bereits Ausreichend ist.

  • Naja bei so fein wie die Oxalsäure rekristallisiert ist sie selbst beim Varrox noch für eine lange Zeit in der Luft ("Airfloat" wie die amis das passend beschreiben, also ein verhalten wie Staub). Da ist die Verteilung schon sehr sicher.


    Mein Kritikpunk geht auch wie beschrieben an die Wissenschaftlich leider nicht zu Ende geführte Studie. Da Wahl der Menge aus der Luft gegriffen scheint bzw. das Ergebniss nicht zu ende geführt ist.

  • Dies lässt vor allem vermuten das die Wirksamkeit schon bei viel geringeren Mengen einsetzt und hoch ist.


    ... das wäre dann eine andere interessante Betrachtung zur Mindestdosis. Ich überlege, wozu der Alkohol gut ist. Dient er der Verteilung von Oxalsäure und Thymol über Aerosoltröpfchen mit gleichzeitiger schnellen Verdunstung des Lösemittels im warmen Brutraum ? Das wäre dann eine andere Art der Zerstäubung als die Sublimation, die ja auch nur der Verteilung durch Bildung von Feinstaub nach Abkühlung ist.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Der Alkohol dient vornehmlich als Trägermedium um die Oxalsäure in die Verdamofer Kammer zu befördern. Wasser würde genauso gehen, hat aber eine höhere Verdunstungsenergie. Die einbringen von Oxalsäure durch Aerosolbildung funktioniert anders.