Gefangener Naturschwarm nun weisellos und drohnenbrütig?

  • Was sollte ich jetzt am besten tun? :eek:


    Deine gekaufte Königin retten.
    Wenn, und nur dann, die Eier wirklich auf dem Zellgrund sitzen:


    Wenn der Schwarm wirklich sehr groß (sehr subjektive Wahrnehmung) war, kannst Du ihn noch teilen, oder zumindest Bienen entnehmen.
    Der Teil, der die Königin hat, bleibt ruhig, bzw. wird schnell wieder ruhig. Der Weisel lose fängt nach spätestens 15-30 Minuten intensiv an zu suchen. Im direkten Vergleich ist das zu erkennen.
    Sicherer ist es die Bienen des Kunstschwarms für die gekaufte Königin durch ein Absperrgitter zu treiben, laufen zu lassen. Beide Teile ausreichend füttern.
    Sollten die einzelnen Teile dann keine Überwinterungsstärke mehr erreichen, ist ein späteres (Wieder-)Vereinigen ohne Probleme möglich.


    Schau mal nach "Milchsäurebehandlung" und führe diese inerhalb einer Woche durch (bevor Brut verdeckelt ist)

  • Der neue Teil wird sich ein wenig leer fliegen.
    Das kannst du aber gut mit Brut wieder ausgleichen, bzw. wenn Brut im alten Teil vorhanden bei Gelegenheit einfach die Plätze der Beute tauschen.


    Gruß Sanni, die immer wieder amüsant die Antworten von unserem Ralf liest :daumen:

  • Alles klar, danke!


    Dann werd ich mir da mal Gedanken zu machen, was meine Variante wird, um die Bienen durch den Winter zu bringen


    Hallo Imke SSS. Eine tolle Variante ist es auch das Profil mal mit dem Wohnort zu ergänzen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Der neue Teil wird sich ein wenig leer fliegen.
    Das kannst du aber gut mit Brut wieder ausgleichen, bzw. wenn Brut im alten Teil vorhanden bei Gelegenheit einfach die Plätze der Beute tauschen.


    Liebe Sanni,
    ich glaube das würde eine Überforderung bedeuten und den Ratschlag kann nur befolgen wer wenigstens die elementarsten Kenntnisse der Bienenhaltung besitzt...
    Ich für meinen Teil kann auch nach zwei Runden um den Block und eine Nacht darüber schlafen keinen Anflug von Heiterkeit bemerken.
    Josef hätte besser gleich nach der Adresse fragen sollen, dann hätte sich vielleicht der ein oder andere erbarmt und Literatur für die Grundlagenvermittlung Teil Theorie zur Verfügung gestellt und vielleicht würde sich auch jemand finden der das offensichtliche Leid der Bienen in der Praxis lindert?!


    Tut mir leid, ich weiß das ist hart aber ich kann das Gelesene leider nicht anders kommentieren. Gut, vielleicht hätte ich auch den Wechsel zum Briefmarken oder Mineraliensammeln empfehlen können, denn da kann man LEBEwesen recht wenig Leid zufügen.


    LG
    Andreas

  • Rase, ja, wollte ein bißchen stänkern. Sieh nur, wie unzählige Themen hier in Säure-Plädoyers abgleiten - so wie dieser, bereits bei #4. Stets das gleiche, obwohl der Fragesteller gar nicht danach gefragt hat.


    Mir hat nie jemand gesagt, daß man Schwärme mit Säure behandeln soll, das lese ich nur hier. Komisch, daß die trotzdem schöne Völker aufbauen und überleben? Die zeitigen bringen sogar ordentlich Honig in der Sonnenblume. Ich würde übrigens nie behaupten, daß meine eigenen Schwärme milbenarm sind. Ich seh da gar nicht nach. Die bekommen im Sommer/Herbst ein paar Tage Ameisensäure, genau wie die anderen. Ganz ohne geht nicht, würde ich nie jemanden dazu aufstacheln, aber Schwärme mit Säure quälen, nö.

  • Mir hat nie jemand gesagt, daß man Schwärme mit Säure behandeln soll, das lese ich nur hier. Komisch, daß die trotzdem schöne Völker aufbauen und überleben?


    Kannst auch bei Opa im Schuppen kramen und einen Folbexstreifen abbrennen. Oder Perizin nehmen. Oder es lassen, meistens geht's ja gut. OS geträufelt oder MS gesprüht quält die Bienen aber deutlich weniger als eine fette Milben-Startpopulation. AS bei Schwärmen ist Quatsch, da hast Du recht. Ist doch auch egal, soll jeder machen wie er meint. Ich hab grade wieder so einen Kandidaten weggemacht, wo auch einer gemeint hat. Aber der hat halt falsch gemeint.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • wo auch einer gemeint hat. Aber der hat halt falsch gemeint.


    Siehste, das meine ich. Und wieder ein Säureplädoyer. Auch meine ich, daß Säureaktionismus die besten Milben selektiert. Nur nebenbei: Ich entferne auch keine Drohnenbrut und habe Drohnenzellen auf fast jeder Wabe.
    Vielleicht gehen wir auch von ungleichen Voraussetzungen aus, Köln, das ich zum Glück nur aus den Nachrichten kenne, hat ein früheres Frühjahr und die Milben starten eher.


    Opas hatte ich nie, dafür hat der Krieg gesorgt. Aber ich habe einen Zaunnachbarn, der ist über 80, vielleicht kann man das gelten lassen. Der hat 9 Völker, der macht auch nur AS im Herbst und seine Völker überleben immer. Ich habe letzten Winter 35 überwintert, kein einziger Verlust.

  • Siehste, das meine ich. Und wieder ein Säureplädoyer.


    Kein Säure- und auch kein sonstiges Plädoyer. Nur evtl. eins sich zu kümmern. Ich hab zuviele tote Völker gesehen um Deine Unbekümmertheit zu teilen. Geht oft gut, wegen oder trotz des Imkers, manchmal halt nicht.


    Zitat

    Auch meine ich, daß Säureaktionismus die besten Milben selektiert.


    Ist doch schön, eine Meinung zu haben :daumen:


    Ich bin was müde grade. Laß gut sein.
    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ...Die bekommen im Sommer/Herbst ein paar Tage Ameisensäure, genau wie die anderen. Ganz ohne geht nicht, würde ich nie jemanden dazu aufstacheln, aber Schwärme mit Säure quälen, nö.


    Wenn du den Schwarm mit OS oder MS schon nahezu milbenfrei bekommst, kannst du dir ja die AS im Herbst sparen, welche mit Sicherheit die größere Qual ist.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Oder mal wieder die Fangwabe:


    Der Schwarm wird auf Mittelwände oder Anfangstreifen und einer Wabe mit offener Brut (kleine Fläche reicht) eingeschlgen.


    1. Der Schwarm fliegt nicht mehr aus (Brut hält ihn ziemlich sicher)
    2. Weiselprobe. Wenn nach Tagen keine Nachschaffungzellen da sind, würde ich ziemlich sicher davon ausgehen, dass die Königin wohlauf und dabei ist.
    3. Fangwabe. Wird die Brut nach der Verdeckelung entnommen, dann sollten nennenswert Milben entzogen sein (die Frage nach den Wirkungsgraden haben wir schon mal diskutiert, die Angaben schwanken.)


    In diesem konkreten Fall wäre also die Kellerhaft überflüssig, die Frage nach der Königin geklärt und die Varroabekämpfung erledigt gewesen.


    Grüße,


    Thomas

  • In diesem konkreten Fall


    gab es aber kein weiteres Volk, aus dem eine Brutwabe hätte entnommen werden können.
    Persönlich würde ich auch lieber einmal bedampfen, als ein anderes Volk zu schröpfen. Bei Dadant ist ne ganze Wabe ja schon ein beachtlicher Volksteil. Bei DN sieht es vielleicht etwas anders aus.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • gab es aber kein weiteres Volk, aus dem eine Brutwabe hätte entnommen werden können.
    Persönlich würde ich auch lieber einmal bedampfen, als ein anderes Volk zu schröpfen. Bei Dadant ist ne ganze Wabe ja schon ein beachtlicher Volksteil. Bei DN sieht es vielleicht etwas anders aus.


    Ok, stimmt: Ein einzelner Schwarm ohne weitere bestehende Völker ist natürlich ein Sonderfall.
    Und ja: Bei Dadant eng geführt gibt es diese "handgroßen" Brutflächen wohl kaum.
    Bei meiner Flachzarge im unteren Brutraum am Rand schon.


    Aber ich finds einfach schade um den Honig, den ein starker Schwarm noch reinschleppt und der dann nicht geerntet werden darf.


    Grüße,


    Thomas