Ausfresskäfig tote Begleitbienen versperren Königin den Ausgang.

  • Hallo,
    normal schaue ich nach drei Tage noch nicht nach, ob die neue Königin vom gebildeten Kunstschwarm freigefressen wurde, jedoch war ein Ableger eher etwas schwach von mir gebildet (Kunstschwarm über zwei Honigräume + Bienenflucht gebildet). Bei Kontrolle der Bienenmasse habe ich gesehen, dass tote Begleitbienen den Zugang zur Königin verstopfen. Den Käfig (Plaste Versandkäfig) habe ich nach unten zwischen zwei Oberträger wie gewohnt gehangen (Loch war also nach unten—Schwerkraft die toten Bienen versperren den Zugang). Habe dann die Königin, was sollte ich machen, per Hand einlaufen lassen (war eventuell nicht so gut). Sie wurde auch bislang angenommen.
    Daraufhin habe ich weitere drei Ableger kontrolliert, bei zwei alles grün, jedoch bei einem Ableger die gleiche Konstellation. Ich hatte immer die Gelben Käfige dort ist der Zugang recht groß, diese weißen neuen Käfige sind vom Zugang (innen) wesentlich kleiner.
    Wie lange kommt die Königin eigentlich ohne Pflege der Begleitbienen aus? Die Bienen von außen haben die Begleitbienen schon teilweise zerlegt um an die Königin zu kommen (hoffentlich nicht zum Töten). Hätte ich die Königin nicht per Hand einlaufen lassen sollen? Eventuell neuer Zuckerteigverschluss?
    Hatte jemand schon eine ähnliche Situation? Ich bin mir nicht sicher was ich in der Zukunft besser machen soll, außer wieder die alten Käfige verwenden.
    Viele grüße Stefan

  • Du hast die Begleitbienen im Käfig gelassen?
    Das ist ein grundlegender Fehler. Die Königin wird immer ohne Begleitbienen zugesetzt!
    Was Du schilderst zeigt auch klar, warum man das so macht.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Du hast die Begleitbienen im Käfig gelassen?
    Das ist ein grundlegender Fehler. Die Königin wird immer ohne Begleitbienen zugesetzt!


    Wolfgang


    Hallo Wolfgang,


    ich hab das beim Hans Beer so gelernt, im Nachgang werd ich beim nächsten mal nur die Königin zum befreien geben!


    grüße

  • Das wundert mich. Ich kenne im Gegenteil die ausdrückliche Anweisung, die Begleitbienen zu entfernen, weil es sonst zu Kämpfen kommt, die die Königin gefährden. So gesehen hast du noch Glück gehabt.
    Jedenfalls bestätigt Deine Beschreibung die mir bekannte Vorgehensweise.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=41104&p=429255#post429255


    Also ein Dogma isses nicht, die entfernen zu müssen!


    Ich bin jetzt gewiss nicht die an Schlagzahl größte Einweiselerin, habe aber noch nie Begleitbienen entfernt.


    Wenn der Luffi sls Züchter das in dem verlinkten Thread jedoch so sagt, dann hat das schon was :wink::daumen:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich bin ja immer gern bereit, meine Dogmen zu hinterfragen.
    Zugegeben, das Entfernen der Begleitbienen macht Mühe. Es scheint aber klar, dass es keine Vorteile hat, sie drin zu lassen, eher Nachteile. Da bin ich mal gern Dogmatiker aus Vorsicht.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Die Frage, die sich mir stellt, ist: Warum sind in zwei von vier Zusetzkäfigen alle Begleitbienen tot?


    Ich habe es so gelernt, dass die Begleitbienen die Königin verteidigen wollen und deswegen agressiv auf Annäherungsversuche der Bienen im Volk reagieren.
    Ist da doch was dran? Oder ist es eher anders herum, dass die Bienen im Volk agressiv werden, weil ihnen die Begleitbienen scheinbar den Kontakt zur Königin verwehren?
    In dem genannten Thread ging es überwiegend um das Argument Krankheitsübertragung. Deswegen macht es vielleicht Sinn, diesen hier fortzuführen.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • ich hab mal zwei Bilder gemacht. Der Zugang ist recht klein. Auf ein Bild ist zu sehen, wie zwei Bienen den Kopf durch das Gitter stecken, die hängen komplett fest :roll:


    hat tatsächlich ein Kampf stattgefunden..


  • Hallo,
    ich halte das wie Marion und lasse die Begleitbienen drin. Das einzige Mal wo es dabei zu toten Begleitbienen kam war bei der Beweiselung eines Ablegers und dennoch wurde die Königin angenommen.
    Selbst bei den diesjährigen Kunstschwärmen mit unterschiedlichen Unterarten gab es keinerlei Komplikationen und zumindest bei einem Kunstschwarm haben die Begleitbienen definitiv überlebt, was an dem unterschiedlichen Äußeren durchaus erkennbar war.


    LG
    Andreas