Brutscheunen-Bienen bei anderen vor die Tür schütten

  • Hallo Wissende,


    ich möchte die in den weisellosen Brutscheunen ausgebrüteten Bienen nach Behandlung den Spendervölkern wieder zuführen. Ich habe das nun schon mehrfach folgendermaßen gemacht:


    Brutscheune gut eingeräuchert, 20 min stehen lassen, damit die Bienen Zeit haben, sich den Bauch vollzuschlagen, nochmal geräuchert, auf Brett vor Empfängervolk abgekehrt.


    Mein Problem:

    • Das klappt in gut der Hälfte der Fälle wunderbar, alle marschieren friedlich rein und gut ist es.
    • Dann wieder gibt es Gesteche und Gehaue und ich habe eine Völkerschlacht verschuldet.
    • Oder (bisher einmal) man bleibt geschlossen draußen sitzen. Patt.


    Ich weiß aber nicht, warum das wann wie passiert. Ich bin der Meinung, ich mache es immer gleich. Futter ist den Brutscheunen vorhanden, es sollten also keine hungrigen Bienen vor der Türe stehen.


    Danke für jeden Tipp
    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Hallo Kikibee


    ich sehe das auch so wie Uwe, eine Hauptursache für Schwierigkeite bei Vereinigungen ist oftmals eine unentdeckte Königin. Zu den Stechereien kann ich sagen, das sich vor allem Schwärme schwer tun andere Bienen anzunehmen. Sollten aus irgend einem Grund, bei den Brutscheunenbienen auch einige Altbienen dabei sein, warum auch immer, da gibt es auch Stechereien. Im Prinzip machst du aber alles richtig.


    Noch ein Tipp: In manchen Fällen besprühe ich beide Völker bzw auch die Bienen zur Vereinigung mit Melissenwasser oder ähnlichem, damit der Stockgeruch kurzzeitig überdeckt wird.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo!


    Es hilft oft, aus dem Empfängervolk Rauch zu geben.
    Bei Vereinigungen im Einlaufmodus ist ein bisschen Durcheinander ganz gut:
    Einlaufbrett o.ä., dann beiden Rauch geben, Bienen aus dem Empfäbgervolk, vorzugsweise Honigraumbienen auch von ein paar Waben vor die Tür fegen, dazu dAnn die SpenderBienen und das allgemeine Getöse ein bisschen nutzen.


    Je jünger die Bienen, desto besser kommen sie rein, so mein Eindruck. So ein Haufen aus dem Kindergarten mit vollem Eimerchen an der Hand, den winken sie durch :lol:


    Das heißt für die Brutscheune: schon im Schlupfverlauf ggf. Jungbienen vor die Haustür stoßen. Nicht zu lange stehen lassen,
    Die restlichen Schlüpfenden sind eh Milvensammelstelle und meiner Meinige nach gut für den Schmelzer...

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • :p_flower01: Danke :p_flower01:,


    allmählich wird mir klar, dass ich doch nicht immer alles gleich gemacht habe. :u_idea_bulb02:


    Anfangs (als das vollkommen problemlos klappte), hatte ich vorher meist auch im Empfängervolk herumgewühlt und tatsächlich die Scheunenbienen alle paar Tage entnommen und vor die Tür gesetzt. Inzwischen lasse ich meine Völker mehr in Ruhe, warte bis fast alle geschlüpft sind und es klappt öfters mal nicht.


    Fazit: Im Extremfall drei Wochen alte Bienen in Massen vor ein bis dahin ganz ungestört vor sich hinsummendes Volk setzen, klappt nicht? Eine Woche alte Bienen vor ein sich wieder sortierendes Volk setzen, klappt? :confused:


    Verjüngen kann ich sie jetzt nicht mehr, aber die Empfänger etwas umrühren kann ich noch. Naja, dann weiß ich ja, was ich heute noch zu tun habe.


    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • die Bienen (Brutscheunen) müssen dafür sicher weisellos sein


    Eine Unbegattete verursacht da schon manche Probleme


    Und die fliegt auch schon mal gerne zu. Wenn da ein weiselloses Volk hockt und lockt, kommt eine junge Königin gern heran. Das hat schon so manchem die angesetzten Weiselzellen im Starter versaut. Und das passiert natürlich auch bei weisellosen Brutsammlern.

  • Das heißt für die Brutscheune: schon im Schlupfverlauf ggf. Jungbienen vor die Haustür stoßen.


    Da pellen wir uns bei weiselrichtigen Brutsammlern wahnsinnig ein Ei (Brutspender am gleichen Standort werden verschlossen), dass es keinen Verflug (= Reinvasion) von Jungbienen gibt, wenn wir nach 14 Tagen die ersten verdeckelten BWs entnehmen, und Du meinst, Du kehrst sogar gezielt die ersten geschlüpften Jungbienen eines Brutsammlers direkt vor anderer Völker Haustür?


    Denkfehler oder Lernmoment?


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Hi,


    ich habe jetzt den Thread nicht weiter verfolgt, geb ich zu, ich hab 14 h Dienst hinter mir und ehrlich gesagt les ich jetzt mehr oder weniger noch was unterhaltsame-simples :p


    aaaber:


    k.A. welche Denke da jetzt am Werk ist, meine geht so:


    Ich redete hier in meinem Falle von einer nicht-weiselrichtigen Brutscheune, die lediglich Brutscheune sein soll, eine Kiste, in der die entnommenen Brutwaben vor sich hin schlüpfen. Die eh wieder zur Verstärkung von vorhandenen Völkern verplant sind, kein KS, keine Neueinweiselung, kein Volksaufbau mit diesem -gelinde gesagt - Schrott, sorry.


    Ich mach das nimmer. Das geht nämlich ganz prima mit Honigraumbienen so Kunstschwärme. Die Brutscheunenwaben werde ich demnächst (2017 wieder) entweder sofort oder nach ca der hälfte des Schlupfes in den Schmelzer stecken, Tabula rasa. Gesundheit durch Ausmerzung.
    Diese selbige Brutscheune bekommt schon während der Rumstehphase Therapie. Der Rest wird großzügig dem Schmelzer übergeben. Krematorium für Milben und kranke Bienen gleich mit.
    Man wundert sich eh, wo diese Mengen an Jungbienen bleiben. Verflug ist eine Sache, Abnippeln eine andere. Alt werden die nicht unbedingt, kommt auf den Befall an.
    Jedenfalls finde ich, dass sich der Bohei um die Brutwaben nicht wirklich lohnt, auch nicht im Sinne der Bienen.
    Gern tüddel ich ja an allem herum, hätschel Totgeglaubtes wieder auf die Beine und lebe sozusagen das Helfersyndrom ad absurdum. Aber hier hab ich für meinen Teil gelernt. Wenn man die Bienenmasse nicht dringend benötigt, kann die gern weg.


    Von daher nehm ich nach Behandlung die frisch Geschlüpften und schwupps, sind die schonmal weg, Rest dann auch :roll: capito?

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Also, direkte Rückmeldung vom Bienenstand:


    Nachdem ich bei den Empfängerbeuten ein wenig Unordnung verursacht habe (viel Rauch, auch mit Milchsäure behandelt, etwas offen stehen gelassen, neue Waben mit Anfangsstreifen eingesetzt), haben sie die fremden Bienen, die genauso rauchig und milchsauer rochen, problemlos reingelassen. Gab ein bisschen Stau, aber keine Aggressionen.


    Ich finde es total faszinierend, wie diese durchaus riesige Bienenmasse auf dem großen Brett innerhalb von 3 Sekunden zielstrebig auf das Flugloch zumarschiert.


    Eine gute Nacht wünscht
    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • :daumen:


    vermutlich hab ich bisher immer wuschiges Mittelchaos verursacht, denn Aggression hab ich dabei noch keine gesehen.


    Bei genauem Überlegen könnte ich aber auch nicht sagen, dass ich mal einem ruhigen, unbearbeitetem Volk versucht hätte, ältere Bienen so zu geben. Es waren immer junge oder eben ein Bisschen Stress.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hach Marion,


    ich bin doch erst noch ganz frisch dabei, lass mich noch ein wenig herumtüddeln. Ich fand diese Variante hier vor zwei Jahren mehr oder weniger so propagiert, da hat es gut funktioniert. Völker habe ich auch genug.


    Wird sich schon auswachsen. Selektion der notwendigen Arbeitsschritte durch Verschleißerscheinungen der Imkerin. :-?


    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • :p_flower01: Hach Kiki,


    tu doch nicht so, Du Rakete!
    Senkrechtstarterin, legt ne super Honigbewertung ab u.a. beim IF und übt hier Bescheidenheit.


    Jedem seine Tüddelphase! :daumen: (ja, ja, ich kann`s doch auch nicht lassen, aber ich habe mir Besserung geschworen, und wirtschaftlicheres Arbeiten - wie soll ich sonst meine Wochenkilometer im Laufsport noch schaffen:lol:)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo ihr zwei :)


    Genauso plane ich auch meine Brutscheune nächste Woche nach dem Abschleudern.


    Wie behandelt ihr die denn? Ich hatte an AS gedacht wegen Wirkung auch in den Zellen, bin aber leider in meinem eigenen Thread dazu abgewatscht worden :-?


    Ich denke auch dass ich dann evtl nach der Hälfte des Schlupfes einschmelzen werde, aber ich kann ja schlecht jeden Tag MS sprühen um die Milben zu erwischen die jeden Tag mit schlüpfen, oder?


    Danke schon mal!


    edit: hab grade das mit einmal die Woche MS gelesen. Reicht das? Wie lange wirkt MS denn in der Beute nach? Ich dachte immer das wäre praktisch nur eine Stoßbehandlung und das was dann die nächste Tage schlüpft sorgt wieder für neue Milben. Falsch gedacht?