Nächste Frage: Dadant jetzt reduzieren?

  • Hi,


    habe gerade geschleudert, zum letzten mal dieses Jahr. Jetzt möchte ich gleich Zuckerwasser zu füttern, habe ich gelesen, dass man am besten gleich füttert, damit die Brut weiter läuft. Ist das OK?


    Und meine beiden Dadant Völker laufen mit einem Brutraum und drei Honigräumen. Sollte ich die jetzt auf einen Brutraum und einen Honigraum reduzieren, so wollte ich sie dann auch überwintern?


    Grüße aus Berlin
    wischi

  • Hallo wischi.
    Dadantvölker werden grundsätzlich nur im Brutraum überwintert. Dazu wird der ganze Brutraum mit Rähmchen gefüllt. Fertig eingefüttert muß das Gewicht mit Beute ca. 40-45 kg betragen. Und Bienenvölker werden grundsätzlich abends kurz vor Beendigung des Bienenflugs gefüttert.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Die Frage des Reduzierens stelle ich mir auch. Mein Schwarm hat wie blöde gebaut und gebrütet und sitzt jetzt acht Wochen nach dem Einzug auf 13 Rähmchen, sieben acht davon mit Brut. Zum Glück scheint die Königin endlich an ihre Grenze gekommen zu sein und in die Äußersten wird nur noch eingelagert (sind auch noch nicht fertig gebaut). Aber ich frage mich schon wie ich das dem Bedarf der Bienen angepasst reduziere, das Volk wird ja kaum den ganzen Raum mit einer Wintertraube ausfüllen können.

  • Hallo wischi.
    Dadantvölker werden grundsätzlich nur im Brutraum überwintert. Dazu wird der ganze Brutraum mit Rähmchen gefüllt. Fertig eingefüttert muß das Gewicht mit Beute ca. 40-45 kg betragen. Und Bienenvölker werden grundsätzlich abends kurz vor Beendigung des Bienenflugs gefüttert.


    Gruß Josef


    Gilt das so genauso für ZaDant (10 x Zander 1,5)?


    Gruß, Jörg



    P.S.: hoffe, Du nimmst es mir nicht krumm, wischi, wenn ich mich hier mit reinhänge?!

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • ...Mein Schwarm..... sieben acht davon mit Brut......in die Äußersten wird nur noch eingelagert (sind auch noch nicht fertig gebaut).
    Aber ich frage mich schon wie ich das dem Bedarf der Bienen angepasst reduziere, das Volk wird ja kaum den ganzen Raum mit einer Wintertraube ausfüllen können.


    Also nochmal zum Mitschreiben:


    !Es wird nix jetzt reduziert!
    Ein Dadantvolk überwintert in einem ganzen Brutraum.
    (Ausnahme noch nicht ganz starke Ableger evtl, da kann man auch mal über 6 bis 10 Waben nachdenken)


    Dieser geschilderte Zustand des Schwarmes oben ist normal dafür, dass der Schwarm in einem komplett ausgestattetem Brutraum sich ausbreiten durfte. Da bleiben dann immer unausgebaute Rähmchen übrig.
    Dieses "Problem" löst der Imker, indem er ein paar Tage nach dem Einschlagen des Schwarmes, das Schied da setzt, wo er die Baugrenze erkennen kann, Rähmchen mit nur ein bisschen Bautrupps dran werden abgeklopft und entnommen, ggf das Ganze an die Beutenwand gerückt und bds nicht besetzte Rähmchen entnommen.
    Das sorgt dann dafür, dass sie alle komplett gut besetzten und erst einmal alle fertig ausbauen. NAch unten, sonst spreiten sie wie ein Hefekuchen auf dem Kopf, jedoch nicht unbedingt komplett über alle Rähmchen bis untenhin.
    Danach kann man dann Erweitern: indem man Rähmchen mit MW nach und nach zugibt.
    (bei frühen Schwärmen nicht, da gibt es sogar noch Honigräume, womit man sie nach oben lenkt und unten nicht alles verhonigt bei viel Tracht)


    Nach dem Abschleudern ist das Procedere regulär so, dass der Zustand wie in der Trachtphase mit Schied und Einengung unten aufgehoben wird.
    Das bedeutet, der Leeraum hinter dem Schied wird mit Rähmchen und MW aufgefüllt, Schied kommt dahinter, und das bedeutet bei gleichzeitiger Fütterung nun wieder, dass sie diese ausbauen und mit Futter befüllen.


    Die Wintertraube selbst kann nie und nimmer einen Dadantraum komplett ausfüllen, tut sie auch nicht, wäre blöd, denn wo sollte dann das Futter sein? :wink: so große Wintertrauben gibbet nicht...
    Dadantvölker sitzen im Winter mit ihrem Futter zusammen in einem Raum, Großraum, Einraum.


    Die Wintertraube sitzt fluglochnah mittig in Kugelform, drumherum und drüber sowie fluglochfern das Futter. Die Bienentraube schrumpft ein wenig durch sterbende Sommerbienen und damit entstehen freie Leerzellen, gut für den Wärmehaushalt, auf Futter sitzen gibt nämlich ungünstig einen kalten Popo.
    Im Winterverlauf folgt die Traube dann dem Futter, wandert also aus Richtung Flugloch weg in den Futtersitz hinein.


    Alles klar? :u_idea_bulb02:


    Also bitte "All-in-one"-Verhältnisse schaffen. Reduzieren, Entnehmen und Einengen kommt erst im Frühjahr, nicht jetzt!


    Grüße


    Marion


    Edith: das gilt für Zadant, 1,5 DNM etc u CoKG ebenso :-D

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Ich glaube du hast mich mit dem Threadersteller verwechselt, ich bin exakt genau so verfahren wie du es beschrieben hast. Schied setzen und dann je nach Fortschritt Rähmchen geben. Bis auf die äußeren Rähmchen sind alle komplett ausgebaut. Honigräume sind bei mir dieses Jahr noch gar nicht drauf gekommen. Nur wurde das Brutnest von diesem Volk immer bis zur Randwabe/Schied ausgedehnt, daher sitzen sie jetzt eben auf 13 Waben.


    Ich frage mich nun, ob die Bienen die äußeren Brutwaben in Futterwaben umwandeln, da sie ja wie du gesagt hast mit der Wintertraube nicht alle Waben besetzen werden, oder ob ich irgendwann eingreifen sollte und äußere, irgendwann nicht mehr bebrütete Waben rausnehmen muss, damit die Futterwaben, die jetzt bei der Einfütterung befüllt werden, ans Brutnest und die Wintertraube rücken. Ich denke mir halt, das sonst eine Lücke zwischen Wintertraube und Futterwaben entstehen könnte.

  • Nix Rausnehmen !!!! Hat doch Marion klar geschrieben. Da die Bienen in nächster Zeit ihre Brutnestgrösse reduzieren werden ist da auch Platz fürs Futter um den Wintersitz. Und jetzt noch nicht zu viel füttern, die müssen erst noch die Winterbienen in ausreichender Zahl machen.


    MfG Frank

  • machete , ok, das las sich dann zunächst ein wenig anders für mich, oft ist es ja uch so, dass auf viel eingeschlagen wird ohne nach Baustart etwas einzugrenzen.


    Das ist aber ebenfalls bei Deinem Vorgehen völlig normal, dass sie je mehr Rähmchen sie dazu bekommen, irgendwann am Ranbd eben keine Brutwabe mehr "aufmachen", sondern nur noch Futter einlagern.


    Bei weiterer Fütterung wird auch die letzte Gegebene MW noch ausgebaut.


    Aber wie oben schon gesagt, hier ist das 13. Rähmchen Quatsch und tatsächlich Reduktionskandidat (ich hatte das glatt überlesen...).
    12 sind für starke Völker OK vorgesehen und völlig ausreichend, dann passt das Schied in die Lücke, auch wenn es so aussieht als passen 13 und auch wenn die Kiste erstmal proppenvollen Eindruck macht. Zur Einwinterung und mit Bienenabgang und Zusammenrücken der Wintermannschaft wird das anders aussehen.


    Was man tatsächlich reduzieren sollte, falls einmal so vorgekommen oder vorgefunden, das sind (zu) spät gegebene MW, die in das Brutnest eingefügt worden sind. An Position 3 und dann doch nicht komplett ausgebaut. Die zerstückeln das Nest und stören das Gefüge bzw den Wintersitz und den Weg ans Futter auch noch.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Und meine beiden Dadant Völker laufen mit einem Brutraum und drei Honigräumen. Sollte ich die jetzt auf einen Brutraum und einen Honigraum reduzieren, so wollte ich sie dann auch überwintern?


    Das war doch die Ausgangslage. Hierauf lautet die Antwort: Ja, reduzieren. Und zwar die Honigräume weg. Alle, wenn keine wesentliche Tracht mehr zu erwarten ist; was in vielen Regionen der Fall sein dürfte.
    Da keine Angaben zum Inhalt des Brutraumes gemacht wurden, bleibt hier die Allgemeinbeschreibung von Beitrag 6 als Anhaltspunkt.


    Und bei Machete würde ich (zunächst) auch reduzieren. Wenn dort mehrere Rähmchen nebeneinander nur leicht angetragen und in geringen Mengen ausgebaut wurden ist das nicht so toll. Weitgehend vollflächig ausgebaut und eingelagert wäre besser. Eine Mittelwand nach der anderen ausbauen lassen.

    Wenn jemand etwas vorgekaut serviert haben möchte, muss auch immer jemand da sein, der es ausspuckt oder -k...

  • Es sind 10er Dadant Beuten, mir wurde empfohlen auf dem Brutraum + einer Honigraumraumzarge zu überwintern. Das man die weiteren Honigraumzargen jetzt abräumt, hört sich logisch an, warum sollte man Futterreserven aufbauen,wenn die hinterher wieder rausgenommen werden. Vom Gefühl her, hätte ich sie noch bis Enden August drauf gelassen, Kleingartenkolonie, irgendwas blüht immer, aber wahrscheinlich hast Du recht.


    Wieviel Futter würdest Du denn empfehlen, 5kg / Volk?


    Bye
    wischi

  • Such Dir bitte mal einen anderen Berater in deiner Nähe, der annähernd Ahnung hat von der Dadant-Betriebsweise.
    Mit Honigraum überwintern ist Komplettunfug. Denk das doch mal selber zu Ende, wie das dann im Frühjahr aussieht?
    5 Kilo einfüttern? Insgesammt oder zunächst? Wo kommt dann der Rest her? Ist der schon da, im Brutraum?

    Zitat

    Inhalt des Brutraumes


    Wie sehen denn diese zehn Waben aus? Verteilung Brut/Futter? Wie weit ausgebaut und besetzt? Brutraum voll Bienen? Richtig voll?

    Wenn jemand etwas vorgekaut serviert haben möchte, muss auch immer jemand da sein, der es ausspuckt oder -k...

  • Im Brutraum waren je zwei gut halb volle Honigwaben am Rand, jetzt aber nicht mehr, habe ich geschleudert. Ansonsten viel Brut, nicht alles komplett voll, aber schön und ein wenig Pollen und Honigzellen.


    Der Plan war, jetzt 5kg füttern, dann Ameisensäure, dann wieder 5kg füttern, nochmal Ameisensäure und so mitte September noch mal 5kg.