Anfängerfrage

  • Hallo zusammen!
     
    Ich komme aus dem schönen Ruhrgebiet und bin leidenschaftlicherHonigesser. In unserem Garten haben wir einige Trachtpflanzen und ich genießees, die Hummeln und Bienen zu beobachten. Aus diesem Grund habe ich michentschlossen, mich näher mit der Imkerei zu beschäftigen.
     
    Einige Videos im Internet und der Anfängerkurs www.die-honigmacher.de haben mich indem Beschluss bestärkt.
     
    Leider bin ich zur Zeit privat sehr eingebunden, weil diegesundheitliche Situation meines Opas mir Sorgen macht. Aus diesem Grund binich auch sehr fremdbestimmt…
     
    Ich möchte mich trotzdem -zumindest theoretisch- mit diesemfaszinierendem Hobby beschäftigen, bevor ich einen Neuimkerkurs besuche undhoffentlich einen Imkerpaten finde, der mich in die Praxis einweist.
     
    Welche Tipps könnt ihr mir geben?
     
    Besten Dank im voraus!
     
    Bis denne!
     
    Rookie

  • Hallo Rookie. Wenn du dein Profil ( Wohnort) ergänzen würdest könnte man dir auch besser helfen. Bin auch aus dem Ruhrgebiet. Willkommen im Forum.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Wenn es um einen Imkerpaten geht, dann besuch die Monatsveranstaltung eines Imkervereins. Patenschaften sind wichtiger Teil der Vereinsarbeit, unter "Individualimkern" ist es sicher schwierig einen Paten zu finden. Videos im Internet sind zwar gut um Imkern virtuell über die Schulter zu schauen, aber ein Buch ist oft detaillierter und tiefgehender. Die Bienenhaltung ist für Anfänger oft verwirrend, weil s so viele Optionen gibt: Carnica oder Buckfast, Kunststoff- oder Holzbeute, mit oder ohne Falz, Zander oder Dadant oder Normalmaß, Kalt- oder Warmbau, Hoffmannrähmchen oder Abstandshalter, senkrecht oder waagrecht gedrahtet, ... Deswegen ist der häufigste Ratschlag, so zu imkern wie es lokal üblich ist (-> Imkerverein).

  • Hallo Rookie,


    das ist individuell sehr verschieden, und es kommt auf vieles auch individuelles an.
    Generell könnte man einfach sagen, Kurs ist immer besser, Verein ist immer besser, Imkerpate ist immer nötig. Aber Pauschalisierung passt ja nie.


    Mit der Theorie kannst Du Dich bis ins Unendliche befassen, wann und wo und womit Du willst, so viel, dass Du zum kleinen Pseudo-Spezi mutieren kannst oder Dir gar einbildest, Du wärest schon der Superimker schlechthin. Du kannst Dich wie irre in jedes erdenkliche Nebenthema mit einlesen und Recherche betreiben. Das alles, bis Dir der Kopf raucht und Dir Deine eigenen Theoriegespinste das Hirn verweben.
    Das kann zum so großen Hemmschuh werden, dass Vollbluttheoretiker irgendwann aus Realitätsangst den Sprung zum echten, lebendigen, eigenen Volk nicht mehr hinkriegen, denn das könnte dem Theorie-Internet-Youtube-Vollblutimker ja drastisch vor Augen führen, das er doch an dem ein oder anderen ganz realen Stolperstein scheitert, sich verzettelt oder einfach nur Pech hat oder im wahren Leben eben die ganz üblichen Anfängerfehler macht und die Fassade fällt.


    Routine und Erfahrung kann man nicht lesen und nicht anschauen. Die muss man sich einfach erarbeiten und ganz selber machen, machen, machen.
    Dazu muss man auch auf die Schnauze fallen, aber nicht zu viel und nicht unnützer Weise, z.B. weil man einfach starrsinnig den selben blöden Fehler macht, wie schon zig Generationen zuvor, und erst recht nicht, wenn man diese Fehler z.B. hier bereits im Vorfeld aus den Erfahrungen anderer lesen konnte.


    Zur Bienenhaltung und dazugehörigen Lernprozess gehört allerdings auch:
    ein gewisser eigener IQ,
    auch ein Bauchgefühl, Gespür oder biologisches Grundverständnis bzw. die Fähigkeit, auf Gelerntem aufzubauen, Ursache und Wirkung zu erkennen,
    Neues hinzuzunehmen, Nicht aufzuhören zu fragen,
    Lehre aber auch einmal einfach anzunehmen und die bisher gestrickten Sichtweisen und Theorien dann, wenn sie von der Realität überrannt worden sind auch über den Haufen zu werfen und neu zu betrachten.
    Hier im IF fiel einmal dazu der Begriff Dehmut. In gewisser Weise ist es das,
    Bescheidenheit, auch Hinterfragen des Tuns und der Intentionen.
    Dann eine gehörige Portion Flexibilität, denn feste Kochrezepte und Fixschemata gibt`s beim Grillen, nicht beim Imkern.


    Hier im IF bist Du an DER Stelle, wo Du alles, aber auch wirklich alles zum Thema Bienen und Imkerei finden kannst plus zig Spielvarianten zu allen möglichen Fragen, die man sich denken könnte. Dazu Erfahrungen, Geschichten und viel Individuelles, Neues, Witziges, Tüfteliges und auch Erzkonservatives.
    Dazu noch Soforthilfe und bei Bedarf den korrekten A....tritt mit dazu:wink:


    Wenn Dein Kopf qualmt, Du immer noch Feuer und Flamme bist oder gar noch mehr, und Deine Opa-Verpflichtung das erlaubt,
    dann rate ich, mit einem Imker vor Ort zum Nachfragen und Mitgucken und Anleiten einfach anzufangen!


    Es gibt gute und schlechte Anfängerliteratur,
    es gibt auch gute und schlechte Anfängerkurse (und die verpflichten terminlich und zeitlich)


    und es soll Imker geben, die ganz ohne Anfängerkurs und nur mit Netz und IF zur Bienenhaltung gekommen sind....


    Das ist jetzt keine Pauschalempfehlung, nur eine Spielart.... wie gesagt, es kommt auf vieles an.


    Viel Gebrumm im Hirn


    wünscht


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Guten Morgen zusammen!


    Herzlichen Dank für Eure ausführlichen Antworten. Versuche Eure gut gemeinten Ratschläge und Tipps zu beherzigen.


    Wünsche Euch ein schönes sonniges Wochenende!


    Eurer Rookie