Honig umtragen lassen...

  • Ich habe vor einer Woche zwei Wirtschaftsvölker auf Dadant gekauft, die 10 Waben, Schied + 2 Honigwaben (kurze Rähmchen) in der Beute hatten.
    Hier im Allgäu hats noch relativ viel Tracht - es herrscht sehr reger Flugbetrieb, die Damen tragen noch fleissig ein und dementsprechend sind die vom Vorbesitzer als "Wegzehrung" eingehängten Honigwaben voll, teils schon bis unten mit (noch ungefüllten) Wildbau ausgebaut. Die anderen 10 Rähmchen sind durchweg im Vollausbau.


    Ich hab heut mal reingeschaut und die beiden Honigwaben durch große Rähmchen mit Anfangsstreifen ersetzt und die Honigwaben hinters Schied in ein diesjähriges Ablegervolk mit reingesetzt, das (auf 5 Waben) noch ein wenig schwächelt. Ich würd gern die Honigrähmchen im Nest loswerden (ohne zu schleudern :D). Ist davon auszugehen, dass die Mädels den Honig auf "Ihre Seite" des Schieds umtragen oder ist es sinnvoller, zwei leere Honigzargen aufs Nest zu setzen und die Honigwaben ganz oben einzuhängen um die Damen quasi zum Umtragen zu zwingen?


    Thomas

  • Hallo Thomas,


    wenn ich es richtig verstanden habe, geht es um den genannten Ableger, der den Honig ans Brutnest tragen soll...


    Ich würde an das Brutnest des Ablegers eine ausgebaute Dadantleerwabe, so vorhanden, einsetzten. In diese wird bei jetzigem Rückgang der Brutmenge vielleicht noch ein wenig gestiftet, auf jeden Fall aber Honig eingetragen. Je nach Trachtsituation kann etwas von außen kommen, die Chance ist aber nicht schlecht, dass die Vorräte hinter dem Schied abgebaut werden.


    Versuch macht kluch


    Rainer

  • Hallo,


    ist Platz genug, sowie jetzt bei dem 5 Waben-Ableger, und folgt vermutlich noch der ein oder andere Tag ohne Flugwetter, dann sollten sie das erst recht umtragen, so sie denn VOR dem Schied auch Platz für die Unterbringung des Futters haben.
    S.o. Tipp von Rainer: Leerwabe z.B. oder eben noch Platz bzw eine vor kurzem gegebene MW im Ausbau.


    Die Honigrähmchen sollten keine verdeckelten Futterflächen haben, sonst anritzen. Und sie sollten eher weit weg vom Brutnest hängen und mit Abstand.
    Nach ein paar Tagen gucken, dann weißt Du, wie sie drauf sind.


    Es gibt Völker und auch Bedingungen, da wird dort hinten trotzdem eher noch weiter abgelagert und gebastelt ebenso. Dann müssen die am Besten über Fütterer (Adamfütterer mit Aufstieg) mit nochmal einem Honigraum leer aufgesetzt angeboten werden. Gut wirkt eine stabile Folie als Abschluss obenauf. Darauf ein ASG im Holzrahmen und Steinen drauf zum Beschweren als Abdichtung. So ist es von oben schön hell und das tragen sie dann garantiert runter.


    Einzelne Honigrähmchen kann man aber auch sehr gut einfach in einem Adamfütterer mit dezentralem Aufstieg schräg einlegen, kleinen Stein drunter, damit sie auch an die Gegenseite kommen. Am nächsten Tag das nächste:daumen:


    Viel Erfolg


    Marion,


    die jetzt zwei angetragene HR am Holzlager am Bienenstand abgestellt vergessen hat - echt, ganz wirklich - :eek::eek: ..... funktioniert turbo, ist aber absolut nicht zu empfehlen wg Erziehung zur Räuberei

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • ... die jetzt zwei angetragene HR am Holzlager am Bienenstand abgestellt vergessen hat - echt, ganz wirklich - :eek::eek: .....


    Aahh: der neue Marion-Fütterer!! ... :wink: ... Respekt für innovative Imkerei ... :lol:


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • *schwitz* ... als ich mich umdrehte und sie erblickte, waren sie von Desinteresse gestraft und furztrocken, weil schon vor drei Tagen da abgestellt. Kaum was drin gewesen - besser is das!

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Aahh: der neue Marion-Fütterer!! ... :wink: ... Respekt für innovative Imkerei ... :lol:


    Gruß, Jörg


    Ja - wir lästern, aber in den USA wird das teilweise ernsthaft als arbeitssparend propagiert. Die nehmen ein paar 100m Abstand vom Bienenstand, stellen dort Fässer mit Zuckerwasser auf - und riskieren, dass sie den Nachbarn mitfüttern.
    Nur zu nah am Bienenstand - machen die das wegen der Räubereigefahr auch nicht.


    Gruß
    Ludger

  • Eine ausgebaute Leerwabe habe ich nicht - das müssen die Mädels dann selber bauen. Am Brutnest hängt ein fast unbebautes Rähmchen mit komplettter Mittelwand und ein Rähmchen mit Anfangsstreifen - ich geh also schon davon aus, dass die erstmal das ausbauen, bevor sie Wildbau an die Honigwaben hängen. Die Wabe in den Fütterer zu hängen, wäre meine zweite Option gewesen - ich hab aber ein wenig Angst, dass der Geruch dann die Kolleginnen von nebenan anlockt, bei denen ich angesichts des noch sehr regen Flugbetriebs und des bei einem Volk fast rappelvollen Nest noch mit dem Auffüttern warten wollte.


    Ich schau die Tage mal, ob die schon Umtragen - wenn nicht, finde ich die Option, die Waben ins Helle zu hängen rein logisch ziemlich bestechend (die Bienen hoffentlich auch) und probier die mal aus.


    Dankend,


    Thomas

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gnoerz () aus folgendem Grund: buchstabenfresser korr.