Eselei begangen... bitte um Hilfe

  • Hallo!


    Mir ist gestern ein dummer Fehler beim Einfüttern passiert, den ich jetzt gar nicht weiter vertiefen möchte. Jetzt wird ein Volk bedrängt und an meinen anderen Völkern am Stand sehe ich dauernd Spürbienen hinter, unter und an den Seiten der Beuten "suchen".


    Vor das Volk, das stark bedrängt wird, aber sich gut wehrt habe ich eine "Räuberglasscheibe" angebracht und das Flugloch auf ca. 2 cm eingeengt. Die anderen Völker habe ich auch auf ca. 3 - 4 cm eingeengt.


    Ich bin in Panik Kann oder soll ich noch etwas machen?


    Morgen gibt es bei uns 30°C. Kann ich die Fluglöcher dabei so klein halten? Zwei Völker sitzen stark auf 2 Zargen und 2 Völker stark auf 1 Zarge.


    Danke Euch für die Hilfe!

  • ruuuuhig :)


    was ist das für Boden? Offen, zu? hast Du Klopperei am Flugloch? Spürbienen sind noch keine Räuberei. Wenn richtig Räuberei, verstell den Räuber. Ansonsten lern die Lektion und paß in Zukunft besser auf. Gesunde starke Völker können und müssen sich wehren können.


    Ich drück Daumen.
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Und: den Dieben auch unbedingt was geben - hilft schon manchmal ungemein:u_idea_bulb02:


    Nur kleine Ableger füttern und dabei Kleckern kann einen Großknall verursachen. z.B. wenn man dicke Trachtvölker am Stand noch nicht abgeräumt hat, weshalb die noch nichts mitbekommen aber leider auch nichts mehr wesentlich finden.


    Hast ja sonst alles getan erstmal.


    Grüße


    Marion


    P.S.: meine Böden sind immer zu und ich habe teilweise nur 5 cm breite Fluglöcher. Kein Ding

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Vielen Dank für Eure Antworten!


    Heute ist es um einiges ruhiger geworden, zwar noch leichte Klopperei bei zwei Bienenvölkern, aber alles in Maßen, es wirkte jedenfalls so als könnten sich die Bienen wehren.


    Spürbienen sind allerdings immer noch einige unterwegs gewesen und haben an den Beuten rumgesucht.


    Achja, ich habe offene Böden. Beruhigt mich schon, dass man auch mit geschlossenen Böden bei den hohen Temperaturen einengen kann, dann dürfte hoffentlich bei mir nichts schiefgehen. Heute waren jedenfalls keine "Bienenbärte" zu sehen.


    Vielleicht schiebe ich zur Sicherheit die Windel ein um die Böden etwas zu verschließen.


    Liebe Grüße

  • Vorgestern alle Völker durchgesehen und im Honigraum die Luft rausgelassen. Kein Volk hat Vorräte, alle am Existenzminimum.
    Nachdem ich die Ableger mit einer Futtertasche versehen habe wurde ein Ableger massiv attackiert, am Abend war Schluss. Heute habe ich mindestens 2 Hände toter Bienen aus den Boden gesaugt, einiges an Brut und Königin nebst Bienen waren vorhanden.
    Heute wieder eine Futtertasche rein und schon wieder wurde attackiert, habe das Volk dann in meinen Wald verfrachtet, im vorigen Jahr hat dann bei gleicher Vorgehensweise eine Dieb mir das Volk nach dem Aufpäppeln geklaut .:evil:


    Ich hatte noch nie so ein schlechtes Imkerjahr. Morgen wird AS Dauerbehandelt und nach Ca. 12 Tagen eingefüttert.

  • Ich bin echt überrascht, wie schnell es zur Räuberei kommen kann.
    Als ich abends die ausgeschleuderten Honigräume den Anlegern an Ablegerstand zum ausschlecken aufsetzte, haben sich bei der Aktion zwei drei Bienen schon mal vorzeitig am Honig bedient. Mehr waren es in den 30sec nicht.
    Keine fünf Minuten später waren alle Beuten von Bienen umlagert, die den Inhalt rochen.
    Die kleinen Fluglöcher nochmal verkleinert und es ist nochmal gut gegangen.
    Ich hab aber wieder was gelernt. Ich will nicht wissen, wie das ausgesehen hätte, wenn eines der Wirtschaftsvölker ausgeflogen wäre.

  • Hallo Jörg,


    nimmst du Zuckerwasser oder Sirup? Ich hatte noch nie Probleme mit Sirup. Selbst, wenn ich mal etwas tropfe, passiert nie etwas. Alles im grünen Bereich. Oder gibt es als Bioimker keinen wirklichen Sirup?


    Gruß
    Frank

  • Das Problem ist der Umstand, dass alle ohne Vorräte sind und ich nur kleine Mengen geben kann, da das Auffüttern erst nachdem AS Langzeitbehandlung geschehen darf. Natürlich Räubern sie wo sie nur können.
    Wie schon geschrieben, so ein Sch....Jahr hatte ich noch nie.
    Vorgestern bestätigte mir dies auch der Imkereikreisvorsitzende, soweit ich weiß hat der 100 Völker und nur Luft in den Kästen laut seiner Aussage.

  • ...nimmst du Zuckerwasser oder Sirup?...


    Hallo Frank,


    ich gehe natürlich den schweren Weg...


    Zuckerwasser, TBE nur mit Anfangsstreifen und windschiefe Holzkisten. Naja, es geht. Aber ich muss wirklich aufpassen.


    Das mit der Räuberei hängt wahrscheinlich mit der Situation der Völker, der Läppertracht und natürlich mit der Bienendichte zusammen. Manchmal bekommt man einen Schreck, wo die vielen Bienen plötzlich herkommen...


    Es gibt immer mal wieder Bio-zugelassenen Sirup von verschiedenen Herstellern, sogar Futterteig. Ich sehe aber Vorteile beim Ausbauen der Waben mit Zuckerwasser und habe einen guten Lieferanten für den Zucker.


    Gruß Jörg

  • Das ist je nach Bienendichte eine wirklich kritische Sache. Füttern oder mit Honigwaben hantieren mache ich jetzt nur kurz vor Dunkelheit.


    Gruß Jörg


    Hallo Jörg,
    Du bist doch tageslichttauglich :wink:.
    Ich würde ja füttern, nur hat sich mein Minikunstschwärmchen offensichtlich selbst auf Diät gesetzt oder die finden was Besseres als Zuckerwasser bzw. kristallisierten Honig :confused:.
    Oder die sind traumatisiert von Melanies "Ungeziefer" :p, denn von den anderen Völkern hab ich sie separiert und dafür killen die jetzt Hornissen :-D


    LG
    Andreas


  • Vorgestern bestätigte mir dies auch der Imkereikreisvorsitzende, soweit ich weiß hat der 100 Völker und nur Luft in den Kästen laut seiner Aussage.


    Hallo Franz,


    Sommerhonig war auch für den Eimer. Ich durfte 22 Honigräume (Dadant Flachzargen) schleudern und habe sage und schreibe 130 Kilo Honig geerntet. Immerhin etwas, aber in die Honigräume hätten maximal rund 330 Kilo gepasst. Das war schon frustrierend. Immerhin sah das Frühjahr viel besser aus.


    Gruß
    Frank