Offenbar reingefallen beim Umarbeiten von eigenem Wachs

  • ...
    Hier ist der Name ja auch noch nicht genannt worden, oder habe ich es überlesen? ...


    Ja, hast du überlesen, Seite 1, Post 12.


    Ralf
    Wie stellst du dir die Kennzeichnung denn praktisch vor. Aufdruck aufs Papier oder direkt in die Wabe ? Aufdruck auf dieses Einwickelpapier ist doch irgendwie sinnlos, selbst mit Chargenummer oder so. Da kann doch jeder munter Papier hin- und hertauschen, was soll das denn im Streitfall für einen Beweiswert haben. Oder vielleicht ne Nummer direkt in die Wabe gestanzt, die Bienen sind doch flexibel genug, um da kleine Fehler auszufüllen.


    Grüsse, Robert


  • Was meint Ihr zum Thema Transparenz, fehlende Herstellerangaben sowie Los- und Chargennummern?


    Definitiv ein zu wenig ausgeleuchtetes Thema. Selbst die großen Anbieter versenden "Rückstandsarme Mittelwände mit Zertifikat". Aus dem dann aber nicht mal ein Datum des Dokumentes oder eine Chargenbezeichnung zu sehen ist. Watt nützt denn mir, dass hundert Chargen vor der gelieferten mal ein Wert gestimmt hat? Kurzer Anruf und Du kriegst ein anderes Dokument mit Datum gemailt. Hm.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Wie stellst du dir die Kennzeichnung denn praktisch vor. Aufdruck aufs Papier oder direkt in die Wabe ? Aufdruck auf dieses Einwickelpapier ist doch irgendwie sinnlos, selbst mit Chargenummer oder so. Da kann doch jeder munter Papier hin- und hertauschen, was soll das denn im Streitfall für einen Beweiswert haben.


    Hast'te Recht. Wenn jemand in mein Honigglas gepanschten Honig einfüllt und den Gewährverschluß wieder zuklebt, hab ich auch schlechte Karten. Ich denke also, ich laß Etikett und Gwährstreifen in Zukunft weg, spart ja Arbeit und Zeit und helfen tut es auch nicht.


    Schöne Argumentationslinie gegenüber Kunden und Amt :daumen:


    Leute. WIR. werden. verarscht. Mit schönen, leuchtend gelben Mittelwänden.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Mein lieber Ralf!


    Ich bin ab sofort eindeutig für in zertifiziertes und mit Losnummer eindeutig gekennzeichnetes Papier eingewickelte Mittelwände!


    Außerdem sollte das Papier nur von einer akkreditierten und zertifizierten Ausgabestelle für jedes Bundesland ausgegeben werden und das Ganze nur mit entsprechendem mindestens dreifachem entsprechendem und eindeutigem Ausgabenachweis. Sollte man auch im Internet nach Eingabe einer korrekten Losnummer und mit vorheriger zertifizierter Anmeldung problemlos machen können, oder?
    :p_flower01:


    Mein Beileid!
    :eek:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hey meine Frage war ernst gemeint und indem ich darüber nachdenke, nehme ich deine Sorgen auch ernst, also krieg dich mal wieder ein.


    Vielleicht bin ich auch entspannter, weil ich ungeizig-ungeile 22CHF/kg zahle und die beiden Händler bei denen ich die MW kaufe, kleine Hinterhofklitschen mit Wachswerkstatt im Keller sind, denen ich schon über die Schulter schauen durfte.


    luffi , fälschungssicher sollte das Papier noch sein, also am besten so mit eingelegten Silberstreifen, 3D-Hologramm etc, z.B. direkt aus den Druckern der Notenbank :wink:


    Es ist doch letztendlich auch hier wie überall die Frage von Vertrauen zwischen Kunde und Verkäufer. Die Goldschwaben haben den Vertrauensvorschuss von der Pomeranze erstmal grob missbraucht, obwohl Obi von guten Erfahrungen mit denen berichtete. Andere Imker empfehlen andere Umarbeiter und so wird sich schon durch diese Diskussion hier die SPreu vom Weizen trennen. Sogar ganz ohne Losnummer auf dem Einwickel-Zeitungspapier. Das Internet und so ein Forum hier sind für solche Positiv- oder auch Negativwerbung sehr mächtige Werkzeuge. Wer das als Firma noch nicht verstanden hat, wird früher oder später auf den Fresse fliegen. In so einem Fall hoffe ich früher. Klar ist es extrem Sch... für die LAndpomeranze, aber einen langfristigen Dienst erwiesen hat sich die Firma damit nicht, nachhaltige Geschäftsbeziehung gestaltet man anders.


    Grüsse, Robert

  • luffi : Mach doch so einen Spaß mal mit einem Kollegen, der von seinem langjährigen Händler seines Vertrauens die MW für seine 50 neuen Völker gekauft hat. Mit vollen Hosen ist gut stinken: ich hab dieses Jahr 150kg zukaufen müssen, ganz profan im Handel. Wenn Du genug gutes Wachs hast, dann hast Du mehr als Recht und das Problem gibt es garnicht. Also für Dich. Für mich aber vielleicht schon. Kannst Du dem Wachs ansehen, ob das Ok ist? Ich nicht. Butsche als Händler anscheinend auch nicht. Jetzt gibt es aber grade eine gößere Charge gepanschtes Wachs da draußen, ob die Betroffenen das mit dem gleichen Humor sehen wie Du? Ich bin der allerletzte, der mehr Regulierung möchte! Aber Fairness hätte ich gerne, und da scheint mir eine Quellenangabe eine vernünftige Sache. Aber wie gesagt, vielleicht (hoffentlich :) ) geht es bei mir gut und ich hab bald auch genug eigenes Wachs zum umarbeiten.


    So richtig lustig find ich's aber trotzdem nicht. Und einleuchtend auch nicht.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Selbstregulation schließe ich fast aus --- wie viel % lesen hier denn schon mit


    Umso mehr ich darüber nachdenke umso weniger versteh ich, warum das in der Form wie es bisher läuft überhaupt läuft


    Und sich lustig machen über Sorgen ist kein guter Stil bzw. bisher konnte keiner Ralfs Sorgen wirklich entkräften geschweige denn nen Weg aufzeigen der sicher ist --- außer halt selber gießen und nur so schnell wachsen wie es eigenes Wachs gibt (Wortspiel)

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • Die Frage ist, wo eine solche Pflicht denn anfangen solle.
    Muss der Händler dann eine Rückstellprobe von jedem Wachs, das ein Kleinstimker anliefert, ziehen?
    Das wäre wahrscheinlich nicht praktikabel und würde den Preis deutlich nach oben treiben.
    Außerdem ist bei dem im Fall des Falles evtl eh nichts zu holen.
    Das Risiko läge also beim Hersteller, der 100% reines Bienenwachs verkaufen muss, egal was er angeliefert bekommt.
    Auch dieses Risiko wird er sich bezahlen lassen.
    Von Billig-Mittelwänden um die 10-12 €/kg könne man sich dann schon mal verabschieden.
    Mir soll es Recht sein. Kaufe eh nur Bio-Mittelwände um die 30€/kg und sammle mein sauberes HR-Wachs separat, um irgendwann mal ne eigene Wachsstrecke zu realisieren.
    Also meinetwegen gerne eine Chargenkennzeichnung einführen.
    Wieviel Wachs für Mittelwände wird eigentlich importiert? Und woher?

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • ...Aber wie gesagt, vielleicht (hoffentlich :) ) geht es bei mir gut und ich hab bald auch genug eigenes Wachs zum umarbeiten...


    Und ich sage: Ein eigener Wachskreislauf (o.ä.) funktioniert schon ab dem ersten Volk - wenn man will und die Mehrarbeit in kauf nimmt!


    Gruß Jörg, Eigenwachspanscher

  • Und ich sage: Ein eigener Wachskreislauf (o.ä.) funktioniert schon ab dem ersten Volk - wenn man will und die Mehrarbeit in kauf nimmt!


    Gruß Jörg, Eigenwachspanscher


    Ist halt schwierig, wenn man wie z.B. Ralf in größeren Sprüngen expandieren will

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • €1000 für eine ordentliche Presse und 3 extra Arbeitstage im Jahr bei 50 Völkern.
    Vorausgesetzt man bringt nicht selbst Gifte ins Wachs, wird die Qualität der eigenen Mittelwände dann jedes Jahr besser.
    Sammeln die eigenen Bienen jedoch auf gespritzten Flächen oder was weiß ich,
    worauf man nicht immer Einfliuss hat, kann es wiederrum zu Belastungen im eigenem Wachs kommen.
    Alles nicht so einfach, aber auf dubioses und ungeprüftes Allgemeingwachs angewiesen zu sein, käme für mich definitiv nicht in Frage.
    Elk

  • € 1000 für eine ordentliche Presse und 3 extra Arbeitstage im Jahr bei 50 Völkern.


    ... oder als Bausatz für rund die Hälfte.


    Ich kann Jörg nur zustimmen: Es lohnt sich gerade bei kleinen Völkerzahlen, weil das Umarbeitenlassen von kleinen Wachsmengen schwierig ist. Wenn es eng ist mit dem Wachs (z.B. weil die Völkerzahlen steigen), macht es noch mehr Sinn, weil ich nicht erst sammeln muss, sondern auch kleine Mengen aus dem Dampfwachsschmelzer direkt in die Mittelwandpresse gehen.
    Bei mir ist das Mittelwände gießen aktuell Arbeit in der Trachtzeit, weil mangels Wachsvorrat alles schnell wieder gebraucht wird.
    Zudem presse ich einen Gutteil der Waben und brauche entsprechend mehr Mittelwände.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)


  • Leute. WIR. werden. verarscht. Mit schönen, leuchtend gelben Mittelwänden.


    so sehe ich es gerade auch. Bin selbst betroffen und hatte es bisher auf Witterungsprobleme oder Königinnenprobleme geschoben. Will nicht erwähnen was ich deshalb an Königinnen getauscht hatte und selbst bei den Zuchtmuttis hab ich sicher die ein oder andere Platt gemacht -unverdient.
    Es ist damit auch keine wirkliche beurteilung des Volkes mehr möglich, solch ein Rotz wirft jedes Volk zurück und macht es im schlimmsten Fall trachtuntauglich. Man denkt man hat Schrott am Stand und dabei liegt es am Wachs.




    Luffi, die Losnummer oder Herstellernummer oder was auch immer, soll doch nur dafür sorgen, den Weg zurück verfolgen zu können. Wenn es bei meinen Paketen mit der Nummer 86DE-785618-15 zu Problemen kommt, dann seh ich der Betrieb aus Deutschland mit der Nummer xxxx hat mir das Zeug von wem auch immer verkauft und dann kann ich gleich den richtigen Anklagen und muss nicht über Umwege gehen und erst den Händler verklagen, der seinen Lieferanten und danach der Produzent bzw. der Importeur.
    Dann kann man in der Bienenpresse aufrufe starten und andere vor dem selben oder noch mehr Schaden bewahren.
    Ich bin für eine Losnummer/Kennzeichnungspflicht.


    Es stinkt gerade zum Himmel und dabei leider auch bei meinem langjährigen Lieferanten.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit


  • Ich bin für eine Losnummer/Kennzeichnungspflicht.


    Ein solcher Verwaltungsaufwand fördert immer die Großen, da die kleinen Umarbeiter den zusätzlichen Aufwand scheuen werden. Mach lieber die Arbeit selbst, oder fördere die kleine Werkstadt in der Umgebung (oder eine Arbeitsloseninitiative, Behindertenwerkstadt - wer auch immer derartige Arbeiten bei euch in der Umgebung im Programm hat...) mit einer angemessenen Vergütung für die anfallende Arbeit. Persönlicher Kontakt beugt Betrug vor.


    Gruß
    Ludger